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Dienstag, 7. Januar 2014

"Pussy Riot" kämpft weiter "Wir werden das System ändern"

Thema: Manipulation durch einseitige Berichterstattung
Normalerweise ist die Meldung keinen Blogbeitrag wert, aber es ist wieder ein so dreister Manipulationsversuch, dass es schon deshalb sein muss.

t-online schrieb

"Das System muss geändert werden, und das werden wir tun."
Mit diesem Signal der Entschlossenheit haben die gerade erst freigelassenen "Pussy-Riot"-Aktivistinnen Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina eine klare Kampfansage an Russlands Präsident Wladimir Putin formuliert. Auf einer Pressekonferenz in Moskau kündigten sie an, sich weiter für Menschenrechte und bessere Haftbedingungen einsetzen zu wollen.



Maria Aljochina (links) und Nadeschda Tolokonnikowa wollen sich auch künftig für Menschenrechte einsetzen (Quelle: dpa)
Was Wladimir Putin betrifft, hat sich unsere Haltung zu ihm nicht geändert", erklärte die 24-jährige Tolokonnikowa und fügte hinzu: "Wir wollen ihn weiterhin vertreiben."
Außerdem sei sie dafür, dass der vergangene Woche freigelassene Putin-Feind Michail Chodorkowski für die Präsidentschaft kandidiere.

Ex-Oligarch lehnt politisches Engagement ab

Der frühere Oligarch und Öl-Milliardär ist allerdings nach seiner Freilassung zuerst nach Deutschland gereist und möchte absehbar nicht in die Heimat zurückkehren und sich noch weniger politisch engagieren. Der "Kampf um die Macht" interessiere ihn nicht. Politische Gefangene wolle er aber unterstützen.

Das ist der entscheidende Ansatz von "Pussy Riot": Ihre ehemaligen Mitgefangenen fürchteten, dass sie nach der Freilassung der prominenten Häftlinge in Vergessenheit geraten. "Wir werden für sie kämpfen. Aber es geht nicht nur um unser Lager. Wir wollen, dass Tausende Menschen aus den Gefängnissen befreit werden."

Sie wollen in Russland bleiben

Auswanderungsgedanken hegen die jungen Frauen nach eigenen Angaben "in den nächsten Jahren nicht. Wir haben viel zu tun - hier in Russland". Im Zuge einer Generalamnestie waren beide von Putin begnadigt worden.

Schon in einer ersten Stellungnahme sofort nach ihrer Freilassung machten die Regime-Gegnerinnen deutlich, dass sie nicht um einen solchen Gnadenakt gebeten hätten. Es gebe viele andere Menschen, die dringender freigelassen werden müssten.

Aufruf zum Boykott

Aljochina kritisierte die Amnestie, von der sie und ihre Mitstreiterin ebenso wie Chodorkowski profitierten, als einen "PR-Trick" Putins vor den Olympischen Winterspielen 2014 in der russischen Schwarzmeer-Stadt Sotschi. Tolokonnikowa rief dazu auf, das Sportereignis zu boykottieren, und kritisierte, ganz Russland sei ein "einziges Straflager"

Sie sprachen von Lagerinsassen, "die zwischen Leben und Tod stehen". Aljochina fürchtet, dass Menschen in den Strafkolonien Russlands sterben könnten. Wer sehr lange in Haft bleibe, könne sich darüber selbst verlieren und nie mehr frei sein.

Kein Interesse an Häftlingen

Das Schlimmste, so Aljochina, sei, dass der Staat und die meisten Bürger sich nicht um das Schicksal der Häftlinge scherten. "Der Staat interessiert sich nur dafür, möglichst viele Menschen in Polizeiuniformen zu stecken. Das System ist völlig korrumpiert."

Die Aktivistinnen traten wie immer sehr forsch auf, erweckten aber auch den Eindruck, dass die Haft ihnen zugesetzt hat.

Gerechtigkeit und Mitgefühl

Der Kampf sei für sie auch im Lager immer weiter gegangen. Tolokonnikowa berichtete davon, dass ihr Hungerstreik dazu geführt habe, dass die Insassen nun beispielsweise nicht mehr 16 Stunden am Stück arbeiten müssten.

Nach ihren Prioritäten gefragt, nannte Tolokonnikowa die Losungen Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Solidarität und Mitgefühl. Eine mögliche Zusammenarbeit mit Chodorkowski empfänden sie als Ehre.

Vermarktung kein Thema

Es würde dabei aber um ideelle, nicht um finanzielle Dinge gehen. Geld erhalte "Pussy Riot" nur aus Spenden. Eine Vermarktung ihres Namens komme nicht in Frage, um sich nicht angreifbar zu machen.

Die beiden Musikerinnen und Aktivistinnen waren im Februar 2012 nach einer Protestaktion in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale verurteilt worden. Ihr an einem der heiligsten Orte des Landes aufgenommenes Video richtete sich gegen Putin und die orthodoxe Kirche.

Wegen "Rowdytums" sollten die Frauen zwei Jahre in Lagerhaft. Nach rund 20 Monaten kamen sie nun frei. Ihre ebenfalls wegen der Aktion verurteilte Mitstreiterin Jekaterina Samuzewitsch kam auf Bewährung frei. Die Urteile hatten weltweit Proteste ausgelöst. In Russland ist die Band aber weit weniger populär.
t-online.de, AFP


Kommentare

» der Kommentar des Blogschreibers«

Nicht nur t-online, die halbe westliche Presse hatte das Thema auserkoren.
Als wenn die "Damen" so weltbewegend wichtig sind!

Damals, als die "Damen" verurteilt wurden, wurde von westlichen Medien immer die wichtigsten Vergehen unterschlagen. Dann war lange Ruhe. Jetzt wo sie begnadigt werden, langt die sensationsgierige Meute wieder hin.
Oder waren sie etwa nur so wichtig weil sie gegen Putin randalierten?

Warum wird nur das erwähnt, was die Menschen im Westen gegen Putin aufbringt?
Warum berichtet kein westliches Medium über den vollen Umfang ihrer "Glanztaten" weshalb sie verurteilt wurden.
Nur für den provozierenden Mummenschanz in russischen Kathedralen und für ihr Rumgehopse in bunter Verkleidung haben sie kein Arbeitslager bekommen.

Warum liest man nichts darüber, was sie auf dem Altar der Kathedrale getrieben haben, warum berichtet kein Blatt darüber, was sie mit männlichen Begleitern vor den Besuchern russischer Museen öffentlich aufgeführt haben?

Wird das unterschlagen weil es Putin recht geben würde?
Weil die Empörung auch in Deutschland riesig wäre, wenn die Bevölkerung das wüsste?

Oder weil sie für die gleichen Taten bei den prüden Freunden unserer Regierung, die ja wenn es um sexuelle Handlungen geht, schon Fünfjährige in Handschellen abführen lässt, für Jahrzehnte, ohne Aussicht auf Begnadigung, weggesperrt würden?

Der Frust der Freunde unserer Regierung auf Putin muss groß sein, wo das US-Magazin "Forbes" ihn auch noch zum "Mächtigsten Mann der Welt" gekürt hat und nicht Obama.
Merkel ist auf Platz fünf abgerutscht, aber das ist keine Meldung wert.

Da müssen sich die regierungs- und USA-hörigen Medien natürlich an jede noch so kleine Nachricht klammern und sie zu einem weltbewegenden Ereignis aufblasen, hauptsache es geht gegen Putin oder gegen Russland.

Weitere Beispiele für gesteuerte Volksverdummung findet man hier:

http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/01/ard-der-zynismus-des-tagesschau-chefs.html


Lutz601
@gleis14: Russland scheint aber doch demokratisch genug zu sein um es den Damen zu erlauben, sich offen in den Medien aller Welt zu präsentieren um ihre Meinung kund zu tun. Und das auch noch in "SIBIRIEN"!

Mommy
In Deutschland sind das Störung der Religionsausübung und Hausfriedensbruch und kann mit Gefängnis bestraft werden. Geschieht so etwas in Russland sind das Aktivisten. Für wie blöd hält man uns eigentlich?

Schuschi
Man könnte auch kommentieren, so baut der Auslandsgeheimdienst seine Leute auf und platziert sie im Westen. Dieser empfängt die derart `geschundenen` mit offenen Armen. Schau ich mir die beiden Damen an, sind sie doch wohlgenährt und gut gepflegt, gar nicht so als wenn sie aus einem Lager kommen.

waltermann
Ich wette, die werden rechtzeitig nach Deutschland kommen und hier Sozialhilfe bekommen! Sie haben ja schließlich gegen Putin und für die "westliche Demokratie" gekämpft. Unsere lenkenden Medien werden schon dafür sorgen, dass sie hier als Freiheitskämpfer gefeiert werden.

Tipsy
Wenn ich Greenpeace-Aktivist wäre, dann würde ich mir energisch verbitten, mit diesen Pussy Riots in einem Atemzug genannt zu werden. Die "Dämchen" wollen Aufmerksamkeit, sonst nichts. Nach Sotschi sind die schneller wieder in Sibirien, als sie sich träumen lassen, wenn sie so weiter stänkern.

GMinrath
Verschont uns doch mit diesen Stories, die betrügerische Großkapitalisten wie Chodorkowski und die Tussies, deren wesentliche Argumente ihre Geschlechtsteile sind, zu demokratischen Lichtgestalten umlügen sollen. In Wirklichkeit handelt es sich hier nur um nützliche Idioten der USA.

vonundzu
Zitat "Das Schlimmste, so Aljochina, sei, dass der Staat und die meisten Bürger sich nicht um das Schicksal der Häftlinge scherten. " ... wäre ihr das Deutsche System lieber? Das wo die Gefangenen besser leben wie so manche Deutsche, die ihr Dasein in Freiheit fristen müssen? Sie meint wohl freie Kost und Loggie plus Fittness und PayTV, dazu gibts noch Kostenlose Ausbildung und ein Taschengeld, so läuft das im Deutschen Knast.
Also da ist mir das Russische System dann doch lieber, die meisten die einsitzen sind selbst Schuld und haben anderen Schaden zugefügt, sie dafür auch noch besser zu behandeln wie ihre Opfer ist einfach nur ein Verbrechen.

jojo-basis
denen ging es in der haft noch zu gut, sollen lieber mal was arbeiten. an putin seiner stelle würde ich sie für immer wegsperren. nehme an das wir sie bald auf dem hals haben

vonFaltin
Rußland geht es so gut wie noch nie, wie ich mich von einem Besuch überzeugen konnte. Die blöden Weiber scheinen keine Ahnung von Politik, Geschichte und Völkern zu haben. Wer ist da eigentlich der Drahtzieher. Man will Rußland destabilisieren, das ist alles. Genaue Erörterungen darüber würden hier zu weit führen.

OmaElvira
Ich darf mal daran erinnern, dass Putin vom russischem Volk in freier Wahl mit großer Mehrheit gewählt wurde. Mitbewerber ein Kommunist hatte ca. 17 und andere unter 10 Prozent. Gerade die westlichen Scheindemokraten sollten dies beachten, denn z.B. als Deutsche dürfen wir unsere Kanzlerin und den BP nicht wählen... Gelle

vonundzu
und wie gesagt... die Mädls aber auch Chodorkowski sehen nun wahrlich nicht nach übelsten Zuständen im Russischen Knast aus... vielleicht geht es weniger prominenten Insassen schlechter, aber so ist das nunmal das Leben ist nur für die Reichen und berühmten ein Zuckerschlecken.



Montag, 23. Dezember 2013

Chodorkowski dankt Genscher und Merkel - Putin nicht

Thema: Chodorkowski auf allen Kanälen

Pressekonferenz in Berlin
22.12.2013, 15:56 Uhr | AP/dpa, rtr, AFP, dpa, t-online.de

Der Kremlgegner Michail Chodorkowski hat sich bei einer Pressekonferenz im Mauermuseum am Checkpoint Charlie in Berlin erstmals ausführlich zu seiner Haft und seinen Zukunftsplänen geäußert. Das öffentliche Interesse war riesig, nicht alle Journalisten fanden Platz in den Räumen. Ein besonderer Dank Chodorkowskis galt Hans-Dietrich Genscher - und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Im dunklen Anzug, weißen Hemd und dezent blauer Krawatte gibt der am Freitag aus Russland ausgereiste Chodorkowski zunächst eine Stellungnahme ab und beantwortet dann die Fragen der Journalisten. Selbst als das Gespräch auf die schwersten Momente seiner Haftzeit kommt, behält der kurz geschorene Chodorkowski die Fassung.

Nach zehn Jahren in Haft präsentiert sich der 50-Jährige zurückhaltend und hoch konzentriert. "Ich habe lange Zeit über die Dinge nachgedacht, die ich hier sage", erklärt er. Namentlich bedankt sich Chodorkowski in der Pressekonferenz bei den ehemaligen Außenministern Hans-Dietrich Genscher und Guido Westerwelle und bei Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Ohne den Einsatz Merkels und die "Anstrengungen" Genschers wäre er nicht in Freiheit, sagte Chodorkowski in Gegenwart seiner Eltern bei der Pressekonferenz. Durch die Bemühungen Genschers sei "ein Punkt erreicht" worden, durch den "die Yukos-Sache" an ein Ende kommen könne. Zu Merkel sagte er: "Sie hat es möglich gemacht, dass ich heute in Freiheit bin."

"Schwieriger Mensch" Putin

Zu seinen Zukunftsplänen vermochte Chodorkowski nicht viel zu sagen, zu frisch sind noch die Eindrücke von Haft und Freilassung. Er habe erst als er im Flugzeug saß erfahren, dass das Ziel der Reise Berlin sei.
Zum Umgang mit dem "schwierigen Menschen" Wladimir Putin wollte Chodorkowski westlichen Staatsmännern keine Ratschläge geben. Dem russischen Präsidenten hatte der 50-Jährige ausdrücklich nicht für seine Freilassung gedankt.

Rückkehr vorerst ausgeschlossen

Eine Rückkehr nach Russland schloss Chodorkowski für die nahe Zukunft aus. Der russische Regierungskritiker ließ offen, wie lange er in Deutschland bleiben wird. Er habe noch keine Möglichkeit gehabt, mit seiner Familie darüber zu sprechen, sagte er. Sein Visum für die Bundesrepublik gelte für ein Jahr. Auch zu seinen weiteren Plänen erklärte der ehemalige Ölmagnat, er habe noch keine Entscheidung getroffen. Über seine Zukunft wolle er mit Freunden sprechen.

Chodorkowski sprach sich gegen einen Boykott der ersten russischen Olympischen Winterspiele aus. Die Spiele in Sotschi seien ein "Fest des Sports" für Millionen von Menschen. "Das sollte man nicht verderben", sagte Chodorkowski. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass Kremlchef Wladimir Putin das Spektakel nicht zu einem "persönlichen Fest für sich" mache.

Keine Rückkehr ins Geschäftsleben

Chodorkowski will sich nach seiner Freilassung für politische Gefangene in Russland einsetzen. Er wolle alles tun, um auch ihnen zur Freiheit zu verhelfen, sagte der 50-Jährige im Berliner Mauermuseum.

Angesichts der prowestlichen Massenproteste in der Ukraine forderte er außerdem eine Freilassung der dort inhaftierten Oppositionsführerin Julia Timoschenko. Er hoffe, dass der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch die frühere Regierungschefin in die Freiheit entlasse. Das Schicksal der schon mehrere Wochen lang von proeuropäischen Protesten erschütterten Ex-Sowjetrepublik lasse ihn nicht gleichgültig, weil er auch viele Verwandte in der Ukraine habe.

Chodorkowski selbst nicht ins Geschäftsleben zurückkehren. Als Chef des mittlerweile zerschlagenen Ölunternehmens Yukos habe er als Unternehmer alles erreicht und sei finanziell abgesichert genug.

Schon Kraft zum Scherzen

Als der einst reichste Unternehmer Russlands vor der Pressekonferenz auf sein verbliebenes Vermögen angesprochen wurde, hatte er schon wieder die Kraft zum Scherzen. Seine finanziellen Verhältnisse kenne er nicht. "Aber Fußballvereine werde ich ganz sicher nicht kaufen", sagte er mit einem Lächeln in Anspielung auf sportbegeisterte Oligarchen wie Roman Abramowitsch.

Der 50-Jährige will auch der russischen Opposition kein Geld geben. Nach seiner Freilassung aus russischer Lagerhaft kündigte der Ex-Milliardär an, dass er die Opposition gegen Präsident Wladimir Putin nicht finanzieren werde. Er wolle künftig nicht als "Sponsor für politische Parteien" auftreten.

Keine Karriere in der Politik

Zu Berichten über eine eigene Karriere in der Politik sagte er: "Ich denke, die Leute, die sich wirklich um mein Schicksal gekümmert haben, haben keinen Anlass für solche Spekulationen." Er werde keine Politik betreiben.

Chodorkowski gab dabei auch bekannt, dass er auf einen neuen Rechtsstreit um den früheren Ölkonzern Yukos verzichten will. "Ich werde nicht um meine Yukos-Anteile kämpfen." Als Chef von Yukos war er einst zum reichsten Mann Russlands geworden. Zur Rolle der Opposition sagte er: "Die Opposition hat derzeit keine starken Perspektiven, aber sie sind viel besser als noch vor zehn Jahren."
22.12.2013, 15:56 Uhr | AP/dpa, rtr, AFP, dpa, t-online.de


Kommentare

» der Kommentar des Blogschreibers «

Was der Jubel in den meisten deutschen Medien soll, erschließt sich mir nicht.
Da wird ein verurteilter Straftäter vorzeitig freigelassen, nicht aus Gnade sondern wegen eines Amnestiegesetzes und in Deutschland übertrifft ein Blatt das andere im Hochloben dieses “Kremlgegners”.

Allerdings habe ich in keiner Meldung lesen können, warum Herr Chodorkowski überhaupt verurteilt war und im Gefängnis saß. Das einem Gegner Putins so sehr gehuldigt wird ist verdächtig, gerade weil sich auch unsere US-hörigen Regierungsdarsteller um ihn bemühen.

Wer nur etwas nach den Hintergründen sucht, wird überrascht werden. Er ist gar nicht der Saubermann, als der er in den deutschen Medien dargestellt wird, er hat jede Menge Dreck am Stecken.

Anscheinend reicht es für diese einseitigen, regierungsnahen Organe aus wenn einer sich als Putin-Gegner ausgibt, um in Jubelarien auszubrechen.
Dass der Mann nach dem Ende der Sowjetunion, zur Zeit und mit Duldung Jelzins sich sehr viel Eigentum des russischen Volkes unter den Nagel gerissen hat, spielt wohl keine Rolle für die Berichterstattung.

Auch dass er versucht hat, die amerikanischen Konzerne Exxon Mobil und Chevron Texas an der russischen Ölfirma Jukos zu beteiligen, wird geflissentlich übersehen.
Ebenso übersieht man großzügig viele Leichen, die seinen Weg pflastern.
Keiner fragt, woher er das Geld hatte, um damals die Kommerzielle Innovationsbank vom Exekutivkomitee des Moskauer Sowjets kaufen zu können.
Keiner fragt, weshalb er das Ölunternehmen Jukos für 309 Millionen Dollar und damit weit unter dem Marktwert kaufen konnte welches kurze Zeit später bereits auf fast 40 Milliarden Dollar geschätzt wurde.

Ein ähnliches Verbrechen kam doch vor einiger Zeit in den USA ans Tageslicht. Der US-Milliardenbetrüger Bernard Madoff wurde dafür zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt. Da erscheinen die paar Jahre für Chodorkowski doch geradezu lächerlich.

Man stelle sich das einmal umgekehrt vor, ein Amerikaner versucht russische Firmen in den US-Ölmarkt zu schleusen! Ob er er das überhaupt überleben würde?
Wenn man bedenkt wie mit Manning oder Snowden verfahren wird …
Apropos Snowden,
Wäre Snowden auch jüdischer Herkunft wie Chodorkowski, sähe es dann mit einem Visum für Deutschland anders aus werte Politikerdarsteller?

Hier kann man einiges über Chodorkowski lesen: LINK

Vielleicht auch in dem Zusammenhang noch interessant:
Sonntag, 22 Dezember 2013 06:28 - http://german.irib.ir/nachrichten/politik

 
Acht Jahre Gefängnis wegen Umgehung von Iran-Sanktionen
Maryland/USA (Annapolis/Irandiplomacy) - Ein Gericht im US-Bundesstaat Maryland hat am heutigen Sonntag den iranisch stämmigen Amerikaner und Geschäftsmann Nader Madanlou zu acht Jahren Gefängnis und 10 Mio. Dollar Geldstrafe verurteilt. Ihm wurde, wie es formuliert wurde, Unterstützung Teherans zur Umgehung der Sanktionen im Jahr 2005 vorgeworfen.
Laut AP hat dieser Iraner nach Anschuldigungen von US-Behörden illegal dem Programm in Iran zum ersten Satellitenabschuss geholfen- der 53-jährige Nader Madanlou wurde von einem Bundesgericht zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Der Staatsanwalt hatte 16 bis 20 Jahre Haft gefordert.



Sedan
Prima! Chodorkowski haben wir befreit, jetzt ist die gesamte Ukraine dran. Endlich mal ein Erfolg.

Barthagame
ist ein russisches Mafia-Typ, und zwar einer der schlimmsten. Im Spiegel war vor einiger Zeit ein ausführlicher Artikel über ihn, wie er Leute beseitigen lies, die ihm im Wege standen. Der steht seinem Kollegen, dem Paten aus Sizilien in nichts nach.
Warum setzen sich höchste Politikerkreise aus D für ihn ein? Kann mir das mal einer erklären?

unlimited1958
Nach meinen Recherchen hat Chodorkowski nach dem Zusammenbruch der UDSSR die Gunst der Stunde genutzt und spottbillig eingekauft. Wie auch bei uns viele Unternehmer nach der Wende von der Treuhand Großbetriebe für 1 Deutsche Mark kauften. Anschließend hat er die auch bei uns bestehenden Steuerschlupflöcher genutzt, was Putin bei anderen Oligarchen auch geduldet hat. Insofern gehe ich von einer politisch motivierten Verurteilung aus.

Willi25
Neuer Versuch: Wann setzen sich Merkel und Genscher für den "Steuerreduzierer" Hoeneß ein?

Engel
Warum wiederholen manche Dauer-User hier stereotyp ihre Fehler die oft begründet korrigiert wurden ?
Chodorkowski's Strafprozeß ist lt. Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte NICHT politisch motiviert :
d.h. dass der Mann ein (immer noch superreicher) verurteilter Krimineller ist - aber KEIN Kämpfer für Menschenrechte: Kein Grund, ihm in unserem Land eine öffentliche Plattform zu bieten und ihm als verurteiltem Straftäter einen Heiligenschein umzuhängen !
Er hat das laut seinen Mitteilungen in seiner Pressekonferenz !!?? begriffen - warum begreifen es manche Deutschen nicht.....

settler 12
Jeder der Russland provoziert und zu unüberlegten Handlungen veranlassen könnte , ist hier im Westen hoch Willkommen und wird hofiert.
Nicht nur von der Politikerkaste sondern auch von den nicht freien Medien.

Stani
Es gibt keine Berichte mehr über die Ukraine, Ägypten, Syrien und viele andere einmal wichtig erscheinende Meldungen. Unsere unabhängige Presse ist wie die Politik das Machtinstrument der herrschenden Klasse, die USA. Auch Chodorkowski wird schnell verschwinden, wenn er nicht bereit ist, sich gegen Russland zu äußern.

zukunftfuerd2
Deutsche Politiker wollen zeigen, dass sie außenpolitisch mitmischen können. In Wahrheit sind sie feige, größenwahnsinnige, erbärmliche und armselige Zwerge, innenpolitisch verhalten sie sich wie verspielte und blinde, aber gefährliche Clowns, die nichts zum Wohle des Volkes tun.

Sini
Ein Held sehr fragwürdig, Merkel & Co sollten sich für die richtige Helden einsetzen zum Beispiel Snowden, aber da verlässt der Mut, ach klar da sind ja unsere " freunde " dagegen. Für die Betrüger stehen unsere Grenzen immer offen Timoschenko, Chodorkowski wer kommt als nächstes?

Nachtrag 23.12.2013 13:13 Uhr
DonPillo sagt:
Dieser bemitleidenswerte Oligarch hat neben anderen seiner Sorte wie Abramovic etc..unter Jelzin im Auftrag US amerikanischer Finanz”leute” für wenige Kopeken das Barrel Öl angeeignet und zu $ Weltmarktpreisen auch ins westliche Ausland verscherbelt.So konnte sich dieser Oligarch in wenigen Jahren bis zu 9 MILLIARDEN US $ Vermögen ergaunern,während die russische Matka sich die Kartoffelschalen aus der Mülltonne kratzen mußte.
Sein Glaubensbruder Abramovic setzte sich rechtzeitig mit seinen ebenfalls ergaunerten MILLIARDEN nach London ab,wo er sein Geld in Fußballclubs investiert und mit seiner 135 Millionenyacht vor Monaco rumschippert. Chodorkowski giff in Russland nach der politischen Macht-und das war sein Fehler.Putin schlug ihm die Hand ab.
Und für einen solchen Charakter setzt sich Merkel,Genscher etc. mit aller Macht ein.
DAS SPRICHT BÄNDE!!!!