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Samstag, 19. Januar 2019

Was war denn eigentlich am 18. Januar 1985 im Ruhrgebiet los?

Thema: Smogalarm

Die Atemluft im Ruhrgebiet und über ganz Deutschland hat sich durch Industrie, Energieerzeugung und Straßenverkehr derart verschlechtert, dass Smogalarm ausgelöst wird. Für mehrere Stunden dürfen Autos nicht mehr fahren, Schulen werden geschlossen.

Beim WDR schrieb Domink Reinke dazu am 17.01.2009
Erster Smog-Alarm in Deutschland
Ruhrgebiet ging die Luft aus

Vor 30 Jahren wird in Deutschland zum ersten Mal Smog-Alarm ausgelöst: Im Ruhrgebiet überschreitet am 17. Januar 1979 die Schwefeldioxid-Konzentration den Grenzwert.

Die erste Warnung kommt um 9.45 Uhr: WDR 2 unterbricht sein Programm mit einer Durchsage für die Bewohner des westlichen Ruhrgebiets. In den Städten Bottrop, Duisburg, Essen, Krefeld, Moers, Mülheim und Oberhausen sowie in Teilen des Kreises Wesel sind über drei Stunden lang mehr als 0,8 Milligramm Schwefeldioxid pro Kubikmeter Luft gemessen worden. Dieser Wert des giftigen Gases übersteigt die in einer Verordnung von 1974 festgelegte Grenze. Deshalb hat NRW-Arbeits- und Gesundheitsminister Friedhelm Farthmann (SPD) "Smog-Alarm der Stufe Eins" ausgelöst - die niedrigste von insgesamt drei möglichen Alarmstufen. Das Wort Smog setzt sich aus zwei englischen Begriffen zusammen: "smoke" (Rauch) und "fog" (Nebel). Die Bevölkerung wird über Radio aufgefordert, alles zu unterlassen, was die Luft weiter verunreinigen könnte. Menschen mit Herz- und Atemproblemen sollen sich nicht lange im Freien aufhalten.

Schlechte Luft unter der Käseglocke

Auslöser für den stechenden Geruch und die schlechte Sicht im Ruhrgebiet ist die sogenannte Inversions-Wetterlage: In rund 300 Meter Höhe hat sich eine Warmluftschicht über die kältere Luft am Boden geschoben. Dadurch werden die Abgase, die sonst in höhere Luftregionen entweichen können, wie unter einer Käseglocke am Boden gehalten. Nach zehn Stunden entspannt sich die Lage: Ein leichter Wind hat die Luftschichten in Bewegung gebracht. Gegen 19.30 Uhr wird der Smog-Alarm aufgehoben. An diesem Tag bleibt es bei Stufe Eins und freiwilligen Vorsichtsmaßnahmen. Doch das ist nur der Auftakt.

1985 wird Alarm-Stufe Zwei ausgelöst

Fast genau sechs Jahre später ist die Schadstoffbelastung im Ruhrgebiet um ein Vielfaches höher. Am Abend des 18. Januar 1985 löst das NRW-Gesundheitsministerium Smog-Alarm der Stufe drei aus. In großen Teilen der Städte Duisburg, Dortmund, Mülheim, Essen und Bottrop gilt für mehrere Stunden ein Fahrverbot für Autos. Die Betriebe dürfen nur schwefelarme Brennstoffe benutzen. Im gesamten Revier sind fast alle Schulen geschlossen. Die Smog-Gefahr erstreckt sich bis Düsseldorf, Leverkusen, Köln und Aachen. Dort gibt es aber keinen Alarm, weil diese Regionen vom Warndienst nicht erfasst werden.

Im Dezember 1985 zieht das NRW-Umweltministerium Konsequenzen und dehnt den Geltungsbereich der Smog-Verordnung auf den Raum Düsseldorf und den Raum Köln aus. In den folgenden Jahren werden Kohlekraftwerke mit Entschwefelungsanlagen ausgerüstet.

Spitzenwerte bei Schadstoff-Belastung gesunken

Mittlerweile hat sich die Art der Luftverschmutzung geändert. "In den letzten Jahrzehnten konnte der Schadstoffausstoß bei uns deutlich vermindert werden", sagt Prof. Andreas Wahner, Atmosphären- und Klimaforscher am Forschungszentrum Jülich. "Die örtlichen Maximalkonzentrationen von Ozon im Sommer und Schwefeldioxid im Winter sind deshalb deutlich gesunken." Da in Europa nicht mehr so hohe Spitzenwerte erreicht würden, gebe es in Deutschland auch keine Smog-Alarme mehr.

"Gleichzeitig hat in den letzten Jahrzehnten die sogenannte Hintergrundkonzentration ständig zugenommen. Das ist die Verschmutzung, die mit den Luftmassen von Nordamerika und Asien nach Europa getragen wird", erklärt Wahner. Besonders Ozon, das eine Verweildauer von rund drei Wochen in der Atmosphäre habe, werde so nach Deutschland transportiert. "Schwefeldioxid hingegen verlässt die Atmosphäre bereits nach gut einer Woche und kommt bei uns nur in geringen Mengen an", so Wahner.

Dauerbelastung durch Klimagas Ozon

Der Import von Ozon führt unter anderem auch in Deutschland zu gestiegenen Durchschnittswerten. Das hat negative Folgen für die Ernteerträge und die Gesundheit: "Wenn Sie drei Tage lang sehr hohe Ozonkonzentrationen einatmen, schädigt das Ihre Gesundheit weit weniger, als wenn Sie jahrelang Tag und Nacht leicht erhöhten Werten ausgesetzt sind", sagt Wahner. In Europa sterben nach seinen Angaben pro Jahr rund 21.400 Menschen vorzeitig durch Ozon.

Luftverschmutzung ist Klimafrage

"Neben Ozon belastet heute vor allem Feinstaub die Luft in Europa", sagt Wahner. "Auch der Feinstaub mit den darin enthaltenen Rußpartikeln aus Autoabgasen schädigt die Gesundheit durch seine Dauerbelastung." Der örtlich entstehende Feinstaub lasse sich lokal vermindern, etwa durch Umweltzonen. Die Werte des weltweit mobilen Klimagases Ozon hingegen könnten nur durch internationale Absprachen gesenkt werden - auch um den Treibhauseffekt zu verkleinern, so Wahner. "Heute geht es nicht nur um die Luftverschmutzung, sondern auch um die Klimafrage."

Web-Links
SMOG: Politischer Schwefel - DER SPIEGEL 5/1985 - Spiegel Online
1985 - Smog-Alarm in Deutschland | bpb
18. Januar 1985 - Erstmals Smogalarm-Stufe 3 im ... - Stichtag - WDR
Vor 25 Jahren gab es Smog-Alarm im Ruhrgebiet | waz.de | Rhein und ...
Smog-Alarm: Alle Räder stehen still - DER SPIEGEL 4/1985

» der Kommentar des Blogschreibers «

Was aber ist seit 1985 passiert?

Von Staub und Schwefeldioxid war die Rede, damal sprach man von Ozon als Klimagas, und die Umweltminister der Bundesländer sahen sich vor die Frage gestellt, was die Rettung eines Menschenlebens Steuerzahler und Wirtschaft kosten darf.

Der "Spiegel schreibt:
"Bereits bei 110 Mikrogramm Schwefeldioxid pro Kubikmeter Luft in Verbindung mit Schwebstaub registrieren Mediziner eine Häufung von Atemwegsleiden bei Erwachsenen. Werden mehrere Tage lang 500 Mikrogramm gemessen, ist laut Umweltbundesamt "eine erhöhte Mortalitätsrate bei älteren Menschen festzustellen" - ein Wert, der weit unter der 800-Mikrogramm-Grenze liegt, bei deren Überschreitung gewöhnlich Smog-Alarm der (niedrigsten) Stufe I gegeben wird.
Bewohner der Berliner Bezirke Wedding, Tiergarten, Kreuzberg und Charlottenburg jedoch mußten mehrfach Schwefeldioxid-Belastungen bis zu 2000 Mikrogramm ertragen. Das Statistische Landesamt meldete, die Sterblichkeit älterer Berliner liege nach Wintertagen mit hoher Luftverschmutzung um fast 15 Prozent über der an Tagen mit niedrigeren Schwefeldioxid-Werten.
[...]
Bereits am Mittwoch, als die Giftdichte etwa in Dortmund und Essen den eben noch gültigen alten Schwellenwert (800 Mikrogramm Schwefeldioxid) knapp unterschritt, aber bereits über der neuen Grenze (600 Mikrogramm) lag, ließ Düsseldorf vorsorglich die Bürger über Funk und Fernsehen vor den Gefahren warnen. Über Nacht wurde, aufgrund einer politischen Entscheidung, aus einer Vorwarnung echter Alarm."

Aha, 1985 musste also Ozon als Klimagas herhalten. Davon spricht heute keiner mehr, obwohl das Ozonloch noch genauso groß ist wie damals.
Co2 wurde anscheinend erst "entdeckt", als einige ganz Schlaue merkten, man braucht nur zusätzliche Panik verbreiten, mit Hilfe von Hofberichterstattern immer wieder die gleichen Lügen erzählen, Peudowissenschaftler auftreten lassen, und schon kann man von den Menschen Unsummen abzocken und sogar noch Wähler gewinnen.
Der "Klimapapst" Al Gore ist das beste Beispiel. Er hat die Masche mit Zertifikatehandel noch weiter ausgebaut und ist durch das Geschäftsmodell "Co2" zum Millidär geworden.

Montag, 7. Januar 2019

Ist es wirklich froh, das "Frohe Neue Jahr"?

Thema: Neues Jahr

Frohes Neues Jahr?

Feuerwerk - Foto: Pixabay CC0
was gibt es da eigentlich zu feiern und anzustoßen auf das Neue Jahr? Da fällt einem ehrlich gesagt nichts ein.

Spätestens, wenn man die neuen Gesetze ab 1.1.2019 studiert und sich verinnerlicht, dann weiß man, daß harte Zeiten auf die Bürger und Steuerzahler zukommen werden. Hier ein Auszug:
  1. Erweiterung des Dieselfahrverbotes in diversen Städten
  2. Strompreise und Gaspreise steigen ins Unermessliche
  3. Die Stein- und Braunkohle wird wesentlich teurer, da sie aus dem Ausland importiert wird, während die letzte Zeche in Deutschland vor wenigen Tagen endgültig geschlossen wurde.
  4. Verschärfung der Regeln bei der Hauptuntersuchung/Abgasuntersuchung "im Sinne der Umwelt", während rund um den Globus die Chinaböller, Stickstoffoxide, Feinstaub und den CO2-Ausstoß ins Unermessliche ansteigen lassen und Umwelt und Tierwelt stark belasten.
  5. Und das "Beste" zum Schluss: Die Regierung Merkel ist immer noch im Amt!
Dazu kommt noch der Brexit im März und die Europawahlen im Mai, sowie anschließend die wohl quälende Suche nach einer neuen europäischen Regierung, sprich EU-Kommission, welche alle nichts Gutes hoffen lassen.

Für 2019 zu wünschen sind mehr Gelassenheit in der deutschen Politik und im Umgang mit neuen, zeitgeistigen Strömungen. Desweiteren zu wünschen sind ein deutliches Mehr an staatsbürgerlichem Bewusstsein aller (Macher und Nehmer), insbesondere mehr Verantwortungsbewusstsein einerseits sowie andererseits Zivilcourage i.S. "sozialer Gerechtigkeit".

eingestellt von Blogger auch unter Torpedo - kritischer Gesellschafts- und Politik-Blog
Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise des Blogbetreibers widerspiegeln.

Montag, 24. Juli 2017

Presseclub 23.7.2017 - Nachrüstung, Fahrverbot, Absatzkrise - Was ist der Ausweg aus dem Dieseldrama?

So. 23.07.2017, 12.03 - 13.00 Uhr

Nachrüstung, Fahrverbot, Absatzkrise –
Was ist der Ausweg aus dem Dieseldrama?

Zu Gast:

  • Rainer Hank
    Ressortleiter Wirtschaft und Finanzen, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
  • Birgit Marschall
    Parlamentskorrespondentin, Rheinische Post
  • Cerstin Gammelin
    Stellv. Leiterin d. Parlamentsbüros, Süddeutsche Zeitung
  • Klaus Brinkbäumer
    Chefredakteur, Der Spiegel

  • Moderation:
    Jörg Schönenborn
    Bilder: Screenshots

    Mittlerweile wird immer deutlicher: Bei den Dieselmanipulationen haben viele deutsche Autobauer mitgemacht. Das Ergebnis: Auf deutschen Straßen herrscht dicke Luft. In vielen Städten übersteigen die Stickoxidkonzentrationen regelmäßig die Grenzwerte.

    In der nächsten Woche könnte erstmalig per Gericht ein Fahrverbot für Diesel in Stuttgart verhängt werden. Das hätte wohl Signalwirkung für ganz Deutschland.

    Es hat sich ausgedieselt. Wer einen Diesel hat, hat nun ein Problem. Eine steigende Zahl von Wagen sollen nachgerüstet werden, um die Abgaswerte zu verbessern. Immer weniger Autobesitzer wollen einen Diesel fahren und der Wiederverkaufswert der Autos sinkt.

    Haben sich die Autobauer zulange auf den Diesel verlassen? Waren Arbeitsplätze wichtiger als die Gesundheit der Bürger? Welche Mitschuld trägt die Politik? Und braucht Deutschland nun eine Kraftanstrengung in Richtung Elektromobile?

    Sendungshomepage
    Gästebuch

    Kommentare

    Joachim Findeis
    Wie mächtig die Wirtschaft und hier besonders die Autoindustrie ist, haben wir dieser Tage gesehen. Die ganze Zeit konnte Erdowahn tun und lassen was er wollte, uns als Nazis oder Faschisten beschimpfen, Journalisten, Menschenrechtler oder Bürger wie Du und Ich verhaften, den Besuch Deutscher Bundeswehrsoldaten auf NATO-Stützpunkt Incirlik und Konya verweigern. Was macht Mutti, nein nicht die Raute, sie macht was sie immer macht wenn es darauf ankommt, nämlich nix, aussitzen. Und jetzt taucht unter anderem der Autokonzern Daimler oder BASF auf einer angeblichen Terrorliste der Türkei auf, und was passiert jetzt, der Botschafter wird einbestellt, Rüstungslieferungen für die Türkei werden gestoppt, Hermesbürgschaften werden in Frage gestellt, jetzt plötzlich kommt die Bundesregierung in Puschen, wo sie die ganze Zeit gebtsmühlenartig verkündet hat: "Wir müssen mit der Türkei im Gespräch bleiben, wir müssen Diplomatie walten lassen." Nein es geht um Daimler und jetzt geht die schärfere Tonart.

    Jürgen
    Merkel läßt sich in der Welt als Klima-Kanzlerin feiern. Wie absurd ist das denn. Hier in Deutschland sieht das ganz anders aus mit Braunkohle, stinkenden Diesel-Autos und den nicht erreichten und von ihr mutwillig torpedierten CO2-Abgaswerten- zu Gunsten der Autoindustrie. Ihre Ziele hat Merkel nicht erreicht, wenn wir allein an ihre Zeit als Umweltministerin denken mit dem Endlager für Atom in der Asse- wird uns jetzt noch schlecht.

    Alexandra Ivanov
    Leider vergessen die Teilnehmer der Runde (inkl. Moderator), wer die muntere Diskussionsrunden eigentlich finanziert: Der Beitragszahler mit seinen GEZ-Zwangsgebühren. Am Ende der heutigen Sendung hat ein Zuschauer zurecht reklamiert, dass die Anrufer mehr Zeit erhalten sollen, um sich einzubringen. Dies wurde von Herrn Schönenborn lächelnd abgelehnt, weil das ja eine Entscheidung von Phoenix sei und es auch Zuschauermeldungen gäbe, die weniger Zuschauerbeteiligung wünschten. Insgesamt fanden diesen Wunsch wohl alle Teilnehmer sehr lustig, was man auf den Gesichtern ablesen konnte. Man sollte die GEZ-Gebühren einfach abschaffen, mal sehen, wer dann von den Beteiligten noch lacht...

    Hans-Jürgen Ahlers, Celle
    Warum will der ARD-PresseClub in Sachen Energie der größte Lügen-Sender sein? Anfang 2018 kann man den kroatischen Magnetmotor für 3 800 € kaufen. Der leistet 7,5 kW. Wenn der zehn Jahre läuft, kostet die kW/h nur gut 0,5 €-Cent. Wir unteren 99 % wollen dafür nicht mehr 25 Cent bezahlen. Wie lange macht der ARD-PC noch Politik gegen uns untere 99 %? Wann kommt unser Volks-Aufstand? Wollen dann alle Politiker, Beamte und ARD-Redakteure Hartz IV beantragen?

    Martin
    Es muss mehr auf die Schiene verlagert werden. Die Autobahnen sind proppevoll mit LKW. Statt Autobahnen nur noch Staubahnen und Umweltverschmutzung in höchster Potenz. Dass Bahn-Schienen einen erhöhten Nachholbedarf an Instandsetzung haben in Deutschland liegt an der aktuellen Regierung. Sie zieht jährlich Milliarden ab vom Umsatz bei der Deutschen Bahn. Wer wundert sich da noch über die teilweise sehr maroden Schienenetze. Es muss wieder investiert werden Und das Geld muss bei der Bahn bleiben und nicht zweckentfremdet werden.

    Michel Rademacher
    Berechnet man alle Spenden zusammen, verteilen sich die Zuwendungen der Automobilkonzerne wie folgt auf die Parteien: CDU/CSU: 2.885.573 €; SPD: 1.259.552 €; FDP: 1.199.920 €; Grüne: 447.330 €. Mit ca. sechs Millionen Euro in fünf Jahren ist die Autoindustrie damit einer der größten Spendengeber. (Quellen: Rechenschaftsberichte des Bundestages/ Lobbypedia)BMW spendiert den Parteien einen großen Teil ihres Fuhrparks. Für deren klamme Kassen hat dieser Service einen großen Vorteil: Er ist umsonst. Die Raten für die geleasten Autos stellt der Konzern den Schatzmeistern nämlich nicht in Rechnung. Sie werden als Parteispenden verbucht und in den Rechenschaftsberichten ausgewiesen.

    Horst Tischler
    Warum vermeidet man es bisher, diesen Skandal beim richtigen Namen zu nennen? Wer sich an unserer Atemluft oder am Trinkwasser vergreift, ist ein moderner Brunnenvergifter und muss streng bestraft werden. Wer konnte übrigens so naiv sein und glauben, dass es nur einen Autobauer und nicht fast die gesamte Autoindustrie betrifft?

    Rainer Wiebe
    Aus meiner Sicht verschleiert der Begriff "Dieseldrama" was wirklich ist. Nicht der Diesel ist das Problem, sondern das die Abgasreinigung unter den technischen Möglichkeiten blieb: Aus Gründen der Gewinnsteigerung. Hier tritt ein moralischer Verfall der Manager zu Tage, der die Maßstäbe des ehrbaren Kaufmanns weiter hinter sich läßt. Statt die zweifelsohne vorhandene Ingenieurskunst zu nutzen, wurde betrogen, um den Shareholder Value als einzige Zielgröße zu bedienen. Es tritt vollkommen in den Hintergrund, dass Unternehmen in erster Linie den Markt mit Waren und Dienstleistungen bedienen sollen, klar auch mit Gewinn, aber nicht in erster Linie um Geld zu machen. Hat hier die Automobilindustrie versucht, die Finanzdienstleister zu toppen?

    André
    Man nennt dieses Vorgehen Betrug und weil der Staat dabei eine Aktive Rolle spielt sogar Staatsbetrug zu gunsten von Unternehmen,eliten Managern und zu lasten der Bürger.

    Sven Z.
    Lückenpresse, hat Frau Marshall, Frau Merkel bewusst ausgeklammert? Am 15. 10. 2013 hat der Spiegel schon berichtet "Quandt-Spende an die CDU Merkel und der Vorwurf der gekauften Politik. Eine Spende mit Geschmäckle: 690.000 Euro überwies die BMW-Eignerfamilie Quandt der CDU, Kanzlerin Merkel erstritt Schonung für deutsche Autokonzerne bei EU-Abgasnormen. Parteienrechtler kritisieren die Zuwendung scharf - sie halten für besonders relevant, wann die Partei vom Geldsegen wusste".

    Jörg Hammerschlag
    Ich bin sehr gespannt, ob irgend einer der Gäste den Mumm hat, mal klar sagen, wo hier das Problem liegt: Die ganze Geschichte ist ein einziger großer Koruptions- und Lobbyistensumpf. Über Jahrzehnte hinweg ist die deutsche Politik im ganzen Land der Autoindustrie in den Allerwertesten gekrochen. Es geht ja um Arbeitsplätze, bla bla bla. Dass die deutsche KFZ-Industrie inzwischen Millionen von Kunden in der ganzen Welt nach Strich und Faden betrogen hat, dass Umwelt- und Gesundheitsstandarts massiv untergraben und hintertrieben wurden, hat dabei weder Politik noch Industrie interessiert. Das ganze ist ein einziger gewaltiger Skandal. Jede Bezeichnung, die ne Nummer kleiner wäre, wäre eine Untertreibung unangemessner Art.

    Petra
    Wir würden uns wünschen, dass sich Journalisten nicht länger kaufen lassen von dieser Regierung, kritisch berichten und ihre Samthandschuhe endlich ausziehen. Was sich zurzeit abspielt in den Medien ist Volksverdummung hoch drei. Skandale dürfen nicht heruntergespielt werden wie jetzt mit dem Diesel-Drama.

    Mansfeld
    Wenn alle Verfechter der E-Mobilität auch ein E-Auto kaufen würden...... Aber die fahren auch lieber mit einem sparsamen Diesel rum. Es ist wie immer: Viel schwätzen aber machen und zahlen sollen die anderen.

    Andreas J.
    Bitte was war das denn für eine Desinformation zur Brennstoffzelle? "Die funktionieren nur über 0 Grad..."??? Bitte was? Hochtemperaturbrennstoffzellen arbeiten bei 800 ° Celsius! Die in allen deutschen U-Booten verbauten Brennstoffzellen arbeiten höchsteffizient und wartungsarm. Sie müssen eine gewisse bautechnisch bedingte Grösse haben damit sie effizient arbeiten, also liegt das Problem in der Miniaturisierung und nicht bei irgendwelchen Fantasieeinwänden! Wesshalb können die nicht mit Preisen von massengefertigten Produkten mithalten? Weil es Einzelanfertigungen (!) sind! Das war mal ein Schuss in den Ofen, dieser Beitrag von Fr. Gamelin!

    Angelika Stumpf
    Mich würde interessieren warum die Politiker "HANSELN" am Faden der Industrie sind. Ich begreife einfach nicht, was es mit Volkswirtschaft zu tun hat. Wenn Pharmaindustrie, Autoindustrie, Lebensmittelindustrie und wer weiß noch alles unsere Politiker am "Ring durch die Manege" führen. Jetzt kocht mal wieder alles hoch, am 24. Sept. ist alles vergessen und "Gemütlichkeit" wird gewählt. Warum besteht diese Abhängigkeit, eine Fernsehsendung zur Aufklärung der Wähler warum die Industrie eine so große Macht hat, fände ich sehr wichtig. Die Industriellenfamilien wie z.B. Quandt haben doch nicht so viele Wählerstimmenum über unser Land zu bestimmen und Feudalherrschaft ist doch lange abgeschafft, oder?