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Dienstag, 10. August 2021

Rubikon - Die Impftoten-Bilanz

Rubikon - Die Impftoten-Bilanz https://www.rubikon.news/artikel/die-impftoten-bilanz
Die Impftoten-Bilanz
Bisher wurden laut zuständiger EU-Datenbank 19.000 Tote nach Corona-Impfung gemeldet — die Dunkelziffer ist unbekannt.
von Jens Bernert

EudraVigilance, die Datenbank der Europäischen Union für Verdachtsmeldungen von Arzneimittelreaktionen, die auch für die Registrierung von Impf-Nebenwirkungen zuständig ist, meldet — Stand 17. Juli 2021 — die fast unglaubliche Anzahl von 18.928 Todesfällen und 1.823.219 Verletzungen in der Europäischen Union nach COVID-19-„Impfungen“ (1 bis 6). Da üblicherweise nur ein kleiner Teil der Anzahl von Impfschäden gemeldet wird und der Halbsatz „steht nicht im Zusammenhang mit der Impfung“ im Falle von Schäden nach einer „Corona-Impfung“ mittlerweile Standard ist, muss man sogar von einer erheblich größeren Zahl von Todesfällen und Verletzungen ausgehen. Bei den Piloten von British Airways lag der „Todesfaktor“ bei etwa 1:1000 (7).


An die Zahlen von EudraVigilance zu kommen, ist nicht so
einfach. Die Qualitätsmedien kommunizieren diese nicht, die EU veröffentlicht dazu auch keine Mitteilungen. Bei vb‘s weblog findet sich eine Anleitung, wo genau die relevanten Zahlen in der EudraVigilance-Datenbank zu finden sind und wie man diese auswertet, erstellt anlässlich einer Auswertung dieser EU-Daten von Ende März 2021, die 3350 gemeldete Todesfälle zum damaligen Zeitpunkt zu Tage förderte (4, 8). Die Meldezahlen sind für jeden zugänglich und überprüfbar.

Das Centre for Research on Globalization schreibt zu der Auswertung der aktuellsten Zahlen (5)

„Die Datenbank der Europäischen Union für Berichte über Verdachtsfälle von Arzneimittelreaktionen heißt EudraVigilance, und dort werden derzeit 18.928 Todesfälle und 1.823.219 Verletzungen nach COVID-19-Injektionen gemeldet. (…) Von der Gesamtzahl der erfassten Verletzungen sind die Hälfte (904.609) schwere Verletzungen. ‚Die Schwere gibt Auskunft über die vermutete unerwünschte Auswirkung; sie kann als ’schwerwiegend‘ eingestuft werden, wenn sie einem medizinischen Ereignis entspricht, das zum Tod führt, lebensbedrohlich ist, einen stationären Krankenhausaufenthalt erfordert, einen anderen medizinisch wichtigen Zustand oder eine Verlängerung eines bestehenden Krankenhausaufenthalts zur Folge hat, zu einer anhaltenden oder erheblichen Behinderung oder Invalidität führt oder eine angeborene Anomalie/ein Geburtsfehler ist.“

Die in EudraVigilance aufgelisteten Zahlen dürften nur die Spitze des Eisbergs sein. Mittlerweile kennt sicherlich jeder Schilderungen von Impfnebenwirkungen aus dem Bekanntenkreis oder gar Todesfälle nach der Impfung ebenso wie die Qualitätspressemeldungen, dass Todesfälle oder „plötzliche Krankheiten“ nach der Injektion nichts mit der Impfung zu tun hätten, und die zahlreichen Schilderungen zu Impfnebenwirkungen im Internet, auch wenn letztere unterdrückt werden.

„Schwelm. Ein Mann lässt sich im Impfzentrum des Ennepe-Ruhr-Kreises gegen Covid-19 impfen, bricht zusammen und stirbt unmittelbar danach. Nun liegen die Ergebnisse der Obduktion vor. ‚Der Mann hatte eine schwere Vorerkrankung, sein Tod steht nicht im Zusammenhang mit der Impfung‘, sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hagen am Donnerstag auf Anfrage. (…) Kurz darauf erlitt der Mann im Impfzentrum einen Zusammenbruch, in dessen Verlauf sich sein Gesundheitszustand so sehr verschlechterte, dass er vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht wurde. Dort starb er eine Stunde später“ (9).

„Nachdem ein 82-Jähriger am vergangenen Donnerstag kurz nach der Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer gestorben war, liegen jetzt die Obduktionsergebnisse vor. Laut Angaben der Würzburger Staatsanwaltschaft, die dem BR vorliegen, starb der Mann an einer natürlichen Todesursache. ‚Ein Zusammenhang bzw. eine Kausalität mit der erfolgten Impfung liegt nicht vor‘, so Pressesprecher Thorsten Seebach“ (10).

„Ein Freund und Kollege von mir wurde Mitte Januar im Krankenhaus Brixen zum ersten Mal mit dem Biontech/Pfizer Impfstoff gegen Corona geimpft. Drei Wochen später erhielt Dr. Strüning seine zweite Impfung im Krankenhaus Brixen. Nach der zweiten Impfung kam es unmittelbar zu schweren Gelenkbeschwerden, Fieber und Arrhythmien des Herzens und erneut drei Wochen nach der zweiten Impfung zu einem schweren Iktus. Seitdem liegt Dr. Strüning auf der Intensivstation des Bozener Krankenhauses. Man wird ihnen sagen, der Iktus wird — hätte nichts mit der Impfung zu tun. Man wird ihnen sagen, Herr Strüning leidet aufgrund seiner Vorerkrankungen. Ich wiederhole noch einmal: unmittelbar nach der zweiten Impfung kam es zu starken Gelenkschmerzen, kam es zu Fieber und Herzarrhythmien“ (11).

„Ein junger Mann (32) aus Bochum (NRW) stirbt nach einer Impfung gegen Corona. (…) Natürlich würde man sich Gedanken über das Coronavirus und die dazugehörige Corona-Impfung machen. In dem Fall des 32-Jährigen habe die Obduktion allerdings schnell Antworten gegeben — das Ableben hatte nichts mit der Impfung zu tun, der Mann litt an einer anderen Krankheit“ (12).

„Impfnebenwirkungen — auch die von offiziellen Seiten wie z.B. der EMA — werden als ’sehr, sehr selten‘ abgetan! Bei sooooo vielen Impfdosen die mittlerweile in der EU gegeben wurden! Eine mickrige Zahl! Dabei hat KEIN EINZIGER meiner Kollegen auch nur irgendeine Nebenwirkung offiziell gemeldet!!! Es kann auch Zufall sein — mittlerweile haben wir in den letzten Wochen drei Fehlgeburten bei Kolleginnen und einen Todesfall bei einer fitten, gesunden Kollegin mittleren Alters — allesamt innerhalb von drei Monaten nach der zweiten Impfung“ (13).

Auch ohne die Dunkelziffer an Toten und Verletzten sollten jetzt eigentlich alle Warnglocken klingeln. Meldungen über tausende von Toten nach den COVID-„Impfungen“… Normalerweise würde die „Notfallzulassung“ dieser injizierten Mittel sofort aufgehoben werden. Doch nichts geschieht. Und die WHO zündet schon die nächste Stufe nach den mRNA-Impfungen:

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in diesen Tagen ganz offiziell und voller Stolz Empfehlungen zur Gen-Manipulation des Menschen veröffentlicht, „zur Förderung der öffentlichen Gesundheit“. Die Bearbeitung des menschlichen Erbgutes — DNA — habe das Potenzial, unsere Fähigkeit zur Behandlung und Heilung von Krankheiten zu verbessern, so die WHO (14, 15). Was kann da schon schiefgehen …



Quellen und Anmerkungen:

