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Mittwoch, 27. März 2019

Gesundheitskosten 2017

Government Site Builder Standardlösung Gesundheitsausgaben im Jahr 2017: +4,7 %
veröffentlicht 21. März 2019

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland beliefen sich im Jahr 2017 auf 375,6 Milliarden Euro oder 4 544 Euro je Einwohnerin beziehungsweise Einwohner. Dies entspricht einem Anstieg um 4,7 % oder 16,9 Milliarden Euro gegenüber 2016. Der Anteil der Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag bei 11,5 %.

Pressemitteilung Nr. 109 vom 21. März 2019

WIESBADEN – Die Gesundheitsausgaben in Deutschland beliefen sich im Jahr 2017 auf 375,6 Milliarden Euro oder 4 544 Euro je Einwohnerin beziehungsweise Einwohner. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entspricht dies einem Anstieg um 4,7 % oder 16,9 Milliarden Euro gegenüber 2016. Der Anteil der Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag bei 11,5 %.

Gesundheitsausgaben nach Ausgabenträgern
Grafik: Statistisches Bundesamt
Die Gesundheitsausgaben überschritten damit im Jahr 2017 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro pro Tag. Für das Jahr 2018 wird auf Basis bereits vorliegender und fortgeschriebener Werte ein weiterer Anstieg auf 387,2 Milliarden Euro geschätzt, das wären 3,1 % mehr als im Jahr 2017.

Ausgaben der Pflegeversicherung steigen um 26,4 % gegenüber dem Vorjahr

Die soziale Pflegeversicherung verzeichnete 2017 mit + 26,4 % den stärksten Zuwachs aller Ausgabenträger. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben um 7,8 Milliarden Euro auf 37,2 Milliarden Euro gestiegen. Dieser starke Anstieg ist auf das dritte Pflegestärkungsgesetz zurückzuführen, das am 1. Januar 2017 in Kraft trat.

Mit einem Ausgabenanteil von 57 % war die gesetzliche Krankenversicherung auch 2017 größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen. Ihre Ausgaben beliefen sich auf 214,2 Milliarden Euro und lagen somit um 3,4 % über denen des Vorjahres.

Die Gesundheitsausgaben der öffentlichen Haushalte waren zum Vorjahr rückläufig. Auf sie entfielen 15,8 Milliarden Euro, rund 1,3 Milliarden Euro oder 7,4 % weniger als im Jahr 2016. Hauptgründe hierfür sind die rückläufigen Ausgaben für Asylbewerberleistungen und für Hilfe zur Pflege im Rahmen der Sozialhilfe.

Die laufenden Gesundheitsausgaben werden in Deutschland primär von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und durch staatliche Transfers finanziert. Arbeitnehmer und Arbeitgeber finanzierten 2017 durch Sozialversicherungsbeiträge fast die Hälfte der laufenden Gesundheitsausgaben. Die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitnehmer (ohne Rentner) betrugen 93,2 Milliarden Euro, die der Arbeitgeber 86,8 Milliarden Euro. Die staatlichen Transfers (zum Beispiel Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds, Beihilfen der öffentlichen Arbeitgeber) beliefen sich auf 52,4 Milliarden Euro.

Methodische Hinweise:
Die Gesundheitsausgaben und ihre Finanzierung erlauben unterschiedliche Blickwinkel auf das Gesundheitswesen. Methodische Erläuterungen hierzu sowie Unterschiede zu den Ergebnissen der Ausgaben der einzelnen Sozialversicherungsträger werden im Methodenpapier beschrieben.

Detaillierte Daten und lange Zeitreihen zu den Gesundheitsausgaben sind über die Tabellen zur Gesundheitsausgabenrechnung (23611) in der Datenbank GENESIS-Online oder im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes abrufbar. Dort finden sich auch weitere gesundheitsbezogene Daten und Tabellen zu den Gesundheitsausgaben sowie deren Finanzierung.

Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden

Wundern Sie sich darüber?
Dann lesen Sie bitte diesen Beitrag vom 6. August 2016:
Deutsche Krankenkassen zahlen für türkische Angehörige in der Türkei mit

Mittwoch, 28. Januar 2015

Deutschland: 3,1 Millionen leben in Armut

Thema: Armut in Deutschland
Westfalenpost am 27.01.2015
Berlin. Immer mehr Erwerbstätige in Deutschland können kaum von ihrem Einkommen leben.
Ende 2015 bezogen nach einer Auswertung des Statistischen Bundesamts rund 5,1 Millionen Erwerbstätige ein Einkommen unterhalb der Armutsschwelle. Das waren 25 Prozent mehr als 2008, als diese Zahl noch bei rund 2,5 Millionen lag, wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtete.
Annelie Buntenbach (DGB) erklärte, der Mindestlohn werde nicht reichen, um Armut trotz Arbeit zu beseitigen. Nötig seien bessere So zialleistungen. Ahnlich äußerte sich der Chef des Paritätischen Gesamtverbandes, Ulrich Schneider.

Ein Leserbrief von Hartmut Kotsch, Hagen
Umbruch beginnt

Unser System vor dem Aus?
Wenn ein Prozent der Weltbevölkerung so viel Vermögen besitzt wie die restlichen 99 Prozent, dann stellt sich nicht mehr die Frage, ob unsere Systeme verändert werden muss, sondern nur noch wann und durch wen.
Die soziale Kälte und die Armut in unserem Land wird von Tag zu Tag transparenter.
Der Umbruch in der Parteienlandschaft hat bereits begonnen.
Genügend Wähler, die dem Treiben unserer derzeitigen politischen Akteure nicht mehr tatentos zusehen werden und ihnen auch nicht mehr glauben, gibt es zwischenzeitlich genug.

Statistisches Bundesamt
Pressemitteilung Nr. 454 vom 16.12.2014:
20,3 % der Be­völker­ung Deutsch­lands von Armut oder sozi­aler Aus­gren­zung be­troffen
Anteil EU-weit bei 24,5 %

WIESBADEN – 20,3 % der Bevölkerung in Deutschland – das sind 16,2 Millionen Menschen – waren 2013 von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. 2012 lag der Wert bei 19,6 % und ist damit seit 2008 (20,1 %) relativ konstant geblieben. Dies ist ein weiteres Ergebnis der Erhebung LEBEN IN EUROPA (EU-SILC) 2013. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) darüber hinaus mitteilt, war der Anteil armer oder sozial ausgegrenzter Menschen in der gesamten Europäischen Union mit 24,5 % deutlich höher als in Deutschland.

Nach der EU-Definition für EU-SILC setzte sich der Indikator für Deutschland im Jahr 2013 aus den Prozentanteilen der armutsgefährdeten Bevölkerung (16,1 %; siehe Pressemitteilung 374/14 vom 28. Oktober 2014), der von erheblicher materieller Entbehrung betroffenen Bevölkerung (5,4 %) und der Bevölkerung in Haushalten mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung (9,9 %) zusammen. Als arm oder sozial ausgegrenzt gilt eine Person dann, wenn eines oder mehrere der drei genannten Kriterien auf sie zutreffen. EU-weit waren 16,7 % der Bevölkerung armutsgefährdet, 9,6 % erheblich materiell depriviert, und 10,7 % lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbsbeteiligung.

Statistisches Bundesamt
IM FOKUS
Erwerbstätigkeit älterer Menschen nimmt immer weiter zu

Nach der Einführung der abschlagsfreien Rente mit 63 wird aktuell auch die Möglichkeit der Verlängerung des Arbeitslebens bis zum 70. Lebens­jahr diskutiert. Für Arbeit­nehmer­innen und Arbeitnehmer soll sich dadurch der Ausstieg aus dem Erwerbsleben flexibler gestalten.

In den ver­gangenen Jahren hat die Erwerbs­tätigkeit älterer Menschen immer weiter zuge­nommen: Gingen im Jahr 2005 rund 28 % der 60- bis 64-Jährigen einer Erwerbs­tätigkeit nach, war 2013 bereits die Hälfte dieser Alters­gruppe erwerbstätig (50 %). Von den 65- bis 69-Jährigen, also Personen jenseits der Regel­alters­grenze, arbeiteten 2013 immerhin noch 13 %. Im Jahr 2005 hatte der Anteil bei 6 % gelegen.

Männer und Frauen unter­scheiden sich in ihrer Erwerbstätigkeit auch im fortgeschrittenen Alter: Während 2013 von den 60- bis 64-jährigen Männern 57 % erwerbs­tätig waren, waren es bei den Frauen nur 43 %. Bei den 65- bis 69-Jährigen gingen 16 % der Männer, aber nur 9 % der Frauen einer Erwerbstätigkeit nach.
Quelle: Statistisches Bundesamt

... und zum Schluss:


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