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Mittwoch, 14. Februar 2018

OXFAM - Aktuelle Medienberichte / Themen-Check Koalitionsvertrag / 1.000 Tage Krieg im Jemen




Oxfams Arbeit in aller Welt – Informationen und Hintergründe

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Liebe Leser,

verschiedene Medien berichten zurzeit über sexuelles Fehlverhalten von Oxfam-Mitarbeitern 2011 in Haiti und 2006 im Tschad.

Das Verhalten dieser ehemaligen Oxfam-Mitarbeiter ist unentschuldbar und steht in krassem Widerspruch zu allem, wofür Oxfam sich einsetzt. Seit den Vorfällen haben wir viel unternommen, um dem Problem sexueller Ausbeutung, Gewalt und Belästigung in unserer Organisation zu begegnen. Wir setzen alles daran, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen. Mehr zum Thema lesen Sie in diesem Newsletter.

Lesen Sie außerdem: unseren Themen-Check des Koalitionsvertrags, wie es den Menschen im Jemen geht, wie Oxfam ehemalige Bürgerkriegs-Kämpfer/innen in Burundi unterstützt und wie Enten gegen Armut helfen.


Herzliche Grüße

Ihr
Oxfam-Team




Inhalt:
•
Aktuelle Medienberichte
•
Koalitionsvertrag – Themen-Check
•
Mit Enten gegen Armut
•
Vom Kindersoldaten zum Friseur
•
Krieg und Cholera
•
Nachrichten im Überblick
•
Freie Stellen
•
Termine










Aktuelles





Aktuelle Medienberichte
Aktuelle Medienberichte
Aktuell berichten verschiedene Medien über sexuelle Ausbeutung durch Oxfam-Mitarbeiter 2011 in Haiti und 2006 im Tschad. Wir nehmen diese Vorwürfe sehr ernst und gehen ihnen nach. Transparenz ist uns wichtig: Auf unserer Website finden Sie aktuelle Informationen zu den Vorwürfen.












Koalitionsvertrag – Themen-Check
Der Koalitionsvertrag steht. Aber was steckt drin? Packen CDU, CSU und SPD den Klimaschutz an, bekämpfen sie soziale Ungleichheit, setzen sie sich für Menschen auf der Flucht ein? Wie steht es um die Themen Steuergerechtigkeit und Entwicklungsfinanzierung? Hier finden Sie unseren Themen-Check.











Entless Love
Mit Enten gegen Armut
Viele Menschen in Bangladesch leiden unter extremer Armut. Es gibt ein Mittel dagegen: Enten. Die 23-jährige Rubia Akhter hat mittlerweile 16, bezahlt damit die Schulgebühren ihrer Tochter und spart auf ein Haus. Unterstützen auch Sie Menschen wie Rubia – mit OxfamUnverpackt.











Ehemalige Kämpferinnen während ihrer Schneider-Ausbildung in Kanyosha in Bujumbura Rural
Vom Kindersoldaten zum Friseur
Im burundischen Bürgerkrieg war Germain Kämpfer, jetzt hat er einen Friseursalon: Oxfam unterstützt seit 2013 mit einem Pilotprojekt ehemalige Kindersoldat/innen und andere junge Menschen, in der burundischen Gesellschaft Fuß zu fassen – durch Ausbildung und Anerkennung in der Bevölkerung. Erfahren Sie hier mehr über das Projekt.











Der 11-jährige Mujahed (Name geändert) lebt mit seiner Familie und hunderten von anderen Binnenvertriebenen im Huth-Camp im Jemen
Krieg und Cholera
1.000 Tage Krieg im Jemen: 5.500 Tote, drei Millionen Flüchtende, eine drohende Hungersnot und die größte Cholera-Epidemie weltweit. Vor allem: unermessliches Leid für die Menschen. Der Jemen braucht dringend humanitäre Hilfe – und Frieden. Lesen Sie hier, wie Oxfam vor Ort hilft.





Sonntag, 16. Oktober 2016

Wo sind eigentlich die Spenden-Milliarden für Haiti geblieben?

Thema: Erdbeben 2010 Haiti

Erinnern wir uns:

Aktion Deutschland Hilft
Jetzt spenden: Hurrikan Matthew trifft Haiti
Hurrikan Matthew traf Kuba und Haiti mit voller Wucht. Hilfsorganisationen unseres Bündnisses sind vor Ort, um den Menschen zu helfen. Besonders Haiti ist schwer betroffen: Allein für den noch unter den Folgen des schweren Erdbebens 2010 leidenden Karibikstaat beziffern die Vereinten Nationen die Zahl der Menschen, die direkte Hilfe benötigen, auf 1,4 Millionen Personen.