(1) https://marcocaimi.ch/every-day-caimi-104-es-wird-immer-schlimmer/
(2) https://www.ema.europa.eu/en/human-regulatory/research-development/pharmacovigilance/eudravigilance
(3) http://blauerbote.com/2021/03/30/hintergrundinformationen-zur-eu-statistik-der-corona-impfung-toten/
(4) https://blog.fdik.org/2021-03/s1617126629
(5) https://www.globalresearch.ca/18928-dead-1-8-million-injured-50-serious-reported-in-european-unions-database-of-adverse-drug-reactions-for-covid-19-shots/5750722
(6) https://www.cashkurs.com/wirtschaftsfacts/beitrag/die-nebenwirkungen-haeufen-sich-betroffene-verschaffen-sich-eine-stimme
(7) http://blauerbote.com/2021/06/19/die-toten-piloten/
(8) http://blauerbote.com/2021/03/30/eu-statistik-offiziell-3350-impf-tote/
(9) https://rp-online.de/nrw/panorama/ennepe-ruhr-kreis-staatsanwaltschaft-schliesst-zusammenhang-zwischen-impfung-und-tod-eines-69-jaehrigen-aus_aid-58266641
(10) https://www.merkur.de/bayern/biontech-impfung-corona-bayern-impfstoff-mann-stirbt-wuerzburg-news-aktuell-zr-90239375.html
(11) http://blauerbote.com/2021/03/09/dr-struening-stirbt-nach-corona-impfung-dr-peterhans-klagt-an/
(12) https://www.ruhr24.de/nrw/corona-impfung-bochum-nrw-tod-nebenwirkung-astrazeneca-impfstoff-coronavirus-polizei-90208564.html
(13) https://www.nachdenkseiten.de/?p=74362
(14) https://www.who.int/news/item/12-07-2021-who-issues-new-recommendations-on-human-genome-editing-for-the-advancement-of-public-health
(15) https://www.rubikon.news/artikel/die-verwandlung-des-menschen


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Jens Bernert Jens Bernert, Jahrgang 1974, ist studierter Geograph und Politikwissenschaftler mit Abschluss der Universität Mannheim und arbeitet seit zehn Jahren als Software-Entwickler im Java-Umfeld. In seiner Freizeit bloggt er unter anderem in seinem Weblog „Blauer Bote Magazin“ meist zu aktuellen politischen und zeitgeschichtlichen Themen. Außerdem macht er als DJ Underpop — in leider immer größeren Abständen — Mannheim und Heidelberg unsicher.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Der Artikel ist erschienen bei :Rubikon-News

Sonntag, 28. Februar 2021

Der nützliche Extremist - irgendwann kommt alles raus

Der nützliche Extremist Ein Germanist der Universität Lausanne ohne Doktortitel formulierte wesentliche Punkte des Corona-Panik-Papiers der deutschen Regierung vom März 2020.
von Jens Bernert

Als Germanist kann man beruflich nicht viel werden, allenfalls Taxifahrer. So bekamen es viele Geisteswissenschaftler zu Beginn ihres Studiums gesagt. Es gibt jedoch Ausnahmen. Wenn jemand zum richtigen Zeitpunkt das Richtige denkt und schreibt — also das, wonach staatlicherseits eine Nachfrage besteht —, dann kann man schon mal zu einem der wichtigsten Corona-Berater der Bundesregierung avancieren. Selbst ohne hohen akademischen Rang darf man dann auf das Schicksal von Millionen Menschen Einfluss nehmen und — obwohl eher im sprachlichen Ausdruck versiert — auch medizinisch sagen, was Sache ist. So stammen wichtige Passagen des berüchtigten Panik-Papiers, mit dem die Corona-Maßnahmen im letzten Frühjahr in ihre heiße Phase gingen, von Otto Kölbl, einfacher Mitarbeiter der Universität Lausanne. Einschließlich jener perfiden Passagen, in denen dazu aufgerufen wird, Kindern Angst zu machen, dass sie zu Mördern ihrer Großeltern werden könnten. Der Autor skizziert eine erstaunliche Karriere.


„Ein österreichischer Mao-Verehrer, von Beruf Sprachprüfer,
wurde zu einem wichtigen Berater der Bundesregierung in der Corona-Krise. Er schreibt für sie eine Kommunikation der Angst. Wie konnte es dazu kommen?“, schrieb welt.de am 23. Februar 2020. Der Mann ist einfacher Mitarbeiter der Universität Lausanne in der Schweiz und nimmt mit einem extern finanzierten 30-Prozent-Pensum Goethe-Sprachprüfungen an der Abteilung für Deutsche Sprache ab.

