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Samstag, 21. September 2019

EZB - Die größte Insolvenzverschleppung der Geschichte!



Friedrich & Weik

Das Notenbankexperiment der EZB geht unvermindert weiter! Die EZB hat es wieder getan: Mario Draghi hat den Einlagezins für die Banken gesenkt und das Aufkaufprogramm gestartet. Damit geht die Enteignung für uns Sparer weiter! Warum die Zinsen in der Eurozone nie mehr steigen können, was die Auswirkungen sind, warum der Euro scheitern wird und was Sie tun können um Ihr Geld zu sichern erfahren Sie im Video.

Kategorie Bildung

Kommentare

Peter I
Nur noch Vollidioten , Schwerverbrecher und Volksverräter in der Politik, die so genannten Eliten !!!

KaffKind
Es muss alles abstürzen.. nur so verdaut die Menschheit den Beginn der digitalen Währungen ( totale Kontrolle)

Robert Wagner
Das Problem ist das die Mehrheit der Leute das nicht interessiert solang was zu Essen auf den Tisch steht. Wenn Ich meinen Arbeitskollegen davon erzähle oder Ihnen Tips gebe, schauen die mich an ob ich von einem anderen Planeten komm. Zum Glück wird immer am Ende abgerechnet :)

Bockchain !
Es sind nicht die Politiker die Entscheiden, es ist die Elite (Rockefeller, Rothschild usw.) Politiker sind Marionetten sonst nichts.


Donnerstag, 28. April 2016

Nullzins-Politik der EZB und ihre Folgen

Thema: Nullzins-Politik

Die Europäische Zentralbank (EZB) pumpt Milliarden in den Markt, brummt Banken immer höhere Strafzinsen auf, wenn sie Institute Geld bei ihr parken. Und senkt den Leitzins auf historische Null Prozent.

Die EZB hat ein klares Feindbild: Inflationsraten unter zwei Prozent. Sie – so die Überzeugung – verleiten Konsumenten und Investoren zum Abwarten. Keiner kauft, keiner investiert, weil es ja noch billiger werden könnte.

Das, so die Logik der Zentralbänker, kann jedoch mit niedrigen oder negativen Zinssätzen bekämpft werden. Motto: Lebe jetzt, spare später.

Bisher hat der gewünschte Übertragungsmechanismus von Geldpolitik in die Realwirtschaft aber irgendwie Ladehemmung, auf die Geldspritzen reagieren vor allem Börsen und Immobilienpreise.

“Die Zinsen werden lange niedrig bleiben”, sagt EZB-Chef Mario Draghi.

Das bedeutet: Wer Geld geliehen hat, etwa für den Kauf einer Immobilie, muss keine Angst haben, dass seine Raten plötzlich steigen. Andererseits: “Es steigt das Risiko, dass es in Deutschland am Immobilienmarkt zu Überhitzungen kommt,” warnt Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, Frankfurt.

Für Sparer sieht die Rechnung anders aus: Sie müssen sich wohl oder übel an Niedrigzinsen gewöhnen.

Weblink: Nullzins-Politik der EZB: Wer gewinnt, wer verliert - Euronews

Von Blogger am 3/09/2016 10:00:00 vorm. unter Torpedo - kritischer Gesellschafts- und Politik-Blog eingestellt

Freitag, 20. März 2015

Blockupy-Proteste gegen EZB

Thema: Blockupy Frankfurt
T-Online.de

220 Verletzte
Blockupy-Proteste gegen EZB teils friedlich, teils gewalttätig
18.03.2015, 19:00 Uhr | dpa, t-online.de

Bei der Einweihung des neuen Frankfurter EZB-Turms ist die Gewalt zunächst eskaliert. Danach zeigten die EZB-Kritiker aber, dass sie auch friedlich protestieren können - 10.000 waren es auf dem Frankfurter Römerberg, 17.000 zogen anschließend von dort durch die Innenstadt zum Opernplatz. Ein Tag, der gewaltsam begonnen hatte, fand dort dann ein überraschend schnelles Ende.

Die Proteste begannen am frühen Morgen im Umkreis der hermetisch abgeriegelten EZB-Türme und schlugen schnell in massive gewaltsame Auseinandersetzungen um - Stunden vor einem Festakt zur offiziellen Eröffnung des imposanten EZB-Baus. Demonstranten warfen Pflastersteine und Böller gegen Polizisten. Überall in dem Stadtteil brannten Mülltonnen, Reifen oder Polizeiautos. Sogar Feuerwehrleute wurden angegriffen, als sie die Brände löschen wollten.

Die Polizei setzte Wasserwerfer, Tränengas und Schlagstöcke gegen Randalierer ein und nahm 15 Personen fest. Politiker und Polizeigewerkschaften reagierten entsetzt auf die Krawalle. Am Donnerstag will sich der Bundestag mit den Krawallen befassen.

Gewalt rund um die EZB

Rauchschwaden zogen über das Mainufer, in der Luft lag der beißende Geruch von Tränengas. Erst am Mittag beruhigte sich die Lage rund um die EZB.

Nach Angaben der Polizei versuchten rund 3000 Demonstranten, das EZB-Gelände zu stürmen, wurden aber von den Beamten gestoppt. Auch ein Polizeirevier wurde angegriffen. Insgesamt waren laut Blockupy etwa 6000 Aktivisten unterwegs, davon 1000 aus dem Ausland.

Nach Polizei-Angaben wurden bis zum Nachmittag mindestens 94 Polizisten verletzt, die meisten davon durch Reizgas. Das Blockupy-Bündnis teilte mit, beim Einsatz von Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken durch die Polizei seien mehr als 130 Demonstranten verletzt worden.

Blockupy entsetzt, aber verständnisvoll

Blockupy-Anmelder Ulrich Wilken (Linke), der einen "bunten Protest" angekündigt hatte, zeigte sich "entsetzt und bestürzt" angesichts der Gewalt. "Das ist nicht das, was wir geplant haben." Gleichzeitig äußerte er Verständnis "für die Wut und die Empörung" der Demonstranten auf die EZB-Politik. Die Zentralbank ist einer der entscheidenden Akteure bei der Bewältigung der Finanz- und Schulden-Krise, die in vielen Euro-Ländern hohe Jugendarbeitslosigkeit und wirtschaftliche Probleme zur Folge hatte.

Polizeigewerkschaften sehen in den Ausschreitungen eine neue Dimension der Gewalt. Auch zahlreiche Politiker kritisierten das Verhalten der Demonstranten. "Alle, die sich hier missbräuchlich auf Freiheitsrechte berufen, müssen mit der vollen Härte des Rechtsstaats rechnen", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). "Das Ausmaß der Gewalt spricht dafür, dass solche Aktionen seit langem geplant waren." Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) sagte: "Das sind Straftäter, die da unterwegs waren."

Bei einer vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) veranstalteten Demonstration mit rund 1000 Teilnehmern sagte der Frankfurter DGB-Vorsitzende Harald Fiedler: "Das ist total kontraproduktiv, wenn Randale gemacht wird und Polizisten angegriffen werden." Die DGB-Aktion verlief friedlich, ebenso die Kundgebung von Blockupy auf dem Römerberg in der Frankfurter Innenstadt am Nachmittag.

In seiner Rede beim Festakt vor rund 100 ausgewählten Gästen war EZB-Präsident Mario Draghi auch auf die Demonstranten und die vielen unzufriedenen Menschen im Euroraum eingegangen, die in den vergangenen Krisenjahren Einkommen und Wohlstand verloren hätten. Als eine Institution der Europäischen Union, die eine zentrale Rolle in der Krise gespielt hat, sei die EZB in den Fokus der Frustrierten geraten, sagte Draghi. "Möglicherweise ist dieser Vorwurf nicht fair. Denn unser Handeln zielte genau darauf ab, die wirtschaftlichen Schocks abzufedern."

Abschlusskundgebung fällt praktisch aus

Am Abend fand der Protesttag auf dem Frankfurter Opernplatz seinen Abschluss. Bis zu 17.000 Menschen waren nach Angaben der Polizei zuletzt durch Frankfurt gezogen, nach Angaben der Veranstalter 20.000 - begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot. Trotzdem konnten die Beamten nicht verhindern, das Pyrotechnik und Rauchbomben gezündet worden. Es kam erneut zu Steinwürfen auf die Ordnungskräfte. Möglicherweise war das der Grund dafür, dass die Veranstaltung überraschend bereits um 18:45 Uhr offiziell für beendet erklärt wurde. Die Abschlusskundgebung fiel praktisch aus.


Kommentare aus dem T-Online-Forum

pmw2013
Unsere Politik in Deutschland ist schon sehr kurios, wenn ich z. B. zum Zahnarzt gehe muss ich alles selbst bezahlen, neue Kronen u.s.w. obwohl ich jeden Monat über 600,- € Krankenkassenbeitrag bezahle. Aber Flüchtlinge die nie einen Cent in unsere Sozialkassen eingezahlt haben, bekommen die medizinische Versorgung sofort kostenlos, auch wenn es schon feststeht das sie wieder ausreisen müssen. So darf man nicht mit den Steuer - und Beitragszahlern umgehen. Wir zahlen in ein Fass ohne Boden, und was bekommen wir, 8,50 € Mindestlohn, das sins ca. 17,- DM, die hatte ich schon vor 35 Jahren. Jetzt soll mir bloß keiner sagen das mit dem Euro alles billiger geworden ist.

Business1997
Gewalt ist keine Lösung und in jedem Fall abzulehnen. Die vielen gewaltfreien, friedlichen Demonstranten jedoch zeigen auf das Merkels Worte zum neuen Jahr, wie gut es uns Deutschen doch geht, bei den Bürgern völlig anders gesehen werden. Die Unzufriedenheit nimmt in allen Bevölkerungsschichten zu.

rankegor
Gegen die terroristischen linken Schlägertruppen sind die Kundgebungen und Spaziergänge der Pegida die reinsten Friedensgebete und Osterspaziergänge, aber das sind ja die Nazis, alle anderen sind die Guten!

Romeo
Das zweierlei Mass ist typisch für unsere Machthaber! Als auf dem Maidan in Kiew die brutalsten Demos stattfanden unterstützten unsere Medien siese Gewalt. Jetz verurteilt man diese, weil sie uns schadet. Aber so sind unsere Medien und Politik. Immer auf dem einen Auge blind. Ich verurteile sowohl die Gewalt in FFM aber auch die brutalen Verbrechen auf dem Maidan!

vorwaerts58
Was in Deutschland bald abgehen wird,gegen das war Frankfurt/M Heute ein Kindergarten!!! Es sei denn,daß Kapital und Politik denkt um!! Wie sagte Ludwig Erhard??? Maß halten!

Juergen
"EZB , der Molloch in Brüssel. Da entscheiden plötzlich Menschen über unser Leben die wir dazu nicht eingeladen haben. Was ist aus "unserem" Deutschland geworden?


Samstag, 21. September 2013

BIZ: Die mächtigste Bank der Welt kündigt den Crash an

Thema: Geldsystem

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) bezeichnet die aktuelle Lage auf den Finanzmärkten als noch schlechter als vor der Lehman-Insolvenz. Die Warnung der BIZ könnte der Grund sein, warum die US-Notenbank entschied, weiter unbegrenzt Geld zu drucken: Die Zentralbanken haben die Kontrolle über die Schulden-Flut verloren und geben auf. 



Der Spanier Jaime Caruana ist der Chef der geheimnisumwitterten Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Die BIZ fürchtet, dass die Zentralbanken nicht mehr in der Lage sind, den Crash in der globalen Schuldenkrise abzuwenden. Ben Bernanke hat am Mittwoch den Beweis geliefert. (Foto: dpa)
Die Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve, weiter unbegrenzt Geld zu drucken (hier) könnte auf „Befehl von oben“ gefallen sein.
Offenbar dämmert den Zentralbanken, dass es eng wird.
Sehr eng.

Die mächtigste Bank der Welt, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat in ihrem vor wenigen Tagen veröffentlichten Quartals-Bericht das mögliche Ende der Geldschwemme direkt angesprochen – und gleichzeitig die Lage auf den Schulden-Märkten als äußerst kritisch beschrieben.

Die „außergewöhnlichen Maßnahmen der Zentralbanken“ – aka das hemmungslose Drucken – hätten auf den Märkten die Illusion geweckt, dass die massiv in den Markt gepumpte Liquidität die fundamentalen Probleme lösen könnte (mehr zu den gewaltig angestiegenen Schulden – hier).

Diese klaren Worte dürften dazu geführt haben, dass Ben Bernanke und der Offenmarkt-Ausschuss der Fed kalte Füße bekommen haben. Statt wie erwartet, das Ende der Geldschwemme nun auch formell anzukündigen, hat sich die Fed entschlossen, einfach weiterzumachen wie bisher.

Wenn man den BIZ-Experten glauben darf, wird damit kein einziges Problem gelöst.

Alle Probleme werden nur noch größer.

Weil die BIZ offenbar jedoch selbst nicht weiß, wie sie den Geist wieder in die Flasche bekommt, lohnt es sich, jenen zuzuhören, die Teil des Systems waren – nun aber keine offiziellen Funktionen mehr haben und daher klare Worte finden können.

Der frühere Chef-Ökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), William White, hat sich parallel zur BIZ ebenfalls zu Wort gemeldet.

Seine Aussagen sind nicht mehr und nicht weniger als ein Ankündigung des großen Crashs.

White warnt in ungewöhnlich deutlicher Form vor einer enormen, weltweiten Kreditblase.

Der Anteil der „leveraged loans“ oder die extreme Form des Kreditrisikos lagen Mitte 2013 bei einem Allzeithoch von 45 Prozent. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2007. Ein Jahr später, im September 2008 gingen Lehman Brothers pleite.

Demnach ist die aktuelle Lage wesentlich gefährlicher als vor der Lehman-Insolvenz.

„Alle vorherigen Ungleichgewichte sind immer noch da. Insgesamt liegt die öffentliche und private Verschuldung bei 30 Prozentpunkten, gemessen am Anteil des Bruttosozialprodukts der Industrieländer. Und wir haben ein ganz neues Problem mit Blasen in den Schwellenländern, die in einem Boom-Bust-Zyklus enden werden“, schreibt William White im britischen Telegraph.

Ursache sei die weltweite Jagd auf risikoreiche Finanzprodukte. Das kollektive Verhalten erinnere an das Phänomen der „Überschwänglichkeit“, die in die globale Finanzkrise führte.

Entscheidend sei, so warnt White, dass niemand wisse, wie hoch die globalen Fremdkapitalkosten steigen, ob die US-Notenbank ihre Geldpolitik verschärft, oder „wie ungeordnet der Prozess möglicherweise ist und die Herausforderungen vorbereitet werden soll.“

Dies bedeutet: Es ist eine Illusion zu glauben, dass der Markt unter Stress liquide bleiben würde. Die BIZ ist schon seit längerem über die außer Kontrolle geratene Entwicklung besorgt, erst vor wenigen Monaten hatte BIZ-Chef Jaime Caruana vor einer schweren Krise gewarnt (hier).

Bemerkenswerter Weise kritisierte die BIZ, die auch gerne als Bank der Zentralbanken beschrieben wird, die offenkundig unzureichenden Aktionen der Zentralbanken. Namentlich nahm sich die BIZ den Gouverneur der Bank of England, Mark Carney und seinen Amtskollegen, EZB-Chef Mario Draghi, vor.

Der Versuch, bestimmte „Richtlinien“ („forward guidance“) zu definieren, um langfristig die Zinsen für Staatsanleihen niedrig zu halten, sei allein Rhetorik, die im Wesentlichen versagte. „Es gibt Grenzen dafür, wie weit die gute Kommunikation Märkte steuern können. Diese Grenzen sind allzu offensichtlich“, sagte Claudio Borio, zuständig für Forschung und Entwicklung bei der BIZ. Die Richtlinien der EZB bestehen in der Ankündigung, unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen (OMT). Die Fed und die Bank of England hatten ihre Maßnahmen an die Arbeitslosenzahl gekopppelt.

Bereits im Jahresbericht 2012/2013 hielt die BIZ die Schuldentragfähigkeit der Industrieländer als desolat und pochte auf einen schnellen Schuldenabbau.

Zu welchen Konsequenzen es führt, wenn die Industriestaaten den Schuldenabbau nicht in den Griff bekommen, wird am Beispiel der USA klar: Vorausgesetzt, das Rendit-Niveau der US-Staatsanleihen wächst über die gesamte Laufzeit um drei Prozent an, so müssten Investoren dieser Staatsanleihen einen Verlust von über einer Billion US-Dollar in Kauf nehmen.

In Italien, Frankreich, Großbritannien und Japan würden in diesem Fall die Verluste etwa zwischen 15 und 35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen, warnte die BIZ bereits im August dieses Jahres.

Eine weitere Folge sei, dass Zentralbanken und Banken mit großen Beständen an US-Staatsanleihen zu den am meisten Geschädigten gehörten. Sie wären damit insolvent.

Bisher war es nützlich, Vorhersagen der BIZ ernst zu nehmen. Die BIZ hatte vor sechs Jahren auf das Eintreten der globalen Finanzkrise und auf die damit verbundenen Gefahren hingewiesen.

Ende vergangenen Jahres warnte auch Kaushik Basu, Chefökonom der Weltbank: „Eine Schuldenwand kommt auf uns zu“.

Er bezog sich damit auf die von der EZB den Banken zur Verfügung gestellten rund eine Billion Euro LTRO (longer-term refinancing operations). Ziel der EZB war, damit einen „Transmissionsriemen der Geldpolitik“ herzustellen, der vor allem den kleinen und mittleren Unternehmen in Südeuropa zugutekäme und somit die Eurokrise zu stoppen.

Dabei handelt es sich um Kredite für die Banken mit einer dreijährigen Laufzeit, die jeweils Ende 2014 und Anfang 2015 zur Rückzahlung fällig werden. Ob dies gewährleistet ist, in welcher Höhe die Kredite von den Banken in Anspruch genommen wurden und wie und ob sie an die EZB zurückgezahlt werden, ist vollkommen intransparent.

Der Chefökonom der Weltbank, Kaushik Basu, sprach in diesem Zusammenhang davon, dass man in den Jahren 2014 und 2015 mit einer „weiteren großen Erschütterung“ für die Weltwirtschaft rechnen müsse.

BIZ und Weltbank sind die zentralen globalen Instanzen, die über die wirtschaftliche Entwicklung der Welt bestimmen (mehr zu diesem gespenstischen Geflecht – hier). Beide Banken haben, gemeinsam mit dem IWF, theoretisch die Aufgabe, die Zentralbanken zu beaufsichtigen.

Tatsächlich besteht das Personal in den Zentralbanken jedoch aus einer Kombination von Wirtschafts-Wissenschaftlern und Investment-Bankern, namentlich von Goldman Sachs: Draghi und Carney kommen von Goldman. Bernanke arbeitete für Harvard, Stanford und Princeton.

Wissenschaftler und Investment-Banker haben in der Regel wenig Ahnung von der realen Wirtschaft. Die einen sind der Theorie verpflichtet, die anderen den handfesten Interessen der elitären Welt der Investment-Banken. Sie haben niemals auch nur einen Tag wie normale Menschen gearbeitet, sagt der Investor Marc Faber.

Mit der ungebremsten Geldschwemme kommt der giftige Cocktail aus wissenschaftlicher Theorie und Dauer-Party für die Spekulanten nun an seinem Bodensatz angelangt.

Der Tagesanzeiger aus Zürich glaubt, dass Bernanke und seine Kollegen durch das Gelddrucken „eine weltweite Depression verhindert“ hätten.

Aber:
„Es ist ihnen aber nicht gelungen, damit eine nachhaltige Erholung der realen Wirtschaft zu bewerkstelligen. Zudem hat die unkonventionelle Geldpolitik ihren Preis. Die damit verbundene Geldflut gefährdet das Vertrauen der Menschen in die Währungen. Obwohl es keine Anzeichen dafür gibt, dass die Teuerung ansteigt, nimmt die Angst vor Inflation zu. Der politische Druck auf die Notenbanken, die Geldschleusen wieder zu schließen, ist daher sehr groß geworden.“

Das Problem: Die Zentralbanken haben vor dem Schließen der Schleusen offenbar noch mehr Angst aus vor dem vermeintlich sicheren „Weiter so!“.

Die FT kam kürzlich zu einer radikalen Schlussfolgerung: „Die Zentralbanken haben die Hoffnung aufgegeben, dass sie das Weltfinanz-System wieder in Ordnung bringen können.“ Vom jährlichen Treffen der Fed in Kansas nahm die Zeitung das Fazit mit: „Die Welt ist zu einem endlosen Zyklus von Blasen, finanziellen Krisen und Währungs-Kollapsen verdammt.“ Die Zentralbanken hätten keine Werkzeuge, um die globalen Ungleichgewichte auszubalancieren.

Hélène Rey von der London Business School hat in einem Arbeitspapier für Jackson Hole die Folgen als „hoffnungslos“ beschrieben: Die Zentralbanken könnten nicht mehr steuern, wie sich die Weltwirtschaft entwickelt. In einem von der Geldschwemme der Fed ausgelösten globalen Kredit-System seien die Kapitalflüsse nicht mehr zu kontrollieren. Selbst bei flexiblen Wechselkursen verlieren die Staaten der Welt die Möglichkeit, Herren über ihr eigenes Schicksal zu sein. Die einzige Lösungen, von der Rey nicht erwartet, dass die Welt sie akzeptieren würde, wäre die Verhängung von weltweiten Kapitalverkehrskontrollen oder die totale Kontrolle der US-Notenbank über die Weltwirtschaft.

Es wäre illegal, wenn die Fed ihre Politik auf die Entwicklungen in anderen Staaten abstellen würde.

Doch auch alle anderen Lösungen sind unwahrscheinlich: Es gibt massive Widerstände gegen die freiwillige Rückkehr zum Gold-Standard. Die Einführung von strengen Kapitalverkehrskontrollen, strenge Regulierung der Banken und ein Verzicht der Politik in aller Welt auf das Schuldenmachen, wie von Rey vorgeschlagen, werden in der Praxis nicht stattfinden. Das Scheitern der Finanztraktionssteuer (hier) und des Verbots des Short-Sellings (hier) zeigen: Die Entwicklung ist aus dem Ruder gelaufen.

Die BIZ weiß das und bereitet die Märkte auf das Schlimmste vor.

Die aktuelle Entscheidung der Fed zum weiteren Gelddrucken ist daher nichts anderes als der Befehl „Schotten dicht!“, und somit die Rückkehr zum Primat der nationalen Interessen Amerikas.

Was diese Entscheidung weltweit auslösen wird, können die Amerikaner nicht mehr beeinflussen.

Ab jetzt gelten folgende Losungen: Jeder ist sich jeder selbst der Nächste! Rette sich, wer kann! Frauen, Kinder und Banker zuerst! Mehr Öl ins Feuer!

Wir haben nun das Eingeständnis der Zentralbanken, dass sie den Schulden-Tsunami nicht mehr stoppen können.

Sie versuchen nur noch eines: Einen Zustand zu erreichen, bei dem sie noch sagen können: „Nach uns die Sintflut!“

Gerade dieses Rennen aber wird eng, verdammt eng.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare


Pinky sagt:
Es gibt eine Lösung des Problems!!!
Die Wiedereinführung des Glass-Steagall Trennbankensystems!
In den USA setzten sich schon einige Senatoren entschlossen dafür ein, die Schweiz versucht es in den nächsten Wochen einzuführen.
Damit würde die Casinowirschaft beendet sein und wir könnten endlich die Welt neu und menschengerecht aufbauen.
Der Durchbruch am Finanzplatz Schweiz mit dem Trennbankensystem ist extrem wichtig; auch die Niederlage von Larry Summers als neuem Chef der Federal Reserve zeigt, daß der Wind sich dreht. Summers war immerhin derjenige, der 1999 als Finanzminister für die Abschaffung des Glass-Steagall-Gesetzes 1999 verantwortlich zeichnete. Und selbst der Lehman-Insolvenzverwalter spricht sich für die strikte Bankentrennung nach Glass-Steagall aus!


Spitzer Stachel sagt: Nur gut, dass Herr Schäuble solche hochkarätigen Experten wie den Herrn Horn an seiner Seite hat. Gemeinsam sind diese Figuren alle “auf einem guten Weg”: http://www.extremnews.com/berichte/weltgeschehen/fe85148ed07da3d