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Montag, 8. Juli 2013

Unsere EU - Abgeordneten - Ein ganz normaler Tag in Brüssel

Wirklich? Ein ganz normaler Tag?
Haben die meisten von uns doch den falschen Beruf gewählt?
Wenn man diese Bilder sieht, könnte man dass tatsächlich glauben.

Voll ist der Sitzungssaal ja nicht gerade. Na ja, vielleicht wurde das Bild freitags aufgenommen, wo sich viele Abgeordnete morgens anmelden um das Sitzungsgeld für den Tag noch eben mit zu nehmen und direkt danach ins Wochenende abreisen, oder Montagmorgen, wo die meisten noch gar nicht aus dem Wochenende zurück sind. Hat sich halt so eingebürgert.


12.000 EUR pro Monat
12.000 EUR pro Monat

12.000 EUR pro Monat
12.000 EUR pro Monat

12.000 EUR pro Monat
12.000 EUR pro Monat

12.000 EUR pro Monat
12.000 EUR pro Monat

Erkennt ihr sie wieder?

Das sind nicht irgendwelche unbekannte Personen, das sind die von uns für die verantwortungsvolle Aufgabe gewählten und hochbezahlten Europa-Abgeordneten.
Das sind die, die von sich behaupten sie können das und deshalb gewählt werden wollen.
Das sind die, die bei jeder Gelegenheit behaupten sie seien ihr Geld wert.

Die sollen unsere Anliegen und Interessen beim Europaparlament vertreten und nicht alles abnicken, was die nicht gewählten EU-Beamten und EU-Kommissare uns so einfach vor die Nase setzen wollen.

Auf diesen Bildern sehen wir, wie schwer sie es haben,
- schwer den Tag zu überdauern -

... und wenn sie dann mal wach werden, müssen sie sich mit solchen "wichtigen Themen" wie:
  • Krümmungsgrad von Bananen und Gurken
  • Glühbirnenverbot weil europäische Hersteller das so wollten
  • ob Mastschweine klassische Musik hören sollen
  • dass Mecklenburg-Vorpommern den Text des Gesetzes über Seilbahnen zurück schickt
  • wie viel Salz die Bäcker in den Teig geben sollen
  • wie groß die Magnetplättchen in Spielzeug sein dürfen
beschäftigen.

Wieso auch nicht? Man hat doch sogar einen Etalon (nach Länge und Breite) für durchschnittliche Kondome ausgearbeitet. Dabei wurde nur verschwiegen, wie man diese Durchschnittswerte ermittelt hat: an Freiwilligen oder an den Herren Abgeordneten selbst?

Man schaue sich auch die Reformversuche im Bereich der Linguistik an. Da wird verboten, die Damen mit „Madame" oder „Miss" anzureden, selbst für Herren sollte eine „neutrale" Anrede gefunden werden, heißt es.

Man hat den Eindruck, als würden für die Abgeordneten zuweilen gar keine echten Probleme existieren. Zum Beispiel, wie Mittel aus dem EU-Haushalt verschleudert werden.
Wenn Zuwendungen, die zur Förderung der Produzenten in der Landwirtschaft bestimmt waren, zum Bau von Billard-Klubs oder eines Fußballstadions genutzt werden.
Oder aber sie verschwinden einfach im Alltagsmeer.
Dieses Schicksal ereilt oft auch jene Mittel, die für Strukturreformen bereitgestellt wurden.

Dass dabei eine gewisse Müdigkeit aufkommen kann ist klar,
aber nicht für 12.000 Euro im Monat?

Der Kommentar dessen, von dem die Bilder zu mir gelangten:

(Und Du schaffst Monat für Monat wie ein Tier ... bis zum 65. - 67. Geburtstag, dieses Niveau wirst Du dennoch nie erreichen.)

In deinem eigenen Interresse: nimm dir die Zeit und schicke diese eine Mail unbedingt weiter. Die Gesichter hier sind keine No-Name-Personen; vielleicht erkennst Du sie wieder. Das sind unsere Abgeordneten. Wir haben sie dorthin geschickt und wir bezahlen sie.


Nachtrag 08.07.2013, 10:40 Uhr

zum Schluss noch die erfreuliche Nachricht des Tages
Wie ich soeben der Tageszeitung entnehme, arbeiten wir ab heute für die eigene Tasche.
Berlin.Ein gutes halbes Jahr für den Staat. ein knappes halbes Jahr für sich selbst: Nach einer Studie des Steuerzahlerbundes arbeiten die Bundesbürger erst vom heutigen Montag an in die eigene Tasche. Danach ging - rechnerisch - die bisherige Arbeitsleistung des Jahres komplett für Steuern und Sozialabgaben drauf.
Erst vom 8. Juli an bleibe von Lohn und Gehalt etwas übrig. Der Präsident des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel, verwies darauf, dass jeder Arbeitnehmer im Durchschnitt derzeit 51,6 Prozent seines Verdienstes abführen müsse. afp


Nachtrag am 08.07.2013 um 23:08 Uhr
Na ja, zur Feier des Tages auch dies noch:


... unbezahlbar ...


Montag, 20. Mai 2013

Das Ende der Olivenöl-Karaffe - EU - Plan für Restaurants

veröffentlicht: 20.05.2013, 12:00 Uhr | aktualisiert: 15:55 | 17:23 |

Es könnte was Lustiges zum Pfingstmontag sein, wenn das mit der EU-Behörde nicht so verdammt traurig wäre.

Das ist die Meldung in der WESTFALENPOST am 18.05.2013,
auf Seite 1, die mich fast vom Hocker riss:

Das Ende der Olivenöl-Karaffe - EU - Plan für Restaurants


Wenn es der nach der EU geht, ist das in Restaurants bald Vergangenheit
Brüssel. Olivenöl in offenen Karaffen oder Fläschchen ist künftig in den Restaurants aller EU-Staaten verboten. Die EU-Kommission bereitet eine Verordnung vor, wonach Olivenöl nur noch ordnungsgemäß ausgezeichnet und in einem,,besonders verschlossenen und nicht wieder auffüllbaren Gefäß auf dem Tisch eines Restaurants stehen darf. Restaurantbesucher könnten endlich sicher sein, dass in der Flasche tatsächlich das Olivenöl sei, welches auf dem Etikett versprochen werde, sagte ein Sprecher. Die Frage, ob auch eine Verordnung über Essig, ein Verbot des offen servierten Hausweins oder eine Initiative zur Kennzeichnung von Salz und Pfeffer zu erwarten sei, wurde nicht beantwortet...

und das ist der Kommentar von
Knut Pries zu EU-Regelungsplänen in der gleichen Zeitung

Eine Schnapsidee im Ölkännchen
Die Meinungsumfragen zeigen einen Trend, der sich in der Finanzkrise beschleunigt hat: Die Bürger verlieren die Lust am vereinigten Europa und misstrauen seinen politischen Managern. Das hat viele Gründe, bei leibe nicht alle sind der EU selbst anzulasten. Heuchlerische Politik der nationalen Regierungen, schiefe Berichterstattung in den Medien, nicht zuletzt die enorme Komplexität der Probleme im Verbund aus 27 Staaten da kommt viel zusammen. Ein Missvergnügen verschuldet die EU selbst: Bei großen Problemen liefert sie nicht, bei kleinen Nicht-Problemen umso eifriger.
Für das Missvergnügen stehen seit langem symbolisch: die Gurke samt Krümmungsgrad, die Höhe von Traktorsitzen, die Beseitigung der Glühtampe. Wobei in jedem dieser Fälle die Verantwortung gar nicht in Brüssel, sondern in den Hauptstädten der Mitgliedstaatenlag. Seit dieser Woche hat das Missvergnügen eine neue Form: das Ölkännchen. Will sagen: die Schnapsidee, den Wirten vorzuschreiben, in welcher Form sie ihren Gästen Olivenöl vorsetzen. Daran ist tatsächlich in erster Linie "Brüssel" schuld. Natürlich gibt es eine mächtige Hersteller-Lobby. Natürlich gibt es Regierungen, die ihren Produzenten gern unter die Arme greifen und entsprechend abstimmen. Aber niemand kann in diesem Fall die Kommission zwingen, dem zu folgen.
Wenn Mitgliedstaaten entsprechende Regelungen erlassen wollen - bitte sehr. Die Maßnahme selbst ist dämlich genug, aber das ist europäisch gesehen nicht das Hauptproblem. Das Hauptproblem ist die Vorstellung, "Brüssel" sei gefragt, das Alltagsleben der Bürger bis zur letzten Salatschüssel in sichere Bahn zu lenken. Yes, we Kännchen? Das ist Wahnsinn mit Methode. Und mit Folgen - die nächsten Umfragen werden es zeigen.

Sagen Sie mal ganz ehrlich: Kann man EU-Beamte noch ernst nehmen, die mit solchen Verordnungen „um die Ecke kommen“?
Kann man die ganze EU noch ernst nehmen, wenn in der Verwaltung Menschen beschäftigt sind, die solche Ideen ausbrüten? Für wie wichtig nehmen sich diese Leute wohl?

Jahrelang habe ich mich über Gurken und deren Krümmungsgrad lustig gemacht, weil ich das für einen Witz gehalten habe.

Aber ich erfuhr, das ist kein Witz, so was kommt tatsächlich von anscheinend unterbeschäftigten aber überbezahlten, erwachsenen EU-Beamten, die das wirklich so meinen und "normaldenkenden" Menschen ihre Macht damit demonstrieren.
Sie entscheiden auch über die Höhe von Traktorsitzen.
Wollen die sich bewusst lächerlich machen?
Stecken auch da Lobbyisten hinter wie beim Glühbirnenverbot die von Osram und Philips?

Liefern Firmen von ausserhalb der EU Olivenöl eventuell billiger als es europäische Firmen herstellen können oder hat gar einer vom EU-Parlament einen guten Bekannten oder „Vetter“, der „zufällig“ Olivenöl herstellt, in kleinen, tischgerechten Portion-Fläschchen abfüllt und klar, auch sofort liefern kann?

Natürlich wird es dann teurer, dass sieht ja jeder ein, oder etwa nicht?


Schade dass es die Prügelstrafe für Nichtsnutze und Tagediebe nicht mehr gibt

Wer noch mehr über lustige Bestimmungen der "EU - Intelligenzbolzen" lesen möchte, bitteschön:

Der profitable Tod der Glühbirne
Deutschland bleibt auf seinem Biodiesel sitzen
Dieburger Freibad-Sprungturm wegen EU-Richtlinie gesperrt

Dass der Verkauf normaler Glühbirnen seit vergangenem September in der EU verboten ist, ist bekannt. Neu ist, dass man mittlerweile überall wieder Glühbirnen kaufen kann. z.B. hier:

Glühbirnen bei Conrad
Glühbirnen bei Amazon
Danke Klaus für die Email