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Sendung am 28. Januar 2018 | 21:45 Uhr Holocaust-Gedenken - wie antisemitisch ist Deutschland heute? |
Foto: Screenshots |
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In diesen Tagen wird in Deutschland der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Bei Anne Will berichtet die 93-jährige Holocaust-Überlebende Esther Bejarano, was in Auschwitz geschah und wie sie das Grauen überleben konnte. Was bedeuten ihr die Gedenkfeierlichkeiten und wie bewertet sie die aktuelle Diskussion über Antisemitismus in Deutschland? Entsteht durch Zuwanderung ein neuer Antisemitismus? Und haben die Deutschen aus der Geschichte gelernt?
Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)
Pressestimmen
FAZ
TV-KRITIK: „ANNE WILL“ :
Feinde der offenen Gesellschaft
Zeitzeugen haben einen unschätzbaren Vorteil: Sie vermitteln Authentizität. Wie das funktioniert, war gestern Abend in Anne Wills Sendung zu erleben. Es ging um das „Holocaust-Gedenken“ und die Frage, „wie antisemitisch ist Deutschland heute?“ Esther Bejarano ist dreiundneunzig Jahre alt und überlebte im Mädchenorchester von Auschwitz das Vernichtungslager. Sie schilderte eindringlich ihre Erlebnisse. Wie sich ihr Vater als „deutscher Patriot“ die Ermordung der Juden nicht vorstellen konnte. Die Deutschen ließen das nicht zu, so meinte er in den 1930iger Jahren. Wie er lieber bei seiner jüdischen Ehefrau blieb als sein eigenes Leben durch Scheidung zu retten.
SpiegelONLINE
"Anne Will"-Talk
Antisemitismus ist eine "kollektive Bewusstseinskrankheit"
Judenhass ist wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen - darin waren sich Anne Wills Gäste einig. Eine Pflicht, KZ-Gedenkstätten zu besuchen, lehnte aber sogar eine Holocaust-Überlebende ab.
t-online.de
Auschwitz-Überlebende bei Anne Will
"Der Antisemitismus war immer da"
Die Auschwitz-Überlebende Bejarano erzählt ihre Geschichte – und zeichnet ein düsteres Bild von der Lage der Juden in Deutschland. Haben die Deutschen aus der Geschichte gelernt?
Kommentare
Willi Berger schrieb am 28.01.2018 22:44 Uhr:
Ich bin schon überrascht wie viele Deutsche Antisemiten sein sollen. Ich habe in meinen 60 Jahren noch keinen einzigen kennengelernt. Lebe ich also in einem anderen Deutschland.
Frank schrieb am 28.01.2018 22:49 Uhr:
Ich kann das alles wirklich nicht mehr hören. Rassismus ist scheiße und Antisemitismus auch. Ich bin 36 Jahre alt und interessiere mich sehr für unsere Geschichte und verurteile was unsere Vorfahren verbrochen haben. Aber ganz ehrlich ich habe einen riesigen Bekanntenkreis und keiner von Ihnen ist antisemitisch und alle sind deutsch. Schaue ich mich aber bei türkisch oder arabisch stämmigen Mitmenschen um sind dort sehr sehr viele antisemitisch. Also bitte sagt doch nicht die Deutschen seien zum Großteil antisemitisch.
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Uschi Karolin Fürstenau schrieb am 29.01.2018 00:27 Uhr:
Lieber Frank, Sie haben zwar vollkommen Recht, aber die Politik will das anders sehen. Und merkt dabei nicht, dass so die wahren Täter noch den Deutschen untergeschoben werden. Was geschehen ist, das war einfach schrecklich, ich habe es in Yad Vashem in Jerusalem gesehen. Aber nur darauf rumreiten und diejenigen nicht erwähnen, die heute vor allem antisemitisch sind, das hilft ja wohl niemandem. Am wenigsten den jetzt lebenden Juden in unserem Land.
Horst Kobi schrieb am 28.01.2018 22:58 Uhr:
Antisemitismus ist eine weit in die Geschichte zurückreichende kulturelle Entwicklung. Martin Luther war ein heftiger Antisemit. Weit vor der Nazizeit wurde von den Konfessionen die Juden verunglimpft. Die Kirchen waren zu der Zeit sehr meinungsbildent und den heutigen Medien vergleichbar. Das zeigt sich auch darin, dass in älteren Schriften der Antisemitismus reichlich zu finden ist. Das Naziregim war dann der Höhepunkt.
Menschen werden bereits im Kindesalter ganz wesentlich geprägt. Warum werden die Kinder nicht bereits im Religionsunterricht aufgeklärt was Juden sind. Bei Jugendlichen ist es oft zu spät.
Religionen sind die Hauptursache der gegenwärtigen Kriege.
Nur Bildung und Aufklärung kann der Menschheit wirklich helfen.
Albrecht Hofmann schrieb am 28.01.2018 23:00 Uhr:
So blind, wie Deutschland auf dem linken Auge ist und mit dem rechten Auge den Antisemitismus überwiegend in der Neonaziszene und bei rechtsextremen Gruppen sieht, weil die meisten antisemitischen Anschläge von ihnen verübt werden, so blind ist die Politik gegenüber der Ausbreitung des politischen Islam, der unterschwellig die Stimmung gegen Israel und Juden - gegen Christen übrigens auch - anheizt. Wenige Politiker haben das erkannt und warnen vor dieser Entwicklung (Spahn, Linnemann usw.).
Burka und Tschador dürfen selbstbewusst getragen werden, seine Identität muss der Jude möglichst verheimlichen.
Diese Tatsache kam zu kurz in der Runde, wahrscheinlich wieder eine Vorsichtsmaßnahme, um sich keine Dikriminierungsvorwürfe einzuhandeln.
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billberger schrieb am 28.01.2018 23:22 Uhr:
Frau Bejarano ist beeindruckend, aber natürlich limitiert in ihrer Sicht der Dinge, was ihr nicht vorzuwerfen ist. Frau Chebli ist sehr jung und schon Staatssekretärin; und das machte sie ganz geschickt:bei m a n c h e n Muslimen gebe es Judenfeindlichkeit. Nein, Frau Chebli, Antisemitismus ist bei muslimischen Einwanderern essentiell! Dem zu begegnen, hätte ich gerne von ihr Konkretes gehört statt der Aufzählung der von ihr geleiteten Arbeitskreise.
Frau Will hakte selbstredend nicht nach.
Michael.U. schrieb am 28.01.2018 23:06 Uhr:
Es vergeht kaum ein Tag indem nicht der jüdische Staat, ohne Widerspruch der Weltgemeinschaft, Verbrechen an den Palästinensern begehen. Darüber wird in den Medien berichtet und daher wirdnahezu zwangsläufig eine Stimmung gegen Israel geschürt. Dies hat aber mit Antisemitismus rein garnichts zu tun. Die Gewalt, ausgehend von hilflosen radikalen Palästinensern, nutzt Israel mit massiver Zerstörung von Häusern, Infrastruktur. Die jüdische Regierung hat an israelfeindlicher Grundstimmung einen erheblichen Anteil. Sie unterstützt die klerikalen Hardliner, setzt mit normativer Kraft Fakten durch Bebauung palästinischer Gebiete, vertrauend auf den Schutz der USA und neuerdings eines schizophrenen amerikanischen Präsidenten. Erst wenn der israelische Staat die illegal bebauten Territorien an die Palästisiner zurückgibt, kann eine Befriedung der Region möglich sein. Aber dann richtet sich die Wut der Kleriker gegen die eigene Regierung..
summerlove schrieb am 28.01.2018 23:47 Uhr:
Ein Schüler wird durch muslimische Klassenkameraden geschlagen und bedroht, worauf kaum eingegangen wurde. Tausende muslimische Bürger demonstrieren in Berlin und anderswo, verbrennen israelische Flaggen und fordern den Tod Israels. Man stelle sich vor , tausende Rechtsextreme würden aufmarschieren und israelische Flaggen verbrennen... Der Aufschrei wäre um ein Vielfaches lauter. Die wirkliche Gefahr ist durch unsere unkontrollierte Flüchtlingspolitik größer geworden und nicht durch die" Menschen, die schon länger hier leben". Und da "niemand erkennen kann, etwas falsch gemacht zu haben", sehe ich große Probleme auf uns zukommen. Die Migranten kommen aus Ländern, welche allsamt juden - bzw. israelfeindlich sind. Ich verabscheue jeglichen Extremismus und Antisemitismus und weiß mich damit im Einklang mit meinem sozialen Umfeld. Wenn man jedoch auch diesmal wieder nicht die wikliche Gefahr für unser Zusammenleben erkennt und nur auf die Nazi - und AfD - Keule setzt, so erübrigt sich ein Anschauen dieser Sendung. Und das passiert mir leider immer öfter: Man weiß anhand der Diskutanten vorher schon, in welche Richtung getalkt wird.
