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Dienstag, 22. November 2016

Trump und ein Klimaschutz zum Weinen

Auf Donald Trump als US-Präsident dürfte beim Klimagipfel in Marrakesch niemand gehofft haben. Seit der Wahl von Donald Trump steht hinter dem Klimaschutz der USA ein großes Fragezeichen. Nach seinem Wahlsieg flossen bei Aktivisten Tränen - unter den Delegierten war der Schock spürbar. Denn Trump dürfte als Leugner des Klimawandels für Probleme beim Klimaschutz sorgen. Den Amerikanern scheint aus ökonomischem Eigeninteresse die Weitsicht beim Klimaschutz zu fehlen.

Klimawandelskeptiker oder Klimaschutzgegner wäre wohl das bessere Wort, um Trump zu beschreiben. Trump ist ein Vertreter der Ölindustrie, die den Wahlkampf der Republikaner unterstützt hat. Als deren Vertreter ist ihm seine politische Meinung zum Klimaschutz wohl vorgegeben. Man kann ein Problem, das man nicht lösen will, auch ganz einfach ignorieren: Trump spricht vom "Wetter", wenn es ums Klima geht. Leugnen als Zeichen der Ignoranz.

Allerdings scheinen einige die Lage bezüglich des Klimawandels völlig falsch einzuschätzen. Beinahe alle Klimawissenschaftler sind sich darin einig, dass der Klimawandel existiert und der Mensch der Hauptverursacher ist. Das hat nichts mit politisch korrekt zu tun und scheint ja auch nicht von allen Regierungen gewollt zu sein, wenn man sich ansieht wie unsere Regierung den eigenen Klimaschutzplan zusammengestrichen hat.

"Die schmutzigsten Energiequellen sind auch die billigsten,
aber nur auf kurze Sicht."

John Kerry, auf der Klimaschutzkonferenz in Marrakesch

Die USA haben bisher fast alle Vereinbarungen zum Klimaschutz erfolgreich unterlaufen, die Unterstützung für Umwelt- und Klimaschutz war von daher schon immer mau. Deshalb kann es kaum noch schlimmer werden. Auch Trump wird diese Haltung nicht ändern

Der Profitwahnsinn ist der Klimakiller und Trump wird weder dem Profitwahnsinn noch den Klimakillern im Wege stehen. Die Klimaveränderung ist ein ständiger Prozess. Es ist nicht aufzuhalten. Die Maßnahmen, die die Länder treffen, um die Erwärmung zu reduzieren verzögert es vielleicht, mehr auch nicht. Dieses Schaulaufen in Marokko bringt gar nichts.

Und jetzt ist Trump der Bösewicht, wenn die Zivilisation am Abgrund steht. Schuldige findet man immer wieder.

Von Blogger am 11/14/2016 09:00:00 vorm. unter
Torpedo - kritischer Gesellschafts- und Politik-Blog eingestellt
Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise des Blogbetreibers widerspiegeln.

Klimawandel schon lange vorhergesagt


Der anthropogene Klimawandel ist nämlich schon seit Ende des 19. Jahrhunderts unter Wissenschaftlern ziemlich unumstritten, seit der schwedische Wissenschaftler Svante Arrhenius den Prozess beschrieben und den Grad der Erwärmung erstaunlich genau vorhergesagt hat.

Seit den 1960er Jahren wird eine Klimaveränderung von Wissenschaftlern vorhergesagt. Erst schwer umstritten, kaum abschätzbar und kritisiert, dann mehr und mehr belegt. Die Idee kommt von C. David Keeling, einem amerikanischen Wissenschafftler, der seit 1958 deswegen Messungen durchführt.

Auch der Einfluß des Menschen auf den Klimawandel ist unbestritten. Dass der Mensch durch die Verbrennung von Kohle und Öl und dem damit verbundenen Ausstoß von jährlich ca. 36 Milliarden Tonnen CO2 keinen Einfluß auf das Klima hat, glauben nur komplette Ignoranten und Befürworter eines unkontrollierten Wirtschaftswachstums ohne Rücksicht auf Mensch und Umwelt.

Die Vegetation in den Ozeanen und an Land nehmen pro Jahr ca. 745 Milliarden Tonnen CO2 auf und geben ca. 724 Milliarden Tonnen CO2 an die Atmosphäre ab. Bleibt eine Differenz von ca. 21 Milliarden Tonnen, die der Mensch nutzen könnte, um den CO2 Anteil der Luft konstant zu halten. Der Mensch erhöht aber den Anteil in der Atmospähre um jährlich 15 Milliarden Tonnen.

Der Überhang erhöht den CO2 Gehalt der Atmosphäre jährlich um ca. 0,5%. Das erscheint wenig, aber in 100 Jahren sind es dann doch 50 Prozent. Seit 1960 ist der CO2 Anteil in der Atmosphäre um 30 Prozent gestiegen. Von 1960 bis heute hat sich der CO2 Ausstoß der Menschheit etwa verdreifacht.

Die USA leben wohl gut in ihrer klimageschädigten Nebelglocke, die ihr die Sicht versperrt. Wenn die USA als zweitgrößter CO2 Produzent der Erde ihre Produktion steigern, kann das nicht gut ausgehen.

eingestellt von Blogger am 11/21/2016 09:00:00 vorm. unter
Torpedo - kritischer Gesellschafts- und Politik-Blog

Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise des Blogbetreibers widerspiegeln.

» der Kommentar des Blogschreibers «

... und damit die "transatlantischen Freunde unserer Regierungsdarsteller" weiter ungestraft ihr CO2 ausstossen können, muss der Schadstoffausstoss der deutschen Industrie und der deutschen Bevölkerung auf ein Minimum begrenzt werden, egal was es dem deutschen Steuerzahler kostet, wenn es der eigenen "Regierung" nach geht.
Da die meisten Länder, die das Abkommen unterschrieben haben, finanziell gar nicht in der Lage sind etwas zu verändern, übernimmt auch deren Anteil Deutschland natürlich gerne, gell Frau Bundeskanzlerin, vor der Parteispende der deutschen Autoindustrie noch selbst erklärte "Klimakanzlerin"?