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Sonntag, 26. November 2017

OXFAM - Beschneidung von Frauen




Oxfams Arbeit in aller Welt – Informationen und Hintergründe

Zur Online-Version


Virginie Mounkoro arbeitet bei Oxfams Partner-Organisation APSEF und klärt in Mali über weibliche Beschneidung auf.





Liebe Leser,

wussten Sie, dass heute der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ ist? Ein sperriger Begriff für ein wichtiges Anliegen. Auch Oxfam setzt sich gegen Gewalt an Frauen ein. Zum Beispiel in Mali, wo weibliche Beschneidung weit verbreitet ist. Wie eine Beschneiderin zur überzeugten Gegnerin dieser Praxis wurde und was ausgefallene Zähne damit zu tun haben, lesen Sie hier.

Außerdem in diesem Newsletter: ein Video, das drastisch auf den Punkt bringt, was uns die Steuervermeidung von Konzernen wirklich kostet. Die Ängste und Hoffnungen irakischer Jugendlicher. Und die Geschichte von Letwin, der Hunger und Durst oft die Kraft für die Schule rauben. Zu guter Letzt: Tipps für faire Weihnachten.

Herzliche Grüße

Ihr
Oxfam-Team




Inhalt:
•
Paradise Papers: Der Preis der Steuervermeidung
•
Letwin aus Simbabwe: Zu schwach für den Schulweg
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Video: Generation 2000 – Jugend­liche im Irak
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Es weihnachtet fair: Tipps für eine nachhaltige Adventszeit
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Nachrichten im Überblick
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Freie Stellen
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Termine










Aktuelles






Paradise Papers: Der Preis der Steuervermeidung
Wenn große Konzerne ihre Gewinne in Steueroasen schaffen und mit dreisten Tricks Steuervermeidung betreiben, schadet das uns allen. Denn das Geld fehlt letztlich in unseren Sozialsystemen, in der Bildung und bei der Gesundheitsversorgung. Was das bedeutet, bringt dieses Video auf den Punkt.












Letwin aus Simbabwe: Zu schwach für den Schulweg
Die 13-jährige Letwin lebt mit ihrer Schwester in Simbabwe. Sie möchte zur Schule gehen. Doch oft ist sie vor Hunger und Durst zu entkräftet. Wie ihr geht es vielen Kindern in Simbabwe, wo erst jahrelange Dürre und dann heftige Regengüsse jegliche Lebens­grundlage zerstört haben. Wie Sie helfen können, erfahren sie hier!












Video: Generation 2000 – Jugend­liche im Irak
Irakische Jugendliche der Generation 2000, das sind junge Menschen, die nach der Invasion der amerikanischen Truppen im Irak aufgewachsen sind. Krieg, Gewalt und Tod haben ihr Leben geprägt. Drei von ihnen berichten von ihren Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen. Schauen Sie hier das Video an.












Es weihnachtet fair: Tipps für eine nachhaltige Adventszeit
Hmmm … Leckere Plätzchen, duftender Glühwein, süße Schokolade. In der Adventszeit lassen wir es uns gerne gut gehen. Aber geht es auch denen gut, die unsere Weihnachts-Leckereien produzieren? Hier ein paar Tipps, worauf Sie beim Einkauf achten und was Sie sonst noch tun können.





Mittwoch, 16. März 2016

AVAAZ - Somalia - Verstümmeln verbieten


In Somalia werden 98 Prozent aller Mädchen beschnitten — in keinem Land ist weibliche Genitalverstümmelung stärker verbreitet. Doch jetzt erwägt die Regierung ein Verbot des Rituals und mit Unterstützung aus aller Welt könnte das gelingen. Machen Sie jetzt mit:


unterzeichnen

Liebe Freundinnen und Freunde,

"Du bist tapfer, du bist mutig und morgen wirst du eine Frau" — mit diesen Worten wurde die sechsjährige Hibo Wardere in der somalischen Hauptstadt Mogadischu in eine Hütte geführt, wo eine "Beschneiderin" ihr mit einem Rasiermesser die Genitalien entfernte.

Hibo zählt zu den 200 Millionen Frauen und Mädchen in 30 Ländern der Welt, die Opfer weiblicher Genitalverstümmelung sind. Doch in Somalia, wo ganze 98 Prozent der Mädchen beschnitten werden, arbeitet die Frauenministerin gerade daran, die brutalen Eingriffe zu verbieten. Experten sind der Meinung, dass ein vollständiges Verbot in wenigen Wochen erzielt werden könnte, wenn die ganze Welt Nulltoleranz für weibliche Genitalverstümmelung in Somalia fordert.
In Puntland, im Nordosten Somalias, wurde gerade ein vollständiges Verbot vorgeschlagen und andere fortschrittliche Gesetze aus der Region sind in der Vergangenheit bereits von der Zentralregierung übernommen worden. Wenn wir jetzt alle diesen mutigen Einsatz für Frauen loben, können wir die Initiativen der somalischen Politiker stärken und dazu beitragen, dass in der nächsten Parlamentssitzung ein Gesetz verabschiedet wird. Machen Sie jetzt mit und verbreiten Sie die Aktion:

https://secure.avaaz.org/de/fgm_somalia_ban_loc/?baLosfb&v=73950&cl=9645083145

Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung. Der Eingriff hat keinerlei medizinischen Nutzen. Er ist sogar extrem gefährlich: Die Mädchen können aufgrund der unhygienischen Bedingungen an Infektionen sterben und die Narben können bei der Geburt oder während der Menstruation zu Komplikationen führen. Viele halten weibliche Genitalverstümmelung für ein religiöses Ritual, das die Heiratsfähigkeit erhöht und den Übergang ins Erwachsenenalter ermöglicht. Doch islamische Persönlichkeiten haben klargemacht, dass dieses Ritual absolut keinen religiösen Ursprung hat.
Gesetze allein sind nicht die Lösung — um diese brutale Praxis zu beenden, ist auch öffentliche Aufklärung nötig. Dennoch könnte diese Gelegenheit in Somalia dazu beitragen, Tausende junge Mädchen vor der anstehenden Beschneidung zu retten. Die derzeitige Regierung ist fortschrittlich und letztes Jahr wurde bereits ein Teilverbot angekündigt. Experten gehen davon aus, dass ¾ der Abgeordneten diese Initiative unterstützen könnten.Die Regierung von Puntland und die Frauenministerin führen diesen Reformprozess an. Wenn unsere Gemeinschaft ihnen Mut und Hoffnung zuspricht, wird sie das dazu anspornen, den Vorstoß im Parlament auf die Tagesordnung zu bringen und durchzusetzen. UNICEF arbeitet vor Ort unermüdlich daran, weibliche Genitalverstümmelung in Somalia zu beenden, und bittet jetzt um unsere Unterstützung. Unterzeichnen Sie die Petition und leiten Sie sie weiter:

https://secure.avaaz.org/de/fgm_somalia_ban_loc/?baLosfb&v=73950&cl=9645083145

Unsere Gemeinschaft setzt sich gegen Praktiken ein, die der Unterdrückung oder dem Missbrauch von Frauen und Mädchen dienen. Diesen Traditionen ein Ende zu setzen ist eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit: Es geht darum, eine Welt zu schaffen, in der unsere Töchter und Schwestern die gleichen Chancen erhalten wie unsere Söhne und Brüder. In Somalia ist weibliche Genitalverstümmelung weltweit am weitesten verbreitet. Wenn das Land das Ritual verbietet, würde es damit ein starkes Zeichen der Hoffnung setzen. Helfen wir Somalia jetzt, der Welt den Weg zu weisen und diese Grausamkeit zu beenden.

Voller Hoffnung,
 Lisa, Fatima, Mike, Ricken, Alice, Ari und das ganze Avaaz-Team

WEITERE INFORMATIONEN

Unicef: 200 Millionen Frauen von Genitalverstümmelung betroffen (Spiegel Online) http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/unicef-schaetzung-genitalverstuemmelung-bei-200-millione...

Mehr als 200 Millionen Frauen betroffen (Tagesschau.de)
https://www.tagesschau.de/ausland/unicef-beschneidung-genitalverstuemmelung-101.html

Und auf Englisch:

Somali minister hints at move to ban FGM (The Guardian)
http://www.theguardian.com/world/2015/aug/13/somali-minister-hint-fgm-ban-female-genital-mutilation

7 facts you need to know about female genital mutilation (Mashable)
http://mashable.com/2015/08/09/female-genital-mutilation/




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