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Mittwoch, 6. Februar 2019

Anne Will - 3.2.2019 - Recht auf Leben und Selbstbestimmung – die neue Debatte über Abtreibungen


Sendung am 3. Februar 2019 | 21:45 Uhr
Recht auf Leben und Selbstbestimmung – die neue Debatte über Abtreibungen
Fotos: Screenshots
    die Gäste im Studio

  • Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)
    Bundesjustizministerin a.D.
  • Philipp Amthor (CDU)
    Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Teresa Bücker
    Chefredakteurin des Magazins "Edition F"
  • Franziska Giffey (SPD)
    Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Kristina Hänel
    Fachärztin für Allgemeinmedizin, wurde wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verurteilt

Seit Monaten diskutiert die Große Koalition über das umstrittene sogenannte "Werbeverbot" für Schwangerschaftsabbrüche, den Paragrafen 219a. Ausgelöst hatte die Debatte die Ärztin Kristina Hänel, die wegen unerlaubter Werbung verurteilt wurde. Durch den jetzt vorgestellten Reformentwurf dürften Ärztinnen und Ärzte zwar darauf hinweisen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen, jedoch keine weiterführenden Informationen zum Eingriff anbieten. Vielen reicht dieser Kompromiss nicht. Für neues Konfliktpotential sorgt auch die von der Bundesregierung initiierte Studie zu den "seelischen Folgen" von Schwangerschaftsabbrüchen. Was bewirkt die Lockerung des "Werbeverbots"? Was sagt der Paragraph 219a über das Frauen- und Gesellschaftsbild in Deutschland aus? Sollte der "Abtreibungs-Paragraf" 218 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen werden?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)

Pressestimmen

Welt
Panorama „Anne Will“
Mit einem resoluten „Nein“ bringt die Ärztin Amthor zum Schweigen
Bei „Anne Will“ erläutert Ärztin Kristina Hänel, warum sie den Kampf gegen den Paragrafen 219a weiterführen will. Für Aufregung sorgt der junge CDU-Politiker Philipp Amthor, der das Werbeverbot für Abtreibungen vehement verteidigt.
Bei Twitter war Philipp Amthor am Sonntagabend unten durch. Noch während die Sendung lief, machte sich bei dem Kurznachrichtendienst die Häme über den jungen CDU-Politiker aus Mecklenburg-Vorpommern breit. Besonders subtil ging es dabei nicht zu. „Was viele nicht wissen: Zehnte Schwangerschaftswoche trägt manch Embryo schon Krawatte und redet konservativ bei Anne Will“, spottete ein User. „Alle mal Daumen drücken, dass Philipp Amthors politische Karriere heute beendet wird“, hoffte ein anderer.

Nordkurier.de
TV-Kritik zu Anne Will
CDU-Mann Philipp Amthor allein unter Frauen
Philipp Amthor diskutierte als einziger Mann bei Anne Will über das Abtreibungsrecht. War das eine gute Idee? Eine TV-Kritik.
Es waren zwar nur vier Studiogäste, alles Frauen, aber Anne Will muss man schon mitzählen in der Front, die da gegen den jungen CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor (26) aufgeboten wurde. Denn die ARD-Moderatorin ließ vom ersten Moment an keinen Zweifel daran, dass sie mit ihrem Gast und seiner Haltung nicht viel anfangen konnte. Ein Mann, der gegen Abtreibungen ist. Also, natürlich nicht komplett, Amthor verteidigt ja die derzeitigen Regelungen und findet es richtig, dass Frauen in den ersten drei Monaten Wahlfreiheit haben.

Kommentare

Paulus schrieb am 01.02.2019 19:09 Uhr:
Die These "mein Bauch (oder meine Gebärmutter) gehört mir", halte ich für problematisch. Da es sich in dieser Frage um eine ethisch höchst schwierig zu beurteilende Sachlage handelt, die sich nicht objektivieren lässt. Die Idee des Liberalismus kennt ein gottgewolltes "Eigentum am eigenen Körper" (John Locke). Soll das für den Fötus nicht gelten? Ohne Rückgriff transzendentale, ethische bzw. göttlich offenbarte "Du sollst" Sätze, ist in dieser Frage (Abtreibung ja/nein ?) keine (ethische) Klarheit zu gewinnen. Ich neige (ohne eine unbezeifelbare) Argumentation vorlegen zu können, zu nein.
Gruß Paulus

Claudia Landes schrieb am 03.02.2019 23:40 Uhr:
Die heutige Sendung habe ich mit Interesse verfolgt. Besonders beeindruckt hat mich die Ärztin!!!
Als alleinerziehende Mutter (und mittlerweile Oma) zweier Töchter von zwei Vätern, die beide keine echte Verantwortung (bzw. gar keine) tragen wollten, fehlte mir ein sehr wichtiger Aspekt:
Wo bleibt die (auch finanzielle) Ermutigung und Unterstützung für Frauen, die die seitens der Väter unerwünschten Kinder austragen und großziehen???
Abtreibung mag als bequeme Lösung erscheinen, was sie für Frauen niemals ist!!!
Aber Kinder alleine großziehen ist mit das größte Armutsrisiko!
Wer ungeborenes Leben schützen will, sollte das Geborene unterstützen!!
Indem sich die Gesellschaft zur Mutter ihrer Kinder erklärt und deren Mütter unterstützt, macht sie Abtreibungen weitgehend überflüssig!

Johanna Dinger schrieb am 04.02.2019 00:07 Uhr:
Ich arbeite im Jugendschutz und würde Sie gern man eine ganze Woche bitten mich zu begleiten: Kinder die ab und zu Nahrung und Flüssigkeit bekommen, in ihrem eigenen Dreck dahin vegetieren, nur weil Party, Spielconsole und Smartphone interessanter sind.
Und es wird jedes Jahr schlimmer, jedes Jahr müssen hunderte Kinder wegen grober Verwahrlosung anderweitig untergebracht werden.
Mir ist ein Kind lieber, das gewollt zur Welt kommt und behütet wird, als ein Kind, das wie Abfall behandelt wird.
Diese ganze Diskussion von Menschen, die nie einem Kind was zuleide tun können, ist absurd. Zeigen Sie doch Beiträge wie schlimm es verwahrlosten Kindern geht, nur weil man ja das ungeborene Leben um jeden Preis erhalten muss.
Wie sagt Erich Kästner: Erst kümmern sich sämtliche Richter, Juristen, Journalisten, Politiker um mich, aber nach meiner Geburt bin ich allen egal....

Uschi Karolin Fürstenau schrieb am 04.02.2019 01:15 Uhr:
Warum schreiben Sie von Abtreibungsgegnern? Es sind Menschen, die für das Leben sind. Vielleicht sollten Sie sich genau informieren. Es sind doch gerade die Lebensschützer, die heftig, auch körperlich angegriffen werden. Schon mal von dem "Marsch für das Leben" in Berlin gehört und wer da wen angreift? Da werden die Lebensschützer auch körperlich angegriffen und wüst beschimpft. Und gerade diese Lebensschützer sind es auch, die wieder Frauen helfen, die abgetrieben haben und nun in Gewissensnot kommen. Es gibt bestimmt Gründe, dass eine Frau das Kind nicht austragen will. Aber zuerst sollte es doch Hilfsangebote geben, damit das Kind und die Mutter leben können. Frau Hänel verdient am Töten von Ungeborenen. Es gibt überall Ärzte, die einen solchen Eingriff durchführen, ohne sich in der Öffentlichkeit noch zu brüsten. Meine Mutter hat all ihre drei Kinder im letzten Krieg geboren - bestimmt nicht einfach. Wir bekamen für unseren ältesten Sohn noch kein Kindergeld. Erst viel später dann mal 25,-- €. Hilfe für Schwangere in Not sollte die erste Stelle haben. Und wie gesagt, gerade die Lebensschützer stehen dann auch Frauen bei, die abgetrieben haben. Abtreibung sollte nie die erste Lösung sein. Oder haben es ausgerechnet wir Lebenden verdient, dass unsere Mütter uns zur Welt brachten und unter nicht leichten Bedingungen und unter Opfern aufwachsen ließen.

