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Donnerstag, 16. Juni 2016

AVAAZ - Das ENDE von Monsanto?!

Liebe Avaazerinnen und Avaazer,

ich kann es selbst kaum glauben. In wenigen Monaten könnte Europa tatsächlich das Pflanzengift verbieten, auf dem das gesamte Geschäftsmodell von Monsanto basiert!

Glyphosat vernichtet *alles* — mit Ausnahme von Monsantos gentechnisch veränderten Pflanzen. So verwandelt es unseren Planeten in ein ökologisches Brachland, auf dem nur noch Gen-Pflanzen gedeihen können. Es ist apokalyptisch.

Schlimmer noch: Der Einsatz von Glyphosat steigt rasant. Bei 90 Prozent von uns wurde es im Körper gefunden und laut einer neuen Studie verursacht es wahrscheinlich Krebs!

Im Einsatz gegen die Neuzulassung von Glyphosat in Europa haben wir letzte Woche einen großen Erfolg erzielt. Alle sagten uns, es sei unmöglich — doch wir haben das Blatt gewendet! Der führende EU-Politiker Pavel Poc sagte: „Avaaz ist zweifelsohne die treibende Kraft beim Thema Glyphosat.“

Die EU entscheidet in den kommenden Monaten über das Verbot. Dies ist der kritische Moment – wenn 40.000 von uns in den nächsten 24 Stunden dazu beisteuern, können wir einen Plan in die Wege leiten, um unabhängige Forschung zu finanzieren, den Druck auf Entscheidungsträger aufrechtzuerhalten und einen Erfolg in Europa einzufahren, der weltweite Kreise zieht. Leisten Sie einen kleinen Spendenbeitrag, um das zu ermöglichen:



Unsere Kampagne läuft nun schon ein Jahr und wird in der Presse dafür gefeiert, Monsanto "überrumpelt" zu haben. Der Konzern dachte nämlich, die Neuzulassung wäre unter Dach und Fach ― und wird jetzt hartnäckig dafür in die Offensive gehen. Um Monsanto in den nächsten Monaten entgegenzutreten, müssen wir:
  • Unabhängige Forschung finanziell unterstützen, die dringend nötig ist, um den von der Industrie finanzierten Studien etwas entgegenzusetzen.
  • Druck aufbauen, damit entscheidende Länder und Politiker in Sachen Glyphosat standhaft bleiben.
  • Ganz wichtig: Die klaren, nachhaltigen Alternativen zu Glyphosat und ähnlichen Herbiziden aufzeigen – das ist eine Schlüsselvoraussetzung, um Politiker und Landwirte zu überzeugen.
  • Reaktionsschnell mobilisieren: für jede Ausschusssitzung, jede Ratstagung und jedes bürokratische Hinterzimmertreffen, in dem die EU versucht, sich vor einer klaren Entscheidung zu drücken (ein solches steht schon nächste Woche an!)
  • Unseren Einsatz weltweit ausdehnen – die USA, Kanada, Brasilien und viele weitere Länder könnten bald darüber entscheiden, Glyphosat ebenfalls zu verbieten.
Man hat uns für verrückt erklärt, als wir gesagt haben, der Pariser Klimagipfel könnte die Welt verändern. Doch wir haben zu hoffen gewagt, Zeit und Geld investiert und gewonnen. Dann hat man uns für verrückt erklärt, als wir gesagt haben, wir könnten Monsantos agrochemisches Landwirtschaftsmodell *beenden*. Wie es weitergeht, hängt von uns allen ab:


Unser Planet ist ein unglaublich sensibles und verflochtenes Ökosystem, das Monsanto mit seinem Landwirtschaftsmodell zu verwüsten droht. Wissenschaftlern zufolge steuern wir wahrscheinlich geradewegs auf sogenannte "Kipppunkte" in unserer Biodiversität zu, an denen immer mehr Ökosysteme zusammenbrechen und eine für uns unkontrollierbare Kettenreaktion auslösen könnten. Es ist wie beim Klimawandel: Wir sind so mächtig geworden und gleichzeitig so unvernünftig geblieben, dass wir das Überleben des Planeten bedrohen, der uns alle am Leben erhält.

Lasst uns weise sein. Jetzt entscheidet sich, wie die Menschen auf diese Gräueltaten gegenüber der Natur und unserer Zukunft reagieren. Und wir stehen dabei an vorderster Front. Jeder Erfolg von Avaaz ist den Millionen von uns zu verdanken, die sich persönlich dafür entscheiden, zu vertrauen, zu hoffen und zu handeln. Lasst uns diese Entscheidung jetzt gemeinsam treffen.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Ricken und das Avaaz-Team

P.S.: In den nächsten 18 Monaten sind die Stimmen von Wissenschaftlern, Ärzten und Landwirten entscheidend. Sind Sie Onkologe(in), ein(e) Wissenschaftler(in), der/die in einem Bereich forscht, der mit der Zulassung von Glyphosat zu tun hat, oder ein(e) Landwirt(in), der/die Erfahrungen mit diesem Herbizid oder alternativen nachhaltigen Methoden hat? Dann geben Sie dem Avaaz-Team bitte hier darüber Bescheid.