Gregor Rosenbaum schrieb am 29.01.2018 02:01 Uhr:
Tempel und Synagogen der Juden wurden 1938 von den Nazis zerstört. Was jetzt? Jetzt melden uns die Medien gerade, dass die Türkei die Hetiter-Tempel "Ain Dara" im Süden von Afrin zerbombt hat. Die Türkei hat also älteste Zeugnisse der Weltgeschichte am Tag der Befreiung von Auschwitz zerbombt. Und zeitgleich mit der Befreiung von Auschwitz ermorden die deutschen Panzer in Afrin die kleinen Kurdenkinder. Merkt dennn eigentlich niemand den Irrsinn? Sind wir völlig geisteskrank?
M.Jopp schrieb am 29.01.2018 19:33 Uhr:
Sehr geehrte Frau Will. Frau Bejarano hat Ursachen benannt, warum nach den schrecklichen Jahren des Mordens der Antisemitismus in der alten Bundesrepublik nicht entscheidend zurückgedrängt werden konnte. Adenauer brauchte und wollte Nazis im kalten Krieg. Und sie saßen an wichtigen Stellen, in Ministerien, in der Justiz, in den Schulen, in der Führung der Bundeswehr, in Polizei und Geheimdiensten. Das erzeugte Kopfnicken bei mindestens zweien Ihrer Gäste. Warum ging die CDU Politikerin darauf nicht ein? Adenauer war doch ein CDU Kanzler. Darüber muss gesprochen werden. Darüber, dass eben die 68 er es nicht oder zu wenig geschafft haben, gegen diese Gesinnung eine in der Gesellschaft fest verankerte Überzeugung entwickeln zu helfen und dass das Herrn Dobrint z.B. noch als zu radikal erscheint. Mein Vater sagte mir fast genau die gleichen Worte: „Wir konnten uns nicht vorstellen, dass die SA als Hilfspolizei einfach auf der Straße jemanden – meist Kommunisten und Sozialdemokraten und deren Sympathisanten- erschießen konnte oder jemanden in einen Hausflur zerren konnte und dort erschlagen konnte, einfach so, am hellerlichten Tag, beginnend im Februar 1933.“ Vom ersten Tage an wurde gemordet, nicht erst nach vielleicht einer „Zeit der Verrohung “, mit und ohne Todesurteil. Und es war „Otto Normalverbraucher“, der da mordete. Dass das nicht vergessen wird und immer wieder hinterfragt werden muss, dazu hat die Sendung beigetragen und deshalb danke ich Ihnen und Frau Bejarano.
Klaus Winkler schrieb am 29.01.2018 19:23 Uhr:
Ich halte die Aussagen hinsichtlich antisemitischer Einstellung der Deutschen für nicht nachvollziehbar die in der Sendung getätigt wurden. Und gleichfalls halte ich die Zahl der kriminellen Delikte lt. Statistik ebenfalls für restlos übertrieben. Es wird hier offenbar jede Kleinigkeit zum Kriminalfall erhoben. Ich lebe seit über 60 Jahren direkt neben einer 40000 Einwohner Stadt und bin dort sehr oft.
Noch nie ist mir dort was judenfeindliches aufgefallen. Linke Schmierereien dafür jede Menge. In der örtlichen Zeitung wird der Kriminalbericht der Polizei jeden Tag eins zu eins veröffentlicht. Nie war da was judenfeindliches in 60 Jahren. Das ist doch eine Gespensterdiskussion. Offenbar sind linksgrüne Kreise daran interessiert diese Gespensterdiskussion die ihnen reinläuft weiter zu befeuern.
Mag sein, daß es eine gewisse Zeit nach dem Krieg noch viele gab die Ressentiments hatten. Aber die jüngere Generation hat ganz andere Sorgen als sich mit diesen alten Kamellen abzugeben und ist sowieso überwiegend politisch desorientiert. Wie es bei unseren Migranten aussieht kann man als Normalbürger kaum beurteilen. Deren Antisemitismus auch wenn wohl anders motiviert ist brauchen wir uns wirklich nicht anrechnen zu lassen.
Falls es hier ein veritables Problem gibt haben unsere Befürworter der unbegrenzten Einwanderung aber einen schweren Erklärungsbedarf.
Robert Kroiß schrieb am 30.01.2018 13:21 Uhr:
Türkische Panzer mit deutschem Migrationshintergrund rollen aktuell derzeit wieder. Und wir wundern uns, dass „wir“ aus der „deutschen“ Geschichte nichts gelernt haben?! Wirkung und Ursache???!
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Anonymus schrieb am 30.01.2018 17:07 Uhr:
und das ist die Doppelzüngigkeit - leider auch in der Demokratie -, die ich ablehne.
Wie gehabt, sie predigten öffentlich Wasser und tranken heimlich Wein !