Haiti:
Über eine 1 Milliarde Dollar Spenden „verschwunden“

Dienstag, 6. April 2010
Es war zu befürchten: Über eine Milliarde Dollar Spendengelder für die Opfer in Haiti sind in korrupten Netzen hängengeblieben. Das ist beinahe ein Drittel aller bisherigen Spenden. Wo das Geld hin ist, weiss niemand. Nun weiss man auch, warum George W. Bush die Leute aufforderte: „Just send your cash“.

Wie erklärt man einem Kind, dass sein geopfertes Sparsäuli für die armen Kinder in Haiti an geldgierige Unternehmen ging, die dank Haiti das Geschäft ihres Lebens machen; und sich auf weitere 10 Milliarden Spenden freuen, die da noch kommen werden. SOS-Kinderdörfer-Chef Wilfried Vyslozil warnt drei Monate nach dem Erdbeben in Haiti vor der Verschwendung von Spendengeldern. Bis Mitte März dürften, so schätzt Vyslozil, „mit den Spenden aus Asien, Russland und dem arabischen Raum 2,5 Milliarden Euro“ weltweit zusammen gekommen sein. Trotz der guten Spendenresonanz schlägt Vyslozil Alarm: Es drohe eine Wiederholung der Fehler, die nach dem Tsunami Ende 2004 in Asien gemacht wurden: „Weil sehr viel Geld vorhanden war, wurde es auch ausgegeben. Mit der Folge, dass die Baupreise explodierten und mit ihr die Korruption der lokalen Eliten. Die betroffene Bevölkerung wurde kaum in den Wiederaufbau eingebunden und weiterhin als Opfer betrachtet.“

Zuviel Geld, an dem sich korrupte Politiker bedienen, zu viele ausländische Unternehmen, die den Wiederaufbau leiten, zu wenig Geld, das tatsächlich in Haiti bleibt: So die traurige Bilanz des traurigen Ereignisses.

SOS-Kinderdörfer-Chef Wilfried Vyslozil geht davon aus, dass bisher ein Drittel aller Spendengelder bei Katastrophen fehlinvestiert wurde und in korrupten Strukturen versickert. Bislang gebe es kein übergreifendes Controlling, das den Geldeinsatz aller in einem Gebiet agierenden Organisationen koordiniert und überwacht. Es scheint, dass eine Katastrophe ein riesiger Selbstbedienungsladen ist. Wen wunderts, mischen auch Bush und Clinton in diesem Geschäft mit, bei dem es um Milliarden geht.
Quelle: Seite3.ch

Es gab einmal zwei Videos. Überraschung?
President Bush On Haiti Relief: 'Just Send Your Cash'
Das mit diesem Video verbundene YouTube-Konto wurde aufgrund mehrerer Meldungen Dritter über Urheberrechtsverletzungen gekündigt

Hugo Chavez : US Navy Created Haiti Earthquake! HAARP
Das mit diesem Video verbundene YouTube-Konto wurde aufgrund mehrerer Meldungen Dritter über Urheberrechtsverletzungen gekündigt

Mittwoch, 12. Oktober 2016

"Matthew" hinterlässt Tod und Verzweiflung in Haiti

Thema: Haiti braucht Hilfe

Verwüstung nach Hurrikan
"Matthew" hinterlässt Tod und Verzweiflung in Haiti

In Haiti stehen viele vor dem Nichts. Die Bewohner des ärmsten Landes der nördlichen Hemisphäre haben durch "Matthew" auch noch das Wenige verloren, das sie hatten. Mindestens 400 Menschen starben. Der Sturm könnte die schwerste Naturkatastrophe sein, die Haiti seit dem Erdbeben von 2010 heimgesucht hat. Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe ruft deshalb gemeinsam mit dem ZDF zu Spenden auf.

Aktionsbündnis Katastrophenhilfe

Spendenkonto:
IBAN: DE65 100 400 600 100 400 600 (Commerzbank)
BIC: COBADEFFXXX
Stichwort: ZDF Hurrikan Matthew
Online-Spenden: Aktionsbündnis Katastrophenhilfe

Ärzte der Welt e.V.

Spendenkonto:
IBAN: DE061203 0000 1004 333660
BIC: BYLADEM1001
Stichwort: Hurrikan - Hilfe in Haiti
Online-Spenden: Ärzte der Welt

Aktion Kleiner Prinz

Spendenkonto:
IBAN: DE46 4005 0150 0062 0620 62
Stichwort: Hurrikan Haiti

Bündnis Entwicklung Hilft

Spendenkonto:
IBAN: DE71 3702 0500 0008 1001 00
Stichwort: Hurrikan Matthew
Online-Spenden: Bündnis Entwicklung Hilft

Mittwoch, 24. August 2016

Cholera-Ausbruch 2010 auf Haiti: U.N. spielte eine Rolle

Thema: Cholera auf Haiti

U.N. gibt zu, eine Rolle im
Cholera-Ausbruch 2010 auf Haiti gespielt zu haben

Nachdem immer wieder Vorwürfe gegen die Vereinten Nationen erhoben wurden, für den Ausbruch der Cholera-Epidemie in Haiti mit verantwortlich zu sein, gaben sie nun zu, dabei "eine Rolle" gespielt zu haben. Fünf Jahre lang hatten sie die Vorwürfe zurückgewiesen.

