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Freitag, 3. April 2015

Weiter Widerstand und Vorbehalte gegen eGk und E-Health-Gesetz

Thema: ärztliche Schweigepflicht
In Ergänzung zu meinem Beitrag Ein Riesenschritt zur totalen Überwachung: die Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte fand ich dies:

Ärztekammer Nordrhein:
Weiter Widerstand und Vorbehalte gegen eGk und E-Health-Gesetz

Die Krankenkassen versuchen gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung den Eindruck zu erwecken, dass die ÄrztInnen und ihre Verbände ihren Widerstand gegen die elektronische Gesundheitskarte und die von Politik, IT-Unternehmen und Krankenkassen geforderte weitere Digitalisierung im Gesundheitswesen aufgegeben hätten.

Dass dies nicht so ist, hat vor wenigen Tagen die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein bewiesen. In einer umfangreichen und kritischen Stellungnahme zum geplanten E-Health-Gesetz und zur weiteren Durchsetzung der telematischen Infrastruktur im Gesundheitswesen fordert die Ärztekammer Nordrhein
  • den Schutz der Patientendaten und
  • die Testung dezentraler Speichermedien in der Hand des Patienten.
In der Stellungnahme wird dazu erklärt:

„Die ärztliche Schweigepflicht ist kein Arztprivileg, sondern ein Patientenrecht. Wenn moderne Telekommunikations- und Informationstechnologie den Alltag in Klinik und Praxis immer stärker durch­dringt, so ist es ärztliche Aufgabe, zum Schutz des Patienten auf einem hinreichenden Schutz der Patientendaten zu bestehen.“

„Gemäß der gültigen Beschlusslage Deutscher Ärztetage und weiterer ärztlicher Gremien fordert die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein, dezentrale Speichermedien in der Hand des Patienten, alternativ zu einer zentralen Telematik-Infrastruktur mit ihren bekannten Datenschutzrisiken, ergebnisoffen zu testen.“



Dieser Beitrag wurde am 26. März 2015 von datenschutzrheinmain in alle Beiträge, eGk - e-Health-Gesetz - Telematik-Infrastruktur veröffentlicht.
Quelle: http://ddrm.de/?cat=16

Sonntag, 8. Februar 2015

Ein Riesenschritt zur totalen Überwachung: die Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte

Thema: e-Card
stoppt die e-Card
Liebe Leser,

man erfährt sehr wenig über die e-Card.
Was unsere eigene Regierung aber seit 2003 vorantreibt, eine zentrale Speicherung sämtlicher Patientenakten, wandelt das Gesundheitswesen in ein System um, in dem die Menschenwürde keinen Wert mehr haben wird.

Gerade weil bekanntgewordenen ist dass Geheimdienste alles ausspähen, dass sie vor absolut nichts haltmachen, und weil das Internet "für uns alle doch Neuland ist", sollte man interessierten Kreisen nicht noch mehr Möglichkeiten geben, alle Menschen auch noch mit ihrer Krankenakte zu erpressen.


Urheber: Lumu | Lizenz: CC-BY-NC-SA 3.0
Wir Patienten haben absolut kein Mitspracherecht!

Die ferngesteuerten Besserwisser und pharmafinanzierten Politmarionetten schaffen ein Netzwerk, welches jahrelang der feuchte Traum der Pharmaindustrie war.
Noch mehr Wachstum und damit Profit auf Kosten der Versicherten.

Es geht nicht darum irgenwelchen Menschen zu helfen. Egal was man uns sagt, egal in welche Sprechblasen es verpackt wird, es geht nur um Profit für die Konzerne.

Steht das System erstmal, werden sie Mittel und Wege finden, damit sie direkten Zugriff auf die Daten haben. Endlich können sie den einzelnen Patienten mit genau auf ihn zugeschnittener Werbung zumüllen.

Wieso wird in den Medien darüber eigentlich nicht berichtet? Warum gibt es keine Talkshow zu so einem wichtigen Thema?
Gibt es etwa ein Verbot oder hat Mutti Einzelheiten darüber zum Staatsgeheimnis erklärt?
Geht es hier auch um die "Innere Sicherheit" wie bei MH17 oder muss sie auch hierzu erst Obama fragen?

So macht das Bundesministerium Werbung für die Elektronische Gesundheitskarte: Link

Leider wird nirgends erwähnt was passiert, wenn die äusserst sensiblen Daten gehackt werden. Es handelt sich schliesslich nicht um die Kundendaten eines Autoherstellers oder eines Elektronikkonzerns. Wie sicher deren Daten sind, wird uns doch laufend vor Augen geführt.


Freitag, 30. Januar 2015
Hamburger Abendblatt:
Teure Gesundheitskarte

Samstag, 31. Januar 2015
Chaos in den Arztpraxen?
ÄND Bericht

Probleme mit moderner Telematik
Deutscher Bundestag - Ausschuss für Gesundheit - 28.01.2015

Berlin: (hib/PK) Die im Aufbau befindliche elektronische Vernetzung des deutschen Gesundheitssystems stößt nach Darstellung der mit dem Projekt befassten Experten noch auf erhebliche technische Schwierigkeiten. Die mit der Umsetzung beauftragte Industrie habe die Komplexität des Vorhabens völlig unterschätzt, erklärten die Sachverständigen übereinstimmend am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Bundestages. Sie gaben sich gleichwohl zuversichtlich, dass die Telematikinfrastruktur (TI) mit dem gebotenen hohen Sicherheitsstandard und zum Nutzen der Verbraucher in absehbarer Zeit in den Testbetrieb gehen kann.


Ergänzung am 08.02.2015 um 16:15 Uhr aufgrund des Kommentars von Ralf Nietzschmann

Vielleicht sollte es besser heissen: Verbietet die zentrale Speicherung aller Patientendaten. Die zentrale Erfassung, ähnlich der KfZ-Punktedatei in Flensburg, weckt Begehrlichkeiten der "Gesundheitsindustrie", nicht die Daten, die auf der Patientenkarte gespeichert sind! Damit habe ich keine Probleme, wenn sie entsprechend verschlüsselt sind, zumindest besser verschlüsselt als die Bankkarten.