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Montag, 16. Dezember 2019

Tabakwerbeverbot - der nächste Schritt zum Konsumsklaven?


Screenshot vom Foto: HB/Grey
Wer wird denn gleich in die Luft gehen...
...wenn die Tabakwerbung verboten wird?

Die Union im Bundestag peilt gestaffelte Verbote für die Plakatwerbung fürs Rauchen an. Ein Papier, über das voraussichtlich heute in der Fraktion abgestimmt werden soll, sieht "für klassische Tabakprodukte ein Verbot ab 1. Januar 2022 vor. Für rauchfreie Tabak-Erhitzer soll ein Außenwerbeverbot ab 1. Januar 2023 greifen, für E-Zigaretten ab 1. Januar 2024. Über einen neuen Anlauf für Tabakwerbeverbote verhandelt die große Koalition seit Monaten. Kommentar/Bericht Politik

Es gibt nur eine richtige Entscheidung, die die Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfrakr tion am heutigen Dienstag treffen können: Sie sollen einem Verbot von Tabakwerbung zustimmen. Für Produkte, die abhängig machen und der Gesundheit schaden, kann es keine Werbung geben. Das muss für Tabakprodukte gelten, es muss für E-Zigaretten ohne Tabak gelten. Das Votum von CDU und CSU ist deshalb so wichtig, weil die Unionsbundestagsfraktion ein Werbeverböt blockiert hat. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung wanderte in den Papierkorb, weil ExFraktionschef Volker Kauder ein Werbeverbot grundsätzlich ablehnte. Für legale Produkte müsse geworben werden dürfen, so die Argumentation. Werbeverbote kämen einem Berufsverbot gleich. Diese Argumente wiegen schwer. Noch schwerer wiegt aber: Zigaretten, Zigarren oder nikotinhaltige Verdampfungsflüssigkeiten sind keine normalen Produkte. Sie fügen der Gesundheit Schaden zu, machen abhängig. Vor allem jugendliche sollen durch ein Werbeverbot abgehalten werden, zur Zigarette oder zum Verdampfer zu greifen.

Aber drohen nun weitere Werbeverbote, etwa für Süßigkeiten? Diese Befürchtung ist übertrieben, denn schon heute darf nicht grenzenlos für alles geworben werden. Anzeigen für verschreibungspflichtige Medikamente sind verboten. “Ärzte und Anwälte dürfen nur begrenzt für sich werben. Ein Werbeverbot für süße oder fettige Nahrungsmittel ist unnötig, denn die Produkte sind nicht per se gesundheitsschädlich; hier kommt es immer auf die Menge an.

Anders ist es bei Alkohol. Fast zwei Millionen Deutsche sind davon abhängig; jedes Jahr sterben mehr als 70.000 Menschen an den Folgen von Alkoholkonsum. Sollte das Tabakwerbeverbot kommen, gibt es kein Argument, es nicht auf Alkohol auszudehnen. Die Diskussion darüber muss jetzt beginnen.

KOMMENTAR Philipp Neumann zum Tabakwerbeverbot
Notwendige Diskussionen

Quelle: gedruckte WP 10.12.2019

Bis 2009 EU Subventionen für Tabakanbau
Mit dem Ende der EU-Subventionen 2009 schrumpft die Zahl deutscher Tabakbauern in den vergangenen Jahren drastisch. Lange wird dem Wirtschaftszweig sogar das Ende vorhergesagt. Mittlerweile können die Landwirte jedoch wieder aufatmen.
n-tv

Keine Subventionen mehr
Der Tabakanbau liegt in den letzten Zügen

Stuttgarter Zeitung

Tabak-Werbeverbot rückt näher
Unionsfraktion will heute entscheiden. Drogenbeauftragte Ludwig: „Vor allem Jugendliche schützen“.
von Philipp Neumann

Berlin. Die Kanzlerin war es, die im Sommer die Richtung vorgab. Wenn es nach ihr ginge, „dann sollten wir die Werbung für Tabakprodukte Verbieten“, hatte Angela Merkel (CDU) Ende Juni im Bundestag gesagt. Das war damals eine echte Nachricht, denn solange die Diskussion um ein solches Werbeverbot schon läuft so sicher war es, daß alle Versuche, es einzuführen, scheitern würden: In 3 der Bundestagsfraktion von CDU und CSU gab es dafür keine Mehrheit. Das hat sich geändert. „Ich spüre in der Unionsfraktion eine breite Unterstützung für ein umfassendes Verbot“, sagt nun die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU). „Die Spitze der Fraktion ist klar dafür, daß wir ein umfassendes Verbot endlich umsetzen.“ Am Dienstag sollte sich zeigen, ob diese Einschätzung trägt. In ihrer Sitzung will die Fraktion über ein Positionspapier zum Tabakwerbeverbot abstimmen. Darin wird vorgeschlagen, daß nur noch in ganz wenigen Fällen für Zigaretten, Zigarren und andere Tabakprodukte geworben werden darf. Gleiches soll für E-Zigaretten ohne Tabak gelten. Stimmt die Union dem Verbot zu, könnte es schon bald kommen. Der Koalitionspartner SPD ist seit Langem dafür.

Die Drogenbeauftragte Ludwig ist erst seit September im Amt. Die Umsetzung des Tabakwerbeverbots ist das erste Ziel, das sie sich gesetzt hat. Wochenlang schon ist die CSU-Politikerin unterwegs, um die jetzt erwartete Entscheidung vorzubereiten. Sie hat mit dem Fraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus (CDU) ebenso gesprochen wie mit dessen Erstem Stellvertreter Alexander Dobrindt (CSU). Auch die übrigen VizeFraktionschefs hat Ludwig offenbar -von ihrer Linie überzeugt: „Wir brauchen in Deutschland endlich ein Werbeverbot für Tabakprodukte.“ Und: Es müsse auch für die Werbung für E-Zigaretten gelten. Rückendeckung bekommt sie von Verbraucherschutzministerin Julia Klöckner (CDU): „Ich habe eine klare Haltung zur Werbung egal ob Filter- oder E-Zigarette: Jedenfalls nikotinhaltige Produkte sollten nicht beworben werden dürfen. Weder im Kino noch auf Plakaten“, sagte Klöckner unserer Redaktion.

Deutschland sei europaweit das einzige Land, in dem es auf der Straße und in Kinos noch Tabakwerbung geben dürfe, kritisiert Ludwig. Damit müsse Schluß sein: „Es geht darum, vor allem Jugendliche zu schützen.“ Es sei erwiesen, daß Werbung für Tabakwaren und E-Zigaretten Jugendliche erreicht und sie zum Rauchen animiere: „Das darf nicht sein. Rauchen macht nicht nur süchtig. Rauchen ist tödlich.“

Die Fakten hat die Drogenbeauftragte auf ihrer Seite: Mehr als ein Viertel der Krebserkrankungen gingen eindeutig auf das Rauchen zurück, erklärt sie. Schon Passivrauchen verursache gesundheitliche Schäden. Daß E-Zigaretten, die immer beliebter werden, in das Verbot einbezogen werden, ist Ludwig besonders wichtig. Die neuen Produkte „mögen weniger schädlich sein als Zigaretten mit Tabak“, sagt sie, „aber sie sind immer noch schädlich und das enthaltene Nikotin macht ebenso abhängig wie das Nikotin in normalen Zigaretten“.

Auch E-Zigaretten schädigen den Körper

Medizinern spricht die CSU-Politikerin damit aus dem Herzen. Ärztepräsident Klaus Reinhardt nannte die jahrelange Diskussion um. das Tabakwerbeverbot kürzlich „trostlos“. Auch er forderte, E-Zigaretten in das Werbeverbot einzubeziehen. Tatsächlich zeigen immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen daß die Geräte, in denen Flüssigkeiten verdampft werden, den Körper stark schädigen: „Das Ausmaß der Gefäßschäden ist ähnlich wie bei chronischen Rauchern, die eine Tabakzigarette rauchen“, sagt beispielsweise der Mainzer Kardiologe Thomas Münzel. Versuche mit Mäusen hätten gezeigt, daß E-Zigaretten nicht nur Gefäße schädigen, sondern auch Veränderungen in Lunge und Gehirn nachweisbar seien. Das gelte unabhängig davon, ob die Flüssigkeit Nikotin enthalte oder nicht. Münzel warnte davor, daß immer mehr junge Leute E-Zigaretten probieren und abhängig werden würden.

Das nach den Tabakwaren auch Werbeverbote für andere Produkte drohen, sieht die Drogenbeauftragte Ludwig nicht: „Zucker und Fett sind für sich genommen nicht schädlich, entscheidend ist die Menge“, meint sie. Ludwig macht aber gleichzeitig klar, daß sie die Werbung für Alkohol kritisch sieht. Die Einschränkungen, die es dabei gebe, seien zwar bereits groß, und sie zeigten auch Wirkung. Aber: „Mich stört es, wenn im Fernsehen vor dem Beginn von großen Sportereignissen das Bier ins Glas plätschert. Ich halte es auch für schwierig, wenn vor Sportveranstaltungen aktiv für Alkohol geworben wird, obwohl es gute alkoholfreie Produkte gibt.“ Ob sie sich diesem Thema intensiver widmen wird, läßt Ludwig erst einmal offen.

Quelle: gedruckte WP 10.12.2019

» der Kommentar des Blogschreibers «

Kann es sein, dass man die Erkenntnis erst kürzlich gewonnen hat dass Rauchen schädlich ist, oder weshalb der plötzliche Aktionismus, wo doch der Tabakanbau bis 2009 noch subventioniert wurde?
Es ist schon auffällig, dass gerade neu ins Amt gekommene Politiker/innen sich dazu berufen fühlen, den "Alten" erstmal zeigen zu müssen wo es lang geht. Man kann den Eindruck bekommen, es geht nicht um die Gesundheit der Menschen, denn dann hätte man erst gar keine Werbung zulassen dürfen, es geht um Bevormundung und die Selbstdarstellung der Drogenbeauftragten Ludwig.
Wann fühlen sich Anti-Alkoholiker dazu berufen Alkoholwerbung und Herstellung zu verbieten oder eine Anti-Glücksspielsekte, die Spielcasinos zu schließen und Spielautomaten abzuschaffen? Auch Alkohol und Glückspiel können süchtig machen.
Wer weiß ob nach der nächsten Wahl die im Sinkflug befindlichen Parteien überhaupt noch was verbieten dürfen, denn solche Bevormundungsaktionen können auch das genaue Gegenteil von dem bewirken, was eigentlich beabsichtigt ist.
Gott sei Dank wird die Wahl nämlich nicht von ein par Medizinern, denen sie aus dem Herzen spricht, entschieden.

Montag, 11. November 2013

EU verbietet Schokolade-Zigaretten

Thema: EU-Irrsinn

Potentielle Einstiegs-Droge

Auch Süßigkeiten stehen nun auf der EU-Verbotsliste. Schokolade in der Form von Zigaretten darf künftig nicht mehr verkauft werden. Schoko-Zigaretten sind nach Ansicht des EU-Parlaments gefährliche Einstiegsdrogen.


Die EU hat Schokolade verboten, die ähnlich wie Zigaretten verpackt ist. Diese könne Minderjährige zum Rauchen verleiten Foto: Flickr/chadmiller
Das EU-Parlament hat Schoko-Zigaretten, Lakritz-Pfeifen und Marzipan-Zigarren verboten. Das europaweite Verbot wird mit dem Kinderschutz gerechtfertigt.

Imitierte Tabakerzeugnisse, die für Minderjährige attraktiv sein können und einen potenziellen Einstieg in den Konsum von Tabakerzeugnissen bilden, werden verboten“, heißt es in der EU-Richtlinie, die vom EU-Parlament mit deutlicher Mehrheit verabschiedet wurde.

Herkömmliche Zigarren und Zigaretten aus Tabak stehen hingegen auch weiterhin nicht auf der EU-Verbotsliste.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


» der Kommentar des Blogschreibers «
Nur um die ganze Welt zu belustigen, dafür ist der "Aufwand Brüssel" einfach zu teuer.
Wenn man sowas sieht könnte man meinen, die nehmen ihre Aufgabe gar nicht ernst, die wollen nur spassmachen und provozieren.

Ein Parlament welches Zeit hat sich mit solchen Dingen zu beschäftigen, gehört abgeschafft.
Diese Kosten kann man wirklich einsparen.
Wie ist es möglich, dass die gleiche Institution Schokolade-Zigaretten für schädlich erklärt und verbietet, Tabak-Erzeugnisse aber nicht, den Tabak-Anbau sogar noch subventioniert hat?

Welche Getränke werden als nächstes verboten weil sie wie alkoholische Getränke aussehen?
Verleitet das kein Kind zum Suff wenn Papa Wein trinkt und Sohn oder Tochter mit Apfelsaft Prost sagen? Nach EU-Logik schon.

Es kann doch nicht sein, dass diese Behörde nur mit überbezahlten Idioten besetzt ist, welche mit ihrem tatsächlichem Job total überfordert sind und dass dann sowas dabei rauskommt. Oder sind solche Auswüchse die Ergebnisse ihrer Langeweile?


Obwohl - so abwegig ist das nicht. Wenn man sich ansieht was bisher aus Brüssel gekommen ist, könnte es gut möglich sein. Fast immer ging es um Bevormunden und Subventionen abgreifen -  nicht selten auch für das eigene Umfeld.


Kommentare

Der Wahnsinn hat zwei Namen EU und Euro sagt:
Ich habe früher als Kind auch Unmengen an Schokoladen Zigaretten “geraucht” , die Nikotinzigaretten waren mir einfach zu leicht.
Und was habe ich heute eine Schokokoladen Lunge mit unsäglichen Abhängikeitsfolgen wie – sehe ich Schokolade wird Sie von mir sofort konsumiert bevor die Kinder kommen und mir dieselbe weg essen.
Ich kann den EU Club nur unterstützen raucht mehr Nikotin und nicht so viel Schokolade, als nächstes soll Gummi Spiezeug verboten werden weil Kinder frühzeitig sich an Kondome gewöhnen könnten das wiederum den Sexismus fördern könnte::))
Oder es werden Mohrenköpfe verboten weil dies zum Massensterben von maximal pigmentierten Menschen führen könnte::))
Mann oh Mann dieser EU Club kostet uns soviel Geld, dass der Lebensstandard der Bürger in Europa schon alleine der Kosten wegen, der diese weltfremde Club verursacht, beständig absinkt!!
Wie wäre es wenn wir die EU abschaffen, dann wären viele Länder in Europa nicht zerstört worden und Millionen von Arbeitslose hätten noch Ihren Job!
Arbeitslosigkeit die der Jugend die Zukunft raubt, eine Arbeitslosigkeit die in Teilen der EU höher ist als die Arbeitslosigkeit in der großen Depression der 1930er Jahre in den USA!!
Dies ist Jugendvernichtung pur mit ungeheuren Folgen und kein Schokoladen Zigaretten!!

heide sagt:
“Ich habe früher als Kind auch Unmengen an Schokoladen Zigaretten “geraucht” , die Nikotinzigaretten waren mir einfach zu leicht.”
:-) :-) :-) herrlich !

Mona Lisa sagt:
Leute, das ist eine KONTROLLGESELLSCHAFT. Was die kontrollieren, ist egal. Am Ende kontrollieren die alles (über Biochips im Essen oder im Klo).
Wenn vor 50 Jahren in einer scharfen Kurve ein Warnschild mit dem Hinweis “80 km/h stand, dann wäre man mit 100 km/h aus der Kurve geflogen. Wie hat sich das Warn- oder Kontrollsystem doch entwickelt: Erst “grüne Welle”, d.h. “rote Welle”, ständiges Anfahren an den Ampeln, Blitzlichtautomaten an den wahnwitzigsten Stellen, das Rauchverbot sogar in Bierpubs… (In Japan ist das Rauchen an der frischen Luft verboten, das ist hier noch eine Kontrolllücke). Die Mülltrennung ist da, die Kontrolle der Wasserspülung kommt bald…Die Mystery-Marktforschung als Kontrolle des Einzelhandels, die Grenzkontrollen auf geschmuggelten Schnaps und anderes sind fernsehfähig, Hartz4 ist das Inbild der wahnwitzigsten Kontrollen bis zur täglichen Briefkastenleerung, Briefe öffnen darf man ja denen nicht unterstellen,
Jetzt die Schoko-Zigarette, Wie wäre es mit einem Elternführerschein? Das Jugendamt kann die Kontrolle übernehmen. Es geht insgesamt gegen die Privatautonomie und gegen die allgemeine Handlungsfreiheit, gegen die Persönlichkeitsrechte, und es geht um die Aufweichung des Grundgesetzes bzw. der nationalen Verfassungen und kulturellen Eigenarten. Der Brüsseler Bolschewismus braucht eben auch den Aspekt des Kulturbolschewismus.

52 Jahre sagt:
Diese Nichtsnutze müssen doch selbst für ihre Existenzberechtigung sorgen, wenn sie nichts tun, käme mal einer drauf sie abzuschaffen.
Solange wir dieses Spiel mitmachen wird sich daran nichts ändern.
Sie werden sich immer mehr in unser Leben einmischen und bestimmen wie wir leben sollen.
Und zwar so: Wir sind nur noch zum Arbeiten da, ansonsten sollten wir ruhig sein, kein Auto fahren, brav Steuern zahlen usw.

Dagmar sagt:
Jupp, deswegen ja auch der massive Ausbau der Kitas und die Forderung nach mehr Ganztagsschulen.
Frauen sollen die “Möglichkeit” bekommen, Kinder und Karriere unter einen Hut zu bringen. Für mich sieht das anders aus: Frauen sollen möglichst oft werfen und danach schnellst möglich wieder knechten gehen. Fast wie im Mittelalter: Kinder wurden in der Mittagspause in der Ackerfurche geboren; danach wurde weiter gearbeitet.
Wie pervers ist das eigentlich Alles?

Schreiner Hans sagt:
Das, was sich wie ein Witz eines Kabarettisten anhört, bei dem man sagt: Ein Witz, oder?, ist Realität. Diese Leute bestimmen bis in unsere Toiletten hinein und schreiben uns die Leistung unserer Haushaltsgeräte vor.
Nun könnte man ja einfach lachen aber was für ein Geist tritt da zu Tage.
Die Herren Kommissare und ihre nachgeordneten Eurokraten halten sich für Überväter einer unmündigen Kinderschar, die man durch Verbote und Regulierung in allen Lebensbereichen auf den richtigen Weg bringen muss.
Wir sollten sie dringend eines Besseren belehren, da sie sonst wie alle enttäuschten Papis zu Strafmaßnahmen Zuflucht nehmen werden, wenn der Sprössling ihrer Meinung nach falsche Entscheidungen trifft.
Ich mag eigene Entscheidungsfreiheit, auch wenn das Risiko von Fehlentscheidungen besteht.
Das sind aber dann MEINE Fehler. Ich habe das RECHT auf Fehler und wenn ich etwas auf Regierungsebene anders gehandhabt wissen will, haben die nicht das Recht das gegenteilige zu tun, nur weil sie glauben alles besser zu wissen.
Aber was der Ärger ist: Habe ich eine Regierung, die sich nicht nach dem Volkswillen richtet, kann ich (theoretisch) eine andere wählen.
Die Kommission kann ich weder beseitigen noch eine andere wählen.
Desgleichen ESM- und EZB- Rat.
Also: Weg damit!
Das ist ja ein Albtraum!

Clasine sagt:
Frage:
Brauchen wir die EU ?
Und wenn JA – WOZU ?
Und was kann man tun, den Verein aufzulösen ?
Gute Vorschläge könnten doch prämiiert werden – durch die EU ?
Denn die wissen ja gar nicht mehr, was sie tun und wären sicher
dankbar für Hilfestellungen aus dem ganz normal und richtig
denkenden Volk.
Man muss sich wehren – und nicht dauernd jammern und Texte schreiben.

Ein Wahnsinnsname, EU die fürchterliche:) sagt:
Die EU wurde gegründet um die Bürger von Europa zu erheitern.
In den dunklen Tagen des Novembers schleicht sich Barroso und Konsorten durch die dunklen Gänge der für über 700 Milliarden DM kostenden Nobelherberge des einzigen Wirtschaftszweigs in Europa, dem EU Verwaltungsapparates der ein Wirtschaftswachstum aufweist.
Vor kurzem hat ein Bekannter zu mir gesagt wenn man die Brüsseler EU abschaffen würde dann würde der verschuldungsgrad des BIP spürbar entlastet.
Und die Länder in Europa würden wieder atmen wie es vor der EU und Euro der Fall war.
Aber die EU ist laut Merkel von der CDU alternativlos, ansonsten so vermute ich wären die Hochfinanz und die Lobbyisten bitterböse und würden an die Partei und teilweise den Abgeordneten, Rückforderungen stellen.
Ich glaube dies trotzdem nicht die CDU und die EU ist bedacht auf die Gesundheit und Wohlergehen der Bürger, deshalb wird uns das mühselige Denken abgenommen und etwas für die Erheiterung getan wie Schokoladen Zigarettenverbot oder fürs Pinkeln zur Spülung nur 500ml Wasser verbrauchen.
Seid endlich dankbar, jetzt wisst Ihr endlich wie Ihr normgerecht nach ISO 9000 und der EU pinkeln könnt!
Trotzdem habe ich das Gefühl, die verscheißern uns nach Strich und Faden!


Mittwoch, 23. Oktober 2013

Die Lobby mischt immer mit - aber was ist eigentlich Lobbyismus?

Thema: Lobbyismus in Deutschland und Europa

20.000 Interessenvertreter von Konzernen und Verbänden nehmen in Brüssel Einfluss auf die Politik
von Knut Pries (Westfalenpost, 19.10.2013)

Brüssel, zuständig für viel Geld und einen Markt mit 500 Millionen Bürgern, ist der global geschäftigste Tummelplatz professioneller Interessenvertreter.

Derzeit geht es besonders hoch her - vor Ende der Legislaturperiode im Mai sollen noch Gesetze durchgepaukt werden, die für Firmen und Verbände von Interesse sind: Datenschutz, Energie, Tabak, Auto-Abgase, Medizin-Produkte.
Die Abgeordneten im Europaparlament stöhnen über den Andrang der Lobbyisten - und manchem Verstoß gegen die Spielregeln.


Solche Geschäfte laufen bar und hinterlassen selten Spuren
Bild: (c) APA (HELMUT FOHRINGER)
Gute Lobby, böse Lobby - davon hat in Brüssel jeder seine eigene Vorstellung. Zum Beispiel Doris Pack,die für die CDU dem Kulturausschuss vorsitzt: "Tabak - das sind die Bösen. Pharma die Halbbösen, Human Rights Watch und die anderen Nicht-Regierungsorganisationen, die sind ja immer gut. Das regt mich auf!" Der moralische Dünkel vieler Gutmenschengruppen gehe mit einer gehörigen Portion Aggressivität einher.
Die Tabakindustrie hingegen, die sei gar nicht so schlimm, meint Pack. Die haben mich in Ruhe gelassen. Wirklich schlimm ist das mit den rumänischen Hunden!" In Bukarest war ein vierjähriges Kind von einem Straßenhund totgebissen worden, das Verfassungsgericht hat die Einschläferung streunender Tiere erlaubt. Seither ist bei Pack der Teufel los. "Wir bekommen jeden Tag Tausende E-Mails von überall her, in verschiedenen Sprachen - das ist eindeutig organisiert!" Lösungsvorschläge hätten die empörten Tierschützer nicht zu bieten.

Unfair bedrängt gefühlt

Packs parlamentarischer Kollege Jan Philipp Albrecht findet es "absurd", den Schwarzen Peter der Zivilgesellschaft zuzuschieben. Die verfüge nicht annähemd über die gleichen Mittel wie die Großindustrie. So stehe etwa der geballten Macht der Konzerne und ihrer Verbände in Brüssel nur das kleine Büro der europäischen Verbraucherorganisation BEUC gegenüber. Und im Gegensatz zu Pack fühlt sich Albrecht sehr wohl durch die Tabak-Branche unfair bedrängt:

Unmittelbar vor der Abstimmung, ob die E-Zigarette apothekenpflichtig werden solle, habe jeder Abgeordnete ein hübsches Päckchen mit einem Gratis-Exemplar zugestellt bekommen.
Nur im Prinzip herrscht Einigkeit: Der Austausch mit Interessenvertretern ist ein unentbehrliches Mittel der politischen Entscheidungsfindung; zumal in Brüssel, wo die Belange von 28 Mitgliedsstaaten unter einen Hut gebracht werden müssen.
Der Apparat, der Spielregeln für das Zusammenleben eines ganzen Kontinents erarbeitet und überwacht, ist entgegen landläufigen Vorurteilen verhältnismäßig klein. Die EU-Dienststellen in Brüssel beschäftigen rund 40.000 Mitarbeiter, so viel wie eine mittlere deutsche Großstadt. Schon lange bevor sie den ersten Gesetzentwurf auf den Tisch legt, holt sich die EU-Kommission systematisch Sachverstand von außen.

Lobbygefahr! hier als Beispiel gezeigt an ehemaligen Regierungsmitgliedern

Die Externen mischen also mit, auch unaufgefordert. Das "Transparenz-Register" des EU-Parlaments verzeichnet 3982 gemeldete Lobbyisten, oder auf Amtsdeutsch "für den Zugang zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments akkreditierte Personen, die registrierte Organisationen vertreten".

Auf der Internet-Seite des Parlaments kann sich jedermann informieren, um welche Organisationen es sich da handelt. Die Liste reicht von einer geheimnisvollen Gruppierung namens "A2e.CDoc" bis zu den "Zwiebelfreunden". Aber längst nicht alle Lobbyisten sind akkreditiert. Die tatsächliche Zahl liegt nach Schätzungen bei 15.000 bis 20.000.

100.000 Euro für Einflussnahme

Die jüngsten Abstimmungen sprechen für den Einfluss der Wirtschaftslobby: Die E-Zigarette bleibt frei verkäuflich, die Piloten scheiterten mit dem Vorstoß für kürzere Nachtflugzeiten. Gibt es im Parlament Korruption? Der österreichische Abgeordnete Ernst Strasser wurde dabei gefilmt, wie er für 100.000 Euro im Jahr die Einflussnahme auf Gesetze zusagte.
(http://www.krone.at/Oesterreich/Vier_Jahre_unbedingte_Haft_fuer_Ernst_Strasser-Urteil_gefallen-Story-347505)
Ein "krasser Einzelfall" für den Grünen Albrecht. Aber für Gefälligkeiten seien viele anfällig, etwa wenn ein Konzern zum Besuch der Hauptverwaltung in den USA einlädt. Albrecht: "So was kommt häufiger vor."
(http://de.wikipedia.org/wiki/Adrian_Severin)
(http://de.wikipedia.org/wiki/Zoran_Thaler)
(http://de.wikipedia.org/wiki/Lobbyismus)


Kommentare


Lobbyismus ist einer der Gründe, warum das Antikorruptionsgesetz im Gesundheitswesen vom deutschen Parlament nicht verabschiedet wird.

Die Lobbyisten mit den Geldkoffern der Konzerne finden in Berlin, genauso wie in Brüssel, zielsicher die Damen und Herren mit den weit offenen Händen und verhelfen ihnen zu einem steuerfreien Nebeneinkommen, das ein vielfaches ihrer monatlichen Vergütung ausmachen kann.

Einige Links zum Antikorruptionsgesetz:
http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/nachricht-detail/aerzte-bestechung-bahr-anti-korruption-gesetz-kommt-nicht-durch-bundesrat-wegen-spd/
http://de.wikipedia.org/wiki/Korruption


  • §§ 331 ff. StGB, wenn 'Amtsträger' betroffen sind
  • §§ 298 ff. StGB im geschäftlichen Verkehr
  • § 108b StGB bei Wählerbestechung
  • § 108e StGB bei Abgeordnetenbestechung

  • nach diesen Gesetzen ist Korruption in Deutschland verboten - aber wie überall - wer aus der Politik hält sich schon an Gesetze? Gesetze sind was für's Volk, sagen sie, aber doch nicht für uns.

    Vor einigen Jahren waren Bestechungsgelder noch ganz offiziell als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar.