Posts mit dem Label Nicolás Maduro werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nicolás Maduro werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 10. Mai 2019

Venezuela - Geheimdienst nimmt Guaidó-Stellvertreter fest

Thema: Venezuela

Geheimdienst nimmt Guaidó-Stellvertreter fest

Venezuelas stellvertretender Parlamentspräsident ist in seinem Auto eingeschlossen und abgeschleppt worden.

Nach dem gescheiterten Umsturzversuch in Venezuela ist nach Angaben der Opposition der stellvertretende Parlamentspräsident festgenommen worden. Beamte des Geheimdienstes Sebin hätten Edgar Zambrano am Mittwoch festgesetzt.

Er sei ins Gefängnis Helicoide in der Hauptstadt Caracas gebracht worden, teilte die Nationalversammlung gleichentags mit. Die Agenten hätten ihn in seinem Auto überrascht und in dem Fahrzeug abgeschleppt.

Zambrano selbst hatte kurz vor seiner Festnahme auf Twitter geschrieben, dass Agenten des Geheimdienstes Sebin sein Fahrzeug vor dem Sitz seiner Partei umstellt hätten. «Als wir uns geweigert haben auszusteigen, haben sie einen Kran geholt, um uns mit Gewalt direkt nach Helicoide (Geheimdienstzentrale) zu bringen.»
Fuimos sorprendidos por el SEBIN, al negarnos salir de nuestro vehículo, utilizaron una grúa para trasladarnos de manera forzosa directamente al Helicoide. Los demócratas nos mantenemos en pie de lucha.– Edgar Zambrano (@edgarzambranoad) 8. Mai 2019
Gegen Zambrano werde wegen Vaterlandsverrats, Rebellion und Verschwörung ermittelt. Er war in der vergangenen Woche gemeinsam mit dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó, dem aus dem Hausarrest befreiten Oppositionsführer Leopoldo López und mehreren abtrünnigen Soldaten vor dem Luftwaffenstützpunkt La Carlota in Caracas aufgetaucht und hatte das Militär dazu aufgerufen, sich auf die Seite der Opposition zu schlagen.

Zum Scheitern verurteilt

Guaidó verurteilte umgehend die Festnahme seines Stellvertreters als Präsident der Nationalversammlung. «Wir warnen das Volk Venezuelas und die internationale Gemeinschaft: Das Regime hat den ersten Vize-Präsidenten (der Nationalversammlung) entführt», schrieb Guaidó im Kurzbotschaftendienst Twitter. Es versuche, «die Kraft zu zerstören, die alle Venezolaner vertritt». Dies werde aber scheitern.

Der Umsturzversuch gegen Präsident Nicolás Maduro scheiterte allerdings, weil die Streitkräfte der sozialistischen Regierung die Treue hielten. Bei Zusammenstössen zwischen Demonstranten und staatlichen Sicherheitskräften kamen in den folgenden Tagen mindestens fünf Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt.

EU verurteilt Festnahme

Die EU hat die Festnahme scharf kritisiert. Die Aktion sei «politisch motiviert» und ziele darauf ab, «die Nationalversammlung zum Schweigen zu bringen».

«Die Festnahme des Vizepräsidenten der Nationalversammlung, Edgar Zambrano, (...) ist eine weitere gravierende Verletzung der Verfassung des Landes», erklärte eine Sprecherin der Aussenbeauftragten der EU am Donnerstag in Brüssel.

Guaidó liefert sich seit Monaten einen erbitterten Machtkampf mit Maduro. Der Oppositionsführer wurde von rund 50 Staaten, darunter Deutschland, als Übergangspräsident anerkannt. Maduro stützt sich vor allem auf das Militär des Landes; er wird unter anderem auch von Russland unterstützt. (chk/sda)

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Freitag, 29. März 2019

Trump fordert die Russen auf aus Venezuela abzuziehen

Thema: Venezuela

Trump fordert Rückzug russischer Soldaten

Der US-Präsident hat die Präsenz russischer Soldaten im südamerikanischen Land verurteilt. Russland müsse sich aus Venezuela zurückziehen, sagte Trump am Mittwoch.

Auf die Frage von Journalisten, ob die USA ihre Politik der Wirtschaftssanktionen gegen Venezuela durch eine Militäraktion ergänzen würden, antwortete Trump: «Alle Optionen liegen auf dem Tisch.» Der US-Präsident fügte hinzu: «Sie stehen jetzt gerade massiv unter Druck. Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl, sie haben gar nichts, auch keinen Strom.»
Rosales war zuvor mit US-Vizepräsident Mike Pence zusammengetroffen. Dieser sagte, Washington sehe die Ankunft russischer Militärflugzeuge in Venezuela am vergangenen Wochenende als «Provokation» an. Russland sei aufgefordert, jegliche Unterstützung für das Maduro-Regime einzustellen.

In Venezuela herrscht ein erbitterter Machtkampf zwischen dem linksnationalistischen Staatschef Nicolás Maduro und Guaidó, der sich Ende Januar zum Übergangspräsidenten erklärt hatte. Die USA erkannten ihn als eines der ersten Länder an. Mittlerweile sind es rund 50 Staaten, darunter mehrere lateinamerikanische Länder sowie Deutschland, Frankreich und andere europäische Staaten. Maduro kann sich bislang aber auf den Rückhalt der Armeeführung verlassen.

Reihe von Stromausfällen

Der Oppositionspolitiker und Parlamentsvorsitzende Guaidó rief seine Anhänger unterdessen für Samstag zu Massenkundgebungen aus Protest gegen die vielen Stromausfälle in Venezuela auf. Seit Montagnachmittag gab es erneut landesweit Pannen bei der Stromversorgung. Die Regierung erklärte Dienstag und Mittwoch zu arbeits- und schulfreien Tagen. Mit der Massnahme sollte das Stromnetz entlastet werden.

Vom 7. bis zum 14. März hatte der folgenschwerste Stromausfall in der Geschichte Venezuelas das südamerikanische Land fast eine Woche lang lahmgelegt. Maduro gab dafür Cyberattacken der USA sowie der rechten Opposition um Guaidó die Schuld. Maduros Gegner machen dagegen mangelnde Investitionen in den Unterhalt der Infrastruktur, Missmanagement sowie Korruption verantwortlich.

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch