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Samstag, 18. März 2023

Deutschlands Hauptstadt am Abgrund – Wie Clans und Extremisten Berlin erobern

Deutschlands Hauptstadt am Abgrund – Wie Clans und Extremisten Berlin erobern I WELT REPORTAGE

06.02.2023
WeLT Nachrichtensender

Die Silvesternacht 2022, steigende Kriminalität und Extremismus, Behördenversagen und eine ungültige Wahl machen deutlich: Viele Zustände in der Hauptstadt sind mehr als alarmierend. In seiner Reportage beleuchtet Marco Reinke das großflächige Scheitern der Berliner Staatsorgane in Sachen Kriminalitätsbekämpfung und Umgang mit Extremismus. Die Reportage zeigt, wie Polizei und Justiz in den vergangenen Jahren kaputtgespart wurden und organisierter Kriminalität kaum etwas entgegensetzt wird.

Kommentare

In eigener Sache: Wegen des hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge können wir zurzeit keine Kommentare mehr zulassen.

Danke für Eurer Verständnis - das WELT-Team

Video 2023 erstellt


Samstag, 30. April 2016

Berlins AfD-Kandidat Pazderski im Interview

Thema: AfD

„Wir werden diese Regierung vor uns her treiben“
Berlins AfD-Kandidat Pazderski im Interview

Am Wochenende bestimmte die AfD ihren Berliner Landesvorsitzenden Georg Pazderski zum Spitzenkandidaten für die Wahl im September. Im Interview mit EPOCH TIMES erklärte der Ex-Offizier, welche Probleme er in der deutschen Hauptstadt beheben möchte: „Wir werden diese Regierung vor uns her treiben“, kündigt er an.

Georg Pazderski ist der Spitzenkandidat der Berliner AfD.
Foto: Maria Zheng / Epoch Times
Bevor es um seine Ansichten und Ziele bezüglich der Berliner Politik ging, erklärte Pazderski gegenüber EPOCH TIMES sein Selbstverständnis der „Alternative für Deutschland“.

Zur Strategie, mit der seine Partei medial und verbal bombardiert wird, sagt er: „In Deutschland verbindet man „rechts“ nicht mit konservativ, sondern mit Nationalismus und völkischem Gedankengut“. Dahinter stecke eine Absicht. Im Prinzip sei die AfD gar nicht in dieses Linksrechts-Schema einzuordnen, da sie im Gegensatz zu allen anderen Parteien keine ideologische Partei sei. „Die Ideologie ist Pragmatismus“, so Pazderski. „Wir schauen uns an, was in diesem Land nicht mehr funktioniert und dafür wollen wir Lösungen finden.“

Das AfD Programm enthalte soziale Ziele wie „Wohlstand für alle, Familien fördern, Arbeit belohnen.“ Andererseits stehe die AfD auch für Werte, die als konservativ gelten, wie etwa stärkeres Durchgreifen zum Schutz der Inneren Sicherheit. Dabei sei dies die völlig normale Grundvorraussetzung, um in einem Staat friedlich zu leben, so der Ex-Oberst, der auf eine 40-jährige Bundeswehr-Karriere zurückblickt.

Innere Sicherheit

Beim Thema Innere Sicherheit bemängelt er, dass Berlin über Jahre hinweg die Polizeistellen massiv reduziert hat. Wenn beispielsweise in Rahnsdorf am Müggelsee eingebrochen werde, dauere es einundhalb Stunden bis die Polizei vor Ort ist, weil die nächste Polizeistation in Köpenick ist.

„Das bedeutet, die Polizei ist so ausgedünnt, dass sie ihre Aufgaben nur noch bedingt wahrnehmen kann. Der Bürger fühlt sich dadurch unsicher. Früher gab es in Berlin Kontaktbereichsbeamte von denen man wusste, dass sie für den eigenen Bereich zuständig waren. Das gibt es heute auch nicht mehr“, bemängelt Pazderski.

Deshalb fordert die AfD die Einstellung von mindestens 2.000 zusätzlichen Polizisten in Berlin, orientiert an den Forderungen der Polizeigewerkschaft. Auch müssten Polizei und Justiz Hand in Hand arbeiten und Straftaten im Schnellverfahren geahndet werden können.

Auch schlage die AfD vor, die Hilfspolizei wieder einzuführen – das heißt, Bürger könnten die Polizei entlasten, indem sie deren organisatorische Aufgaben übernehmen.

No-go-Areas angehen

Zwar habe der Regierende Bürgermeister Müller gesagt, „es gibt keine No-go-Areas in Berlin“, doch dem widerspricht Pazderski. Er nennt als Beispiel Neukölln, wo jeder wisse, „dass dort arabische Großfamilien beheimatet sind, von denen einige – nicht alle – kriminell sind.“ Ein weiteres Beispiel sei auch das Raw-Gelände an der Warschauer Straße / Revaler Straße. Dort könne man sich nach 23 Uhr nicht mehr unbehelligt bewegen.

„Da werden auf offener Straße Drogen verkauft, Überfälle und Diebstähle durchgeführt. Man weiß das, aber man tut nichts. Am Kottbusser Tor ist es ähnlich.“

Es gebe einige dieser Bereiche in Berlin und durch Verschweigen werde es nicht besser, mahnt Pazderski. Er fordert ein Durchgreifen ähnlich Rudolph Giulianis New Yorker „Null-Toleranz“-Politik, die gezeigt habe, dass Kriminalität wirksam eingedämmt werden kann. In Berlin habe man jedoch den Eindruck, dass die Politik diese Realität einfach ausblende und sich mit den Missständen arrangiert habe.

„Im Abgeordnetenhaus werden wir das massiv fordern, dass hier in Berlin die innere Sicherheit wieder verbessert wird“, verspricht Pazderski.

Berlin – „provinziell“ statt professionell regiert

In Berlin bezieht jeder zweite Bürger staatliche Unterstützung – Rentner mit eingerechnet. Dieser Anteil sei extrem hoch, im Vergleich zu anderen Hauptstädten wie Beispielsweise Paris oder London, die in ihren Ländern als Wirtschaftslokomotiven wirken. Von deren Strahlkraft sei Berlin meilenweit entfernt, so Pazderski. Das liege an unfähigen Politikern, sagt er. Berlin erhalte seines Wissens jährlich 3,5 Milliarden Euro Subventionen für Hauptstadtaufgaben und werde bereits seit den 1950er Jahren subventioniert. Daran habe sich die Stadt gewöhnt.

„Berlin ist bei den Politikern niemals über Provinzniveau hinaus gekommen. Es gibt unglaublich viel Filz.“ Das beste Beispiel für Korruption sei der Flughafen BER in den Milliarden versenkt wurden. Für Deutschland als hochtechnisiertes Land ein enormer Reputationsverlust. Allein die Instandhaltung des BER koste Berlin und Brandenburg jeden Monat 65 Millionen Euro, so Pazderski. Er plädiert für die Vollendung des BER – eben weil bereits soviel Geld in diesen geflossen sei.

Migrationskrise

Planlosigkeit attestiert der Ex-Oberst den Berliner Politikern auch in der Asylkrise: „Man ist in Berlin offensichtlich vollkommen unvorbereitet gewesen auf die Flüchtlingskrise“, sagt er. Bis heute gebe es keinen vernünftigen Plan zur Unterbringung der Migranten. Den Plan, eine Flüchtlings-City in Tempelhof zu errichten „verurteilen wir in höchstem Maße“ so Pazderski. „Wenn Sie 8.000 Menschen an einen Platz bringen, dann haben Sie automatisch eine Ghettobildung. Es wird keine Integration stattfinden, sondern etwas ganz anderes. Es werden sich kriminelle Strukturen, Clan-Strukturen und Ähnliches verfestigen.“ Damit seien Probleme vorprogrammiert. Auch kritisiert er, dass über die Köpfe der Bevölkerung hinweg und ohne Absprachen Unterkünfte eingerichtet wurden.

Pazderski betonte, die AfD habe nichts gegen Flüchtlinge und politisch Verfolgte. Das aktuelle Problem sei, dass die meisten Ankommenden Wirtschaftsmigranten seien. „Und das können wir nicht schaffen“, so der AfD-Mann. Asyl sei eigentlich gar kein Hauptthema seiner Partei, doch durch die Politik der Bundeskanzlerin und deren Folgen sei es in den Fokus gerückt.

Gegen Gender-Mainstream und Frühsexualisierung

Ein weiterer Punkt, an dem Geld verschwendet wird, ist für die AfD das „Gender-Mainstreaming“. Pazderski nennt es „eine Pseudo-Wissenschaft, die uns aufoktroyiert wird durch bestimmte Interessengruppen.“ Es sei ähnlich unwissenschaftlich wie Astrologie – trotzdem gebe es Lehrstühle dafür und eine Menge Nutznießer: „In Berlin wurde beispielsweise das Studentenwerk in Studierendenwerk umbenannt – und dafür bezahlte Berlin über 800.000 Euro.“

Was die AfD ebenso nicht wolle sei die Frühsexualisierung von Kindern, denen man per Schule „alle möglichen Dinge über unterschiedliche sexuelle Orientierungen etc.“ beibringen wolle. Dies müsse altersangepasst geschehen und habe im frühesten Stadium in der Schule nichts zu suchen.

„Wir sprechen uns ganz eindeutig dagegen aus und werden versuchen das zu verhindern“, so Pazderski.

Er sieht seine Partei klar in der Rolle einer offensiven Opposition:

„Wer AfD wählt, bringt seine Unzufriedenheit mit dem gegenwärtigen System zum Ausdruck“, sagt er. Und fügt hinzu: „Ich glaube, dass Politiker nur reagieren, wenn sie feststellen, dass sie vom Wähler abgewählt werden.“ (mz / rf)

Zur Person:
Georg Pazderski ist 64 Jahre alt und blickt auf eine über vierzigjährige Karriere als Berufssoldat zurück. 23 Jahre war er im Generalstabsdienst, 18 Jahre im Dienstgrad Oberst i.G. in den Bereichen: Führung, Planung, Organisation, Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Militärstrategie und Logistik. Er kam im Verteidigungsministerium genauso wie im Auswärtigen Amt zum Einsatz. 14 Jahre lang arbeitete er im internationalen Bereich, unter anderem in der Planungsgruppe des USCENTCOMs. Er besitzt umfassende Erfahrung in und mit den Organisationen WEU, EU, NATO, UNO, OSZE und deren multinationalen Hauptquartieren.

Seit Sommer 2015 im Bundesvorstand der AfD. Seit Januar 2016 AfD-Landesvorsitzender von Berlin.
Mit freundlicher Genehmigung von http://www.epochtimes.de

Sonntag, 10. Mai 2015

Der 9. Mai in Kiew

Zitate und Adressen mit CSS voreinstellen
Thema: Kiew

RT-Deutsch
Der 9. Mai im heutigen Kiew – Tag der Verwirrung

Seit Jahrzehnten war für die Kiewer alles mit diesem Tag klar. Die Stadt, der nach zwei Jahren deutscher Besetzung eine nicht heilende Wunde namens Babyn Jar vererbt wurde, beging den 9. Mai immer sehr feierlich. Gleichzeitig mit einer großen und gemeinsamen Feier der Soldatenheldentat war dieser Tag immer sehr personifiziert: Jede Familie ehrte ihre eigenen Frontkämpfer und alle, die nicht heimgekehrt sind. So war es in Kiew seit langer Zeit.

Quelle: Ruptly
Von Igor Semenko aus Kiew
Doch schon im zweiten Jahr in Folge scheint es kurz vor diesem Datum so zu sein, dass die Heldenstadt Kiew auch beim Licht ihrer Ewigen Flamme im plötzlich aufkommenden Nebel nicht erkennen kann, was genau sie feiern oder nicht feiern soll. Mancher Kiewer wird von den Neuerungen im historischen Gedächtnis in Verwirrung gebracht.

Im vorigen Jahr ist der Tag des Sieges in Kiew zum ersten Mal im Vergleich zur gewöhnlichen Praxis trübe geworden. Die Kiewer Behörden, ebenso wie die meisten Lokalbehörden in der Ukraine, haben die feierlichen Maßnahmen abgesagt. Sogar eine Militärparade wurde in der ukrainischen Hauptstadt aufgehoben. Der offizielle Grund: Die große Wahrscheinlichkeit von Provokationen und Terrorakten.

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Aber diesmal hat die Ideologie ein gewichtiges Wort mitgesprochen. Seit die Kiewer Regierung einen Kreuzzug gegen die sowjetische Geschichte der Ukraine verkündete, sollte der 9. Mai, als wahrscheinlich das wichtigste Symbol der sowjetischen Epoche, ihr Hauptziel werden. Und wenn der Tag des Sieges in einem Land, das so viele Leben für ihn gegeben hat, nicht auszustreichen ist, kann man ihn mindestens in zwei Teile teilen, verschieben und umbenennen.

Am 24. März 2015 wurde nach dem Erlass des Präsidenten der Ukraine Petro Poroschenko der 8. Mai zum „Tag des Gedenkens und der Versöhnung“ erklärt. Die symbolische Mohnblume des englischsprachigen Raums zur Erinnerung an den Krieg, ist ein Symbol des für die Ukraine neuen Gedenktages geworden. Eine stilisierte und von der Parole „1939-1945. Wir denken daran. Wir werden siegen“ begleitete Mohnblume wurde als Ersatz für das Sankt-Georgs-Band konzipiert, das in den letzten Jahren ein unveränderliches Symbol des 9. Mai auch in der Ukraine war, aber sich heutzutage nur noch mit den sogenannten prorussischen Kräften assoziiert.

Das Sankt-Georgs-Band ist aber nicht das einzige Attribut, das ersetzt werden muss. Der ganze Hintergrund, das Fundament soll neu entstehen, auch die Helden und Feinde. Daran arbeiten alle staatlichen Institutionen mit großem Fleiß. Diese wollen den Ukrainern neue Bräuche und Sitten aufpfropfen. Dazu gehören eine neue Mythologie, ein neues Pantheon.

Am 6. Mai hat das staatliche Institut für nationales Gedenken der Ukraine ein im Auftrag der Regierung geschriebenes Buch „Die Ukraine im Zweiten Weltkrieg“ vorgelegt. Ein Vertreter dieser Organisation, die 2006 aus Initiative vom damaligen Präsident der Ukraine Wiktor Juschtschenko gegründet wurde, Maksim Majorow betonte unter anderem, dass obgleich viele Ukrainer in verschiedenen alliierten Armeen gekämpft hätten, gäbe es nur eine Armee, die ihren Krieg unter der ukrainischen Flagge führte. Es war die UPA (die Ukrainische Aufständische Armee).

Das besagte Institut hat zudem zahlreiche Druckerzeugnisse und Videomaterialien vorbereitet, in denen die Kämpfer der UPA, die für ihre Kollaboration mit Nazi-Deutschland und der Teilnahme am Holocaust und Terror gegen Zivilisten in der Westukraine und in Polen berüchtigt ist, auf eine Reihe mit den Soldaten der Alliierten gestellt werden.

Auch die „neue Ukraine” feiert den 9. Mai, doch im Rahmen neuer Gesetzgebungen anders. Das Datum wird wie folgt umschrieben: „Der Tag des Sieges über den Nazismus im Zweiten Weltkrieg“. Ein Terminus „Großer Vaterländischer Krieg“ wird von der Gesetzgebung ausgenommen. Außerdem ist die Sowjetsymbolik verboten.

Wie soll der gemeine Ukrainer nun durchblicken können, welche Form des Gedenkens nun gewählt werden soll?!

Betriebsanweisung für die Feiertage

„Morgen am 8. Mai gesellen wir uns zum ersten Mal in ukrainischer Geschichte zu europäischer Tradition des Ehrens von denen, die während des Zweiten Weltkrieges verstorben sind“, twitterte Poroschenko am vergangenen Donnerstag.

Nicht alle Kiewer teilen jedoch die Freude dieser Neueinführung mit dem ukrainischen Präsidenten.

Ljubow Owtscharuk, eine 94-jährige Rentnerin, erzählt davon, wie sie bei der Enttrümmerung von Kiew geholfen hatte und dass ihr jüngster Bruder mit 15 Jahren der Armee als Freiwilliger beigetreten sei, obwohl er über sein tatsächliches Alter lügen musste. Sie wird traurig, wenn sie die Vergangenheit beschreibt, aber die Gegenwart mache sie noch trauriger.

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„Man nennt den Tag des Sieges unter uns: ‘Eine Feier, bei der die Tränen in den Augen stehen’“, sagt sie. „Und jetzt sind diese Tränen vor Scham, weil ich mir nie vorstellen könnte, dass man in meiner Stadt versucht, diesen heiligen Tag, dank dem wir noch am Leben und nicht versklavt sind, zu demütigen“.

Vor ein paar Tagen hat man Ljubow Sergeewna auf der Straße eine Broschüre gegeben, in der die Vorschriften bezüglich der kommenden Tage minutiös aufgelistet wurden.

„Da wurde geschrieben, dass obwohl wir auch am 9. Mai feiern dürfen, wäre es richtiger dieses einen Tag eher zu tun, weil der 9. Mai nur ein Nachhall der Sowjetunion ist“, empört sich die Rentnerin. „Ich habe dieses Blättchen sofort weggeworfen!“

„Die gleiche Situation finden wir auch auf Facebook wieder“, lacht ihre Enkelin Marina (27). Die Arbeit der modernen Ideologen belustigt sie. „Die zahlreichen Beiträge in sozialen Netzwerken erklären, dass eine Mohnblume statt des Sankt-Georgs-Bands angelegt werden müsse und die UPA, ebenso wie die sowjetischen Soldaten, auch die Helden seien. Meine Kollegin ist vor kurzem mit einer Mohnblume auf ihrem Anzug ins Büro gekommen. Sie war sehr stolz auf ihr neues Beiwerk und meldete sogleich den anderen. Das finde ich zu absurd, um das ernst zu nehmen“.

Es sollte erwähnt werden, dass die Menschen mit einer Mohnblume auf ihrer Kleidung, welches auf ihre offenkundige Unterstützung der jetzigen ukrainischen Regierung und ihres Kurses deute, am 8. Mai, der trotz seines neuen Status in der Ukraine kein freier Tag ist, in der Stadt sehr selten vorkam.

Ein Potpourri aus Propaganda

Andere wichtige Themen bei den Feiertagsvorbereitungen waren die vermeintliche Versöhnung von Rote Armee-Veteranen mit UPA-Vertretern und der Vergleich der sowjetischen Soldaten des Zweiten Weltkrieges mit den modernen ukrainischen Militärs, die an angeblichen Anti-Terror-Operationen im Donbass teilnehmen. Die Personen aus den jüngst gedrehten PSA’s (Public Service Announcements – staatliche Veröffentlichungen) tragen die Orden und Medaillen der sowjetischen Armee. Sie sind stolz auf ihre Kindeskinder, die im Donbass gegen eigene Landsmänner kämpfen, und flüstern eifrig „Heil der Ukraine“. So eine Mischmasch vermehrt nur die Verwirrung der Leute, an denen diese Kampagne orientiert ist.

Die 28-jährige Olga, eine diplomierte Historikerin, ist skeptisch bezüglich den neuen Initiativen der Regierung:
„Wie die UPA in dieser Stadt als heroisch gelten kann, das verstehe ich nicht. Man kann sich lange über ihre echten Motive streiten. Ich weiß doch genau, dass Kiew vom Armeegeneral Nikolai Watutin befreit wurde, den die UPA später ermordet hat. Das sind die Tatsachen, ob das denen gefällt oder nicht. Neue Symbole? Das ist meines Erachtens nur eine Heuchelei. Die Symbole müssen uns begeistern. Jeder von uns muss sich fragen, ob er wirklich etwas fühlt, wenn er diese Mohnblume sieht? Das ist ein für uns fremdes Symbol. Es weckt gar keine Emotionen”.
Anderer Meinung ist Andrij (31), ein freiberuflicher Fotograf, der am Maidan-Aufstand teilgenommen hat:
„Es ist nicht verwunderlich, dass wir jetzt alles verändern. Mich wundert nur, dass wir es so spät tun. Die sowjetische Propaganda hat unsere Großeltern und Eltern schon genug belogen, aller Lügen über die UPA. Nach der Beendigung der deutschen Okkupation fing schließlich die sowjetische Okkupation der Ukraine an. Und das ist unsere Tragödie. Jetzt bauen wir einen neuen Staat und sind gezwungen, einen eignen Krieg mit russischen Faschisten im Donbass zu führen. Wir werden jedoch siegen. Ebenso wie unsere Großväter 1945 siegten. “
Marina und Olga beabsichtigen, Blumen an der „Ewigen Flamme” am 9. Mai niederzulegen. Die beiden Damen sind sicher, dass sie dort auf jeden Fall nicht alleine sind, obgleich sie Provokationen nicht ausschließen. Ganz nebenbei: Die kriminelle Situation in Kiew ist jetzt wirklich gefährlich. Zwei Polizisten wurden vor kurzem bei einem Raubüberfall einiger Soldaten der Freiwilligen-Bataillonen auf einer Tankstelle erschossen.

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„Es ist schon ein schlechtes Anzeichen, wenn wir schon das zweite Jahr in Folge kurz vor dem 9. Mai immer wieder Provokationen und Gewalt erleben müssen. Als ob jemand uns die Liebe und Achtung zu diesem Tag mit unserer Angst vergällen möchte“, sagt Olga. „Ich bin doch überzeugt, dass die Mehrheit der Kiewer auch nach Jahren am 9. Mai in den Park des Ruhmes kommen wird, um den Tag des Sieges wie auch früher zu feiern. Das Künstliche ist immer kurzlebig.“

Ljubow Sergeewna bleibt allerdings am 9. Mai zu Hause.

„Ich bin natürlich zu alt, um irgendwohin zu fahren“, grämt sie sich. „Für mich ist es doch außer allem Zweifel, dass wir eine Feier haben, wegen der wir uns nicht schämen müssen. Möge Herr Poroschenko am 8. Mai auf dem Maidan feiern, was er will.“

Dennoch Herr Poroschenko blieb gestern während des von ihm selbst gegründeten Gedenktages sowohl vom Maidan als auch der Ukraine fern. Der ukrainische Präsident bevorzugt es, den 70. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges lieber in Polen zu verbringen.
Quelle: RT-Deutsch
Kommentare
eipram
Poroschenko ist ein US – Vasall bzw. ein Heuchler der besonderen Art. Wie war das noch mal, der Maidanaufstand wurde ins Leben gerufen, weil man sich auch der Oligarchen entledigen wollte! Was haben die Ukrainer bekommen? Richtig, Oligarchen.

Kinni Poroschenko ist doch der größte Oligarch, hatte wohl Angst, es käme ein Größerer!


Sonntag, 12. April 2015

Stromausfall in vier wichtigen Nato-Hauptstädten binnen zwölf Tagen

Thema: Stromausfall
pravda-tv.com
Verdächtige Blackout-Serie in vier NATO-Hauptstädten

Vier aufeinanderfolgende massive Blackouts binnen zwölf Tagen. Alle legen sie weite Teile von NATO-Ländern oder deren jeweilige Hauptstadt zumindest vorübergehend lahm. Jedes Mal werden zentrale Regierungseinrichtungen oder strategisch wichtige Teile der öffentlichen Infrastruktur getroffen.

Statt klarer Antworten bekamen die Betroffenen fadenscheinige, wenig überzeugende, oder gar keine Erklärungen für die Ursachen der massiven Ausfälle, die einmal das Weiße Haus verdunkelten, ein anderes Mal den Flughafen Schiphol lahmlegten, eine Geiselnahme in Istanbul erleichterten und Teile von Rom inklusive den Flughafen Fiumicino neutralisierten.


Stromausfall bei der täglichen Pressekonferenz des US-Außenministeriums Foto: pravda-tv
In Washington war das Weiße Haus mehrere Minuten ohne Strom. In einigen Regierungsgebäuden gingen die Lichter aus. Museen wurden evakuiert. Im Außenministerium wurde eine laufende Pressekonferenz abgebrochen. Neben dem Finanzzentrum New York ist der Regierungsbezirk rund um den Kongress in Washington der anfälligste Teil der USA für Sabotagen.

Noch bevor die Behörden überhaupt wussten, wie viele Gebäude, Fabriken und sicherheits-empfindliche Anlagen im Regierungszentrum betroffen waren, kam die offizielle Entwarnung: Nein, ein Terroranschlag sei es nicht gewesen.

Die offizielle Ursache wurde fast ebenso schnell genannt: Laut dem Heimatschutzministerium fiel im Süden des Bundesstaates Maryland, in dem viele Beamte, Parlamentarier, Juristen und andere Zuarbeiter der Regierung leben, durch eine Explosion eine Stromanlage aus. Details dazu? Fehlanzeige. Eine Stellungnahme des Netzbetreibers Smeco? Ebenso nicht verfügbar wie vom zuständigen Energieproduzenten Pepco.

Gestützt wurden die mageren Erklärungen zu dem riesigen Stromausfall scheinbar durch die Tatsache, dass seit März schon drei Mal in der US-Hauptstadt der Strom ausgefallen ist. Traurige Routine in einem anfälligen System also?

Oder Naturgewalten? Vielleicht simple Überlastung des Netzes? Was auch immer. Aber keine Terroristen, vor denen sonst fast jeden Tag gewarnt wird. Das wäre ja das folgenschwere Eingeständnis, dass der überall schnüffelnde, hochgerüstete und vom Kampf gegen den Terror elektrisierte Staat versagt hat.

Nur sechs Tage bevor Obama auf Notstrom umschalten musste, war am 1. April in Rom die Stromversorgung für Stunden zusammengebrochen, dazu in Teilen der Region Latium. Am Flughafen Fiumicino ging fast gar nichts mehr. Und die Ursache für das Desaster in einem Land, in dem das Spardiktat aus Brüssel die innere Sicherheit schwer in Mitleidenschaft gezogen hat? Irgendwie unbekannt.

Nur einen Tag zuvor war die Türkei vom schwersten Blackout seit dem verheerenden Marmara-Erdbeben des Jahres 1999 heimgesucht worden. Chaos in der Hauptstadt und weiten Teilen des Landes zog über 70 Millionen Türken in Mitleidenschaft.

Der öffentliche Verkehr wurde lahmgelegt, Ampeln blieben dunkel, Fließbänder hielten an. Aufzüge fuhren nicht mehr, Handys waren nicht erreichbar, Krankenhäuser schalteten auf Notbetrieb um. Überwachungskameras in der Hauptstadt Ankara fielen stundenlang aus.

Linksextremisten drangen während des massiven Stromausfalls in den Justizpalast ein und kidnappten einen Staatsanwalt. Dieser arbeitete am Fall eines Demonstranten, der im Gezi-Park erschossen worden war. Selbst Ministerpräsident Davutoglu vermutete spontan »Sabotage«.

Doch offiziell ist die Ursache eine Verkettung unglücklicher Ereignisse, angereichert mit einer Brise Missmanagement. Ein Kraftwerk in der Ägäis-Region soll ausgefallen sein. Abnorme Schwankungen im landesweiten Netz – aus dem sich vorübergehend sogar der Verband Europäischer Netzbetreiber verabschiedete – lösten anschließend das Stromdebakel aus.

Der Hinweis der Zeitung Hürryiet, das nationale Energienetz in der Türkei sei ziemlich ausgeklügelt und Misswirtschaft reiche nicht als Erklärung für den massiven Stromausfall, ist verhallt. Viele in der Türkei vermuten einen Cyber-Angriff – wie er vor einigen Tagen auch auf das Weiße Haus ausgeführt worden sein soll. Doch offiziell ist das nicht.

Im türkischen Internet wimmelt es daher von Spekulationen und Theorien, darunter der Vorwurf an die Regierung, der Blackout sei inszeniert gewesen, um Propaganda für den Ausbau der Kernenergie zu betreiben.

Und Amsterdam? – In den Niederlanden startete am 27. März die dubiose Kette von Blackouts. Weite Teile der nördlichen Niederlande mit fast drei Millionen Menschen erlebten einen verheerenden Stromausfall. Tausende steckten in Zügen, Straßenbahnen und Fahrstühlen fest.

Die offizielle Erklärung hier: Eine Schaltanlage für Hochspannung im Amsterdamer Vorort Diemen sei wegen der Überlastung des Stromnetzes ausgefallen.

Auch in diesem Falle hält sich der Betreiber bedeckt, während die Spekulationen ins Kraut schießen und sich Millionen von Holländern fragen, ob Europas viertgrößter Flughafen und das gesamte Schienennetz im Norden des Landes einfach nur Opfer eines Unfalls waren oder vielleicht doch das Ziel eines Anschlags.

Literatur:
Handbuch für das Überleben in Krisenzeiten von Herbert Rhein
Überleben in Krisen- und Katastrophenfällen: Ein Handbuch für jedermann. Das Survival-Wissen der Spezialeinheiten von Lars Konarek
Survival-Guide. Dieses Buch könnte Ihr Leben retten von Colin Towell
Quellen: PublicDomain/info.kopp-verlag.de vom 08.04.2015

Danke Klaus für den Link

Mit freundlicher Genehmigung von pravda-tv.com