    Unreg1951 schrieb am 04.02.2019 10:29 Uhr:
    Ich stimme Ihnen zu!
    Mir fällt gerade ein, daß mein Vater zu meiner Mutter sagte, als sie das fünfte Kind erwartete, "wo vier bisher satt wurden, wird es auch noch ein fünftes", das kriegen wir auch noch groß.
    Mit Kindergeld von DM 25,-- erst ab dem dritten Kind.

Helge Vogt schrieb am 04.02.2019 09:55 Uhr:
Ich empfinde es als eine Unverschämtheit, auch geradezu als undemokratisch, das man zu einem solchen Thema zwar Vertreter der SPD, CDU und FDP einlädt, aber die Linke wieder vollkommen außen vor läßt. Hier wird nur weichgespülter Lobbyismus pro der sogenannten "Etablierten" betrieben indem, wie bei den meisten relevanten Diskussionen, man öffentlichen Raum nur denjenigen gibt, die auf der eigenen Linie sind. So verehrte Frau Will und Verantwortliche setzen Sie sich aber der Gefahr aus, einseitigen Journalismus zu betreiben. Das die "Etablierten" nicht viel beizutragen hatten, sah man an dem hilflosen Herumgestammel von Amthor, Barley und Leuthäuser-Schnarrenberg, die sich um eine echte klare Positionierung herumgewunden haben. Schade eigentlich, es hätte eine interessante und vor allem sachlich fundierte, aber auch spannende Diskussion werden können, wo endlich mal Klartext gesprochen hätte werden können. Aber es ist ja bald wieder Wahlkampf, da könnte es ja passieren, das mit fundierten Aussagen Linker ja vielleicht Einigen aufgeht, welche Politik für Menschen gemacht würde und welche aus Eigeninteresse und Lobbyismus...

Paulus schrieb am 04.02.2019 14:33 Uhr:
Die Auswahl von Amthor war unglücklich, auch wenn er in der Sache gar nicht so falsch lag.. Zu diesem Thema erwarte ich als Diskutanten Persönlichleiten, die ihren Worten allein durch verkörperte Lebenserfahrung Gewicht verleihen. Hier in der Diskussion ist alles und viel mehr auf den Tisch gelangt. Die Fragen ab wann und wie ist werdendes Leben zu schützen ist (wer darf sagen: "ein Lebensrecht ist aus diesen oder jenen Gründen verwirkt"?), stellen nicht allein für werdende Mütter und Väter. Sie berühren allgemein Regeln des Zusammenlebens in einer Gesellschaft die sich hinter dem GG versammelt, dessen 1. Satz im Gesetzestext mit den Worten beginnt: "Die Würde des Menschen ist unantastbar"
Gruß Paulus

Montag, 15. Oktober 2018

Presseclub - 14.10.2018 - Ist Abtreibung Auftragsmord? – Die katholische Kirche in der Kritik

So. 14. Oktober 2018, 12.03 - 13.00 Uhr

Ist Abtreibung Auftragsmord?
Die katholische Kirche in der Kritik


Bild: Screenshot

Moderation:
Volker Herres
Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen

Der Papst sorgt für Schlagzeilen und für Aufregung. „Auftragsmord“. So bezeichnete Franziskus Mitte der Woche bei einer Generalaudienz die Entscheidung von Frauen für eine Abtreibung. Der Entschluss zu einem Schwangerschaftsabbruch sei, «als ob man einen Auftragsmörder mietet, um ein Problem zu lösen».

Insbesondere in Deutschland hat der Papst damit heftigen Widerspruch ausgelöst. Der Kirchenbeauftragte der Unions-Fraktion, Hermann Gröhe (CDU), sagte, wer in schwerwiegenden Konfliktlagen zum Ja zum Kind ermutigen wolle, sollte betroffene Frauen nicht in die Nähe der Killer-Beauftragung rücken. Familienministerin Franziska Giffey (SPD) erklärte, keine Frau mache sich eine solche Entscheidung leicht. Diese Frauen als Auftragsmörderinnen zu stigmatisieren, sei absolut inakzeptabel.

Und das ist nicht das einzige Thema, mit dem die katholische Kirche derzeit für Diskussionen sorgt

Gerade erst hatte die Deutsche Bischofskonferenz den Bericht verabschiedet zum jahrzehntelangen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Und der Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen wartet bislang vergeblich auf die für seine Amtszeitzeitverlängerung notwendige Unbedenklichkeitserklärung («Nihil obstat») aus Rom. Ansgar Wucherpfennig hatte sich in Interviews kritisch zum Umgang der Kirche mit Homosexuellen und mit Frauen geäußert.

Was ist los in der katholischen Kirche? Verabschiedet sich der mit so vielen Hoffnungen empfangene Papst vom Modernisierungsprozess? Oder wird Franziskus selbst ausgebremst von denen im Apparat, die seinem Kurs skeptisch gegenüberstehen?

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Kommentare

Maria Teresa Spreckelmeier schreibt am 13.10.2018, 20:17 Uhr :
Was der Papst von Abtreibung hält, interessiert kein Schwein. Entweder leben wir in 21. Jahrhundert in einer aufgeklärten Gesellschaft, wo Frauen für sich selbst entscheiden " dürfen ", oder befindet sich Deutschland politisch im tiefsten Mittelalter und die Gesetzgebung wird heute noch von irgendeiner Religion bestimmt. Das Recht der Frau auf ein autonomes, selbstbestimmtes Leben läuft in unserem Land noch unter " Utopie ". Tatsächlich existiert bei uns keine Trennung von Staat und Religion, die Kirchen haben sich in allen ( von Steuerzahlern finanzierten ) Institutionen breit gemacht und geben die Richtung vor. Die Einladung der Flüchtlingen und Öffnung der Grenzen ist nur ein Beispiel. Die Bemerkung des Papstes könnte unter diesen Umständen eine Bedrohung für die persönliche Entscheidungsfreiheit unserer Frauen bedeuten. Sollte es soweit kommen, sehe ich nur eine Lösung: ein paar Jahre alles in einer guten Ausbildung investieren und auswandern.

Wolfgang Friedrich 70 schreibt am 13.10.2018, 19:49 Uhr :
Regelung über Schwangerschaftsabbruch wie in der ehemaligen DDR. Punkt Basta. Alles Andere ist doppelzügig. Es wird mehr für Tierschutz getan als für das Kindeswohl. Man denke nur daran Kindergeld wird auf ALG 2 angerechnet.
Otto Carius schreibt am 13.10.2018, 19:31 Uhr : Gerade die katholische Kirche hat jeden Grund den Ball äußerst flach zuhalten. Wieviele Millionen Menschen wurden in den vergangenen 2.000 Jahren im Auftrag der katholischen Kirche ermordet? Heiden, Ketzer, Ungläubige, Wilde. Niemad kennt die genauen Zahlen, aber ganze Völker wurden ausgelöscht. Brandschatzung, Raub, Mord, Plünderung, Vergewaltigung, all das gehörte zur Verbreitung des Glaubens im Auftrag der "Heiligen Mutter Kirche"! Allerdings gilt dies auch für alle anderen Religionen.

Rita Heinrich schreibt am 13.10.2018, 18:46 Uhr :
Jede Frau sollte selbst entscheiden, ob sie ihr ungeborenes Kind abtreibt und damit streng genommen ermordet. Das kann ein Bumerang werden, wenn sie sich später überlegt, was wohl aus dem Kind geworden wäre. Sie kann ihr Kind zur Adoption freigeben, sie kann es in einer Babyklappe ablegen. Sie kann die Pille danach nehmen, wenn sie vergewaltigt wurde. Es gibt heute genug Möglichkeiten. Es gibt HIV Positive Frauen, die ihr Kind zur Welt bringen. Treibe ich mein Kind ab, weil die Ärzte sagen, dass es behindert zur Welt kommt oder ich die Geburt vielleicht nicht überlebe. Es gibt auch schwangere Chemo Patientinnen. Mit dem Wort Auftragsmord kann ich nichts anfangen. Beauftrage ich den Arzt?

Hans Zimmer schreibt am 13.10.2018, 17:38 Uhr:
Kinder die gar nicht erst zur Welt kommen, können auch nicht von Priestern missbraucht werden. Wenn die nach mehr Kindern rufen, ist das eindeutig zweideutig.

nie wieder spd schreibt am 13.10.2018, 17:37 Uhr:
Wenn sich Päpste für das geborene Leben ebenso eingesetzt hätten, wie für das ungeborene, sähe diese Welt vielleicht besser aus. Haben sie aber nicht!

mutabor schreibt am 13.10.2018, 17:35 Uhr :
Seit einiger Zeit wissen wir doch ganz genau, warum die Kirchen gegen die Abtreibung sind. Aber nach jahrhundertelangem erfolgreichen Lug und Betrug in Sachen Nächstenliebe, bedurfte es eben noch etwas mehr Zeit, um diesen Verbrechern auf die Schliche zu kommen. Hoffentlich kommt bald der Moment, in dem ein kirchlicher „Würden“träger auftritt und die Schäfchen rufen: „Hau ab, hau ab, hau ab, ...“! Das gilt aber auch für alle anderen sogenannten Religionen. Denn die sind mit Sicherheit nicht besser! In Berlin gab es ja schon im letzten oder vorletzten Jahr die ersten Fälle von Kindesmißbrauch durch islamische „Geistliche“. Leider wurde darüber nicht weiter berichtet. Dabei wäre eine weltweite Berichterstattung dazu in der Lage, auch endlich deren Anhängern die Augen über bigotten Hokuspokus zu öffnen.

Erich Soebe schreibt am 13.10.2018, 17:12 Uhr :
Es ist schon grotesk, dass die Förderer von Abtreibung sich bei der Besetzung eines Waldes auf den Schutz einer Fledermaus berufen, menschliches ungeborenes Leben aber nicht für schützenswert erachten. Mit seinen deutlichen Worten hat Franziskus eine rote Linie zum Umgang mit der Schöpfung in der katholischen Kirche gezogen, die hoffentlich auch die linksliberalen deutschen Kardinäle mit ihrem Hang, dem Zeitgeist zu frönen, in die Schranken weist.

Dr. H. Sträter schreibt am 14.10.2018, 12:54 Uhr :
Ein echter Auftragskiller war ja fast erfolgreich. Aber der wollte den Papst beseitigen. Das mal nur am Rande erwähnt.
Sollen sie doch *endlich* mal damit anfangen und den Laden ausmisten.
Die unheilige Verflechtung von Staat und Kirche, eine quasi Paralleljustiz, man möchte sogar von einem Paralleluniversum, von einem Staat im Staate sprechen ... auch in Deutschland. Die Priviligien dieser Konstitution gehören abgeschafft.
Zum Thema "Angst": Jeder Täter, der ein Kind missbraucht hat, hat "Angst" vor Entdeckung. Das darf aber nicht der Grund dafür sein, dass hier nicht staatsanwaltschaftlich ermittelt wird.
Fragt doch mal die Opfer dieser Verbrechen. Die haben auch Angst.
Es ist schlicht und einfach eine Katastrophe, wie hier verfahren wird ... aus "ANGST" (Sie können mein Hohnlachen bestimmt hören).
Verfettete alte Männer, die von einer Wahnvorstellung besessen sind: "Gott" ... (weiteres Hohnlachen). Mal sehen, wann der nächste Auftragskiller zur Tat schreitet.

Friedbert Bär schreibt am 14.10.2018, 12:49 Uhr :
Wenn es tatsächlich einen Gott gibt, kann ich mir nicht vorstellen dass er solche alten Säcke in Frauenkleider braucht um seine Interessen zu vertreten sondern soll sich mal selbst drum kümmern was hier alles in seinem Namen passiert.
Es ist eine Anmaßung und Blasphemie sich für den Stellvertreter Gottes zu halten und noch Heilige zu ernennen. Ausgerechnet die katholische Kirche regt sich auf. Die Kirche ist eine über 2000 Jahre alte Verbrecherorganisation die mehr Not und Elend über die Menschen gebracht hat als alle anderen Zusammen.
  • Judenverfolgung
  • in Spanien Kreuzzüge ins Heilige Land wo die Menschen abgeschlachtet wurden denen sie heute in den Hintern (Arsch) kriecht
  • Indianer und Afrikaner und sonstige Nichteuropäer wurden im Namen der Kirche fast ausgerottet
  • Leichenteile als Reliquie angebetet
Eine Religion die sich darauf gründet, dass ein Vater seinen Sohn foltern und Töten lasst, nur um Sünden vergeben zu können die er selber in die Welt gesetzt hat, ist pervers.

Kevin Kleine schreibt am 14.10.2018, 12:42 Uhr :
Wie wäre eine Diskussion über sexuelle Übergriffe an Minderjährigen im Islam? Gibt es da ein Rechercheverbot?

    Dirk Sondermann , geschrieben am 14.10.2018, 12:48 Uhr :
    Sie glauben also, dass Sie hier das verbindende Element der monotheistischen Aberglaubensrichtungen gefunden haben? Könnte sein.

B.Schäfer schreibt am heute, 12:45 Uhr :
Die Diskussion grenzt Empathie und Verantwortung für ungeborene Babys geschlossen aus. Die persönliche Karriere und die Anforderungen der Unternehmer werden pauschal über das Recht auf Leben gestellt. Wieder einmal wird ein geschlossenes Meinungskartell an die Stelle einer Kontroversen demokratischen Diskussion gestellt. Dabei dominiert Rechthaberei, menschliche Kälte, Intoleranz sowie der Wunsch Macht über das Denken und die Meinung anderer auszuüben. Journalisten schlüpfen in die Rolle einer Gesinnungspolizei die Humanität und den Schutz ungeborener Babys verfolgen, ächten und verurteilen.


Dienstag, 19. Mai 2015

AVAAZ - Zehn Jahre alt, vergewaltigt und schwanger - 24 Stunden, um zu helfen!


In Paraguay wurde eine Zehnjährige angeblich jahrelang von ihrem Stiefvater missbraucht. Jetzt ist sie schwanger, doch die Regierung verweigert ihr die gewünschte Abtreibung — der Kongress überprüft das Gesetz morgen in einer Sondersitzung und könnte das Blatt wenden. Sorgen wir mit einem riesigen, weltweiten Aufruf dafür, dass dieses Kind und Tausende weitere eine Wahl haben:

Unterzeichnen

Liebe Freundinnen und Freunde,

in Paraguay wurde eine Zehnjährige angeblich jahrelang von ihrem Stiefvater vergewaltigt. Sie hat die Behörden um Hilfe gebeten, aber keinerlei Schutz erhalten. Nun ist sie schwanger und wird dazu gezwungen, das Kind zu bekommen ― helfen wir ihr jetzt.
Jeden Tag werden in Paraguay zwei Geburten registriert, bei denen die Mütter zwischen 10 und 14 Jahren alt sind und infolge eines Missbrauchs schwanger wurden. Es gleicht einer Epidemie. Per Gesetz könnte eine Abtreibung in solchen Fällen erlaubt werden, doch Regierungsbeamte stellen sich quer. Nun hat der tragische Fall dieses zehnjährigen Mädchens einen globalen Medienwirbel entfacht, der sie zum Umdenken zwingen könnte.Morgen überprüft der Kongress das entsprechende Gesetz und lädt Bürger zur Diskussion ein — unsere Chance also, der Zehnjährigen zu helfen und weiteren jungen Mädchen dieses Leid zu ersparen. Klicken Sie, um mitzumachen — wir tragen unsere Stimmen direkt in den Kongresssaal hinein und fordern, dass das Gesetz für dieses und weitere Mädchen gilt, die ein Entscheidungsrecht so sehr benötigen:

https://secure.avaaz.org/de/paraguays_choice_loc/?baLosfb&v=58652

Artikel 109 des Strafgesetzbuchs erlaubt einen Schwangerschaftsabbruch, wenn die Mutter in Lebensgefahr ist. Der paraguayische Gesundheitsminister weigert sich, dieses Gesetz für Kinder geltend zu machen, obwohl die Weltgesundheitsorganisationen Schwangerschaften bei Kindern als gefährlich und potenziell lebensbedrohlich einstuft. Bei Mädchen unter 15 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit, an Geburtskomplikationen zu sterben, fünfmal so hoch wie bei älteren Teenagern oder Frauen. Diese ernüchternde Statistik sollte der Zehnjährigen und anderen jungen Mädchen eigentlich Schutz ermöglichen.Die UNO hat die Haltung der Regierung stark verurteilt und gesagt, dass Paraguays Verweigerung der Abtreibung bei dem Mädchen zu „gravierenden Verletzungen des Rechts auf Leben, Gesundheit und körperliche und mentale Unversehrtheit führt." Es hätte nie soweit kommen dürfen. Die Zehnjährige ist so klein, dass sie selbst schwanger nur 34 Kilo wiegt. Sie hat den angeblichen Missbrauch durch ihren Stiefvater im Januar 2104 gemeldet und Schutz gesucht. Doch die Regierung hat nichts unternommen und so musste sie weiterhin bei ihm leben.
Das Mädchen hatte keine Wahl: Sie konnte die Übergriffe ihres Stiefvaters nicht stoppen, musste tagein, tagaus mit ihrem Vergewaltiger leben. Auch die Schwangerschaft war nicht ihre Wahl. Doch wenn die Regierung das Gesetz anwendet, sollte sie zumindest entscheiden können, wie es mit ihrem eigenen Körper weitergeht. Es ist das Mindeste, was man für sie tun kann.

https://secure.avaaz.org/de/paraguays_choice_loc/?baLosfb&v=58652

Diese schreckliche Situation zerbricht einem das Herz. Doch mit unseren Stimmen können wir Hoffnung entfachen: dass die Welt für dieses Mädchen und Tausende weitere in ihrer Situation ein Stück besser wird. Sorgen wir jetzt mit vereinten Kräften dafür, dass diese Tragödie zu einer besseren Zukunft führt.
Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Dalia, Oli, Danny, Emily, Ana Sofia, Oscar und der Rest des Avaaz-Teams

WEITERE INFORMATIONEN

Abtreibung verboten (Taz)
http://www.taz.de/!159754/

Schwangere Zehnjährige in Paraguay: "Der Fall spaltet unsere Nation" (Spiegel Online)
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/schwangere-zehnjaehrige-in-paraguay-der-fall-spaltet-uns...

Vergewaltigte Zehnjährige darf nicht abtreiben (Tagesspiegel)
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/paraguay-vergewaltigte-zehnjaehrige-darf-nicht-abtreiben/1177...

Und auf Englisch:

Der fürchterliche Vergewaltigungsfall, der Paraguay spaltet (The Washington Post)
http://www.washingtonpost.com/news/morning-mix/wp/2015/05/11/the-horrific-child-rape-case-that-is-tearing-paraguay-apart/

Senator aus Paraguay sagt schwangere Zehnjährige "wurde zum Uterus" (The Guardian)
http://www.theguardian.com/society/2015/may/10/paraguay-pregnant-10-year-old-abortion-senator

Mann in Paraguay wegen angeblicher Vergewaltigung der Stieftochter verhaftet (ABC)
http://www.abc.net.au/news/2015-05-10/paraguayan-man-arrested-over-rape-of-stepdaughter/6458352
Paraguay: UN-Experten untersuchen Versagen der Regierung beim Schutz eines zehnjährigen Vergewaltigungsopfers (UN News Centre)
http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=50826





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