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Sonntag, 5. Mai 2019

Elf Jahre alt, vergewaltigt - «Sie weinte Tag und Nacht und nässte das Bett»

Thema: Vergewaltigt!

«Sie weinte Tag und Nacht und nässte das Bett»

Lucia (11) wurde vergewaltigt und daraufhin schwanger. Die Behörden liessen sie jedoch nicht abtreiben. Jetzt erzählt ihre Mutter, was die Familie durchgemacht hat.

Sechs Wochen nachdem die elfjährige Lucia aus dem Norden Argentiniens das Spital verlassen durfte, spricht ihre Mutter erstmals mit den Medien. Lucia war vom 65-jährigen Lebenspartner ihrer Grossmutter vergewaltigt worden, was zu einer Schwangerschaft führte. In einem Spital in Tucumán nahmen Ende Februar die Frauenärztin Cecilia Ousset und ihr Mann José Gijena einen Kaiserschnitt an dem Mädchen vor. Das Baby, das in der 23. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommen war, starb wenig später.

Im Gespräch mit der Zeitung «La Gaceta» erzählt Sol, wie die Behörden immer wieder versuchten, ihre Tochter zu überzeugen, das Kind auszutragen. Dabei wollte Lucia nur eines: «Das Ding, das mir der Alte in den Bauch gesteckt hat», loswerden. Das Gesetz in Argentinien erlaubt einen Schwangerschaftsabbruch im Fall von Vergewaltigung oder wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. Doch der Leiter des Gesundheitswesens der Provinz Tucumán, Gustavo Vigliocco, «verzögerte absichtlich den Prozess», lautet der Vorwurf der Mutter. Vigliocco habe Sol dermassen unter Druck gesetzt, dass er «mich wahnsinnig machte».

Ärzte wollten, dass Lucia das Baby austrägt

«Er versprach, sich um das Baby zu kümmern. Er werde es grossziehen, wie wenn es sein eigenes wäre, sagte er zu uns», so Sol. «Und ich sagte immer wieder, meine Tochter wolle das nicht. Sie leide und wolle die Sache hinter sich bringen. Aber er bettelte weiter, Lucia solle doch noch vier Wochen aushalten, damit das Baby bessere Überlebenschancen habe.»

Der Beamte versprach der Elfjährigen sogar, ihr ein Studium zu finanzieren. «Er fragte sie, was sie gerne werden wolle, und sie sagte, sie liebe Tiere. Da meinte er: ‹Nein, du solltest Medizin studieren.›» Vigliocco versprach der Frau, ihr Haus fertigzubauen. «Eines Tages kam jemand zu mir und nahm das Blechdach weg, um es zu reparieren. Dann ging die Person wieder und kam nicht mehr zurück. Seither habe ich kein Zuhause mehr», sagt Sol.

«Er bettelte, Lucia solle doch noch vier Wochen aushalten, damit das Baby bessere Überlebenschancen habe.»

Während sie mit Lucia im Spital auf die Abtreibung wartete, kam ein katholischer Priester das Mädchen jeden Tag besuchen. «Lucia wollte das nicht. Sie lässt nicht zu, dass älterere Männer sich ihr nähern. Dem Priester war das egal, er machte das Zeichen des Kreuzes auf Lucias Stirn. Dann redete er ihr ein, sie müsse ihr Baby lieben, wenn es zur Welt komme», erzählt die Mutter des Mädchens. Die Psychologin hingegen, die das Mädchen besuchen wollte, durfte das Zimmer nicht ohne Erlaubnis des Spitalpersonals betreten.

Das Mädchen war psychisch am Ende

Im Laufe der darauffolgenden Wochen verschlechterte sich Lucias psychischer Zustand. «Sie wollte nichts mehr essen und trinken und drohte damit, vom Spital abzuhauen, wenn die Ärzte nichts unternähmen», erinnert sich Sol. Dann habe ihre Tochter begonnen, das Bett zu nässen. «Sie war am Ende mit den Nerven. Aber die Ärzte gaben ihr stattdessen Spritzen, damit die Lungen des Babys schneller reifen würden.»

«Lucia wollte nichts mehr essen und trinken und drohte damit, vom Spital abzuhauen.»

Die Lage wurde unerträglich. «Eines Tages wachte Lucia weinend auf und hörte nicht mehr auf. Ich rief eine Anwältin an, die mir vermittelt worden war. Sie sorgte schliesslich dafür, dass noch an dem Abend eine Frauenärztin den Kaiserschnitt durchführte.»

Lucia wohnt jetzt bei Sols Bruder und seiner Frau. Das Paar hat für die nächsten sechs Monate das Sorgerecht für Lucia bekommen. «Meine Tochter will zurück zu mir», sagt Sol weinend. «Ich möchte, dass wir wieder eine Familie sind, obwohl ich weiss, dass nichts mehr so sein wird wie früher. Was passiert ist, werden wir nie vergessen. Jetzt muss ich dafür sorgen, dass der Mann, der das verursacht hat, dafür bestraft wird.» (kle)

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Donnerstag, 24. Mai 2018

change.org - Wir sind eine Million

Zaynub AFINNIH hat gerade ein Update zur Petition „#JusticeForNoura | Keine Hinrichtung für die Selbstverteidigung gegen Vergewaltiger!” veröffentlicht. Lesen Sie das Update und kommentieren Sie:
Neuigkeit zur Petition

Wir sind eine Million! Teile jetzt unser Video!!


Seit heute sind wir mehr als eine Million Menschen auf der ganzen Welt, die Gerechtigkeit für Noura fordern. Ich danke euch allen sehr für eure massive Unterstützung in diesem Kampf, der sehr wichtig für mich ist und das Leben eines Mädchens retten kann, das für das „Verbrechen“ bezahlen muss, sich gegen einen Mann zu wehren, der sie vergewaltigt hat. ▶️...
Vollständiges Update lesen

Dienstag, 19. Mai 2015

AVAAZ - Zehn Jahre alt, vergewaltigt und schwanger - 24 Stunden, um zu helfen!


In Paraguay wurde eine Zehnjährige angeblich jahrelang von ihrem Stiefvater missbraucht. Jetzt ist sie schwanger, doch die Regierung verweigert ihr die gewünschte Abtreibung — der Kongress überprüft das Gesetz morgen in einer Sondersitzung und könnte das Blatt wenden. Sorgen wir mit einem riesigen, weltweiten Aufruf dafür, dass dieses Kind und Tausende weitere eine Wahl haben:

Unterzeichnen

Liebe Freundinnen und Freunde,

in Paraguay wurde eine Zehnjährige angeblich jahrelang von ihrem Stiefvater vergewaltigt. Sie hat die Behörden um Hilfe gebeten, aber keinerlei Schutz erhalten. Nun ist sie schwanger und wird dazu gezwungen, das Kind zu bekommen ― helfen wir ihr jetzt.
Jeden Tag werden in Paraguay zwei Geburten registriert, bei denen die Mütter zwischen 10 und 14 Jahren alt sind und infolge eines Missbrauchs schwanger wurden. Es gleicht einer Epidemie. Per Gesetz könnte eine Abtreibung in solchen Fällen erlaubt werden, doch Regierungsbeamte stellen sich quer. Nun hat der tragische Fall dieses zehnjährigen Mädchens einen globalen Medienwirbel entfacht, der sie zum Umdenken zwingen könnte.Morgen überprüft der Kongress das entsprechende Gesetz und lädt Bürger zur Diskussion ein — unsere Chance also, der Zehnjährigen zu helfen und weiteren jungen Mädchen dieses Leid zu ersparen. Klicken Sie, um mitzumachen — wir tragen unsere Stimmen direkt in den Kongresssaal hinein und fordern, dass das Gesetz für dieses und weitere Mädchen gilt, die ein Entscheidungsrecht so sehr benötigen:

https://secure.avaaz.org/de/paraguays_choice_loc/?baLosfb&v=58652

Artikel 109 des Strafgesetzbuchs erlaubt einen Schwangerschaftsabbruch, wenn die Mutter in Lebensgefahr ist. Der paraguayische Gesundheitsminister weigert sich, dieses Gesetz für Kinder geltend zu machen, obwohl die Weltgesundheitsorganisationen Schwangerschaften bei Kindern als gefährlich und potenziell lebensbedrohlich einstuft. Bei Mädchen unter 15 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit, an Geburtskomplikationen zu sterben, fünfmal so hoch wie bei älteren Teenagern oder Frauen. Diese ernüchternde Statistik sollte der Zehnjährigen und anderen jungen Mädchen eigentlich Schutz ermöglichen.Die UNO hat die Haltung der Regierung stark verurteilt und gesagt, dass Paraguays Verweigerung der Abtreibung bei dem Mädchen zu „gravierenden Verletzungen des Rechts auf Leben, Gesundheit und körperliche und mentale Unversehrtheit führt." Es hätte nie soweit kommen dürfen. Die Zehnjährige ist so klein, dass sie selbst schwanger nur 34 Kilo wiegt. Sie hat den angeblichen Missbrauch durch ihren Stiefvater im Januar 2104 gemeldet und Schutz gesucht. Doch die Regierung hat nichts unternommen und so musste sie weiterhin bei ihm leben.
Das Mädchen hatte keine Wahl: Sie konnte die Übergriffe ihres Stiefvaters nicht stoppen, musste tagein, tagaus mit ihrem Vergewaltiger leben. Auch die Schwangerschaft war nicht ihre Wahl. Doch wenn die Regierung das Gesetz anwendet, sollte sie zumindest entscheiden können, wie es mit ihrem eigenen Körper weitergeht. Es ist das Mindeste, was man für sie tun kann.

https://secure.avaaz.org/de/paraguays_choice_loc/?baLosfb&v=58652

Diese schreckliche Situation zerbricht einem das Herz. Doch mit unseren Stimmen können wir Hoffnung entfachen: dass die Welt für dieses Mädchen und Tausende weitere in ihrer Situation ein Stück besser wird. Sorgen wir jetzt mit vereinten Kräften dafür, dass diese Tragödie zu einer besseren Zukunft führt.
Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Dalia, Oli, Danny, Emily, Ana Sofia, Oscar und der Rest des Avaaz-Teams

WEITERE INFORMATIONEN

Abtreibung verboten (Taz)
http://www.taz.de/!159754/

Schwangere Zehnjährige in Paraguay: "Der Fall spaltet unsere Nation" (Spiegel Online)
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/schwangere-zehnjaehrige-in-paraguay-der-fall-spaltet-uns...

Vergewaltigte Zehnjährige darf nicht abtreiben (Tagesspiegel)
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/paraguay-vergewaltigte-zehnjaehrige-darf-nicht-abtreiben/1177...

Und auf Englisch:

Der fürchterliche Vergewaltigungsfall, der Paraguay spaltet (The Washington Post)
http://www.washingtonpost.com/news/morning-mix/wp/2015/05/11/the-horrific-child-rape-case-that-is-tearing-paraguay-apart/

Senator aus Paraguay sagt schwangere Zehnjährige "wurde zum Uterus" (The Guardian)
http://www.theguardian.com/society/2015/may/10/paraguay-pregnant-10-year-old-abortion-senator

Mann in Paraguay wegen angeblicher Vergewaltigung der Stieftochter verhaftet (ABC)
http://www.abc.net.au/news/2015-05-10/paraguayan-man-arrested-over-rape-of-stepdaughter/6458352
Paraguay: UN-Experten untersuchen Versagen der Regierung beim Schutz eines zehnjährigen Vergewaltigungsopfers (UN News Centre)
http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=50826





Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 41 Millionen Mitgliedern,
das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.
Um Avaaz zu kontaktieren, antworten Sie bitte nicht auf diese E-Mail.Benutzen Sie stattdessen das Formular www.avaaz.org/de/contact?ftr oder rufen Sie uns an, unter: +1 1-888-922-8229 (USA).

Samstag, 11. Januar 2014

AVAAZ: Sie musste ihren Vergewaltiger heiraten -- wenige Tage bis zur großen Abstimmung!

Liebe Freundinnen und Freunde,



Die 16-jährige Amina Filali wurde vergewaltigt, geschlagen und gezwungen, ihren Peiniger zu heiraten. Sie brachte sich um, weil Vergewaltiger unter Marokkos Strafrecht ihre minderjährigen Opfer heiraten dürfen. Nach jahrelangen Reformaufrufen könnte in wenigen Tagen über das brutale Gesetz abgestimmt werden! Ehren wir Amina, indem wir dafür sorgen, dass solche Tragödien sich nicht wiederholen.


unterzeichnen
die 16-jährige Amina Filali wurde vergewaltigt, geschlagen und gezwungen, ihren Peiniger zu heiraten. Dann brachte sie sich um — der einzige Weg, sich den Fängen ihres Vergewaltigers und des marokkanischen Rechts zu entziehen. Zusammen mit marokkanischen Aktivisten setzen wir uns seit Jahren gegen diese Gesetzesvorschrift ein und nun ist der Sieg zum Greifen nah. Noch diese Woche könnte eine Abstimmung endlich dafür sorgen. 
Durch Artikel 475 des marokkanischen Strafrechts können Vergewaltiger Anklagen und lange Haftstrafen vermeiden, indem sie ihr Opfer heiraten, sofern es minderjährig ist. Für die Opfer ist dies ein Alptraum und für Amina wurde er wahr. Hunderttausende von uns haben Druck auf das Parlament ausgeübt und nun ist eine Abstimmung zur Aufhebung der Heirats-Vorschrift in Sicht. Insider sagen, dass sie mit Sicherheit gekippt werden würde, sollte die Abstimmung stattfinden. Mit einem letzten Anstoß können wir genau dafür sorgen.

Zur Zeit berichten die Medien kaum über das Thema und die Politiker werden nicht zur Vernunft gedrängt. Wenn wir 1 Million Stimmen erreichen, schalten wir Anzeigen in den Zeitungen, die die Abgeordneten lesen. Dann versammeln wir uns gemeinsam mit marokkanischen Aktivisten und einem Meer pinker Luftballons um das Parlament, als Symbol für die massive globale Resonanz. Erweisen wir Amina diese Ehre und sorgen dafür, dass solche Tragödien sich nicht wiederholen. Klicken Sie unten, um mitzumachen:

http://www.avaaz.org/de/forced_to_marry_her_rapist_f/?baLosfb&v=33968

Nachdem Amina brutal vergewaltigt wurde, hat ihre Familie den Behörden in ihrem Heimatort Larache den Fall gemeldet. Doch anstatt den Vergewaltiger zu verklagen, hat das Gericht ihm angeboten, sein Opfer zu heiraten — und Aminas Familie hat zugestimmt. Nach ihrem Selbstmord haben Avaaz-Mitglieder den trauernden Eltern zur Seite gestanden, gemeinsam mit marokkanischen Aktivisten fast 800.000 Reformaufrufe überreicht und für internationale Schlagzeilen gesorgt. Die Regierung versprach Veränderungen, doch nichts geschah — bis jetzt.
Artikel 475 ist nicht das einzige Hindernis für Frauenrechte in Marokko. Doch er ist zu einem starken Symbol für die Problemlage geworden. Die Regierung verspricht schon seit 2006, umfassende Gesetze gegen Gewalt an Frauen zu verabschieden und Artikel 475 zu kippen. Doch es tat sich nichts und unterdessen wurden die Leben weiterer Mädchen zerstört.
Endlich wendet sich die Sache zum Guten — der Justizausschuss hat den problematischsten Teil des Artikels gestrichen und den Gesetzesentwurf zur Abstimmung ans Unterhaus weitergeleitet. Wenn das Thema behandelt wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass in Marokko ein neues Gesetz in Kraft tritt und Amina endlich eine Form der Gerechtigkeit erfährt. Diese Abstimmung ist der erste, wichtige Schritt hin zu echten Reformen, für die Frauenrechtsgruppen in Marokko schon so lange kämpfen. Besiegeln wir den Deal zum Artikel 475, um zu fordern, dass Gesetze die Rechte von Frauen nicht untergraben, sondern beschützen:

http://www.avaaz.org/de/forced_to_marry_her_rapist_f/?baLosfb&v=33968

Sei es in Afghanistan, Indien, Japan oder Kenia — zusammen mit Menschen aus aller Welt kämpfen Avaaz-Mitglieder mit vereinten Kräften für Frauenrechte. Setzen wir uns heute gemeinsam für Amina Filali ein und dafür, dass aus ihrer Geschichte ein Hoffnungsschimmer entspringt.Mit Hoffnung und Entschlossenheit,
Dalia, Antonia, Emma, Marie, Rewan, Alex, Ricken und das ganze Avaaz-Team

PS - Viele Avaaz-Kampagnen werden von Mitgliedern gestartet! Starten Sie jetzt Ihre eigene, zu irgendeinem Thema. Ob regional, national oder global:
http://www.avaaz.org/de/petition/start_a_petition/?cl=3861905014&v=33968


Weitere Informationen:

Protest gegen Zwangsehe in Marokko (Taz)
http://www.taz.de/!90064/

Der Selbstmord von Amina Filali erschüttert Marokko (Zeit.de)
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-04/marokko-zwangsehe-amina

Marokkanerin begeht nach Zwangsheirat Selbstmord (Focus)
http://www.focus.de/panorama/welt/eheschliessung-mit-vergewaltiger-marokkanerin-begeht-nach-zwangshe...

Marokko könnte Vergewaltigungsabschnitt im Strafgesetzbuch aufheben (Al Jazeera) (Englisch)
http://america.aljazeera.com/articles/2014/1/8/morocco-set-to-repealcontroversialrapelaw.html

Selbstmord eines Teenagers: Abgeordnete zu Gesetzesänderungen aufgefordert (Bloomberg) (Englisch)
http://www.bloomberg.com/news/2014-01-09/morocco-mps-ask-to-end-rapist-marriage-law-after-teen-suici...
Marokko protestiert gegen Vergewaltigungs-Gesetz (BBC) (Englisch)
http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-17416426


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Danke, dass Sie sich dafür einsetzen, Gewalt an Frauen in Marokko zu beenden.
Senden Sie die untenstehende Email an Freunde und Familie und veröffentlichen Sie diesen Link auf Ihrer Facebook-Pinnwand.

http://www.avaaz.org/de/forced_to_marry_her_rapist_f/?tta
Vielen Dank für Ihren Einsatz,

das Avaaz-Team


Montag, 7. Januar 2013

AVAAZ: Der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte

Email von AVAAZ vom 07.01.2013, 02:33 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde,



Eine 23 Jahre alte Studentin starb, nachdem sie von mehreren Männern in einem Bus stundenlang vergewaltigt wurde. Das ist der Tropfen, der das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht hat. Schließen Sie sich den massiven Protesten in Indien an und fordern wir gemeinsam Indiens Regierung auf, härtere Gesetze zu verabschieden und eine große öffentliche Aufklärungskampagne zu lancieren, welche die grotesken Haltungen, die zu solchen Gewaltverbrechen führen, anprangert und bloßstellt:

sie war eine 23-jährige Physiotherapie-Studentin, die letzten Monat in Delhi in einen Bus einstieg. Sechs Männer verriegelten die Tür und vergewaltigen sie mehrere Stunden lang auf brutalste Weise, unter anderem mit einer Eisenstange. Sie warfen sie nackt auf die Straße, und nachdem sie tapfer um ihr Leben gekämpft hat, ist sie letztes Wochenende gestorben.

In ganz Indien gibt es heftige Proteste mit einer klaren Botschaft: Genug ist genug. Durchschnittlich wird dort alle 22 Minuten eine Frau vergewaltigt -- doch nur den Wenigsten widerfährt Gerechtigkeit. Weltweit werden unglaubliche 7 von 10 Frauen im Laufe ihres Lebens körperlich oder sexuell missbraucht. Der Horror in Delhi hat das Fass zum Überlaufen gebracht -- wir haben 2013, und der brutale, weltweite und korrupte Missbrauch von Frauen muss ein Ende haben. Wir können damit beginnen, dass wir in Indien die Grenze ziehen.

Die indische Regierung nimmt noch immer öffentliche Eingaben entgegen. Wir brauchen dringend eine strengere Anwendung der Gesetze sowie ein groß angelegtes öffentliches Aufklärungsprogramm, um die grotesken und doch weit verbreiteten Haltungen zu ändern, die derartige Gewalt gegen Frauen ermöglichen. Wenn 1 Million von uns Indien jetzt zum Handeln auffordern, können wir dafür sorgen, dass sich der Horror dieser jungen Frau nicht wiederholt und stattdessen neue Hoffnung ensteht:

http://www.avaaz.org/de/end_indias_war_on_women/?bviusbb&v=20710

Der Anführer der Vergewaltiger sagte kalt, die Frau habe es verdient, weil sie es gewagt hat, sich ihm zu widersetzen. Dem Opfer die Schuld zu geben, ist in der ganzen Gesellschaft verbreitet -- auch bei der Polizei, die bei Vergewaltigung oft nicht ermittelt. Solche Ansichten unterdrücken die Frauen - überall. Groß angelegte Aufklärungskampagnen haben das Verhalten der Menschen in Bezug auf das Rauchen und Alkohol am Steuer drastisch geändert. Sie können auch einen Einfluss auf die Behandlung von Frauen haben. Die Bekämpfung der zugrunde liegenden Ursachen der indischen Vergewaltigungs-Epidemie ist entscheidend, zusammen mit besseren Gesetzen und zügigeren Gerichtsverfahren.

Werbung in Indien ist relativ billig und eine signifikante Finanzierungszusage der Regierung könnte die Aufmerksamkeit über verschiedene Medienkanäle für einen längeren Zeitraum sichern. Zielgruppe solcher Anzeigen wären männliche Subkulturen, in denen konservative Frauenfeindlichkeit herrscht, um solche Ansichten direkt anzuprangern und bloßzustellen. Diese Botschaften sollten beispielsweise durch bekannte Sportler transportiert werden, die für die Zielgruppe Vorbildcharakter haben.

Wir haben nur noch wenig Zeit, um Einfluss auf die offizielle Kommission zu nehmen, damit diese Wege findet, die Welle der sexuellen Gewalt in Indien in den Griff zu bekommen. Wenn wir Erfolg haben und die Einstellungen und Verhaltensweisen in Indien wirklich ändern können, kann das Modell auch in anderen Ländern angewandt werden. Das investierte Geld zahlt sich mehr als aus, indem es langfristig Armut reduziert und die Entwicklung vorantreibt. Der Umgang mit und die Befähigung von Frauen gilt als einer der wichtigsten Aspekte für den sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt. Klicken Sie hier, um eine klare Botschaft an die indische Regierung zu senden:

http://www.avaaz.org/de/end_indias_war_on_women/?bviusbb&v=20710

Vom Widerstand gegen die Steinigung von Frauen im Iran über die Unterstützung der reproduktiven Rechte von Frauen in Marokko, Usbekistan und Guatemala bis hin zur Förderung von Aktionen gegen den zunehmenden "Vergewaltigungshandel" mit entführten und verschleppten Frauen und Mädchen -- unsere Gemeinschaft hat immer in der ersten Reihe gestanden, um den Missbrauch von Frauen zu bekämpfen und zu beenden. Beginnen wir dieses Jahr mit Entschlossenheit in Indien.

Voller Hoffnung,

Emma, Ricken, Luis, Meredith, Iain, Ian, Marie, Michelle, Alaphia, Allison und das gesamte Avaaz-Team

WEITERE INFORMATIONEN:

Vergewaltigungsfall in Indien: Ende der Ignoranz (Spiegel)
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/vergewaltigungsfall-in-indien-hoffen-auf-gesellschaftliche-wende-a-875609.html

Inderin nach Massenvergewaltigung gestorben (Welt)
http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article112286892/Inderin-nach-Massenvergewaltigung-gestorben.html

Blutend am Straßenrand, und niemand half (Stern)
http://www.stern.de/panorama/vergewaltigung-in-indien-blutend-am-strassenrand-und-niemand-half-1950422.html

Schwere Vorwürfe gegen indische Polizei (Tagesschau)
http://www.tagesschau.de/ausland/vergewaltigung-indien100.html

Verma-Komitee überflutet mit Vorschlägen gegen Vergewaltigung (News One India - englisch)
http://news.oneindia.in/2012/12/26/verma-committee-flooded-with-suggestions-on-rape-1120658.html

70% der Frauen erfahren physische oder sexuelle Gewalt in ihrem Leben (UNO-Report)
http://www.un.org/en/women/endviolence/pdf/apromiseisapromise.pdf


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Danke für Ihren Einsatz um sicherzustellen, dass Gewalttaten gegen Frauen in Indien verhindert und bestraft werden. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Regierungskommission unsere Stimmen hört:

Bitte leiten Sie die folgende E-Mail an Freunde und Bekannte weiter und veröffentlichen Sie den Link auf Ihrer Facebook-Pinnwand.

http://www.avaaz.org/de/end_indias_war_on_women/?tviusbb

Nochmals herzlichen Dank für Ihre Hilfe,
Ihr Avaaz-Team