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Mittwoch, 6. März 2019

Anne Will - 03.03.2019 - Niedriger Lohn, magere Rente - was ist uns Arbeit wert?


Sendung am 03. März 2019 | 21:45 Uhr
Niedriger Lohn, magere Rente - was ist uns Arbeit wert?

Fotos: Screenshots
    die Gäste im Studio

  • Reinhold von Eben-Worlée
    Präsident des Verbandes "Die Familienunternehmer"
  • Malu Dreyer (SPD)
    Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz
  • Petra Vogel
    Reinigungskraft, Mitglied der Gewerkschaft IG BAU
  • Mike Mohring (CDU)
    Vorsitzender der CDU Thüringen
  • Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen)
    Fraktionsvorsitzende im Bundestag

Publikumsgast:
Guido Fahrendholz
Koordinator einer Notunterkunft für Obdachlose in Berlin

Immer mehr Menschen in Deutschland brauchen einen Nebenjob, um über die Runden zu kommen. Rund vier Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind im Niedriglohnsektor tätig. Und schon heute leben fast jede fünfte Rentnerin und jeder fünfte Rentner in Altersarmut. Die Große Koalition will das Problem mit einer sogenannten Grundrente lösen und die Lebensleistung der Menschen in Deutschland besser honorieren. Die SPD geht sogar noch einen Schritt weiter und fordert eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung und einen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde. Was ist schief gelaufen in Deutschland, dass so viele Menschen von ihrem Erwerb nicht mehr leben können? Wie hoch muss der Mindestlohn sein, um vor Armut zu schützen? Und sind die SPD-Sozialstaatspläne überhaupt finanzierbar?


Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)

Pressestimmen

T-Online.de
Talk bei "Anne Will"
"Es ist richtig, wir hätten den Mindestlohn einführen sollen"
Arm trotz Arbeit: Rund vier Millionen Menschen in Deutschland schuften im Niedriglohnsektor. Ein Sozialarbeiter berichtet von erschreckenden Zuständen in deutschen Großstädten.

Bild.de
HITZIGER TALK BEI „ANNE WILL“
SPD will Respekt-Rente durchboxen
Die GroKo will mit Wohltaten in die Erfolgsspur kommen, z.B. Geld ohne Gegenleistung oder Bedarfsprüfung. Anne Will stimmt in ihrer ARD-Sendung den sozialkritischen Grundton an: „Niedriger Lohn, magere Rente – was ist uns Arbeit wert?“

Münchner Merkur
ARD-Talk
Putzfrau knallhart bei Anne Will: „Dieser Mann sollte sich schämen“
In ihrem ARD-Talk bittet Anne Will zum Meinungsaustausch über die Rente und faire Löhne. Vor allem Petra Vogel, Reinigungskraft aus Bochum, sorgt für klare Worte.


Kommentare

Seite 24
Marie Luise Müller schrieb am 02.03.2019 22:44 Uhr:
@W. Meyer S 13
Bei den vielen „Wenns“, die Sie benötigen, um Ihr Rentenmodell zu erreichen, bleibt nichts für eine vernünftige UND machbare Rentenlösung übrig. Was bleibt? Nur ein „Meyer for president“ oder eine schöne Märchenstunde. Und für beides ist kein Platz in der Realität. @amüsierter Forist S. 13
Ihr Niveau findet sich hier. „Es gibt durchaus zur Sache interessante Kommentare, aber nicht von Lxxxx/MLM und @Westcoast. Genau dieser Umstand veranlasst mich diese Foristen zu lesen, denn ihre Stellung im Forum, eingeräumt durch die Moderation, ist doch klar ersichtlich und dient zur Qualitätsanalyse der Sendung und eben auch des Forums. Darüber muss man einfach sein Umfeld informieren, schließlich lebt Will ja auch von den Zwangsgebühren.“ Sie am 21.02.1019. Belästigen Sie also mich nicht mit Ihrem Blabla, denn Ihr Niveau liegt ja, wie von Ihnen selbst festgestellt, woanders.

    W.Meyer schrieb am 03.03.2019 09:43Uhr:
    @MLM
    Was ist daran so schwer, einen Blick nach Österreich zu werfen und sich zu informieren? Da ist viel "Platz für Realität". Es ist unser kleines südliches Nachbarland, das auch den Euro hat und ähnlich sprechende Menschen. Es ist nicht so reich wie Deutschland, aber die Rentner können ihren Lebensabend finanziell abgesichert in Würde verbringen. Es gibt da neben einer wesentlich höheren Rente als bei uns noch ein zusätzliches Weihnachtsgeld für Rentner. Eigentlich müsste jeder deutsche Rentner interessiert sein, wie das geht. Es sei denn, er gehört zu der Kategorie von Wählern, wo der Spruch von den Kälbern und den Metzgern zutrifft.
    Nachdem ich Ihren Beitrag gelesen habe, frage ich mich natürlich auch, wo liegt eigentlich Ihr Niveau? " Nur ein „Meyer for president“ oder eine schöne Märchenstunde"... aber keinerlei sachliche Diskussion. Da muss ich dem @amüsierten Foristen zustimmen. Dessen Link haben Sie auch ignoriert. Was nicht ins eigene Weltbild passt, erwähnt man nicht.

    franzi schrieb am 03.03.2019 12:41Uhr: - - - ZENSIERT - - -
    @W.Meyer
    Chapeau für die Engelsgeduld, mit der Sie die dümmlichen und unsachlichen Attacken ( „Meyer for president“, „schöne Märchenstunde“ usw.) kontern. Es ist schwer, mit solchen Forist/innen, die keinerlei Willen zu einer sachlichen Diskussion zeigen, klarzukommen. Ich könnte das nicht und würde dann sicher auch nicht veröffentlicht. Zum Glück hat dieses Forum aber auch noch andere Diskutant/innen, die eine konstruktive Diskussion führen wollen. So hat dieses Forum immer noch seine Existenzberechtigung. In Zeiten, wo durch einseitige Berichterstattungen , die den Lesern missfallen, gerade Zeitungen immer mehr Leser verlieren, wird die Meinungsvielfalt immer geringer. Man kann dann keine Auslandskorrespondenten mehr bezahlen und liest dann in allen Zeitungen/Zeitschriften die identischen Berichte, die man vom Madsack-Verlag Hannover bezieht. Zum Glück hat das ÖR-Fernsehen die sicheren GEZ-Gebühren.


auf Seite 132 nachträglich

batterietester schrieb am 05.03.2019 10:41 Uhr: - - - GELÖSCHT - - -
Schaut euch mal bitte auf abgeodrnetenwatch.de um was Politiker so nebenbei verdienen und wer sie sponsert. Da kommt ihr aus dem Staunen nicht mehr raus. Und nun die Frage, wieviel darf ein Armutsrentner nebenbei dazuverdienen, ohne das es ihm/ihr angerechnet oder von der Rente abgezogen wird? "Wir sind vor dem Gesetz alle gleich..." Ja, Denkste, Pustekuchen, manche sind viel gleicher als gleich, die sind nicht gleicher, die sind reicher. Es ist alles nur ungerecht, unsozial, unverschämt. Die Dunkelziffer der Einnahmen durch Nebenjobs von Bundes+Landespolitiker dürfte weit höher sein. Entweder werden keine Angaben gemacht von den Betroffenen, oder die Geldsummen werden gestückelt in kleinen Mengen, damit man die nicht angeben muss. Denkt euch selbst eueren Teil dazu wie wir verschaukelt werden von der ReGIERung!

Claudi schrieb am 05.03.2019 12:06 Uhr: - - - GELÖSCHT - - -
Dazu lohnen sich auch die Infos vom Bund der Deutschen Steuerzahler, wo einige Projekte aufgezeigt werden, bei denen unsere Steuergelder verbrannt wurden. Täglich werden es mehr und dennoch heißt es aus der Politik - die Steuern sprudeln.
Vor Jahren meinte mal ein Insider, wenn wir einfachen Bürger wüßten, wieviel Geld in unserem Land vorhanden ist...
Und ein anderer erklärte, es sei mehr als genug für alle da, nur dürfe das niemals öffentlich werden, ansonsten gäbe es einen Ansturm auf Deutschland. Komisch, es scheint was durchgesickert zu sein oder warum kommen immer mehr obwohl wir hier Langzeitarbeitslose und Rentenprobleme haben, es an Wohnraum, Bildung usw. fehlt?

S.W. Kraft schrieb am 05.03.2019 12:25 Uhr: - - - GELÖSCHT - - -
@Batterietester. Noch eine Anmerkung zu Ihrem Beitrag.
Wenn man sich mit der Situation der Flüchtlinge aus arabischen und afrikanischen Ländern befasst. Diese Menschen jammern nicht, zeigen ihre Bereitschaft, vorbehaltslos und ohne Anspruchsdenken in unserer Gesellschaft mitzuarbeiten. Und es wird hier auch anerkannt. Dagegen in Ländern der ehemaligen DDR werden diese Menschen bekanntlich diskriminiert. Nach dem Fall der Mauer hat in der ehemaligen DDR, bei eigenen Anspruchsdenken, das Sozialverhalten gegenüber andern offensichtlich nicht weiterentwickelt.

Seite 138
Qvadis schrieb am 05.03.2019 17:51 Uhr:
Ja nur wie soll ich es verstehen wenn im gleichen Atemzug Vollbeschäftigung, Fachkräftemangel, boomende Wirtschaft gepriesen wird? Die reden doch mit gespaltener Zunge und werden so nur noch unglaubwürdiger. Auch Reden und Handeln paßt bereits nicht mehr zusammen, dann noch der Umgang mit unserer Demokratie - Opposition nur wenn mögliche Koalition zum Machterhalt, alles andere wird niedergemacht. Hoffe nur, immer mehr Wähler schauen genauer hin und Bürger werden aktiv.

Dienstag, 2. Oktober 2018

We move EU - H&M bricht Versprechen


"Du kommst um acht Uhr morgens in die Fabrik und du weißt nie, wann du wieder nach Hause kannst." Nur 259 Euro beträgt der Monatslohn für so viel Schufterei. Und das im EU-Land Bulgarien. Dabei hat sich H&M zu menschenwürdigen Löhnen verpflichtet, doch passiert ist nichts. Wir wollen sie an ihre Versprechen erinnern.
Liebe Leser,
"Manchmal gehen wir erst um vier Uhr morgens nach Hause." Eine gerade veröffentlichte Studie deckt auf, wie hart die Arbeitsbedingungen und wie schäbig die Löhne in der Kleidungsproduktion von H&M sind. [1]

Viele Arbeitnehmer/innen in Bulgarien arbeiten 12 Stunden am Tag und das sieben Tage die Woche. Sie verdienen gerade mal genug, um für das Nötigste zu sorgen, bleiben aber unter dem gesetzlichen Mindestlohn. Viele bekommen nur 259 Euro netto im Monat. Inklusive der geleisteten Überstunden! Sie unterschreiten damit sogar die Armutsgrenze der EU. [2]

Bis Ende 2018 wollte H&M die Hungerlöhne endlich anheben. 2013 verpflichtete sich der Moderiese, den 850.000 Beschäftigten innerhalb von fünf Jahren einen Lohn zu zahlen, der die Existenz sichert. [3] Nichts ist geschehen, außer dass H&M versucht hat, das gegebene Versprechen vergessen zu machen! Bald läuft die Frist ab. Zeit für uns zu handeln.

Dank der unermüdlichen Arbeit unserer Partner ist der Skandal an die Öffentlichkeit gekommen, die Medien berichten darüber. H&M gerät zunehmend unter Druck. [4] Um Umsatzeinbußen und Imageverluste zu vermeiden, muss H&M sein Versprechen halten. Bei einem Gewinn von über 2 Milliarden Euro im letzten Jahr wäre das für den Konzern ein Leichtes! [5]

Gemeinsam mit uns haben Sie H&M vor einigen Wochen dazu aufgerufen, sich zu einer umweltfreundlichen Herstellung von Viskose zu verpflichten - und H&M hat reagiert! Denn gute Umsätze und ein guter Ruf sind für H&M entscheidend. Also können wir jetzt auch für faire Löhne sorgen.

Unterschreiben Sie für gerechte Löhne!

Vor fünf langen Jahren hat H&M sich ausdrücklich dazu verpflichtet, den hunderttausenden von Beschäftigten in seiner Lieferkette in Europa und weltweit menschenwürdige Löhne zu zahlen. [3] Doch nichts ist geschehen, stattdessen verlegt sich H&M auf Verzögerungen und Hinhaltetaktiken.

Die Folgen sind verheerend. Bulgarische Arbeiter/innen arbeiten teilweise 24 Stunden am Stück, etliche hängen sogar die nächste Schicht an, weil es sonst zum Leben nicht reicht. Der Lohn ist so niedrig, dass er die Ausgaben für Wohnen, Essen, Gesundheit und Bildung nicht deckt. In der Stunde sind es nur 1,50 Euro.

Im Bündnis mit Dutzenden anderer Organisationen fordern wir, dass H&M in seiner gesamten Lieferkette faire Löhne zahlt. Wir arbeiten mit der Kampagne für saubere Kleidung - Clean Clothes Campaign zusammen. Sie ist ein globales Netzwerk von Hunderten von Organisationen und Gewerkschaften. Zusammen mit einem weltweiten Netzwerk können wir H&M klar machen, dass Umsätze und Gewinne nicht mehr sicher sind, wenn die Löhne nicht bald steigen - so wie wir es schon bei der umweltfreundlichen Herstellung von Viskose geschafft haben!

Unterschreiben Sie für menschenwürdige Löhne!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung,
Jörg Rohwedder (Lübeck)
Virginia López Calvo (Madrid)
Marta Tycner (Warschau)
Mika Leandro (Bordeaux)
für das gesamte WeMove.EU-Team

PS: Sie haben unseren Appell für eine umweltfreundliche Herstellung von Viskose unterzeichnet. Das hat geklappt. Jetzt sollen die Löhne rauf. Es ist Menschen wie Ihnen zu verdanken, dass sich etwas verändert. 
Verbessern wir zusammen das Leben der Arbeiter/innen. Jetzt unterschreiben!

Referenzen:
[1] https://turnaroundhm.org/wage-research-september-2018/
[2] https://turnaroundhm.org/static/hm-wages-september2018-full-107815e8a7bc3bd4ffbfeca3426f1dcd.pdf
https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-datasets/product?code=tessi014
[3] https://turnaroundhm.org/static/background-hm-roadmap-0f39b2ebc3330eead84a71f1b5b8a8d4.pdf
[4] https://www.independent.co.uk/news/business/news/h-and-m-fair-wages-global-factory-workers-living-wage-employees-pay-bulgaria-turkey-india-cambodia-a8553041.html
[5] https://about.hm.com/content/dam/hmgroup/groupsite/documents/en/cision/2018/01/2110334_en.pdf
http://about.hm.com/content/dam/hmgroup/groupsite/documents/en/Digital%20Annual%20Report/2017/Annual%20Report%202017.pdf

WeMove.EU ist eine Bürgerbewegung, die sich für ein besseres Europa einsetzt; für eine Europäische Union, die sich sozialer Gerechtigkeit verpflichtet fühlt; die für ökologische Nachhaltigkeit und bürgernahe Demokratie steht. Wir sind Menschen unterschiedlicher Lebensläufe, Kulturen und Religionen, die Europa ihr Zuhause nennen – egal, ob wir in Europa geboren wurden oder anderswo. Wenn Sie sich aus unserem Verteiler austragen möchten, klicken Sie bitte hier.
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Mittwoch, 20. April 2016

Anne Will - 17.04.2016 - Heute kleiner Lohn, morgen Altersarmut


Sendung am 17. April 2016 | 21:45 Uhr
Heute kleiner Lohn, morgen Altersarmut - Versagt der Sozialstaat?
Die Gäste im Studio

© Will Media Fotograf: Borrs/Yunck
  • Rainer Hank Ressortleiter Wirtschaft bei der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung"
  • Marcel Fratzscher Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin
  • Hannelore Kraft (SPD) Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen
  • Susanne Neumann Putzfrau und Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbands Emscher-Lippe-Aa
  • Hubertus Porschen Vorsitzender des Verbands „Die Jungen Unternehmer“

Die Angst vor Altersarmut wächst. Trotz Beschäftigungsboom heute droht vielen Geringverdienern wohl eine Rente nur knapp über Sozialhilfeniveau. Ein Leben lang gearbeitet und im Alter arm - funktioniert da noch der Sozialstaat? Müssen die Rentenkürzungen jetzt rückgängig gemacht werden?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)


Kommentare aus dem Blog

Helmut S. schrieb
Das Thema kommt mehr als ein Jahrzehnt zu spät, aber zur Zeit Gerd Schröders waren die Themen der Journalisten "der Markt regelt alles" und "die Chancen der Globalisierung." Ein paar Korrekturen:
1. Es gibt keinen Beschäftigungsboom, die vorhandene Arbeitszeit hat sich nicht verändert. Durch Minijobs und Zwangsteilzeit ist Arbeit nur anders verteilt. Außerdem wird nur die Minderheit der Arbeitslosen gezählt, die meisten sind aus der Statistik wegdefiniert.
(tagesschau.de : was die Statistik verbirgt)
2. Geringverdiener beikommen nicht "eine Rente nur knapp über Sozialhilfeniveau". Bis weit in die Mittelschicht hinnein bleibt dei Rente unterhalb der Grundsicherung.
(Quelle: ich glaube Monitor oder Report in dieser Woche))

Brigitte H. schrieb
Bei der heutigen Arbeitsmarktsituation ist Altersarmut vorprogrammiert. Nur wenige Arbeitnehmer sind so gut situiert, daß sie sich eine private Altersvorsorge leisten können. Die Wirtschaft boomt zwar, doch schlägt sich das nicht auf die Einkommen der Arbeiter und kleinen Angestellten nieder. Daher sind sehr viele im Alter auf die gesetzliche Rente angewiesen. Da das Rentenniveau kontinuierlich zurückgefahren wird, wird auch die Rente immer weniger.
Ich meine, die Absenkung des Rentenniveaus muß sofort gestoppt und in den nächsten Jahren wieder hochgefahren werden. Und der Staat, sowie die Unternehmer müssen sich stärker an der Rente beteiligen. Denn es ist bloße Augenauswischerei, wenn die Menschen im Alter wegen zu wenig Rente aufstocken müssen. Das ist doch nur ein anderer Topf aus dem das Geld kommt.
Man muß auf jeden Fall vermeiden, daß alte Menschen, die jahrelang gearbeitet haben, bei den Ämtern betteln gehen müssen, das ist menschenunwürdig.
Auch finde ich es nicht für richtig, daß diejenigen, die für das Bruttosozialprodukt in Deutschland nichts beigetragen haben, ebenso behandelt werden wie solche, die jahrelang in die Sozialkassen eingezahlt haben.
Geld ist genug da, das sieht man deutlich in der jetzigen Flüchtlingskrise, wo die Millionen nur so sprudeln!

Werteverteidiger schrieb
Es ist traurig das die Deutschen auf die hohlen Phrasen von Freiheit und Selbstverantwortung der großbürgerlichen Lobbyzeitungen hereingefallen sind. In Deutschland will heute keiner mehr solidarisch mit dem Normalbürger sein. War Einer gegen den Kahlschlag der Sozialen Sicherungssysteme war ihm die üble Nachrede der bürgerlichen Zeitungen sicher - siehe Oskar Lafontaine. Die Merkels Und Lindners werden dagegen mit riesigen Parteispenden von den Reichen überhäuft damit gerade ein solidarisches Rentensystem, indem alle Bürger einzahlen, nicht einmal im Ansatz in Erwägung gezogen wird. In Dänemark hat eine "altmodische" Regierung dafür gesorgt das der Normalbürger 80% seines Lohnes als Altersversorgung ausgezahlt bekommt. In Deutschland haben die Parteien der Mitte diesen Satz auf 43% gedrückt und wurden dafür von der "unparteiischen" Presse als alternativlos gelobt. Im Gegenzug dafür gibt es in Deutschland halt deutlich mehr Millionäre als in Dänemark. Zu so unterschiedlichen Ergebnissen führen halt unterschiedliche Interessenvertretungen. Wer halt nichts für seinen Mitmenschen tun will und sich selber nur an der Welt bereichern will der schmiert seinen Mitmenschen eben die hohle Phrase "Freiheit" um den Mund und ist fein und billig raus aus der Sozialen Marktwirtschaft und niemand merkt das die sog Mitteparteien zu echten Totengräbern der Soziale Marktwirtschaft degeneriert sind. Eine Soziale Marktwirtschaft können nur Parteien die den Kapitalisten zivilisieren wollen.

Walter Neumann schrieb
Sehr geehrter Herr Westcoast.
Wenn ich lese oder höre, dass der Steuerzahler jährlich mit Milliarden die Rentenversicherung stützen muss, bekomme ich „so einen Hals“. Warum?
Lt. Altersvorsorgegesetz müssen Beschäftigte per Versicherungspflicht im Umlageverfahren für die aus dem Arbeitsleben ausgeschiedenen die Rentenzahlung leisten. Entsprechend der eigenen Einzahlungen wird ihre Rente abgesichert. Der Generationenvertrag schlechthin. Unseren Bundesregierungen aller Zeiten beliebte es, vor allen Dingen vor Wahlen, dass sie für gewisse Gruppen Sonderrechte in die Rentenversicherung einbauten, dafür leistet sie einen Bundeszuschuss aus Steuermitteln, der Allgemeinheit.
Leider hat sie jedoch seit Einführung 1957 noch nie einmal die von ihr zusätzlich initiierten Kosten vollständig ausgeglichen. Immer fehlt ein Betrag. Mittlerweile belaufen sich diese fehlenden Beträge bis 2012 auf rd. 700 Milliarden €.
Wenn Politiker und mit ihnen die meisten Medien vom Bundeszuschuss für die Rentenversicherung sprechen, dann unterschlagen sie regelmäßig, dass damit noch nicht einmal alle zusätzlichen rentenversicherungsfremden Leistungen aus Steuermitteln abgedeckt werden. Im Gegenteil wurde allen Einzahlern und allen Rentnern bis heute weit über 700 Mrd. € an zusätzlicher Steuer auferlegt! Eine eigene nicht vorhandene Steuer nur für rentenversicherte AN und Rentner also, weil sie mit ihren Rentenbeiträgen Rentenfremde Leistungen begleichen müssen.
Mit freundlichen Grüßen Walter Neumann

    theo malz schrieb
    schonmal das Wort Beitragsbemessungsgrenze gehört???
    Genau das ist der Reichenschutz in Deutschland!!!
    Schutzzone.
    Wenn jemand 6.000 Euro mtl. verdient und nur für 3.700 Beiträge zahlen muß, das ist die B. Und die MuSS WEg.

Dietmar R schrieb
Die Frage ist eindeutig mit ja zu beantworten- der Sozialstaat versagt hier ganz eklatant. Gerade die Rentenversicherung war und ist ein besonderes Merkmal des Sozialstaates gewesen, der die Solidarität der Generationen im Besonderen zum Ausdruck brachte.
Schon Adenauer hat sich nicht mehr für die Nachhaltigkeit des Systems interessiert, sondern dies bereits angefangen zu plündern, um seine Politik besser finassieren zu können. Die Rentenversicherung in der Urform ist und bleibt das beste Alterssicherungssytem im Rahmen des Generationenvertrages, das sicher wäre (Blüm-Spruch), wenn die Politik nicht dieses System sukzessive zerstört hätte.
Die Krönung des politischen Dilettantismus war und ist die Riester-Rente, die eine Gelddruckmaschine für die privaten Versicherer darstellt, und die Menschen noch mehr verarmen lässt, nicht nur wegen der Nullzins-Politik Draghis, sondern auch, weil die die es nötig hätten, dieses Geld nicht aufbringen können.
Anstatt eine große Rentenkasse für alle zu machen, einschl. der Pensionäre, in der alle leistungsgerecht einzahlen, wurde und wird dieses System mehr und mehr an die Wand gefahren. Nur die staatliche Rentenkasse ist sicher- alles andere ist ein Förderprogramm für die Wirtschaft auf Kosten aller Generationen...

Reiner Bergmann schrieb
Was soll das ganze Gequatsche. Es gibt ein gut funktionierendes System. Nur nicht bei uns, sondern in der Schweiz. Das interessante daran ist die erste von drei Stufen. Hier zahlt jeder ein, Selbstständige, Beamte usw.
Die solidarische Komponente besteht darin, dass es bei den Beiträgen keine Obergrenzen gibt. Diese gibt es aber bei den Rentenzahlungen. Somit bedeutet diese erste Stufe eine kräftige Umverteilung von oben nach unten. Nun die entscheidende Frage an die Politik.
Wieso will man dieses System nicht auch bei uns umsetzen?
Spielen dabei Lobbyisten eine Rolle, oder liegt es an fehlender Solidarität? Wollen sich bestimmte Bevölkerungsgruppen weiterhin die Taschen füllen, auf Kosten der Rentner? Wenn ein an sich funktionierendes System wegen fehlender Solidarität an die Wand gefahren wird, sollte man dann nicht gegen die Verantwortlichen vorgehen?
Staatlich verordnete Überversorgung auf der einen, Armut auf der anderen Seite.
Die Politik wäre gut beraten, die extremen Ungerechtigkeiten dieses Systems so weit wie möglich zu beseitigen, dieses Zukunftssicher zu machen und die Lobbyisten in die Schranken zu weisen. Die Unverschämtheiten der Beamtenlobby, der sie ja selbst angehören, stehen dabei an erster Stelle.

    Aufstand der Benachteiligten schrieb
    Die Politik weiß das alles, aber die Politik weiß auch, daß der Deutsche ein Phlegma ist.
    Hat doch supi geklappt die letzten 20 Jahre.
    Weniger Lohn, weniger Rente. Später Rente.
    Diätenerhöhung, allein 2014 um 900 Euro und nun scho wieder.
    Sind ja alles so kluge Köpfe wie Bundesrichter in Berlin!!
    Es braucht wohl doch einen Aufstand!!

E. Ruck schrieb
Weiß gar nicht, warum eine so große Aufregung wegen der Renten besteht. Die weise und vom Ende her denkende Kanzlerin hat mit Millionen Zuwanderern für eine sichere Rente für die Kinder und Enkel aller hier gesorgt, wir sind auf einem guten Weg, wir schaffen das!!

Von nichts kommt nichts schrieb
Nein, der Sozialstaat funktioniert nicht mehr. Und zwar nicht nur nicht in der freien Wirtschaft, sondern auch selbst im öffentlichen Dienst, wo ja bekanntlich die Kommunen, das Land oder der Bund Arbeitgeber ist.
Die drei untersten Entgeltstufen fallen nicht mal mehr unter die letzte Tariflohnerhöhung von 2,3% und werden pauschal mit 75€ brutto abgegolten, weil das Bruttoentgelt dafür viel zu gering ausfällt.
Danke für den Fuffi.

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