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Montag, 1. Oktober 2018

Das ominöse „Maaßen-Hetzjagd-Ding“

oder: der Sieg der Meinungsdiktatur unter dem Beifall der Masse, weil sie es für einen Sieg der Demokratie hält.
Ein Kommentar von Bodo Schickentanz.
Tagesdosis 29.9.2018

Thema: Maaßen


KenFM
Am 29.09.2018 veröffentlicht

Es liegt mir fern die Person Hans-Georg Maaßen zu verteidigen, denn er hat in seiner politischen Laufbahn genug Schaden angerichtet, der ihn in meinen Augen diskreditiert- ganz vorne weg der Fall "Murad Kurnaz" und noch einige andere Dinge, die nicht weniger umstritten sind. Dennoch muss ich hier, in gewisser Weise, eine Lanze für ihn brechen. Oder sagen wir besser: ich möchte die Vorgänge mal entzerren, soweit das möglich ist, denn es sind wieder mal Tatsachen geschaffen worden, deren Folgen noch gar nicht absehbar sind.

Spulen wir das Band noch mal ein wenig zurück. Womit fing denn diese Scharade rund um Maaßen an? Eigentlich fing das Ganze mit einem tragischen Tod eines Menschen an, der fortan von allen Seiten für eine Reihe von Ereignissen instrumentalisiert wurde, die sehr schnell schon in keinerlei Relation mehr zu dieser Tat standen und ein komplettes Eigenleben entwickelten. Ganz vorne weg die angeblichen „Hetzjagden“ in Chemnitz, eine davon festgehalten in einem Handy-Video, veröffentlicht von der Antifa und geradezu dankbar aufgegriffen von unseren Medien. Zu diesem Video und damit der ganzen Causa Chemnitz äusserte Maaßen in einem Interview mit der Bild-Zeitung Zweifel. Und, als wäre der ganze Hype um Chemnitz nicht schon übertrieben genug, im Zuge dieses Interviews bekamen wir dann eine Medien-Farce geboten, die eine politische Farce zur Folge hatte, die sich kein noch so zugekiffter Groschenroman-Autor hätte ausdenken können.

Das Bild-Zeitungs-Interview war das letzte Mal, dass jemand mit Hans-Georg Maaßen gesprochen hat. Ab diesem Zeitpunkt wurde nur noch über ihn gesprochen und einhellig sein Rücktritt gefordert. In den Tagen, die folgten, fiel Maaßen erst rauf in der Besoldungsstufe, dann kam wieder Medien- und Politikzirkus, dann fiel er wieder runter in der Besoldungsstufe und am Schluss ist er in Seehofers Schoß notgelandet, in Folge eines politischen Kuhhandels, damit beim parteipolitischen Machtgerangel niemand sein Gesicht verliert, was zumindest für Nahles und die SPD wieder mal ein absoluter Schuss in den Ofen war- obwohl sich hier niemand aus den Regierungsparteien mit Ruhm bekleckert hat, man muss eher das Gegenteil konstatieren.

Doch was ist nun das Ergebnis dieses ganzen Affentheaters? Im Grunde haben alle das Gesicht verloren und noch viel schlimmer: alle haben an Glaubwürdigkeit verloren, von der eh nur noch Spurenelemente vorhanden waren. Dies gilt zumindest aus der Sicht der Zuschauer dieser ganzen Farce und da auch nur diejenigen, die überhaupt verstanden haben worum es im Kern eigentlich geht, denn der Schaden bleibt ja bestehen. Vor allem unsere selbsternannten „Qualitätsjournalisten“ verstanden am Ende dieser Scharade die Welt nicht mehr, denn das Fussvolk dieser Schreiberlinge und Berichterstatter in den Zeitungen und Fernsehkanälen des sog. Mainstreams kapieren ja schon seit langem nicht mehr vor wessen Karren sie sich haben spannen lassen. Was für sich genommen schon eine Katastrophe ist und auch Wurzel des ganzen Übels, aber eins nach dem anderen: Was ist denn nun wirklich passiert?

Sagen wir es mal so: der notgedrungene Zaubertrick der Strategen hinter den sog. Mainstream-Medien ging auf: Das „Hasi-Hetzjagd-Video“ bleibt der Beweis einer „echten Hetzjagd“ und somit bleibt das Narrativ des Mainstream erhalten und unangetastet. Damit kann diese Scharade ungestört weiter getrieben werden, frei nach dem Motto: „Nazis, überall Nazis, rette sich wer kann!“
...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/

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Bildhinweis: Fotohinweis: wikimedia.commons.org, Urheber: Bundesministerium des Innern/Sandy Thieme, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Kategorie Unterhaltung