Quellen:

EU-Abstimmung: Keine Mehrheit für Neuzulassung von Glyphosat (Spiegel Online)
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/glyphosat-keine-mehrheit-fuer-neuzulassung-bei-eu-abstimmung-a-1096028.html

Volltreffer bei Glyphosat (Avaaz)
https://secure.avaaz.org/de/nothing_we_cant_do/

"Dramatische Verarmung in der Artenvielfalt in Ackerlandschaften" (Deutschlandfunk)
http://www.deutschlandfunk.de/umweltbundesamt-zu-glyphosat-folgen-dramatische-verarmung.697.de.html?dram:article_id=354416

Und auf Englisch:

What Do We Really Know About Roundup Weed Killer? (National Geographic)
http://news.nationalgeographic.com/2015/04/150422-glyphosate-roundup-herbicide-weeds/

Bill Nye on Glyphosate: ‘We Accidentally Decimated the Monarch Butterfly Population’ (EcoWatch)
http://ecowatch.com/2015/07/22/bill-nye-glyphosate/

The Rise of Superweeds—and What to Do About It (Union of Concerned Scientists)
http://www.ucsusa.org/sites/default/files/legacy/assets/documents/food_and_agriculture/rise-of-superweeds.pdf




Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 44 Millionen Mitgliedern,
das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.


Um Avaaz zu kontaktieren, antworten Sie bitte nicht auf diese E-Mail.Benutzen Sie stattdessen das Formular www.avaaz.org/de/contact?ftr oder rufen Sie uns an, unter: +1 1-888-922-8229 (USA).

Donnerstag, 14. November 2013

campact: Genmais stoppen - Merkel hat es in der Hand

Gentechnik 14.11.2013 | Abonnent/innen: 946.807

Genmais stoppen: Merkel hat es in der Hand



Merkel hat es in der Hand
Die Koalitionspartner diskutieren ein Verbot von Gen-Pflanzen: Nur Angela Merkel und die CDU blockieren. Ausgerechnet jetzt, wo die Zulassung des Genmaises 1507 durch die EU droht! In den kommenden zwei Wochen fällt die Entscheidung. Nutzen wir die Chance:

Vor einer Woche hat die Europäische Kommission empfohlen, den Genmais „1507“ zum Anbau zuzulassen. Das von der Pflanze ständig produzierte Gift gefährdet Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten. Derzeit stehen keine gentechnisch veränderten Pflanzen auf deutschen Feldern. Doch schon im nächsten Frühjahr könnte der Mais auch hierzulande auf den Äckern wachsen – und auf unseren Tellern landen. 

Hier bitte klicken zum Unterschreiben

Jetzt müssen die EU-Mitgliedsstaaten entscheiden, ob sie der Kommissions-Empfehlung folgen. Sprich: Die deutsche Bundesregierung hat es mit in der Hand, ob der Mais erlaubt wird. Derzeit verhandeln die Parteispitzen, ob sie ein Gentechnik-Verbot in den Koalitionsvertrag aufnehmen. Merkels CDU blockiert hier eine Initiative von CSU und SPD. In den kommenden zwei Wochen wird in den Koalitionsverhandlungen entschieden.

Wenn sich jetzt lautstarker Protest der Bürger/innen erhebt, wird die Große Koalition um ein Gentechnik-Verbot kaum herumkommen. Bitte unterzeichnen Sie daher jetzt unseren Appell:

Hier klicken, um Appell für Gentech-Stopp zu unterzeichnen... 

Der DuPont-Genmais „1507“ produziert nicht nur Gifte, die Schmetterlinge und Bienen gefährden. Zusätzlich ist er gegen Glufosinat resistent – ein gefährliches Pestizid, dem die EU schon 2017 die Marktzulassung entziehen will. 

 Der Genmais wird höchstwahrscheinlich zugelassen, wenn Deutschland im EU-Ministerrat nicht dagegen stimmt. Die neue Bundesregierung steht vor der Wahl: Sie kann gegen eine EU-Zulassung kämpfen sowie den Anbau mit nationalen Recht verhindern – oder sie kann sich den Lobbyisten der Gentechnik-Industrie beugen. Für wen wird sie sich entscheiden: für den DuPont-Konzern oder für uns Bürger/innen, die Gentechnik mit überwältigender Mehrheit ablehnen?

Seit vielen Jahren ist es einem breiten Bündnis aus Verbänden, Initiativen und Campact-Aktiven gelungen, den Anbau von Genpflanzen in Deutschland praktisch zu verhindern. Gemeinsam haben wir Gen-Technik ganz oben auf die politische Agenda gesetzt.

Auch in den Koalitionsverhandlungen ist Gentechnik jetzt Chefsache: Aus Verhandlungskreisen wissen wir, dass diese Frage in ganz kleiner Runde von Angela Merkel, Horst Seehofer und Sigmar Gabriel entschieden wird. Das ist unser Glück: Die Chefs der drei Volksparteien können es nicht ignorieren, wenn der Protest nun punktgenau einsetzt.

Wenn wir uns jetzt erheben, können wir einen weiteren Erfolg erzielen gegen Gentechnik in unserem Essen. Bitte unterzeichnen Sie den Appell:

Jetzt Appell für Genfood-Verbot im Koalitionsvertrag unterzeichnen... 

Herzliche Grüße

Ihr Felix Kolb, Geschäftsführer Campact

PS Angela Merkel hat schon früher ihre Positionen geändert, sobald sie den Gegenwind der Bürger/innen spürte. Und diesmal sind sogar zwei ihrer Koalitionspartner auf unserer Seite!

Hier klicken und damit Merkel zeigen, dass Einsatz für Gentechnik politisch sinnlos ist...