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Sonntag, 1. Oktober 2017

SPD - Aufwachen Genossen! Erneuerung ist dringend erforderlich!

Thema: SPD

SPD unter Martin Schulz
Trennung von Partei- und Fraktionsführung

Dass die SPD Wahlniederlagen gewohnt ist wissen wir.
Dass sich das bei ihr mittlerweile zur Routine entwickelt hat auch.


Doch dieser Wahlsonntag hat einen Blitz einschlagen lassen, von dem sich die Genossen nicht so schnell erholen werden. Allerdings tragen sie es mit beachtlicher Haltung und Geschlossenheit, wobei der gescheiterte Kanzlerkandidat sehr schnell begriffen hat, dass er seine Machtansprüche mindestens begrenzen muss, wenn er überleben will.
Schulz hatte noch am Wahlabend erklärt, die SPD werde nach der Wahlschlappe in die Opposition gehen, er werde Parteichef bleiben. Am Mittwoch war die bisherige Arbeitsministerin Andrea Nahles zur neuen Vorsitzenden der Partei-Bundestagsfraktion gewählt worden.

Nahles ist zwar auch nicht der ganz große Wurf und signalisiert auch nicht die Erneuerung deren die Partei dringend bedarf, aber in dieser Stunde der Not ist es eine gute Entscheidung. Kampfgeist hat sie und durchsetzungsfähig ist sie auch.

Weite Teile der SPD haben das Ausmaß der Krise noch nicht realisiert.

Wie ist es sonst möglich, dass schon drei Tage nach der Wahlkatastrophe sie bereits schon wieder von „Aufbruchstimmung“ faselt und die Freude an der Oppositionsrolle in Gossensprache beschwört? Wie ist es möglich, dass ein Parteichef bereits vom Wahlsieg 2021 fantasiert aber bisher nicht ein einziges Mal über Wahlkampffehler gesprochen, geschweige denn die Verantwortung für die Niederlage übernommen hat?

Diese Art der Überheblichkeit ist gefährlich und hat zu der verheerenden Wahlniederlage beigetragen. Diese Abgehobenheit sind die Wähler leid.
Der Gang in die Opposition ist für die SPD zwar alternativlos, aber sie muss die Rolle auch sinnvoll nutzen: nicht für Krawall, sondern für die Neuentwicklung einer mehrheitsfähigen sozialdemokratischen Politik. Dafür braucht es Mut, Weitsicht und die Bereitschaft, die Gründe für den Niedergang schonungslos aufzuarbeiten. Viel Zeit bleibt der SPD nicht. Sie sollte daher gut überlegen, ob nicht auch an der SPD Spitze ein Neuanfang die bessere Lösung wäre.

Da in der Politik aber nicht nach Leistung beurteilt wird wie in der freien Wirtschaft, werden die kuriosesten Dinge möglich gemacht.

Ein Firmenmanager, der nicht nach Belieben das Ressort wechseln kann wie ein Minister, der vor allen Dingen von dem Ahnung haben muss wofür er bezahlt wird, würde den weichen Sessel nach so einer krachenden Niederlage kaum behalten können.
Das gilt natürlich genauso für die CDU und vor allem für die CSU.
In der Politik bleibt man einfach ganz dreist auf dem Sessel sitzen und erklärt sich für "alternativlos".

Donnerstag, 4. Mai 2017

Clinton nennt Moskau, FBI und Frauenhass als Schuldige für Wahlniederlage

Thema: US-Wahl 2016

Clinton nennt Schuldige für ihre Wahlniederlage
Moskau, FBI, Frauenhass

Hillary Clinton räumt eigene Fehler ein, doch habe sie die US-Präsidentschaftswahl aus anderen Gründen verloren.

Die gescheiterte US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton führt ihre Wahlniederlage unter anderem auf russische Einmischung, Frauenfeindlichkeit und fragwürdige Entscheidungen des FBI zurück.

«Ich war auf der Siegerstrasse bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Kombination von Jim Comeys Brief vom 28. Oktober und das russische Wikileaks Zweifel in den Köpfen der Leute erzeugten, die dazu neigten, mich zu wählen, aber dann Angst bekamen», sagte Clinton am Dienstag bei einer Veranstaltung in New York.

«Putin ist nicht Mitglied in meinem Fan-Club»

«Wenn die Wahl am 27. Oktober stattgefunden hätte, dann wäre ich Ihre Präsidentin», sagte die gescheiterte Kandidatin der Demokratischen Partei. Über den russischen Präsidenten sagte sie, dieser sei nicht Mitglied ihres «Fan-Clubs». «Er hat mit Sicherheit in unsere Wahl eingegriffen, und es war klar, dass er mich beschädigt und meinem Widersacher geholfen hat.»
Thank you so much to @HillaryClinton & @camanpour for the spectacular convo on women, peace & securitytoday! #SheBringsPeacepic.twitter.com/Jzs7lktN8V– Women for Women Intl (@WomenforWomen) 2. Mai 2017
Es war das erste Mal, dass sich Clinton in dieser Deutlichkeit zum Ausgang der Präsidentenwahl vom 8. November äusserte. Der als Aussenseiter gestartete Immobilienmilliardär Trump hatte die Kandidatin der Demokratischen Partei auf den letzten Metern überholt und die Wahl für sich entschieden.

Unterdessen hat Trump einen Tweet zu Clintons Äusserungen abgesetzt. «FBI Direktor Comey war das Beste, das Hillary Clinton passieren konnte. Er gab ihr den Freipass für alle ihre schlechten Taten. Diese Scheinheilige...».
FBI Director Comey was the best thing that ever happened to Hillary Clinton in that he gave her a free pass for many bad deeds! The phony...– Donald J. Trump (@realDonaldTrump) May 3, 2017
Keine Hinweise auf strafbare Handlungen

Die US-Geheimdienste sind überzeugt, dass Russland eingegriffen hat, um den demokratischen Prozess in den USA zu unterminieren, Clinton zu beschädigen und Trump zum Sieg zu verhelfen. Das FBI untersucht im Zusammenhang mit russischen Hackerangriffen und Veröffentlichungen der Enthüllungsplattform Wikileaks zu Clintons Wahlkampfteam auch mögliche Absprachen zwischen dem Trump-Team und der russischen Regierung.

FBI-Chef Comey hatte am 28. Oktober, anderthalb Wochen vor der Wahl, eine Wiederaufnahme der Untersuchungen zur sogenannten E-Mail-Affäre Clintons bekannt gegeben. Dabei ging es um die regelwidrige Nutzung privater Server durch die Ex-Aussenministerin; begründet wurde der Schritt mit dem Auftauchen weiterer Mails. Nur zwei Tage vor der Wahl teilte Comey dann jedoch mit, auch in den neu entdeckten Mails seien keine Hinweise auf strafbare Handlungen gefunden worden. (chk/sda/dAPD)

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

» der Kommentar des Blogschreibers «

Natürlich, dass alleine Deutschland auf die Wahl Einfluss genommen hat, indem ihr gewaltige Spenden zur Verfügung gestellt wurden, kein Wort.
Ebensowenig dass in deutschen Medien mehr über die US-Wahl berichtet wurde als über deutsche Wahlen, dass sie für die deutschen Politik und für die Medien schon vor der Wahl als Sieger feststand.
Erinnert stark an Edmund Steuber, abends 22.09.2002, Merkel mit Rautezeichen an seiner Seite: "Die CDU/CSU, die Union, wir haben die Wahl gewonnen." Ich könnte mich bekringeln.