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Donnerstag, 15. September 2016

Luxemburgs Aussenminister Jean Asselborn will Ungarn aus der Europäischen Union ausschliessen.

Thema: Flüchtlingspolitik

Luxemburgs Aussenminister:
«Ungarn nicht mehr weit weg vom Schiessbefehl»

Die Flüchtlingspolitik Ungarns sei nicht tolerierbar, sagte Luxemburgs Aussenminister Jean Asselborn. Er forderte den Ausschluss des Landes aus der EU.

Luxemburgs Aussenminister Jean Asselborn will Ungarn aus der Europäischen Union ausschliessen. «Wir können nicht akzeptieren, dass die Grundwerte der Europäischen Union massiv verletzt werden», sagte Asselborn der Zeitung «Welt» vom Dienstag.

Wer wie Ungarn Zäune gegen Kriegsflüchtlinge baue oder wer die Pressefreiheit und die Unabhängigkeit der Justiz verletze, sollte vorübergehend oder dauerhaft «aus der EU ausgeschlossen werden», sagte Asselborn. Ungarn hätte «heute keine Chance mehr, EU-Mitglied zu werden».

Ausschluss einzige Möglichkeit für Werterhalt

Die EU könne ein «solches Fehlverhalten» wie im Fall Ungarns nicht tolerieren, sagte der Aussenminister des Grossherzogtums. Der Ausschluss wäre «die einzige Möglichkeit, um den Zusammenhalt und die Werte der Europäischen Union zu bewahren».

Asselborn forderte zugleich, die bei einer Suspendierung der Mitgliedschaft nötige Einstimmigkeit im EU-Vertrag zu ändern: «Es wäre hilfreich, wenn die Regeln so geändert würden, dass die Suspendierung der Mitgliedschaft eines EU-Landes künftig keine Einstimmigkeit mehr erfordert.»

«Schlimmer als wilde Tiere»

Konkret warf der dienstälteste EU-Aussenminister der Regierung von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban schwere Fehler im Umgang mit Flüchtlingen vor: «Hier werden Menschen, die vor dem Krieg fliehen, fast schlimmer behandelt als wilde Tiere.»

Zugleich kritisierte Asselborn den Zaun an der ungarischen Grenze zur Abwehr von Flüchtlingen scharf: «Der Zaun, den Ungarn baut, um Flüchtlinge abzuhalten, wird immer länger, höher und gefährlicher. Ungarn ist nicht mehr weit weg vom Schiessbefehl gegen Flüchtlinge.» Jeder, der den Zaun überwinden wolle, müsse «mit dem Schlimmsten rechnen». Orban hatte Ende August die Errichtung eines zweiten Zauns zur Sicherung der Grenze zu Serbien angekündigt.

Treffen der EU-Spitzen

Asselborn übte auch persönliche Kritik am ungarischen Ministerpräsidenten: «Typen wie Orban haben uns eingebrockt, dass die EU in der Welt da steht wie eine Union, die sich anmasst, nach aussen Werte zu verteidigen, aber nach innen nicht mehr fähig ist, diese Werte auch aufrechtzuerhalten.»

Am Freitag treffen sich in der slowakischen Hauptstadt Bratislava die Staats- und Regierungschefs der EU. Sie wollen darüber beraten, wie die Union künftig aussehen soll, wenn Grossbritannien den geplanten Austritt vollzogen hat. (chi/sda)

Mit freundlicher Genehmigung von: 20min.ch

Kommentare

PDvO
Soso...
Jetzt will man also den Ländern noch befehlen, wie sie mit Flüchtlingen umzugehen haben. Keine Angst, die treten von alleine aus, wenn die EU so weiter macht...

Bonifatz
Luxemburg?
Was hat denn Luxemburg getan um die Flüchtlingskrise zu mindern?

Adam
Zerfall
Die Eu wird zerfallen. Da muss man Ungarn nicht rausschmeissen, den dann gehen die Tschechen auch.

PFKBG
Die EU wird untergehen. Bald, bald ;).


Donnerstag, 17. September 2015

Anne Will - 16.09.2015 - Solidarität Fehlanzeige - Scheitert Europa an der Flüchtlingsfrage?


Sendung am 16. September 2015 | 22:45 Uhr
Solidarität Fehlanzeige - Scheitert Europa an der Flüchtlingsfrage?
Die Gäste im Studio
© Will Media Fotograf Wolfgang Borrs/Marijan Murat
  • Thomas de Maizière Bundesinnenminister
  • Jean Asselborn Außenminister von Luxemburg
  • Katrin Göring-Eckardt Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag
  • Heribert Prantl Ressortleiter Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung
  • Zoltán Balog Ungarischer Minister für Gesellschaftliche Ressourcen
Angesichts der Flüchtlingskrise führen mehrere EU-Staaten, darunter Deutschland, wieder Grenzkontrollen ein. Ungarn riegelt seine Grenze zu Serbien ab und die EU scheitert vorerst an dem Versuch, eine verbindliche Quote zur Verteilung der Flüchtlinge festzulegen. Sieht so europäische Solidarität aus? Und hat sich die Bundesregierung mit der Wiedereinführung von Grenzkontrollen nun gegen eine solidarische und humanitäre Flüchtlingspolitik entschieden? Heißt das also: Wir schaffen es doch nicht?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)


Kommentare aus dem Blog

Reini schrieb am 15.09.2015 17:14 Uhr:
Na, da habt ihr aber viel verpasst in euren Ferien. Zuerst war es wochenlang nur Griechenland, dass in den Medien kam...jetzt sind es die Flüchtlinge. Ist euch schon aufgefallen, dass Europa sehr solidarisch war, als es darum ging Griechenland an die Wand zu fahren und deren Sozialstaat zu zerstören!
Da war man sich einig...beim draufhauen. Jetzt würden auch einige Staaten auf die Flüchtlinge hauen...vornehmlich Osteuropäer, die jede Menge Subventionen kassieren! Solche Staaten braucht Europa nicht....wohl aber die Wirtschaft !
Hauptsache man kann Geschäfte machen...dafür verschleudert man EU Geld. Klar die Infrastruktur muss ja funktionieren, wenn man die Lastwagen überall hinschicken will!
Ungarn soll doch sich doch selbst einsperren mit ihren Zäunen...Hinter Gitter, wo alle Nationalisten hin gehören.
Ich habe immer gesagt, dass die EU nicht für die Bürger gemacht worden ist, sondern für Banken, Finanzen und die Wirtschaft!
Hunderte Milliarden wurden verschleudert, als es darum ging korrupte Banken zu retten....für die Flüchtlinge gibt es im Libanon nicht mal mehr genug Essen!
Die lässt man verrecken! Auch hier schaut die EU nur zu und wundert sich, wenn die Flüchtlinge zu uns kommen! Die EU ist unfähig und nicht besser als FIFA! Es geht nur ums Geld....Menschen zählen nicht!

Claudius Arzt schrieb am 15.09.2015 17:28 Uhr:
Die "europäische Solidariät" - eine Lieblingsfantasie von Romantikern - ist wohl das geringste Problem. Die EU ist Euroland, hier regiert nicht die Solidariät, sondern das Geld. Das gilt natürlich auch in Bezug auf die Flüchtlingspolitik. In den Ursprungsländern machen die Schleuser den Reibach, hierzulande freuen sich zahllose andere Profiteure über eine nie dagewesene Geldschwemme und ein Riesenheer an potenziellen Billiglöhnern. Kein Mensch spricht mehr über Ursachen(bekämpfung). Einen zentralen Aspekt der "Flüchtlingspolitik" hat der Mainstream noch gar nicht auf dem Schirm: die Abschaffung der Meinungsfreiheit.
Nachdem sich das Thema Pressefreiheit dank der willfährigen Medien inzwischen erledigt hat, soll nun offenbar auch die Meinungsfreiheit zu Grabe getragen werden. Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, hat z.B. der "Presseclub" am vergangenen Sonntag nicht regierungskonforme Zahlen, Fakten und Meinungen in seinem Gästebuch vielfach nicht veröffentlicht. Stattdessen beschwerte sich der Moderator am Ende der Sendung über die fehlende Humanitas vieler Deutscher.
Das Thema Flüchtlingspolitik veranlasst offenbar sehr viele Bürger dazu, die Situation aus ihrer Sicht mit drastischen, bisweilen kruden Worten zu beschreiben. Wie reagieren die herrschenden "Demokraten" auf diesen Unmut? Lassen sie ihn zu Wort kommen? Setzen sie sich argumentativ mit den Menschen auseinander? Warten wir ab, wieviel Meinungsfreiheit und Wahrheit am Ende übrig bleibt.

Paulus schrieb am 15.09.2015 17:42 Uhr:
Die EU - als Kopfgeburt von Politikern die ihre Bodenhaftung verloren haben - ist längst kaputt. Welche Regierung eines EU Mitgliedstaates schert sich noch um Verträge. Und das ist gut so. Der € in seiner ursprünglichen Gestalt ist ein (fast)Leichnam, dessen Beerdigung verschoben wurde um den Preis von Insolvenzverschleppung und des Einsatzes der "Geldpolitik" (in anderen Worten: über höhere Drehzahl der Notenpresse) die unmittelbar zur Staatsfinanzierung eingesetzt wird.
Jetzt wird offenbar, auch die Regelung von "Dublin" ist nichts als ein Hirngespinst. Nur der moderne Ritter von der traurigen Gestalt, Herr Minister de Maiziere will tapfer daran festhalten. Wenn er vor Kamera und Mikrophone tritt, erzeugt er nur noch Mitleid als Pechvogel 1. Ordnung in der Regierung Merkel.
Wer sonst noch dem irren Gedanken nachhängt (Göring Eckhardt u. a.) die Aufnahmefähigkeit für Kriegsflüchtlinge in diesem Lande sei unbegrenzt sollte zuerst ganz persönlich in seinem privaten Anwesen "Willkommenskultur" ganz praktisch unter Beweis stellen, bevor Anpassungsleistungen anderen befohlen wird oder aufgezwungen werden soll.
Gruß Paulus
Bernd schrieb am 15.09.2015 17:46 Uhr:
Vergleich Kanada - Deutschland
Wer die Einwanderer in Deutschland wirklich integrieren will, sollte sich ein Beispiel an dem Einwanderungsland Kanada nehmen. In dem Video „Ein Staat - zwei Welten? - Einwanderer in Deutschland“, am 2.9.15 von ZDF Zoom ausgestrahlt, werden u.a. die unterschiedlichen Einwanderungskonzepte von Deutschland und Kanada – und teilweise auch deren Folgen – aufgezeigt.
Kanada: kontrollierte Einwanderung, Einwanderer ausgewählt nach dem Bedarf, keine Masseneinwanderung, keine Massenunterkünfte, persönliche Betreuer und Integration in kanadischen Alltag und Wertesystem vom ersten Tag an, Rückführung von Personen, die sich nicht integrieren.
Deutschland: ungesteuerte und unkontrollierte Masseneinwanderung in Massenunterkünfte, Sprachkurse erst nach Monaten, im Grunde keine Integration in unser Wertesystem, kaum Rückführungen.
Was derzeit in Deutschland von unseren Politikern ‚Deutsche Willkommenskultur’ genannt wird, ist einfach nur grenzenlose Naivität und Verantwortungslosigkeit.

Geister, die sie rief schrieb am 15.09.2015 18:38 Uhr:
Merkel:"....dann ist das nicht mein Volk." Frau Merkel, Sie können sich nicht einfach ein anderes Volk bestellen, wenn Ihnen Ihres nicht mehr gefällt. Eine Mutti macht sowas nicht. Dann müssen Sie abtreten. Das Volk allerdings könnte sich jemanden wählen, der es wirklich vertritt. Merkel fragt nie (ihr) Volk, wie es ihm geht, immer nur danach, wie es anderen Völkern geht. Das Wichtigste sind für Sie Bilder und welchen Eindruck man in der Welt von D hat. Das kam heute am Ende der Pressekonferenz zum Ausdruck.Merkel hat m. E. die Zukunft von D und damit die Zukunft Europas verspielt, schon in der Eurokrise, die immer nur hinausgezögert wird. Schuld an der Flüchtlingskrise sind nicht die Flüchtlinge, die mir Leid tun. Die Grenzen mussten vorübergehend geschlossen werden, um dem Chaos nicht Tür und Tor zu öffnen.
Brüssel ist zuständig für Glühbirnen und Gurken. Juncker und Schulz hätten alle Staatschefs längst einladen müssen und einen Verteilungsplan, abgestimmt mit dem EU-Parlament, vorlegen müssen.Allerdings haben die Staatschefs recht:"Wer die Musik bestellt, der zahlt." Anders als Merkel fragen die ihr Volk. Das deutsche Volk wurde nicht gefragt, auch nicht beim Euro. Also bräuchte es nicht zu zahlen. Wahltag ist Zahltag, aber solange können wir die Flüchtlinge nicht darben lassen.
Ich schätze, Merkel handelte nicht eigenmächtig. Die fragte die USA, die etwa zeitgleich Luftangriffe in Syrien starteten. Kriege bringen Tod, Zerstörung, Flüchtlinge. Krieg löst kein Problem

Reini schrieb am 15.09.2015 20:21 Uhr:
Europa hat schon bei der Griechenlandkrise gezeigt worauf es in Europa ankommt....Man sollte immer genügend Geld haben um seine Zinsen begleichen zu können....alles andere ist ziemlich egal. Inzwischen zeigt Orban wo es in der EU lang geht! Er bekommt jede Menge Geld aus den Töpfen der EU und baut dafür schöne Grenzzäune! Demokratie hat er wohl noch nie gelernt und ist bei dieser EU auch nicht nötig!
Man kann sich bei den Flüchtlingen nur bedanken, dass sie den europäischen Politikern aufzeigen wie unfähig sie sind! Wir wussten es ja schon, als sie sich um Gurken und anderen Unsinn kümmerten....für die wirklich wichtigen Dinge hatten sie keine Zeit! Jeder wusste dass in Syrien Krieg herrscht und immer mehr Menschen auf der Flucht waren...dafür erfand man Dublin 3!
Somit war Deutschland sicher, denn kein Flüchtling könnte so jemals legal seinen Fuß auf deutschen Boden setzen!
Der Staat in dem die Flüchtige sich registrieren ist für sie zuständig! Wundert es einen da noch, dass sie sich weigern in Ungarn registriert zu werden?? Das Ganze ist so pervers ausgearbeitet, dass man wohl vermuten kann, dass dahinter ganz sicher deutsche Politiker stecken!!
Ich will, dass endlich Journalisten recherchieren...WER für dieses unsägliche Machwerk die Verantwortung trägt!! WER hat Dublin 3 beantragt und eingefädelt!!???

Ungarnflüchtling-13101989 schrieb am 16.09.2015 19:36 Uhr:
Ich finde das Verhalten der deutschen "Elite" aus Politk und Medien gegenüber unseren osteuropäischen Nachbarn einfach nur schäbig. Wahrscheinlich haben alle schon den Geist von 89 vergessen.

Marie schrieb am 16.09.2015 20:46 Uhr:
Nun, ja, an Mauern und Stacheldraht, Lagern mit völlig menschenrechtswidrigen Verhältnissen, Inhaftierung, wenn Flüchtlinge, die einen Asylantrag stellen wollen, Grenzen überschreiten, weil das anders nicht möglich ist und tausenden Toten im Mittelmeer kann ich beim allerbesten Willen keinen Geist von 1989 erkennen. Damals wurden die Grenzen geöffnet und die Menschen flohen damals im Übrigen nicht vor Krieg,Lebensgefahr, Hunger und Elend - die Mehrzahl wollte die DM und die Kosten für diese "Flüchtlingswelle" liegen mittlerweile bei rund 1,3 Billionen Euro allein in Deutschland(mindestens, Quelle Wikipedia), dagegen sind die Kosten für die Rettung von Menschenleben PEANUTS.

Freitag, 14. November 2014

Anne Will - 12.11.2014 - Steueroase Luxemburg


Sendung am 12. November 2014 | 23:00 Uhr
Steueroase Luxemburg - Wirklich ein ganz normales Geschäftsmodell?
Die Gäste im Studio
© Will Media Fotograf Wolfgang Borrs/Marijan Murat
  • Jean Asselborn Außenminister von Luxemburg
  • Sahra Wagenknecht Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei
  • Christoph Lütgert NDR-Journalist
  • Michael Hüther Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln
Nachdem bekannt wurde, dass deutsche und internationale Konzerne mit Unterstützung Luxemburgs Steuerzahlungen in Milliardenhöhe umgehen, wächst der Druck auf den ehemaligen luxemburgischen Premierminister und heutigen EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Jahrelang wurden unter seiner Regierung mehr als 300 Großkonzernen, darunter auch deutsche Unternehmen wie E.ON und die Deutsche Bank, massive Steuervorteile gewährt. Nun hat die EU-Kommission unter Juncker Ermittlungen gegen das Großherzogtum eingeleitet. Wie beschädigt ist er als Kommissionspräsident? Sind diese Steuerdeals ein kluges Geschäftsmodell oder ein unmoralisches Angebot an die Unternehmen? Und profitiert der Bürger wirklich vom Steuerdumping für Großkonzerne?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)


Kommentare aus dem Blog

Nr. 6 von Andreas Hofer
Otto Normalbürger hat keine Steueroase…Otto Normalbürger muß die Steuern zahlen, die ein Staat sich ausgedacht hat, damit der Staat angeblich am Laufen gehalten wird.Unternehmen können aber ihre Steuerlast durch sturile Steueroase usw. reduzieren bzw. gegen Null fahren…..und die Gewinne für die Aktionäre steigen. angeblich soll aber Reichtum verpflichten….für was aber?
Man sollte alle Unternehmen die in unserem Land ansässig sind und / auch hier ihre Produkte vertreiben Steuern zahlen lassen…..sonst raus damit. Auuch dürfen dann ausländische Firmen hier keine Produkte vertreiben, wenn sie hier nicht nach deutschem Recht steuern zahlen….wie Starbucks,Mc Donald usw.
Was aber ganz schlimm ist……hat nicht Herr Schäuble unser Finanzminister nicht vor einigen Wochen auch so etwas angekündigt für Großkonzerne……Steuergeschenke? Der mündige Bürger wird von allen Seiten für blöd verkauft…..und merkt es nicht….wenn er es merken sollte, dann hat er keinem Mum zum demonstrieren……

Nr. 9 von Alisa
Verstehe nicht, warum das erst jetzt “hochgeköchelt”, wird, das weiß doch alle Welt schon lange und jeder wunderte sich, warum kein Hahn danach kräht. Heuchelei wo man hinschaut. Mein Vorschlag zur Güte: man stelle endlich die Steuernzahlerei ein, für alle, ja auch für alle Arbeitnehmer, die Politiker können sich nach “Drittmitteln” umschauen, die Medien gleich hinterher und dann kann die GDL gleich ein paar Tochterunternehmen aufmachen, die dürfen dann ganz tüchtig konkurrieren und außerdem brauchen wir noch viel mehr Religionen zur Belebung der Konkurrenz und über alle die strittigen Fragen und Meinungen noch viele schöne weitere Konflikte mit Kriegen, Kriegen, Kriegen. Das alles wird zu ungeahnten Höhen der Wirtschaft führen und alle leben glücklich bis an ihr Lebensende, und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Amen.

Nr. 303 von Artur von Blasewitz
Es ist ja doch noch ein ganz entspannter Abend geworden

Eigentlich ist es ja meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit als verantwortungsbewusster Bürger und seriöses Mitglied unserer Wertegemeischaft, zu jeglichem Thema, das unsere hochgeschätzte Anne Will auf den Redaktionstisch legt, meinen Senf dazuzugeben.

Aber das Thema, bringt – bei aller unbestreitbaren Bedeutung – mein Blut nicht unbedingt in Wallung. Zudem zeigten schon die ersten Stellungnahmen auf diesem Forum, wie “der Hase” wohl “laufen würde”.

Entfacht durch einen – ausgesprochen sendungsbewussten Alleinunterhalter und dessen weitschweifige Traktate – ließen sich selbst ausgeschlafene Foristen und Innen zu ausufernden Grundsatzdiskussionen hinreißen.

Dazu diese unsägliche Besetzung der “Expertenrunde”.

Asselborn – Zu ihm gilt sinngemäß, was ich unter Nr. 13 schon zu Juncker gesagt habe.
    [Nr. 13 von Artur von Blasewitz
    Von Böcken und Gärtnern
    Ich war ja skeptisch – als Juncker kürzlich von den vereinigten konserativen und neoliberalen Kräften auf den Schild des Präsidenten der Europäischen Kommission gehoben wurde.
    Ich will hier nicht in eine allgemeine Politikerschelte ausbrechen – wenngleich es eigentlich nie verkehrt ist – aber Juncker ist einer von jenen Menschen, denen ich nicht einmal die Uhrzeit glauben würde, wenn er sie mir sagt.
    Nun soll er als Präsident der EU ermitteln gegen ein Land, sein Land – das windige Großherzogtum – dessen Premier er bis Dezember 2013 war. Er soll ermitteln gegen einen Komplex von Gesetzen, die er – unter allerlei verscheleiernden Maßnahmen selbst auf den Weg gebracht und durchgepeitscht hat. Merkwürdig – vor meinem geistigen Auge rennen gerade Böcke und Gärtner um die Wette!]
Hüther – Dieser penetrant schwadroniernde Wirtschaftsforscher, Kuratoriumsmitglied der INSM, ist schlicht und ergreifend ein Ärgernis. Frau Will hängt allerdings mit ungebrochener Zuneigung an ihm und den anderen Mitgliedern seiner von Industrieverbänden großzügig alimentierten PR-Gruppierung ( < Wikipedia: INSM ).

Ein Ausriß aus Wikipedia:

"Hüther gilt in Politik und Öffentlichkeit als beliebter Ansprechpartner, fachwissenschaftlich werden seine Arbeiten hingegen kaum rezipiert.".

Man sollte zu diesem Herrn und der INSM noch sehr viel mehr sagen – aber es ist so schönes Wetter und ich habe richtig gute Laune.

Lütgert – Na ja. Rennt ständig mit Mikro und Kamera hinter irgendwelchen Leuten her und ist dann beleidigt, wenn die nicht mit ihm sprechen wollen. Gibt – mehr oder weniger gekonnt – den Empörten.

Sahra Wagenknecht – Selbst sie, die stets Hörens- und Sehenswerte, konnte mich – bei diesem Thema – nicht vor den Schirm locken.

Ich habe dann … – aber das wollen Sie ja gar nicht wissen.
Es ist noch ein sehr entspannter und anregender Abend geworden.

Pressestimmen

Bild.de Steuer-Talk bei Anne Will | Wagenknecht grillt Luxemburgs Außenminister

sueddeutsche.de "Wir haben keinen Platz für Häuser, nur für Briefkästen"
Bei Anne Will wehrt sich Luxemburgs Außenminister Asselborn gegen die Kritik. Er versucht mit Humor zu erklären, warum das Großherzogtum keine Steueroase sei.

faz.net Immer auf die Kleinen
Bei der Steuer hört der Spaß auf. Anne Will versteigt sich zu der Frage „Ist Luxemburg ein Unrechtsstaat?“ Da verliert selbst der „wahnsinnig charmante“ Außenminister des Steuerparadieses die Fassung.