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Mittwoch, 14. Dezember 2016

Keine weitere Auszählung bei der US-Präsidentenwahl

Thema: US-Wahl

US-Gericht stoppt weitere Neuauszählung

Der Antrag von Jill Stein auf Neuauszählung der Stimmen der US-Präsidentenwahl ist auch in Pennsylvania abgelehnt worden. Sie habe keine glaubwürdigen Hinweise geliefert.

Neuer Rückschlag für die US-Grünenpolitikerin und Präsidentschaftskandidatin Jill Stein: Ein Bundesrichter im Staat Pennsylvania hat am Montag ihren Antrag auf Neuauszählung der Stimmen der Präsidentenwahl vom 8. November abgelehnt. Es gebe keine glaubwürdigen Hinweise darauf, dass es zu Hackerattacken und damit zu manipulierten Ergebnissen gekommen sei, nannte Paul Diamond als wichtigsten Grund für seine Entscheidung.

In Michigan hatte ein Bundesrichter die dort von Stein ebenfalls beantragte Neuauszählung zuvor gestoppt. In Wisconsin sollte diese indes am Montag abgeschlossen werden.

Änderung des Ergebnisses unwahrscheinlich

Stein hatte diese Neuauszählungen angestrengt, um sicherzustellen, dass keine von Computer-Hackern verfälschten Ergebnisse vorliegen. In allen drei US-Staaten hatte der designierte US-Präsident Donald Trump knapp vor der Demokratin Hillary Clinton gewonnen.

Es galt von vornherein als unwahrscheinlich, dass eine Neuauszählung etwas an seinem Wahlsieg ändern würde. Nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen machte Clinton in Wisconsin 25 Stimmen auf Trump gut, sie lag aber immer noch um etwa 22'000 Stimmen hinter ihm.

Stein hatte bei der Präsidentenwahl in den drei Staaten etwa ein Prozent der Stimmen oder sogar weniger erreicht. (mch/sda)

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Dienstag, 6. Dezember 2016

Die Präsidentschaftskandidatin der US-Grünen will eine Neuauszählung der Stimmen in Pennsylvania erreichen.

Thema: US-Wahl

Stein will Neuauszählung per Gericht erzwingen

Die Präsidentschaftskandidatin der US-Grünen, Jill Stein, will mit einer Klage vor einem Bundesgericht eine Neuauszählung der Stimmen im Bundesstaat Pennsylvania erreichen.

In ihrem Bemühen um eine Neuauszählung der Stimmen im US-Bundesstaat Pennsylvania gibt sich die grüne Präsidentschaftskandidatin Jill Stein noch nicht geschlagen: Sie habe Klage vor einem Bundesgericht eingereicht, sagte Stein am Montag vor dem Trump Tower in New York.

Am Samstag hatte sie ihren Antrag auf eine Überprüfung des Wahlergebnisses in Pennsylvania wegen zu hoher Kosten zurückgezogen. «Kein Wähler in Amerika sollte zur Zahlung Tausender Dollar gezwungen sein, um zu erfahren, ob seine Stimme richtig gezählt wurde», sagte Stein dazu. Ein Richter des Bundesstaates hatte zuvor eine Kaution von einer Million Dollar gefordert, um die geforderte Neuauszählung in Angriff zu nehmen.

Vor dem Trump Tower wies Stein am Montag Vorwürfe zurück, sie wolle mit ihrer Initiative den bei der Präsidentschaftswahl unterlegenen Demokraten helfen. «Ich würde das ganz unabhängig davon tun, wer der Gewinner ist», sagte sie.

Zweifel an der Korrektheit

Hauptgrund für ihre Initiative seien Zweifel an der Korrektheit des Wahlprozesses in insgesamt drei Bundesstaaten und nicht die Identität des Wahlsiegers. Sie wolle für die Zukunft Unregelmässigkeiten ausschliessen.

Zugleich wies sie die Behauptung Trumps zurück, es handle sich um eine Betrugsmasche, um Geld einzusammeln. Die Spenden für das Projekt Neuauszählung gingen auf ein Extra-Konto und nicht auf ihr Wahlkampfkonto, sagte Stein. Ihrer Website zufolge hat sie bereits mehr als sieben Millionen Dollar von fast 150'000 Spendern erhalten, um die Neuauszählung finanzieren zu können.

Clinton galt als Favoritin

Bei der US-Präsidentenwahl am 8. November waren die drei Schlüsselstaaten Pennsylvania, Michigan und Wisconsin ein entscheidender Faktor für den Gesamtsieg von Trump. In den drei Bundesstaaten hatte er nach den amtlichen Ergebnissen knapp gewonnen – was eine faustdicke Überraschung war, weil die Demokratin Hillary Clinton dort im Vorfeld als klare Favoritin galt.

In Michigan sollte die Neuauszählung am Montagmittag (Ortszeit) beginnen, in Wisconsin hat sie bereits begonnen. (pat/sda)

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch