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Sonntag, 7. Dezember 2014

Zum zweiten Advent: Weihnachten im Donbass

Thema: westliche Werte

Das Verhalten der christlich-jüdischen Wertegemeinschaft


Zwei Vermittler der christlich-jüdischen Werte ...


das sind aber nur die politischen Schwätzer, hier die harte Realität:


Kiews Blockade – Die Schlinge zieht sich zu
Von Mark Bartalmai
Es schneit in Donezk jetzt beinahe jeden Tag. Und es ist eiskalt draußen. Doch was an den Menschen in dieser Stadt hochkriecht, ist nicht so sehr die Kälte. Es ist dieses eine Gefühl, das sie mehr und mehr ergreift in diesen Tagen. Es ist Angst. Der Donbass steht vor einer humanitären Katastrophe ungeahnten Ausmaßes. Der Wahnsinn nimmt kein Ende und die nächste Runde wird eingeläutet.

Es sind Menschen, wie der Vater eines 17-Jährigen, der den Beschuss des Schulsportplatzes überlebt hat, die beinahe verzweifeln an der Situation. Als Witwer mit 5 Kindern und einem Job als Taxifahrer besteht die Zukunft nur aus einem einzigen Kontrast – Schwarz. Es sind die Bewohner von Makeevka, Gorlovka, Donezk und vielen anderen Orten, die vor den Trümmern ihrer Häuser stehen und vor ihren Toten. Die fortgesetzte systematische Zerstörung der Infrastruktur und der Wohn- und Lebensbereiche der Zivilbevölkerung, das tägliche Sterben sind zu einer grausamen Normalität geworden im Donbass. Es sind die einfachen Menschen, die seit Monaten gezwungen sind, immer neue Wege für ihr Überleben zu finden. Und sie finden sie. “Ja, wir werden hungern, aber wir weichen keinen Zentimeter.”


Kein Geld, kein Leben

Als wäre all dies nicht genug, zieht Kiew die Schlinge nun immer enger. Mit dem vorsätzlich herbeigeführten Zusammenbruch des Banken- und Geldsystems im Donbass seit dem 28.11.2014 liefert die ukrainische Seite die Bevölkerung in den umkämpften Gebieten nun einer weiteren Bedrohung aus. Zu den seit Monaten nicht mehr gezahlten Renten und Löhnen kommt nun, dass die Menschen selbst auf das Geld nicht mehr zugreifen können, was sie möglicherweise noch als Ersparnisse auf Bankkonten hatten.
Es ist schlicht aktuell nicht möglich, an Geld zu gelangen. Es ist ein weiterer Akt der Ignoranz gegenüber der im April in Genf vereinbarten Anbahnung eines Dialogs zwischen Kiew und dem Südosten. Es ist die bewusste Herbeiführung einer humanitären Katastrophe. Der Krieg wird immer offener nicht nur gegen die Volkswehr, sondern auch gegen die einfache und friedliche Bevölkerung geführt – gegen ältere Leute und Kinder.


Strom, Wasser und Wärme als Waffe

Tage ohne Wasser oder Wärme in den Wohnungen gehören in Donezk zum Alltag. Das Katz-und-Maus-Spiel beginnt immer wieder von Neuem. Die ukrainische Armee bombardiert neben zivilen Zielen auch gezielt Wasser- und Abwasserwerke sowie Zuleitungen und Wärme- und Stromkraftwerke, um den ohnehin harten Winter zu einem zusätzlichen Killer mutieren zu lassen. Reparaturteams der DNR und LNR wiederum versuche – teilweise unter Einsatz ihres Lebens selbst unter andauerndem Beschuss – die Schäden schnellstmöglich zu beheben. Kiews Energieministerium verschärfte nun die Gangart und hat angeordnet, die Arbeit seiner 252 Staatsbetriebe und –einrichtungen in der Zone der Kampfhandlungen in der Donbass-Region zum 28. November einzustellen. Das teilte das Ministerium am Donnerstag auf seiner Internetseite mit.Damit nicht genug: Die Betriebsleiter wurden beauftragt, Vorschläge zur Evakuierung ihrer Betriebe samt Mitarbeitern, Vermögenswerten und Dokumenten „aus der Zone der Sonderoperation in Gebiete zu unterbreiten, die unter Kontrolle der Kiewer Behörden sind“.


Krankenhäuser werden ehrenamtlich betrieben

De facto dürfte eine medizinische Versorgung Kranker und Verletzter im Donbass nicht mehr erfolgen – es werden keine Löhne und Gehälter für das medizinische Personal bezahlt, geschweige denn, dass Medikamente gekauft werden. Einerseits gibt es keine ausreichenden Medikamentenbestände mehr im Donbass – allein die mittlerweile permanenten russischen Hilfskonvois bringen dringend benötigte Medizin – andererseits können ggf. vorhandene Medikamente wegen fehlenden Geldes nicht gekauft werden. Und doch existiert medizinische Hilfe, arbeiten die Krankenhäuser am Limit. Zu verdanken ist das einzig und allein dem Willen der Ärzte und Schwestern, die jeden Tag zur Arbeit gehen. Die tun, was sie können, um zu helfen, auch ohne Aussicht auf Bezahlung. Die ihr Volk einfach nicht im Stich lassen. Es ist die Stärke ihrer Herzen und ihre Verbundenheit miteinander, die sie das tun lässt.

Dass immer noch Güter und Lebensmittel aus anderen Regionen der Ukraine in den Donbass geliefert wurden, soll nach Ansicht der ukrainischen Machthaber nun auch der Vergangenheit angehören. Es verdichten sich die Hinweise auf eine totale Blockade aller Ein- und Ausfahrtstraßen in und aus dem Donbass in Richtung West- und Zentralukraine. Kiew zieht die Schlinge zu und separiert den Donbass damit faktisch selbst. Dass die Städte trotzdem weiterhin bombardiert werden, wenn doch augenscheinlich die Abtrennung vom Rest der Ukraine mit allen Mittel eigenhändig betrieben wird, mag nur auf den ersten Blick verwundern. Es geht nicht um die Menschen, es geht um das Land. Das würde Kiew nur ungern hergeben. Der Donbass soll Teil der Ukraine bleiben – aber am liebsten leer. Ethnisch gesäubert.

Doch diese Rechnung wird nicht aufgehen. Sie wird nicht aufgehen, weil hier Menschen (über)leben, die sagen:
“Ja, wir werden hungern. Ja, wir werden frieren. Und ja, wir werden sterben – aber wir weichen keinen Zentimeter.” Und die, die das sagen tragen keine Uniformen und Waffen. Es sind die einfachen Menschen des Donbass. Und sie sind nicht zu unterschätzen in ihrem Überlebenswillen.

Über Mark Bartalmai

MARK BARTALMAI | UNABHÄNGIGER DEUTSCHER JOURNALIST Follow me into the truth | Swimming against the mainstream media Meine "Waffen" sind Kameras, Stifte und Tastaturen. Ich bin: Peacekeeper, "Informant", medialer Gegenpol zum Mainstream, Mensch mit Hang zur Menschlichkeit, Hassverachter, Anti-Propagandist, Fotograf, Berichterstatter, Wahrheitsliebender, im Besitz von Idealen, Willen, Überzeugung und Motivation jenseits von Ideologien, augestattet mit Schwächen und Stärken, Blickwinkelveränderer (auch und gerade bei sich selbst) ohne opportunistisch zu werden, Entwickeln ohne zu verbiegen Aktuell berichte ich aus dem Südosten der Ukraine, speziell aus dem Gebiet in und um Donezk.
Quellw: http://kaceo.info/2014/12/06/kiews-blockade-die-schlinge-zieht-sich-zu/



Dinge, die die Welt nicht sehen möchte:
Faschismus in der Ukraine



Ohne Worte
Schwarz - Rot - Grün
ihre deutschen Unterstützer


Quelle:
http://remembers.tv/durfen-wir-vorstellen-2/

mehr dazu:
http://varjag-2007.livejournal.com/7258378.html





Beitrag erstellt mit Hilfe von Klaus