Posts mit dem Label Shitstorm werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Shitstorm werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 31. Dezember 2019

WDR "Satire-Video" Das Publikum geht auf die Barrikaden



Privatinvestor Politik Spezial
eingestellt am 28.12.2019

Der WDR hat sein geschmackloses und spalterisches Video gelöscht. Der Proteststurm hält dagegen an. Aus nachvollziehbaren Gründen. Die Spaltung von Familien und das Aufhetzen der Generationen gegeneinander gehören NICHT zum Programmauftrag von ARD und ZDF. Auch die Ausflucht "Satire" zieht nicht, denn hier wurde eine eherne Grenze überschritten.
Und was macht der Sender, nachdem er das Video aus dem Verkehr gezogen hat? Einer seiner Journalisten legt nach. "Eure Oma war keine #Umweltsau. Stimmt. Sondern eine #Nazisau", schreibt ein WDR-Mitarbeiter der "Aktuelle Stunde". Auch Jan Böhmermann legt nach und wirft einer unbestimmten Gruppe (bewusst unbestimmt?) vor: "Ihr kleinen Umweltsäue würdet doch ohne mit der Wimper zu zucken einen Kinderchor alle drei Strophen des "Deutschlandliedes" singen lassen. Und zwar nicht zum Spaß".
Hier geht es aber nicht um "Spaß", sondern um bitteren Ernst, nämlich den Umgang miteinander in diesem Land. Es geht auch nicht um rechts oder links, sondern ganz schlicht um Anstand, darum, wie man den politischen Gegner behandelt.
Das, was sich da an diesem Wochenende entlädt, lässt nichts Gutes ahnen. Hass und Hetze mitten aus dem Orbit der ÖR heraus erreichen in diesen Tagen neue Höchststände. Die Eskalation wird vor allem von jenen vorangetrieben, die sonst von allen anderen (zurecht) Mäßigung, Toleranz und weniger Hass einfordern. Es zeigt sich: sie stacheln den Hass selbst - und ganz bewusst - weiter an. Ein Ende der Eskalation scheint nicht in Sicht. Das eröffnet wahrhaft unappetitliche Perspektiven ....

Inzwischen (29.12. abends) hat sich WDR-Intendant Tom Buhrow entschuldigt. Der Shitstorm geht weiter. Viele Nutzer in den sozialen Medien verlangen mehr als eine Entschuldigung. Sie wollen die Verantwortlichen bestraft sehen.

Kategorie Nachrichten & Politik

„Umweltsau“-Video: Rechte marschieren bei Joumalisten auf

Berlin. Der Deutsche ]oumalisten-Verband hat die Verantwortlichen des WDR aufgefordert, sich aktiv um den Schutz und die Sicherheit des freien Joumalisten Danny Hollek zu bemühen. Der ]oumalist sei derzeit Opfer von Beleidigungen und Morddrohungen im Zusammenhang mit seinen Tweets zum „Umweltsau“-Video, erklärte der Verband. Der WDR hatte einen Clip veröffentlicht, in dem der Kinderchor des Senders auf die Melodie von „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ Umweltsünden der Oma aufs Korn genommen hatte. Der Journalisten-Verband erklärte, Rechtsextreme marschierten vor dem Haus des Joumalisten auf und versuchten, ihn einzuschüchtern.
Quelle: Westfalenpost 31.12.2019

Frage des Blogschreibers:
Was wäre wohl los, wenn nicht der "politisch korrekte" WDR sondern die AfD hinter einem ähnlichen Video stehen würde?

Kommentare

Uwe Schmid
WDR - IHR Seid eine Schande für das Land!
Walter Kappl
Es wird endlich Zeit, diesen öffentlich-rechtlichen Selbstbedienungsladen dicht zu machen!
Artepbokay
Was für kranke Personen arbeiten nur beim WDR😕.
Wolfgang Schwarz
Die Verblödung hierzulande macht schon erschreckende Fortschritte.
Isaisschwert
Zersetzung der Familien ist ein Teil der psychologischen Kriegsführung gegen die Gesellschaft.
Dorothea Swiergiel
Ich werde ab Januar die GSZ boykottieren. Und hoffe, das viele Patrioten das gleiche tun.

Mittwoch, 5. Juli 2017

Shitstorm gegen CDU-Generalsekretär Tauber im Wahlkampf

Thema: Wahlkampf

Shitstorm im Wahlkampf
CDU-Generalsekretär verhöhnt Mini-Jobber

Arrogant, neoliberal, traurig: Über CDU-Generalsekretär Peter Tauber fegt nach seinem Tweet ein Shitstorm hinweg. Auch die politische Konkurrenz greift das Thema auf.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat mit einer Äusserung zu Mini-Jobbern auf dem Onlinedienst Twitter eine Empörungswelle im Internet ausgelöst. Viele Betroffene sahen sich persönlich angegriffen und reagierten mit scharfer Kritik. Am Dienstagvormittag ruderte Tauber zurück: «Es tut mir leid, dass ich (...) so blöd formuliert und damit manche verletzt habe», schrieb er ebenfalls auf Twitter.

Hintergrund ist die Diskussion über das gemeinsame Wahlprogramm von CDU und CSU mit dem Versprechen von «Vollbeschäftigung» bis 2025. «Heisst das jetzt drei Minijobs für mich?», fragte dazu ein Twitter-Nutzer am Montagabend. Tauber antwortete umgehend: «Wenn Sie was Ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs.»
Wenn Sie was ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs.
— Peter Tauber (@petertauber) 3. Juli 2017
Internetnutzer sprachen daraufhin von «Arroganz» und einer «Ideologie der Ungleichwertigkeit».

40 Prozent Minijobs im Gastgewerbe

Andere Nutzer wiesen darauf hin, dass viele Minijobber sehr wohl über einen Berufsabschluss verfügen – etwa Alleinerziehende und Akademiker, die wegen ihres fortgeschrittenen Alters oder anderer Lebensumstände keine reguläre Beschäftigung finden würden.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG), Guido Zeitler, erklärte, dass im Gastgewerbe inzwischen 40 Prozent aller angebotenen Stellen Minijobs seien, im Einzelhandel sei es teilweise ähnlich.

«CDU hat sich selbst entlarvt»

Auch die politische Konkurrenz griff das Thema rasch auf und warf Tauber und der CDU Realitätsferne und Unkenntnis der Lebensverhältnisse von Menschen im Niedriglohnsektor vor.

«CDU hat sich selbst entlarvt. Neoliberal, verachtend den Menschen gegenüber in prekären Jobs. Wird sich hoffentlich am Wahltag rächen», twitterte der Linken-Bundestagsabgeordnete Niema Movassat. «Traurig, wenn eine ‹christliche› Volkspartei den Bezug zur Lebenswelt der BürgerInnen verliert», schrieb Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir.

«Und wer keinen Anstand gelernt hat, wird CDU-Generalsekretär», erklärte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann auf Twitter. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach nannte Taubers Äusserungen in der «Stuttgarter Zeitung» (Mittwochsausgabe) «respektlos und realitätsfern». Der DGB-Bundesvorstand schrieb auf Twitter: «Es gibt mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland, mit denen sich Herr Tauber wohl mal unterhalten sollte.»
«Wollte niemandem zu nahe treten»

Tauber war ungeachtet der Kritik zunächst im Grundsatz bei seiner Position geblieben und hatte am Dienstagmorgen mit einem weiteren Tweet nachgelegt: «Fakt ist doch: Nur mit einer guten Ausbildung verdient man genug, damit man nicht drei Mini-Jobs braucht, um über die Runden zu kommen.» Später lenkte der CDU-Generalsekretär dann ein: «Ich wollte niemandem zu nahe treten, der in so einer Situation ist.» Vielmehr habe er lediglich auf die Bedeutung einer guten Ausbildung hinweisen wollen.
pic.twitter.com/1JArE7mrOS
— Peter Tauber (@petertauber) 4. Juli 2017
Doch der Spott im Netz liess sich nicht mehr so leicht stoppen. «Wenn man was Ordentliches gelernt hat, braucht man nicht CDU-Generalsekretär zu werden», lautete einer der Kommentare. Oder: «Wenn Sie ordentliche Politik machen würden, dann würde es solche Zustände in Deutschland nicht geben.» (20 Minuten/afp)
Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch