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Mittwoch, 31. Januar 2018

Anne Will 28.01.2018 - Holocaust-Gedenken - wie antisemitisch ist Deutschland heute?


Sendung am 28. Januar 2018 | 21:45 Uhr
Holocaust-Gedenken -
wie antisemitisch ist Deutschland heute?

Foto: Screenshots
    die Gäste im Studio

  • Julius H. Schoeps
    Historiker und Politikwissenschaftler
  • Sawsan Chebli (SPD)
    Berlins Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales
  • Wenzel Michalski
    Direktor Human Rights Watch Deutschland
  • Esther Bejarano
    Künstlerin und Auschwitz-Überlebende
  • Monika Grütters (CDU)
    Staatsministerin für Kultur und Medien

In diesen Tagen wird in Deutschland der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Bei Anne Will berichtet die 93-jährige Holocaust-Überlebende Esther Bejarano, was in Auschwitz geschah und wie sie das Grauen überleben konnte. Was bedeuten ihr die Gedenkfeierlichkeiten und wie bewertet sie die aktuelle Diskussion über Antisemitismus in Deutschland? Entsteht durch Zuwanderung ein neuer Antisemitismus? Und haben die Deutschen aus der Geschichte gelernt?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)

Pressestimmen

FAZ
TV-KRITIK: „ANNE WILL“ :
Feinde der offenen Gesellschaft
Zeitzeugen haben einen unschätzbaren Vorteil: Sie vermitteln Authentizität. Wie das funktioniert, war gestern Abend in Anne Wills Sendung zu erleben. Es ging um das „Holocaust-Gedenken“ und die Frage, „wie antisemitisch ist Deutschland heute?“ Esther Bejarano ist dreiundneunzig Jahre alt und überlebte im Mädchenorchester von Auschwitz das Vernichtungslager. Sie schilderte eindringlich ihre Erlebnisse. Wie sich ihr Vater als „deutscher Patriot“ die Ermordung der Juden nicht vorstellen konnte. Die Deutschen ließen das nicht zu, so meinte er in den 1930iger Jahren. Wie er lieber bei seiner jüdischen Ehefrau blieb als sein eigenes Leben durch Scheidung zu retten.

SpiegelONLINE
"Anne Will"-Talk
Antisemitismus ist eine "kollektive Bewusstseinskrankheit"
Judenhass ist wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen - darin waren sich Anne Wills Gäste einig. Eine Pflicht, KZ-Gedenkstätten zu besuchen, lehnte aber sogar eine Holocaust-Überlebende ab.

t-online.de
Auschwitz-Überlebende bei Anne Will
"Der Antisemitismus war immer da"
Die Auschwitz-Überlebende Bejarano erzählt ihre Geschichte – und zeichnet ein düsteres Bild von der Lage der Juden in Deutschland. Haben die Deutschen aus der Geschichte gelernt?

Kommentare

Willi Berger schrieb am 28.01.2018 22:44 Uhr:
Ich bin schon überrascht wie viele Deutsche Antisemiten sein sollen. Ich habe in meinen 60 Jahren noch keinen einzigen kennengelernt. Lebe ich also in einem anderen Deutschland.

Frank schrieb am 28.01.2018 22:49 Uhr:
Ich kann das alles wirklich nicht mehr hören. Rassismus ist scheiße und Antisemitismus auch. Ich bin 36 Jahre alt und interessiere mich sehr für unsere Geschichte und verurteile was unsere Vorfahren verbrochen haben. Aber ganz ehrlich ich habe einen riesigen Bekanntenkreis und keiner von Ihnen ist antisemitisch und alle sind deutsch. Schaue ich mich aber bei türkisch oder arabisch stämmigen Mitmenschen um sind dort sehr sehr viele antisemitisch. Also bitte sagt doch nicht die Deutschen seien zum Großteil antisemitisch.

    Uschi Karolin Fürstenau schrieb am 29.01.2018 00:27 Uhr:
    Lieber Frank, Sie haben zwar vollkommen Recht, aber die Politik will das anders sehen. Und merkt dabei nicht, dass so die wahren Täter noch den Deutschen untergeschoben werden. Was geschehen ist, das war einfach schrecklich, ich habe es in Yad Vashem in Jerusalem gesehen. Aber nur darauf rumreiten und diejenigen nicht erwähnen, die heute vor allem antisemitisch sind, das hilft ja wohl niemandem. Am wenigsten den jetzt lebenden Juden in unserem Land.

Horst Kobi schrieb am 28.01.2018 22:58 Uhr:
Antisemitismus ist eine weit in die Geschichte zurückreichende kulturelle Entwicklung. Martin Luther war ein heftiger Antisemit. Weit vor der Nazizeit wurde von den Konfessionen die Juden verunglimpft. Die Kirchen waren zu der Zeit sehr meinungsbildent und den heutigen Medien vergleichbar. Das zeigt sich auch darin, dass in älteren Schriften der Antisemitismus reichlich zu finden ist. Das Naziregim war dann der Höhepunkt.
Menschen werden bereits im Kindesalter ganz wesentlich geprägt. Warum werden die Kinder nicht bereits im Religionsunterricht aufgeklärt was Juden sind. Bei Jugendlichen ist es oft zu spät.
Religionen sind die Hauptursache der gegenwärtigen Kriege.
Nur Bildung und Aufklärung kann der Menschheit wirklich helfen.

Albrecht Hofmann schrieb am 28.01.2018 23:00 Uhr:
So blind, wie Deutschland auf dem linken Auge ist und mit dem rechten Auge den Antisemitismus überwiegend in der Neonaziszene und bei rechtsextremen Gruppen sieht, weil die meisten antisemitischen Anschläge von ihnen verübt werden, so blind ist die Politik gegenüber der Ausbreitung des politischen Islam, der unterschwellig die Stimmung gegen Israel und Juden - gegen Christen übrigens auch - anheizt. Wenige Politiker haben das erkannt und warnen vor dieser Entwicklung (Spahn, Linnemann usw.).
Burka und Tschador dürfen selbstbewusst getragen werden, seine Identität muss der Jude möglichst verheimlichen.
Diese Tatsache kam zu kurz in der Runde, wahrscheinlich wieder eine Vorsichtsmaßnahme, um sich keine Dikriminierungsvorwürfe einzuhandeln.

    billberger schrieb am 28.01.2018 23:22 Uhr:
    Frau Bejarano ist beeindruckend, aber natürlich limitiert in ihrer Sicht der Dinge, was ihr nicht vorzuwerfen ist. Frau Chebli ist sehr jung und schon Staatssekretärin; und das machte sie ganz geschickt:bei m a n c h e n Muslimen gebe es Judenfeindlichkeit. Nein, Frau Chebli, Antisemitismus ist bei muslimischen Einwanderern essentiell! Dem zu begegnen, hätte ich gerne von ihr Konkretes gehört statt der Aufzählung der von ihr geleiteten Arbeitskreise.
    Frau Will hakte selbstredend nicht nach.

Michael.U. schrieb am 28.01.2018 23:06 Uhr:
Es vergeht kaum ein Tag indem nicht der jüdische Staat, ohne Widerspruch der Weltgemeinschaft, Verbrechen an den Palästinensern begehen. Darüber wird in den Medien berichtet und daher wirdnahezu zwangsläufig eine Stimmung gegen Israel geschürt. Dies hat aber mit Antisemitismus rein garnichts zu tun. Die Gewalt, ausgehend von hilflosen radikalen Palästinensern, nutzt Israel mit massiver Zerstörung von Häusern, Infrastruktur. Die jüdische Regierung hat an israelfeindlicher Grundstimmung einen erheblichen Anteil. Sie unterstützt die klerikalen Hardliner, setzt mit normativer Kraft Fakten durch Bebauung palästinischer Gebiete, vertrauend auf den Schutz der USA und neuerdings eines schizophrenen amerikanischen Präsidenten. Erst wenn der israelische Staat die illegal bebauten Territorien an die Palästisiner zurückgibt, kann eine Befriedung der Region möglich sein. Aber dann richtet sich die Wut der Kleriker gegen die eigene Regierung..

summerlove schrieb am 28.01.2018 23:47 Uhr:
Ein Schüler wird durch muslimische Klassenkameraden geschlagen und bedroht, worauf kaum eingegangen wurde. Tausende muslimische Bürger demonstrieren in Berlin und anderswo, verbrennen israelische Flaggen und fordern den Tod Israels. Man stelle sich vor , tausende Rechtsextreme würden aufmarschieren und israelische Flaggen verbrennen... Der Aufschrei wäre um ein Vielfaches lauter. Die wirkliche Gefahr ist durch unsere unkontrollierte Flüchtlingspolitik größer geworden und nicht durch die" Menschen, die schon länger hier leben". Und da "niemand erkennen kann, etwas falsch gemacht zu haben", sehe ich große Probleme auf uns zukommen. Die Migranten kommen aus Ländern, welche allsamt juden - bzw. israelfeindlich sind. Ich verabscheue jeglichen Extremismus und Antisemitismus und weiß mich damit im Einklang mit meinem sozialen Umfeld. Wenn man jedoch auch diesmal wieder nicht die wikliche Gefahr für unser Zusammenleben erkennt und nur auf die Nazi - und AfD - Keule setzt, so erübrigt sich ein Anschauen dieser Sendung. Und das passiert mir leider immer öfter: Man weiß anhand der Diskutanten vorher schon, in welche Richtung getalkt wird.

Gregor Rosenbaum schrieb am 29.01.2018 02:01 Uhr:
Tempel und Synagogen der Juden wurden 1938 von den Nazis zerstört. Was jetzt? Jetzt melden uns die Medien gerade, dass die Türkei die Hetiter-Tempel "Ain Dara" im Süden von Afrin zerbombt hat. Die Türkei hat also älteste Zeugnisse der Weltgeschichte am Tag der Befreiung von Auschwitz zerbombt. Und zeitgleich mit der Befreiung von Auschwitz ermorden die deutschen Panzer in Afrin die kleinen Kurdenkinder. Merkt dennn eigentlich niemand den Irrsinn? Sind wir völlig geisteskrank?

M.Jopp schrieb am 29.01.2018 19:33 Uhr:
Sehr geehrte Frau Will. Frau Bejarano hat Ursachen benannt, warum nach den schrecklichen Jahren des Mordens der Antisemitismus in der alten Bundesrepublik nicht entscheidend zurückgedrängt werden konnte. Adenauer brauchte und wollte Nazis im kalten Krieg. Und sie saßen an wichtigen Stellen, in Ministerien, in der Justiz, in den Schulen, in der Führung der Bundeswehr, in Polizei und Geheimdiensten. Das erzeugte Kopfnicken bei mindestens zweien Ihrer Gäste. Warum ging die CDU Politikerin darauf nicht ein? Adenauer war doch ein CDU Kanzler. Darüber muss gesprochen werden. Darüber, dass eben die 68 er es nicht oder zu wenig geschafft haben, gegen diese Gesinnung eine in der Gesellschaft fest verankerte Überzeugung entwickeln zu helfen und dass das Herrn Dobrint z.B. noch als zu radikal erscheint. Mein Vater sagte mir fast genau die gleichen Worte: „Wir konnten uns nicht vorstellen, dass die SA als Hilfspolizei einfach auf der Straße jemanden – meist Kommunisten und Sozialdemokraten und deren Sympathisanten- erschießen konnte oder jemanden in einen Hausflur zerren konnte und dort erschlagen konnte, einfach so, am hellerlichten Tag, beginnend im Februar 1933.“ Vom ersten Tage an wurde gemordet, nicht erst nach vielleicht einer „Zeit der Verrohung “, mit und ohne Todesurteil. Und es war „Otto Normalverbraucher“, der da mordete. Dass das nicht vergessen wird und immer wieder hinterfragt werden muss, dazu hat die Sendung beigetragen und deshalb danke ich Ihnen und Frau Bejarano.

Klaus Winkler schrieb am 29.01.2018 19:23 Uhr:
Ich halte die Aussagen hinsichtlich antisemitischer Einstellung der Deutschen für nicht nachvollziehbar die in der Sendung getätigt wurden. Und gleichfalls halte ich die Zahl der kriminellen Delikte lt. Statistik ebenfalls für restlos übertrieben. Es wird hier offenbar jede Kleinigkeit zum Kriminalfall erhoben. Ich lebe seit über 60 Jahren direkt neben einer 40000 Einwohner Stadt und bin dort sehr oft.
Noch nie ist mir dort was judenfeindliches aufgefallen. Linke Schmierereien dafür jede Menge. In der örtlichen Zeitung wird der Kriminalbericht der Polizei jeden Tag eins zu eins veröffentlicht. Nie war da was judenfeindliches in 60 Jahren. Das ist doch eine Gespensterdiskussion. Offenbar sind linksgrüne Kreise daran interessiert diese Gespensterdiskussion die ihnen reinläuft weiter zu befeuern.
Mag sein, daß es eine gewisse Zeit nach dem Krieg noch viele gab die Ressentiments hatten. Aber die jüngere Generation hat ganz andere Sorgen als sich mit diesen alten Kamellen abzugeben und ist sowieso überwiegend politisch desorientiert. Wie es bei unseren Migranten aussieht kann man als Normalbürger kaum beurteilen. Deren Antisemitismus auch wenn wohl anders motiviert ist brauchen wir uns wirklich nicht anrechnen zu lassen.
Falls es hier ein veritables Problem gibt haben unsere Befürworter der unbegrenzten Einwanderung aber einen schweren Erklärungsbedarf.

Robert Kroiß schrieb am 30.01.2018 13:21 Uhr:
Türkische Panzer mit deutschem Migrationshintergrund rollen aktuell derzeit wieder. Und wir wundern uns, dass „wir“ aus der „deutschen“ Geschichte nichts gelernt haben?! Wirkung und Ursache???!

    Anonymus schrieb am 30.01.2018 17:07 Uhr:
    und das ist die Doppelzüngigkeit - leider auch in der Demokratie -, die ich ablehne.
    Wie gehabt, sie predigten öffentlich Wasser und tranken heimlich Wein !


Donnerstag, 12. Januar 2017

Warum verweigert der Bundestag den Anschlagopfern das Gedenken?

Thema: Terroranschlag Berlin

Bundestag verweigert Berliner Anschlagsopfern das Gedenken
Historiker fragt: „Warum?“

Der Bundestag will keine Gedenkzeremonie für die Opfer des Berliner LKW-Anschlags abhalten. Ein Hamburger Historiker nahm dies zum Anlass, per Brief an Parlamentspräsident Dr. Norbert Lammert zu appellieren. EPOCH TIMES veröffentlicht sein Schreiben im Wortlaut.

Offizielles Gedenken nach einem Terroranschlag: In westlich-demokratischen Ländern eine Selbstverständlichkeit. Nicht aber in Deutschland. Der Deutsche Bundestag beabsichtigt keine Zeremonie für die Opfer des Berliner Weihnachtsmarkt-Attentats. Folgenden Brief sandte der Hamburger Autor und Historiker Michael den Hoet deshalb an den Präsidenten des Bundestages, Dr. Norbert Lammert.


Hoch verehrter Herr Dr. Lammert,

zunächst einmal: Ihnen die besten Wünsche für 2017!

Am 30.12.2016 wurde der beim Terroranschlag von Berlin ermordete LKW-Fahrer Lukasz Urban (+ 37) in seiner polnischen Heimat beerdigt. Sein ganzes Heimatland nahm Anteil. Staatspräsident Andrzej Duda kniete vor dem Sarg. In ganz Polen betätigten Berufskollegen des Getöteten um 12 Uhr die Hupen ihrer Lastwagen.

Als der Sarg der getöteten Italienerin Fabrizia di Lorenzo (+ 31) mit einem Militärflugzeug auf dem Flughafen Ciampino bei Rom eintraf, waren der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella und Verteidigungsministerin Roberta Pinotti zugegen. Ministerpräsident Paolo Gentiloni veröffentlichte eine persönliche Beileidserklärung an die Familie.

In Israel wurde das Leben der 60 Jahre alt gewordenen Daliya Eliakim öffentlich gewürdigt, während ihr Mann Rami in einem Berliner Krankenhaus ums Überleben kämpfte. Staatspräsident Reuven Rivlin hatte die traurige Nachricht ihres Todes öffentlich verkündet, verbunden mit mitfühlenden Worten für die anderen Opfer und das vom Terror getroffene Deutschland.

Unsere Partnerländer Polen, Italien und Israel suggerieren mit ihrer Haltung zu den Terroropfern: Jeder einzelne Mensch zählt!

Bei unserem Nachbarn Frankreich zeigten Staat und Bevölkerung nach den Terrorschlägen in Paris 2015 und Nizza 2016 Flagge. Millionen Menschen demonstrierten auf den Straßen für westlich-freiheitliche Werte und zeigten: Wir lassen uns durch Terror nicht beugen!

Und wie verhält sich Deutschland?

Es befremdet mich zutiefst, dass wir einerseits ständig Bilder mit der Visage des Terroristen A. in Fernsehen, Zeitungen und Online-Medien vorgesetzt bekommen, aber andererseits das Volk nichts über die deutschen Opfer der Terrorkatastrophe von Berlin erfahren soll: Keine Gesichter, keine Namen, keine Berichte über die Lücken, die sie in ihren Umgebungen hinterlassen oder was sie mit ihren Leben in unserer Gesellschaft bewirkt haben. Ich habe dazu auch einen Blogbeitrag veröffentlicht: „Gebt den deutschen Terroropfern ein Gesicht!“

Gerne würde ich – wie viele andere deutsche Bürger auch – ein Zeichen des Mitgefühls setzen und den Hinterbliebenen zeigen: Wir stehen euch bei! Eure Toten werden nicht vergessen! Aber wie soll das gehen, wenn die Getöteten so konsequent anonymisiert werden und Staatsorgane nicht zu Trauerkundgebungen aufrufen? Verdienen nicht gerade jetzt die Familien der aus unserer Mitte Gerissenen die besondere Solidarität von Gesellschaft UND Staatsorganen?

Sehr traurig, ja: empört macht es mich zu lesen, dass der Bundestag auch nach Ablauf der Winterpause KEINE Gedenkzeremonie für die Ermordeten, Hinterbliebenen und schwer Verletzten abzuhalten beabsichtigt.

Das ist, angesichts der Bedeutung des gegen unser Land und unserer Werte gerichteten Terrorverbrechens, kalt und unwürdig!

Ich höre und lese dazu in meiner Umgebung kritische, empörte, sogar zynische Fragen: Sind es uns die Opfer nicht wert, dass wir ihrer gedenken? Waren es nicht genug Tote auf einmal? Möchte die Regierung einer unbequemen, politisch ungewollten Debatte ausweichen über mutmaßliches Sicherheitsversagen im Zusammenhang mit der generösen Willkommenspolitik gegenüber Schutz Suchenden – die man den Opfern schuldig wäre?
Wird ohnehin mit mehr und regelmäßigen Opfern bei künftigen Terroranschlägen in Deutschland gerechnet?

Oder verdrängen die Deutschen die gestiegene Terrorgefahr hierzulande – im Gegensatz zum Beispiel Israel – deswegen, „weil es hier noch ‚Nie wieder Täter‘ heißt, in Israel dagegen ‚Nie wieder Opfer’“ – wie es der aus Berlin stammende israelische Sicherheitsexperte Arye Sharuz Shalicar in einem Interview ausdrückte?

Gerade Sie, sehr verehrter Dr. Lammert, haben mit ausgezeichneten Ansprachen anlässlich der jährlich am 27. Januar stattfindenden Holocaust-Gendenktage im Deutschen Bundestag dem Volk immer wieder die große moralische Kraft eines würdigen Erinnerns vor Augen geführt. Aber die Lehren der Vergangenheit wach halten, das schließt auch ein: Sie – mit Blick auf die Zukunft – in der Gegenwart anzuwenden. Wir dürfen uns vor einer Menschen und Demokratie verachtenden Ideologie von radikalislamistischen Terroristen nicht klein machen! Wir müssen potenzielle Terroristen stoppen!

Die Kraft des Mitgefühls für Terroropfer und Angehörige: Sie ist es, was einer aufgeklärten Gesellschaft die Kraft und den Mut gibt, der Drohung von Terror und Gewalt zu trotzen sowie für unsere gewachsenen, freiheitlichen Werte einzustehen. Verdrängung und etwaige politische Ablenkungsmanöver aber bewirken das Gegenteil.

Daher bitte ich Sie, den Präsidenten des Deutschen Bundestages, inständig: Setzen Sie sich für ein würdiges Gedenken für die Opfer des Breitscheidplatz-Terrorverbrechens im Deutschen Bundestag und anderswo ein.

Vielen Dank.

Mit vorzüglicher Hochachtung
Michael den Hoet, Hamburg

Mit freundlicher Genehmigung von EpochTimes.de

Sonntag, 10. Mai 2015

Der Premier der Ukraine "Jaz" Janzenjuk blamiert sich so gut er kann

Thema: Kalter Krieg

"Ruhm der Ukraine!" 
Jazenjuk:
Gehässige Ausfälle gegen Russland zum Weltkrieg-Gedenken


Während sich Deutschland und Russland um eine Entspannung in der Ukraine-Krise bemühen, fällt der von den USA ausgewählte Premier Jazenjuk durch besondere Gehässigkeiten gegen die Russen auf: Er liefert militanten Nationalismus in Reinkultur.


Janzenjuk 2014 bei der standesgemäßen Begrüßung seiner Gesinnungsgenossen auf dem Maidan bevor er von den USA zum Premierminister auserwählt wurde. Neben ihm Merkels Favorit Klitschko, dem sie als Trostpreis das Amt des Bürgermeisters von Kiew zugestanden - Foto: Internet
Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk hat Russland zum 70. Jahrestag des Kriegsendes eine verbrecherische Politik vorgeworfen. Russland beanspruche nicht nur den Sieg gegen Hitler für sich allein, behauptete der Politiker am Freitag. Das Nachbarland führe zudem im Donbass heute einen Krieg gegen die Ukraine. Das sei ein «historisches Verbrechen», sagte Jazenjuk. Die Ex-Sowjetrepublik gedachte erstmals am 8. Mai des Kriegsendes von 1945. Am 9. Mai wird auch der Tag des Sieges über Hitler gefeiert.

«Der Sieg über den Nationalsozialismus brachte auch unserem Volk keine Freiheit», sagte Jazenjuk. Wie ganz Osteuropa habe die Ukraine unter «sowjetischer Okkupation, Totalitarismus» gelitten. Darüber, dass die sowjetische Führung zu großen Teilen auch aus Ukrainern bestand, sagte der Regierungschef nichts.

Mit Blick auf den Konflikt in dem von Rebellen teilweise kontrollierten Ostukraine sagte Jazenjuk: «Wir haben unsere Heimaterde damals verteidigt, wir verteidigen unser Land heute. Wir haben damals gesiegt, wir werden heute siegen! Ruhm der Ukraine! Ehre den Helden!» Die Ukraine habe im Zweiten Weltkrieg 14 Millionen Menschen verloren, sagte Jazenjuk. Russland begeht offiziell den Sieg der Sowjetvölker und unterscheidet dabei nicht nach Nationalitäten.
Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Kommentare

r3digo sagt:
einfach nicht ernstnehmen

Otto sagt:
Vom Rechtspopulisten Jazenjuk, von Amerikas Gnaden, kann nichts anderes erwartet werden. Nur daß die EU mit viel Geld solche Typen noch stützt ist unglaublich, besonders ärgerlich ist, wenn er immer auf Betteltour in Berlin und in der EU aufschlägt.

Bruno sagt:
Jazenjuk ist an Dummheit nicht zu übertreffen,traurig ist aber,dass deutsche Politiker diesen Mann bei jeder Gelegenheit die Hand schütteln und ihm deutsche Steuergelder in den Ar… schieben.Auch im westlichen Teil der Ukraine wird sich nach und nach die Erkenntnis durchsetzen,dass es mit den Russen,den Menschen im Lande, besser gehen würde,wie mit den jetzigen Machthabern,gegen die Russen.Der Osten des Landes ist für immer verloren,genau so wie die Krim.Jeder militärischer Versuch das zu ändern,wäre tödlich,wahrscheinlich auch für Deutschland.

Redneck sagt:
Aus der Ukraine einen Truppenübungsplatz machen. Dann wären die Millionen aus europäischen Steuergeldern gut angelegt.

F16 sagt:
An @ ahof
Kommisch, über Diktatur-Putins Konto, mit einem Guthaben von 17 Milliarden(170000000000 Dollar) scheinen nichts zu wissen oder nichts zu wissen wollen.

OlafO sagt:
da muß “Forbes” seine Liste der Reichsten der Welt aber komplett umschreiben…:-))

Bruder Theodor sagt:
Deswegen sind die West-Ukrainer so aufgekratzt, weil sie über die Reden scharf gemacht werden. Die plappern alle unisono diese Worte von Jazenuk nach, ohne sich einen eigenen Gedanken gemacht zu haben. Stalins Verbrechen werden herangezogen, als passierten sie heute. Plan der USA, der hinter den Reden steckt. Wie George Friedman sagte, die USA sichern sich ihren imperialen Anspruch, indem sie die Stämme und Ethnien gegeneinander hetzten. Wer sich aufhetzen läßt, ist der Dumme. 93% der Krim-Bewohner sind laut Umfrage aus dem Februar 2104 ganz glücklich mit ihrer Annexion: http://www.globalresearch.ca/the-annexation-of-crimea-to-russia-opinion-poll/5430781 50-80% je nach Quelle, der 2014 auf der Krim stationierten ukrainischen Soldaten waren zur russischen Armee übergelaufen.

Bruder Theodor sagt:
Korrektur: Laut Umfrage Februar 2015.

r3digo sagt:
mir macht es angst, dass die menschen so leicht zu manipulieren sind. wir deutsche müssten aufgrund unserer geschichte es besser durchschauen können, was bild und co erreichen wollen…

Peters sagt:
Die Nationalsozialisten waren auch in der Ukraine und haben dort Tausende von Ukrainer getötet. Aber daran scheint sich der “glühende Patriot” Jazenjuk, der kürzlich einen kanadischen Pass beantragt hat, nicht mehr zu erinnern.

tywubak sagt:
In der Ukraine nicht´s Neues. Dumm geboren und nicht viel dazugelernt.
Jaz macht halt das was er am besten kann. Geschichtskenntnisse? brauch er nicht.
Das in der Sowjetregierung auch viele Ukrainer sassen, unwichtig, waren eben auch “Russen”. Der eine davon hat eben mal so die Krim verschenkt, als wäre es eine Schachtel Pralinen, egal. Ein anderer aus aus der Zeit des II WK, den man heute huldigt und zu einer Ikone hochstilisiert, hat die eigene Bevölkerung drangsaliert und ermordet. Die tausende Tote kann man schnell auch noch den Russen in die Schuhe schieben. Waren die nicht eigentlich auch daran schuld, wie konnten die auch die Deutschen aus der Ukraine jagen, wo es doch mit denen so schön war?
So lange die Milliarden sprudeln wird sich daran auch nichts ändern. EU sei Dank!

Flower Power sagt:
Häh, Krieg in der Ukraine? Wo? Neurussland gab es schon Jahrhunderte bevor Lenin daraus die Ostukraine machte, aber diese geschichtliche Tatsache wird einfach ignoriert.
Die Krim wurde durch unsere deutsche Zarin Katharina die Große im Jahre 1783 russisch gemacht. Doch im Jahre 1954 kam Stalins Hofnarr Chruschtschow auf die Idee die Insel obwohl fast nur russisch bewohnt an die Ukraine zu VERSCHENKEN. Aber auch das hat die Ukraine vergessen und glaubt an die Phantasterei das die Krim schon immer ukrainisch war. Wenn man also die Geschichte berücksichtigt und das sollte man bei Gebietsstreitgkeiten unbedingt tun hat nicht Russland die Ukraine angegriffen sondern umgekehrt. Will der Jatze Mitleid? der Georgier Stalin hat 20 Millionen Russen umgebracht.Auch die Russen mussten unter ihm leiden

Fischer Theo sagt:
Ein Scharfmacher par excellence dieser Jazenjuk. Unglaublich wieviel Schrott der Regierungschef der Ukraine von sich gibt und in gewohnter Manier gegen Russland hetzt. Und so ein pietätloser Mistkerl wird im Westen hofiert und verhätschelt. Bitte Deutschland, dreht der Ukraine den Geldhahn zu! Jazenjuk, dieser Kriegstreiber und Lügner soll bei den USA, die für das ganze Chaos ih seinem Land verantwortlich sind, betteln gehen. Er wurde ja auch von denen eingesetzt.
Europa MUSS sich aus diesem Konflikt raushalten und sich NUR für Friedensgespräche engagieren.
Der Dritte Weltkrieg muss auf jeden Fall verhndert werden.

So-so.... sagt:
“Wie ganz Osteuropa habe die Ukraine unter «sowjetischer Okkupation, Totalitarismus» gelitten. Darüber, dass die sowjetische Führung zu großen Teilen auch aus Ukrainern bestand, sagte der Regierungschef nichts.”
Chruschtschov (Staatsoberhaupt der Udssr und selbst Ukrainer!) hat 1954 die Krim an die Ukraine verschenkt. Von heute auf morgen. Ohne Abstimmung. Die mehrheitlich russische Bevölkerung der Krim hat davon aus den Medien erfahren…
Unter Okkupation stelle ich mir was anderes vor!
Außerdem hatte die Ukraine in der Sowjetunion die beste Zeit ihrer Geschichte. Und wurde allen Republiken bevorzugt.
Alles Heuhelei!

gysiwesterwelle sagt:
Die beste Zeit hatte die Ukraine in der Sowjetunion wohl beileibe NICHT!
Der Holodomor (Hunger-Holocaust) als Begriff sollte dafür stehen, und ist wohl auch komplett umunstritten.
Leider denke ich eher, dass die Ukraine in der Sowjetunion die schlechteste Zeit hatte

lasa sagt:
Ukraine und Georgien wurden unter Sovjetischer Okkupation immer bevorzugt. Ich wohnte dort, ich weis, wovon ich rede

Ekkehardt Fritz Beyer sagt:
«Der Sieg über den Nationalsozialismus brachte auch unserem Volk keine Freiheit», sagte Jazenjuk.“
Wie recht der Mann hat!!! Aber nicht “nur für ihn”(?) noch besser: Das Nazitum wurde durch ihn, den Poroschenko und letztlich auch die Dr. Merkel u. ihr Team – im Auftrag der USA – nach 69 Jahren Frieden wieder eingeführt. Darin sehe „ich“ ein historisches Verbrechen!!!
Während Russland tatsächlich um eine Entspannung in der Ukraine-Krise kämpft, denke ich, dass die bzgl. Bemühungen Deutschlands nur einer Alibifunktion dienen.
Denn wenn die Dr. Merkel vor jeder wichtigen politischen Entscheidung erst Washingtons befragen „muss“, dann wird sie – bei den Interessen der Amis an der Ukraine und Russland – diese Genehmigung nie bekommen!!!