Die Vereinten Nationen haben in einer Stellungnahme erklärt, dass die für die Epidemie mitverantwortlich ist. In der Washington Post heißt es:
    „Die Organisation ist in den letzten Jahren zu der Überzeugung gelangt, dass mehr zu tun ist, in Bezug auf die eigene Beteiligung am Ursprung des Ausbruchs in Haiti und dem Leiden derer, die von der Krankheit betroffen waren, die Hunderttausende angesteckt und 10.000 Tote hinterlassen hat.“
Es ist das erste Mal, dass sich die U.N. zu diesem Thema in dieser Art positioniert. In den letzten Jahren hatte sie immer wieder abgestritten, in irgendeiner Form für den Ausbruch der Cholera-Epidemie Verantwortung zu tragen.

Seit Ende Oktober 2010 breitete sich die Krankheit in Haiti aus. Dem Ausbruch vorausgegangen war ein Erdbeben der Stärke 7 nahe der Hauptstadt des Landes. Bis zu 200.000 Menschen starben bei der Naturkatastrophe. Nach dem Beben entsandte die U.N. zusätzliche Hilfstruppen nach Haiti. Darunter befanden sich auch nepalesische Blauhelm-Soldaten.

Die Quelle der Epidemie war der Artibonitefluss, der für viele Menschen als Trinkwasserversorgung dient. Ein U.N.-Team ging der Vermutung nach, dass durch das Lager der nepalesischen Soldaten Cholera-Bakterien in das Wasser gelangt sein könnten und die Krankheit dadurch Ausbrach.

In Nepal kam es zu einer Cholera-Epedemie, bevor das dortige Erdbeben ausbrach. Die Abwasserleitungen der Latrinen im U.N.-Camp führten direkt in den haitianischen Fluss. In den Abwasserleitungen des Lagers konnten Cholerabakterien festgestellt werden. Der Stamm, den das Team entdeckte, ließ sich durch Probenentnahmen bei haitianischen Patienten dem Serotyp Ogawa zuordnen. Dieser ist im süd-ostasiatischen Raum vorzufinden.

Ein Jahr später machten sich 5.000 haitianische Familien dafür stark, eine Wiedergutmachung von den Vereinten Nationen zu verlangen. Diese lehnten die Forderung jedoch ab. Die Familien versuchten es weiter und verklagten die Vereinten Nationen. Doch deren Mitarbeiter genießen diplomatische Immunität. Die Klage wurde abgelehnt.

Als die Krankheit seinerzeit ausbrach verbreitete sie sich sehr schnell auf der Insel. Die Lebensumstände in den Not-Camps sind bis heute sehr schlecht, genauso wie im ganzen Land. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und Nahrung ist ein Privileg, dass nur wenige haben.

Ein Bericht von Ärzte ohne Grenzen geht davon aus, dass die Opferzahl, der Cholera-Epidemie, höher ist, als bisher angenommen. Es gibt Berichte, dass die Zahl der Infizierten seit dem Beginn des Jahres in Haiti wieder zugenommen hat.

Dass sich die U.N. nun doch in dieser Art positioniert, hat mit einem aktuellen Bericht zu tun, der Generalsekretär Ban Ki-Moon zugesendet wurde. Der Universitätsprofessor Philip Alston verfasste den Bericht. Alston ist Berichterstatter für die U.N. bei Menschenrechtsfragen. Der Bericht mache deutlich, dass die Vereinten Nationen eine Verantwortung für den Cholera-Ausbruch haben, so die New York Times.

Alston bezeichnete die U.N. in Bezug auf ihre Handlungen bei der Cholera-Epidemie als „unmoralisch“ und „gewissenlos“. Seinen Schätzungen zufolge würden sich eventuelle Wiedergutmachungen für die über 800.000 Erkrankten auf eine Summe von 40 Milliarden US-Dollar belaufen.

Bis zum Ende der Woche hat die U.N. Zeit, zu dem Bericht Stellung zu nehmen. Offiziell präsentiert werden soll die Untersuchung im September, wenn die Generalversammlung eröffnet wird.

Quelle: RT-Deutsch