Thema:
Energie / Rohstoffe
Ressourcenkriege wegen Lithium?
Dr. Daniele Ganser zur Energiewende und Elektrofahrzeugen
Der Fehlende Part
Am 03.12.2018 veröffentlicht
Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser ist ein überzeugter Tesla-Fahrer und ein Freund der Energiewende. So kritisiert er bereits seit Jahren den unglaublich hohen Erdölverbrauch und vergleicht ihn mit einem Rausch, der wohl oder übel irgendwann mal vorbei sein muss. Ganser sieht in der Elektromobilität eine Lösung. Allerdings wird das gängige E-Auto mit einer Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet, die auch auf gewisse natürliche und knappe Ressourcen angewiesen ist. Verlagern wir somit unser Erdölproblem auf eine andere knappe Ressource, besteht somit die Möglichkeit eines Lithium-Krieges? Gewalttätig ausgetragene Konflikte um Kobalt finden aktuell zum Beispiel schon im Kongo statt, was passiert, wenn nun die Chinesen, mit dem global entscheidendsten Automobilmarkt, auf das E-Auto umsteigen?
Außerdem spricht Jasmin Kosubek mit Herrn Ganser über die biotische und abiotische Entstehungs-Theorie von Erdöl. Darüber hinaus stellt Kosubek dem Popstar der Friedensbewegung eine entscheidende Frage: wo bleibt die große, sichtbare Friedensbewegung auf der Straße?
Kategorie Nachrichten & Politik
Kommentare
Wellenstrom
Kompliment an Frau Kosubek. Ist im Laufe der Zeit an ihrer Aufgabe gewachsen. Hatte sie lange belächelt, aber hier macht sie (nicht nur optisch) eine gute Figur. So sehr ich Herrn Gansers Arbeit schätze, in der Energiefrage dreht er sich fatal im Kreis. Elektromobilität, Windkraft und Solarenergie sind KEINE Alternativen, sondern schaffen z.B. auch in einigen geostrategischen Feldern neue Konflikte. Was Erdöl und Erdgas betrifft. 1. scheint es durchaus möglich zu sein, dass Erdöl abiotischen Ursprungs ist, 2. finden sich laufend neue Erdöl- und Erdgasfelder. In meiner Jugend hat man Peak Oil und darauf folgende Verknappung schon um das Jahr 2000 prognostiziert. Pustekuchen! Die Verknappung, wenn sie denn stattfindet, ist "artifiziell", politisch und aus betriebswirtschaftlichen Gründen motiviert und begründet.
Bo Ne
Auch wenn ich mir nen Tesla leisten könnte ..... Ich fahre beruflich 50000 km im Jahr. Es fehlt schlicht die Infrastruktur zum Laden . Auch die schwedische Studie was ein Batterieauto an Umweltlasten bringt ist nicht zu unterschätzen . Mal ganz davon abgesehen, das bei einem Unfall die Feuerwehr die Autos abbrennen lässt wegen der 400 bzw. bei Audi jetzt 800 Volt die auf dem Schrotthaufen anliegen! Da kann schon Starkregen tödlich sein ..... Auf der anderen Seite haben wir in DE 6 U-Boote mit Brennstoffzellen (ok, fahren nicht. liegt aber nicht am Antrieb). Im Modellbauladen kann ich mir nen 10cm-großes Miniauto kaufen , spritze Leitungswasser rein und das Ding fährt ! .
Jo Mo
Und solange es keine brauchbare Speichertechnologie gibt, werden die grünen Energievisionen nur Phantasien bleiben.