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Samstag, 2. August 2014

Einsatz von Präzisionswaffen durch Kiew möglich + Der Aufstand der Soldatenmütter

Thema: Ukraine
Sowas sucht man in den deutschen Mainstream-Medien vergebens

Moskau kritisiert: EU beschließt „insgeheim“ Lieferung von Kriegsgerät an Kiew
hier: http://de.ria.ru/security_and_military/20140802/269179924.html

Nach EU-Exportlockerung: Einsatz von Präzisionswaffen durch Kiew möglich
hier: http://de.ria.ru/security_and_military/20140802/269181088.html

MOSKAU, 02. August (RIA Novosti).
Die Aufhebung von Beschränkungen für den Export von Militärtechnologien und –Ausrüstung an Kiew durch die EU können in umkämpften Gebieten der Ostukraine nach Expertenansicht Präzisionswaffen eingesetzt werden. „Die EU wird alles nur Mögliche tun, um Spannungen in der Ukraine zu schüren“, sagte Valeri Schnjakin, Mitglied des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des russischen Föderationsrates, am Samstag in Moskau.

Foto: © RIA Novosti. Gleb Garanich
„Die Konfrontation in der Ukraine geht in eine neue Phase über. Zu Spionagezwecken werden bereits Drohnen eingesetzt. Die ukrainische Armee aktiviert ihre Handlungen gegen die Volkswehr. Dabei werden die Europäer verbal ihre Treue zum Friedensprozess bekunden, in Wirklichkeit aber ihre eigenen und US-amerikanische Interessen in der Region durchsetzen“, betonte der Militär.

Präzisionswaffen in der Ukraine könnten nach seiner Meinung auch gegen Russland zum Einsatz kommen. In diesem Fall wäre ein Gegenschlag angemessen. „Wir müssen härter antworten, Sanktionen gegen uns sind bereits verhängt“, sagte Schnjakin.

Zuvor hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow den Einsatz von Präzisionswaffen gegen Stellungen in der Ukraine nicht ausgeschlossen, von denen das russische Territorium unter Beschuss genommen wird.



Die Baseler Zeitung schreibt:
Der Aufstand der Soldatenmütter

Aktualisiert am 01.08.2014
In der Ukraine formiert sich eine neue Widerstandsgruppe: Mütter und Ehefrauen wollen ihre Männer nicht für den Krieg hergeben. «Geht ihr doch in den Krieg», fordern sie die Politiker auf.

Nach monatelangen verlustreichen Gefechten formiert sich in der Ukraine eine neue Front gegen die prowestliche Regierung. Es sind Soldatenmütter voller Wut und Angst. Sie haben den Krieg satt und wehren sich gegen die Einziehung ihrer Söhne für den Kampf. «Wir sind gegen die Mobilmachung und den Krieg», rufen aufgebrachte Frauen in vielen Orten der krisengeschüttelten Ex-Sowjetrepublik. Demonstrativ verbrennen sie reihenweise die Einberufungsbescheide ihrer Söhne und Ehemänner, und resolut blockieren sie Strassen und Kasernen.

Mit der jüngst verkündeten dritten Einberufungswelle im Kampf gegen prorussische Separatisten droht die Stimmung im Land zu kippen. Und eine neue Kriegssteuer von 1,5 Prozent auf alle steuerpflichtigen Privateinkommen dürfte zusätzliches Öl ins Feuer giessen.
Lesen Sie den ganzen Artikel hier: http://bazonline.ch/ausland/europa/Der-Aufstand-der-Soldatenmuetter-/story/27452617

Freitag, 1. August 2014

Kiew berichtet von Raketenangriffen auf Boeing-Absturzstelle

Thema: Ukraine
RiaNOVOSTI

Kiew berichtet von Raketenangriffen auf Boeing-Absturzstelle

RIGA, 31. Juli (RIA Novosti).
Zwei Wochen nach der Katastrophe der malaysischen Boeing über der Ost-Ukraine liefern sich die Kiewer Regierungsarmee und Volksmilizen an der Absturzstelle schwere Gefechte unter Einsatz von Mehrfachraketenwerfern. Dies teilte Anton Geraschtschenko, Berater des ukrainischen Innenministers Arsen Awakow, am Donnerstag mit.


Foto: © RIA Novosti. Andrei Stenin
„An dem Ort der Katastrophe sind Grad-Systeme im Einsatz“, teilte Geraschtschenko dem lettischen Radiosender Baltkom mit. Ihm zufolge hat die ukrainische Regierungsarmee den Absturzort noch immer nicht unter ihre Kontrolle gebracht. „Es gibt Informationen darüber, dass das Gelände um den Ort der Tragödie vermint ist. Wir warten darauf, dass tapfere ukrainische Soldaten dieses Gelände befreien, wonach die internationalen Experten dort ihre Arbeit werden aufnehmen können.“

Am Donnerstag hatte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) via Twitter mitgeteilt, dass ein internationales Expertenteam an der Absturzstelle eingetroffen sei. „Eine OSZE-Beobachtermission sowie vier Experten aus den Niederlanden und Australien haben erstmals in dieser Woche den МН17-Absturzort erreicht“, hieß es. Wegen der andauernden Gefechte hatten die Experten ihre Reise zum Wrack der Boeing 777, die am 17. Juli mit 298 Insassen an Bord vermutlich abgeschossen worden war, bereits viermal verschieben müssen. Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hatte bereits am 21. Juli eine Feuerpause rund um Boeing-Absturzort angekündigt. Doch später hieß es aus Kiew, dass das Gelände „gesäubert“ werde. Am gestrigen Mittwoch forderte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen an der Absturzstelle.



RiaNOVOSTI
Boeing-Absturz: Internationale Ermittler unter Beschuss

GRABOWO, 31. Juli (RIA Novosti).
Das australisch-niederländische Expertenteam und unabhängige OSZE-Beobachter, die am Donnerstag erstmals in dieser Woche den Absturzort der malaysischen Boeing erreicht haben, sind unter Mörserbeschuss geraten, berichtet ein Korrespondent der RIA Novosti vor Ort.


Foto: © REUTERS/ Sergei Karpukhin
Wegen der andauernden Gefechte hatten die Experten ihre Reise zum Wrack der Boeing 777, die am 17. Juli mit 298 Insassen an Bord vermutlich abgeschossen worden war, bereits viermal verschieben müssen. Am heutigen Donnerstag gelang es ihnen erstmals in dieser Woche, mit drei Autos die Absturzstelle zu erreichen. Als die Experten in der Ortschaft Grabowo ankamen, begann ein heftiger Beschuss, so der Korrespondent der RIA Novosti. Die Minen schlugen rund 100 Meter weit von den Experten ein. Zuvor hatte die Agentur AFP von Explosionen an der Absturzstelle berichtet. Die ukrainische Regierung bestätigte, dass an dem Boeing-Absturzort schwere Gefechte unter Einsatz von Mehrfachraketenwerfern stattfinden.