Er ist erstaunlicherweise mit 52 immer noch Doktorand — steht also noch vor seinem Germanistik-Doktortitel — und nun einer der wichtigsten Corona-Berater der deutschen Bundesregierung. Medienberichten zufolge formulierte er die bewusst panikschürenden Falschaussagen des Papiers des Innenministeriums der Merkel-Regierung (Ersticken als Urangst).

Auch die Schweizer Aargauer Zeitung rieb sich verwundert die Augen ob dieser Zusammenhänge und brachte einen längeren Bericht zu der Affäre. Dort erfährt man, dass die Uni Lausanne verständlicherweise zunächst nicht daran glauben wollte, dass ihr einfacher Germanistik-Mitarbeiter Otto Kölbl nun einer der wichtigsten Regierungsberater in medizinischen Dingen beim großen Nachbarland sei. Als die Bundesregierung zugunsten Kölbls bezüglich der Nutzung der E-Mailadresse der Universität intervenierte, glaubte man zunächst an eine Fälschung:

„Angesichts der Intervention aus höchsten Berliner Regierungskreisen zugunsten eines einfachen administrativen Mitarbeiters ohne einschlägige Erfahrung wurde die Universitätsleitung stutzig. Dave Lüthi, Dekan der Philosophischen Fakultät, hielt Kerbers Mail offenbar für eine Fälschung: ‚Wir halten die Nachricht für nicht glaubhaft und bitten Sie um eine Bestätigung‘, so seine Antwort. Dekan Lüthi wies den Staatssekretär auf die Anstellung Kölbls als Prüfer für Goethe-Deutschtests hin.“

Folgen hatte der Hinweis der Universität Lausanne keine. Man darf mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass der Background des Mannes, der mithilft, Millionen Menschen in Deutschland in die Verzweiflung zu stürzen, der Bundesregierung bekannt war. Dort war man offenbar bei der verzweifelten Suche nach dienstbaren Panikschürern auf den Germanisten gestoßen, der privat einen Text über Wuhan in China geschrieben hatte, was wohl laut Merkel-Regierung einen Expertenstatus rechtfertigt und ihn über hunderte Medizinprofessoren, Rechtsanwälte, Ärzte etc. erhebt:

„Kölbl wurde vom deutschen Innenministerium (BMI) Mitte März 2020 als Berater in ein internes Expertengremium berufen, wie die ‚Welt am Sonntag‘ schreibt. Dabei hat er keine akademische Ausbildung in den Bereichen Virologie, Epidemiologie oder Public Health oder Expertise in einem anderen pandemierelevanten Feld.

Neben Germanistik-Doktorand Kölbl gehörten der Gruppe auch renommierte Fachleute wie der Direktor des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, an. Innerhalb von wenigen Tagen erfüllte das Expertengremium den Auftrag von Innenminister Horst Seehofer (CSU) und dessen Staatssekretär Markus Kerber. (…)

Gemeinsam sollten sie ein Papier erarbeiten, welches weitere harte Massnahmen über Ostern hinaus legitimieren sollte (…)

Das Ministerium brauche ein Rechenmodell, ‚um mental und planerisch ‹vor die Lage› zu kommen‘. Dieses solle bei der Planung ‚weiterer Massnahmen präventiver und repressiver Natur‘ helfen, schrieb Staatsekretär Kerber in einem E-Mail.“

Aargauer Zeitung und Welt am Sonntag berichten, dass die sprachlichen Formulierungen zur Schockstrategie und den gezielten Falschaussagen der Merkel-Regierung auf den österreichischen Mitarbeiter der Schweizer Universität zurückgingen:

„‚Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden. … Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen, und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft kriegen ist für jeden Menschen eine Urangst.‘“

Weiter schrieb Kölbl:

„‚Kinder werden sich leicht anstecken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen … Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.'“

Dass die Angaben des „Expertenpapiers“ der Bundesregierung wissenschaftlicher Schwachsinn sind und auch nicht dem damaligen Informationsstand entsprachen, zeigen die zahlreichen Expertenstimmen, die bereits im März 2020 zu hören waren. Ein Video von Professor Dr. Bhakdi mit einem offenen Brief an die Bundesregierung stand am 31. März 2020 — nach wenigen Tagen — bereits bei 1,2 Millionen Aufrufen bei Youtube. Kurz darauf wurde es von Youtube zensiert und gelöscht. Dass der Sinn des Papiers des Innenministeriums vor allem das Verbreiten von Panik ist, wurde von den Beteiligten immer wieder kommuniziert, wenn auch oft unter der Hand.




Redaktionelle Anmerkung:
Dieser Artikel erschient zuerst unter dem Titel „Der nützliche Extremist“ im Blauer Bote Magazin.


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Jens Bernert Jens Bernert, Jahrgang 1974, ist studierter Geograph und Politikwissenschaftler mit Abschluss der Universität Mannheim und arbeitet seit zehn Jahren als Software-Entwickler im Java-Umfeld. In seiner Freizeit bloggt er unter anderem in seinem Weblog „Blauer Bote Magazin“ meist zu aktuellen politischen und zeitgeschichtlichen Themen. Außerdem macht er als DJ Underpop — in leider immer größeren Abständen — Mannheim und Heidelberg unsicher..
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Dienstag, 11. August 2020

Rubikon - Die Schein-Coronatoten

In der EU ist es Vorschrift, jeden, der bis zu 28 Tage vor seinem Ableben positiv auf Covid-19 getestet wurde, als Corona-Toten zu zählen.
von Jens Bernert

Sie haben sich mit Covid-19 infiziert, wurden positiv getestet, hatten aber keine nennenswerten Symptome. Längst auskuriert, werden Sie drei Wochen später auf der Straße von einem Auto überfahren. Offiziell sind Sie damit ein Corona-Toter. Ihr Ableben trägt — medial aufbereitet — dazu bei, eine Drohkulisse aufzubauen, mit deren Hilfe schwerwiegende Zwangsmaßnahmen gegen die gesamte Bevölkerung durchgesetzt werden. Kein Witz. Diese Vorgehensweise ist Realität. In Österreich wurden auf diese Weise zum Beispiel 700 Corona-Tote „generiert“. Selbst Experten im Gesundheitsbereich geben zu, dass diese Methode nicht ganz sauber ist. Sie sagen aber: Die europäische Seuchenschutzbehörde schreibt ihnen vor, bei dieser Manipulation mitzumachen. Selbst der Grund für das Manöver ist kein Geheimnis mehr. Der österreichische Gesundheitsminister Anschober gab öffentlich zu, er wolle auf diese Weise das gesunkene Risikobewusstsein wieder steigern.


In Österreich titeln einige Medien verblüffend ehrlich: „700 Corona-
Tote wegen neuer Zählweise“. Die neue Zählweise sei international beziehungsweise „europaweit“ — gemeint ist die Europäische Union — verpflichtend vorgeschrieben. In Deutschland wird dies auch schon so gehandhabt, wie eine Mitteilung auf der Website der Stadt Krefeld versehentlich verlautbaren ließ.


Im Bildschirmtext von ORF2 heißt es zu der neuen Zählweise:

„Jeder, der im Monat vor dem Ableben einen positiven PCR-Test hatte, muss gerechnet werden, sagt Franz Allerberger von der Gesundheitsagentur AGES, auch wenn die Ärzte sagen, der Patient wäre in jedem Fall gestorben.“

Bei Kurier.at heißt es zum Thema (1)

Wir haben die Definition von der europäischen Seuchenbehörde. Jeder der in den vergangenen 28 Tagen mit Covid-19 infiziert wurde, muss als Todesfall angegeben werden‘, sagt Franz Allerberger, Gesundheitsabteilungsleiter bei der AGES im Ö1 Morgenjournal. (…)

Man müsse auch höhere Zahlen in Kauf nehmen, auch wenn es eine Kehrseite der Medaille gibt: ‚Wenn in einem Altersheim nun 16 Personen sterben, dann kann es sein, dass sie auch ohne Covid-19 verstorben wären. Wir rechnen sie trotzdem als Corona-Todesfälle‘, erklärt der Gesundheitsabteilungsleiter.


Die Erklärung aus Österreich, wie die Corona-Todesfälle generiert werden, kommt etwa zwei Wochen, nachdem die aktuelle Einführung einer erweiterten Maskenpflicht in Österreich von Gesundheitsminister Anschober in einem Interview mit dem ORF mit Rhinoviren — Erkältungsviren — begründet wurde und nicht mit dem Coronavirus (2, 3):

„Wir merken eben ein derartiges virologisches Grundrauschen wieder in Österreich. Das heißt, ein Indikator für uns sind die sogenannten Rhinoviren. Die Rhinoviren sind die — die kennen wir alle — was die Auswirkung betrifft, nämlich die verursachen Erkältung, Schnupfen. Und was wir merken in den letzten zwei, drei, vier Wochen, das ist, dass bundesweit eigentlich in ganz Österreich die Zahl dieses, dieses Parameters wieder im Steigen ist. (…)

Natürlich geht es um einen psychologischen Effekt, das sage ich ganz offen und ehrlich. Es geht darum, dass dieses deutlich gesunkene Risikobewusstsein wieder gesteigert werden muss, damit wir im Herbst keine große Überraschung erleben und eine zweite Welle auf jeden Fall verhindern können.“


In Deutschland ist die eingangs erwähnte „neue Zählweise“ offenbar schon länger verbreitet, sogar über die Ein-Monats-Frist hinaus: Bei der amtlichen Erfassung der Zahl der Corona-Toten durch das Robert Koch-Institut werden ebenfalls Menschen, die von Corona geheilt wurden und dann irgendwann später „ganz normal“ starben, zu den Corona-Opfern gezählt. Dies wurde eher zufällig durch die amtlichen Meldungen der Stadt Krefeld der Öffentlichkeit bekannt (4):

„Obwohl es laut Feststellung des städtischen Fachbereichs Gesundheit keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 zu verzeichnen gibt, muss die Zahl der Verstorbenen systemrelevant um einen Fall auf nun 23 heraufgesetzt werden, um die Statistik an die des Robert-Koch-Institutes anzupassen. Grund ist, dass Personen, die einmal positiv auf das Coronavirus getestet wurden und später versterben grundsätzlich in dieser Statistik aufgeführt werden. Im vorliegenden Krefelder Todesfall galt die Person (mittleren Alters und mit multiplen Vorerkrankungen) nachdem es mehrfach negative Testergebnisse gab inzwischen seit längerem als genesen.“

In den USA ist das Generieren von Fällen und Todesfällen noch etwas unverblühmter (5):

„‚Wenn Sie ein subjektives Fieber und Kopfschmerzen haben und in Collin County leben, erfüllen Sie die Voraussetzung ein wahrscheinlicher Covid-Patient zu sein.‘“

Und jeder Kontakt jedes „Falls“ wird dann gleich mal mit gezählt, so will es die US-Seuchenschutzbehörde CDC:

„Desweiteren veranschaulichte die Epidemiologin ein Diagramm, das aufzeigen will, wie auf magische Weise aus einem ‚bestätigten‘ Corona-Fall, der zu sechzehn anderen Individuen Kontakt hatte, 17 werden. Also die US-Seuchenschutzbehörde CDC verzeichnet somit 17 Covid-Infizierte.“

Quellen und Anmerkungen:

(1) https://kurier.at/chronik/oesterreich/ministerium-stellt-zaehlweise-bei-coronavirus-todesfaellen-um/400991600
(2) https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-2/1211
(3) https://tvthek.orf.at/transcripts/show/930169
(4) https://web.archive.org/web/20200707115824/https://www.krefeld.de/de/inhalt/corona-aktuelle-meldungen/
(5) https://orbisnjus.com/2020/07/02/corona-krise-skandal-us-seuchenschutzbehoerde-cdc-verfaelscht-fall-und-todeszahlen-video/



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Jens Bernert Jens Bernert, Jahrgang 1974, ist studierter Geograph und Politikwissenschaftler mit Abschluss der Universität Mannheim und arbeitet seit zehn Jahren als Software-Entwickler im Java-Umfeld. In seiner Freizeit bloggt er unter anderem in seinem Weblog „Blauer Bote Magazin“ meist zu aktuellen politischen und zeitgeschichtlichen Themen. Außerdem macht er als DJ Underpop — in leider immer größeren Abständen — Mannheim und Heidelberg unsicher.
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