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Mittwoch, 28. November 2018

Anne Will - 25.11.2018 - Diskussion: Arbeitswelt im Wandel


Sendung am 25. November 2018 | 21:45 Uhr
Diskussion: Arbeitswelt im Wandel - wie muss der Sozialstaat reformiert werden?

Fotos: Screenshots
    die Gäste im Studio

  • Simone Menne Unternehmensberaterin und Ex-Finanzchefin der Lufthansa AG
  • Sahra Wagenknecht (Die Linke) Fraktionsvorsitzende im Bundestag
  • Lars Klingbeil (SPD)
    Generalsekretär
  • Jens Spahn (CDU)
    Bundesminister für Gesundheit
  • Michael Bohmeyer
    Unternehmer und Begründer von "Mein Grundeinkommen e.V."

Derzeit überbieten sich die Parteien mit Konzepten, um den Sozialstaat zukunftssicher zu machen – auch im Hinblick auf einen Arbeitsmarkt, der sich durch die Digitalisierung radikal verändert. Während die Linke schon lange für die Abschaffung von Hartz IV plädiert, reihen sich nun auch die SPD und die Grünen in die Forderungen nach einer Sozialstaatsreform ein. Hat sich Hartz IV in Zeiten niedriger Arbeitslosenzahlen überholt? Ist ein bedingungsloses Grundeinkommen die richtige Antwort auf eine zunehmend digitalisierte Arbeitswelt? Wie gut ist Deutschland auf die Digitalisierung vorbereitet?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)

Pressestimmen

FAZ
TV-Kritik: Anne Will
Bühne frei für die Vergangenheit
In der Talkshow von Anne Will sollte es um die Zukunft der Arbeit gehen – doch die Teilnehmer betreiben vor allem Vergangenheitsbewältigung. Besonders ein CDU-Politiker beherrscht diesen Diskurs perfekt.

Spiegel.Online
"Anne Will" zum Thema Sozialstaat
Mit Schwung in die Falle
Anne Will diskutiert mit ihren Gästen über die Zukunft des Sozialstaats. Jens Spahn zeigt sich am ehesten einverstanden mit dem Status quo - und lässt Sahra Wagenknecht in die Falle tappen.

Express
Hartz-IV-Zoff bei „Anne Will“
Jens Spahn provoziert mit bizarrem Spruch über Einkommen
SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat am Sonntagabend bei „Anne Will“ die Absicht seiner Partei verteidigt, die Grundsicherung Hartz IV tiefgreifend zu reformieren.


Eine Information des Blogschreibers:
Beim Presseclub am 25.11.2018 wurden von 662 Kommentaren 111 zensiert und was ich bei Anne Will mitbekomme, haben auch dort nur ganz bestimmte Foristen ein Privileg, können schreiben was sie wollen und werden von der Zensur verschont.

Was haben sich die deutschen Fernseh-Journalisten bei ihren Berichten von den Olympischen Spielen aus Peking noch über die Zensur dort aufgeregt!
Alles schon vergessen?
Und hier bei den Zensurorgien der Öffentlich-Rechtlichen?
Von den gleichen Leuten kein Wort!
Hängt wohl mit der Angst um ihren Job zusammen. Na ja, zumindest werden einige tätig, sobald sie im Ruhestand sind.

Will noch jemand auf Russland oder China zeigen?
Ist es in der "Westlichen Wertegemeinschaft" nicht genauso schlimm oder schlimmer?
Gilt eigentlich das Grundgesetz noch, in diesem Fall besonders Artikel 5?
Art 5. (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Kommentare

Seite 4
Angela Sauer schrieb am 23.11.2018 16:30 Uhr: - nachträglich gelöscht -
HALLO, aufwachen, Ursula von McKinsey hat hunderte Millionen Steuergelder veruntreut, wie wäre es wenn man diesen Korruptions Skandal und Vetternwirtschaft mal thematisiert. Hier geht es schließlich um den größten Korruptionsskandal der letzten Jahre.
Aber das korrupte Merkel Regime in Berlin hat anscheinend absolute Narrenfreiheit bei den Medien vor allem bei den Staatsmedien.

Seite 27
Willi M. schrieb am 25.11.2018 19:32 Uhr:
@MLM
Auf S.6. hatten Sie zu Sahra Wagenknecht geschrieben:"Ich muss gestehen, ich verfolge ihre Reden nicht so." Nun arbeiten Sie sich durch das ganze Forum zusammen mit ihrem Freund Westcoast an Sahra Wagenknecht ab, ohne konkrete Aussagen von ihr zu diskutieren. Die können sie nun wiederum gar nicht kennen, weil Sie ihre Reden ja nicht verfolgen. Also, was soll das? Dieses Forum soll eigentlich eine sachliche Diskussion ermöglichen. Westcoast unterstellt in seiner Voreingenommenheit Wagenknecht sogar DDR-Nostalgie. Wann hat sie in ihren Reden im Bundestag oder in Talkshows der letzten Zeit überhaupt die DDR erwähnt? Das Thema lautet diesmal bei Anne Will: "Diskussion: Arbeitswelt im Wandel - wie muss der Sozialstaat reformiert werden?" Offenbar muss der Sozialstaat reformiert werden, sonst würde man heute Abend nicht darüber diskutieren. Also ist Ihre oberflächliche Unterstellung,"die Linke mit ihrer Frontfrau Wagenknecht, will dieses Uraltbild ala 19. Jahrhundert nur neu beleben" völlig fehl am Platze.
Anke Hillengaß schrieb am 26.11.2018 11:11 Uhr:
Das sollten Sie aber wirklich einmal tun! Zuhören, wenn Frau Wagenknecht etwas erklärt. Man muss es aber natürlich auch verstehen.
Das hier manche Kommentarschreiber immer nur den gleichen Mist von Kommunismus, SED Gesülze erwähnen, finde ich schon langsam völlig daneben und unqualifiziert. Lesen Sie mal eins ihrer Bücher und dann können Sie unvoreingenommen noch einmal diskutieren!

franzi schrieb am 26.11.2018 13:54 Uhr: - - - ZENSUR - - -
@Frau Hillengaß,
diesen Ratschlag hätten Sie sich sparen können. Wer so voreingenommen ist, keine Reden von Sahra Wagenknecht verfolgt, aber ständig dagegen polemisiert, würde doch nie ein Buch von ihr lesen. In Abwandlung eines Bibelspruches kann man sagen: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass MLM ein Buch von Sahra Wagenknecht liest. Dasselbe gilt für ihren Freund Westcoast. Der behauptet ja auf Seite 5 immer noch wie vergangene Woche, Frau Wagenknecht würde bei Lesungen 14.-€ Eintritt pro Person kassieren, ohne es zu beweisen. Die WELT hatte wenigstens bzgl. Cottbus eine Richtigstellung gebracht. Es ist üblich, dass der Veranstalter den Eintritt kassiert. Frau Wagenknecht bekommt manchmal ein Honorar, das sie üblicherweise für gemeinnützige Zwecke spendet.
Ein Mindestmaß an Objektivität, das für eine an Fakten orientierte, sinnvolle Diskussion unabdingbar ist, ist von beiden nicht zu erwarten.

Seite 153
Anton Bauer schrieb am 26.11.2018 16:59 Uhr:
Teil 1.
Durchsetzungskraft des Staates bei Hartz IV Empfängern
- veröffentlicht 26.11.2018 -
Teil 2.
Durchsetzungskraft des Staates bei kriminellen Cum Ex-Geschäften
Wenn schwerreiche In- und Ausländer mit Unterstützung in- und ausländischer Banken den Deutschen Staat – uns steuerzahlende Bürger - durch CUM – EX Geschäfte, um mindestens 31,8 Milliarden € prellen, dann dauert es Jahre, bis der Bundesfinanzminister diesen Steuerraub unterbindet und eine juristische Aufarbeitung in Gang kommt.
„Allein deutschen Finanzämtern seien nach Berechnungen des Steuerexperten Christoph Spengel von der Universität Mannheim zwischen 2001 und 2016 mindestens 31,8 Milliarden Euro entgangen. Dem «Mannheimer Morgen» (Freitag) sagte der Wissenschaftler, der deutsche Staat habe jahrelang tatenlos zugesehen, dass er «wie eine Weihnachtsgans ausgenommen» worden sei. Die Politiker hätten den Schaden jahrelang kleingeredet.“
Quelle: dpa
Zur Erinnerung: 1 Milliarde € sind 1.000 Millionen €
Im Schnitt sind also dem Deutschen Staat pro Jahr rd. 2.120 Millionen € geraubt worden.
Fazit:
Mit den geraubten 31.800 Millionen € : 190 Millionen € (durch Sanktionen eingesparte Hartz IV Ausgaben pro Jahr) hätte man 167 Jahre lang auf Sanktionen bei Hartz IV verzichten können.

Christa C. schrieb am 26.11.2018 17:15 Uhr:
Weil der SPD das Wasser bis zum Halse steht und sie gar keinen Plan mehr hat, versucht sie nun mit einer Sozialreform zu punkten und sich mit den Grünen und Linken neue Machtoptionen zu erschließen. Es gibt sicher vieles, was an Hartz IV verbessert werden könnte, aber die Abschaffung von Sanktionen gehört aus meiner Sicht nicht dazu, denn das würde nur den Arbeitsunwilligen nutzen und falsche Anreize schaffen. Weil, wie offiziell immer behauptet wird, wollen die allermeisten Arbeitslosen gerne arbeiten und bemühen sich um Arbeit. Wer sich wirklich bemüht, erfüllt auch die an ihn gestellten Anforderungen und dürfte gar nicht von Sanktionen betroffen sein. Oder bemühen sie sich nur aus Angst vor Sanktionen? Dann verführt die Abschaffung von Sanktionen erst dazu, dass immer mehr dauerhaft im sozialen Netz hängen bleiben. Ich glaube nicht wie Frau Menne, dass „nur ein paar Leute“ dieses System ausnutzen würden.
Ich bin wie Herr Spahn der Meinung, dass es auch für einen Ingenieur, der in seinem Beruf keine Anstellung mehr findet (weil er vielleicht den Anforderungen nicht mehr gerecht wird) zuzumuten ist, auch eine andere Tätigkeit auf einem „niederen“ Niveau anzunehmen, anstatt in Hartz IV Trübsal zu blasen. Der angebliche Fachkräftemangel wird auch dadurch verursacht, dass man den Menschen einredet, sie würden sich damit „deklassieren“. Fachkräftemangel und gleichzeitig Millionen von teilweise gut ausgebildeten Arbeitslosen? Wo ist der Fehler?

Seite 154
EllaRosa schrieb am 26.11.2018 17:15 Uhr:
Sarah, Sie schreiben, ...Deutschland als Motor von Europa kränkelt ...
Nein, der Motor von Deutschland kränkelt.
Deutschland droht eine Rezession.
Das Wirtschaftswachstum ist seit mindestens 2 Quartalen rückläufig.
Die Rezession heißt: Geringere Nachfrage, fehlende Investitionen (fehlen ja schon seit Jahren) und Entlassungen.
Die Zukunftsaussichten sind negativ.
Also, was sollen hier Arbeitskräfte aus aller Welt (lach).
Die Diskussion von gestern war vor ihrer Ausstrahlung schon überholt. Die Herrschaften Politiker werden bald als Lügner enttarnt, wenn es so kommt, wie das Ifo-Institut errechnet hat.
Dann wird es nicht nur im Osten Deutschlands dunkel,(bei den Strom- und Gaspreisen) wird doch als Dunkeldeutschland bezeichnet, nein, im Westen geht die Sonne unter.
Womöglich wird es bei dem Klimawandel auch im Frühjahr gar nicht mehr so grün ... und im Osten sind Wahlen, möglich wäre es ja.
Es wird wohl anders bunt, als sich die Grünen/innen so gedacht haben.

Seite 163
Ingo P. schrieb am 27.11.2018 13:41 Uhr:
Wer heute ein Brutto-Gehalt bis 3004,00 € erhält, dem ist die Altersarmut sicher ! Sollte sein Gehalt um die 3500,00 € betragen lebt nicht besser.
Die Liste von der Deutschen Rentenversicherung:
Bewertung und Ertrag des Beitrages sollte sich jeder mal runterladen. Für viele wird es ein Schock werden und dann muss man noch etwa 20% abziehen für Steuern + Krankenkasse.
Es ist nichts anderes als eine Rentenkürzung und die sogenannte Rentenformel wurde durch die Politik + Lobby gewollt zerstört !
Arbeit in Deutschland lohnt sich nicht mehr !
Über diese Liste in Ihrer Sendung zu diskutieren Frau Will wäre eine sinnvolle Maßnahme, mit den richtigen Gästen !

    Tschüssikowski . . . . . . . . . schrieb am 27.11.2018 14:21 Uhr:
    . . . . " Arbeiten in Deutschland lohnt sich nicht mehr " . . . .
    : Das verstehe ich nicht : Man hat uns doch gesagt wir wären ein REICHES Land und können ABGEBEN
    ? ? ?

    Gerd 49 schrieb am 27.11.2018 um 16:43 Uhr
    Werter Tschüssikowski,
    was ich immer schon einmal gerne wissen wollte, was ist ihre Sprache, in der deutsche Wörter vorkommen, die jedoch größtenteils aus Satzzeichen zu bestehen scheint. Werden die vielen Zeichen bei Ihnen mitgesprochen, vielleicht als Klicklaute? Oder ist ganz einfach nur Ihre Tastatur kaputt?

Seite 164
Olifant schrieb am 27.11.2018 15:52 Uhr:
Kann und darf es richtig sein, wenn millionenschwere Bonzen in Deutschland Steuern hinterziehen und man sich, wie im Fall Uli Hoeneß geschehen, dann auch noch anhören muss, dass man solche Leute dafür nicht belangen sollte, weil sie sich für Land und Leute verdient gemacht haben? Machen sich Busfahrer, Krankenschwestern oder Fließbandarbeiter usw. etwa nicht für Land und Leute verdient? Wer ergreift für diese Menschen Partei, wenn sie arbeitslos werden und vielleicht sogar noch gänzlich durchs soziale Netz fallen?
Ist dieses Deutschland ein Land, in dem man überführten Gaunern auch noch goldene Orden ans Revers heftet und einfachen, lange Jahre redlich arbeitenden Menschen mir nichts, dir nichts einen Tritt ins Kreuz gibt, wenn sie irgendwann an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gestoßen und ausgerutscht sind?
Wegen den Kosten für Hartz IV heult man in allen Ecken laut auf. Die Steuergeschenke für Unternehmen und Reiche kosten unseren Staat alljährlich weit mehr, zumal die Unternehmen keinen entsprechenden Gegenwert für das Gemeinwesen einbringen. Die Wirtschaft profitiert fast nur noch von den Leistungen der arbeitenden Bevölkerung und lässt sich großzügig dazu auch noch die Infrastruktur, von der sie mit am meisten partizipiert, auf Kosten der Steuerzahler in Schuss halten.
Bevor man jetzt wieder auf die Arbeitslosen einhackt, schaue man doch lieber höchst öffentlichkeitswirksam auf das finanzielle Wirtschaften der Frau Verteidigungsministerin. Wo sind die Milliarden hin?

    Gerd 49 schrieb am 27.11.2018 17:26 Uhr:
    So ist es. Sie tun alle so, als seien sie die Macher, machen aber umgehend eine Rolle rückwärts, wenn nur der geringste Gegenwind aus der Richtung des Kapitals kommt. Ich zitiere Horst Seehofer bei "Pelzig hält sich" im ZDF:
    https://youtu.be/MDWqSW... ab 5:02
    "Es ist so, wie sie sagen: Diejenigen die entscheiden sind nicht gewählt und Diejenigen , die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden."


Dienstag, 1. November 2016

Anne Will - 30.10.2016 - Schöne neue Arbeitswelt - Ist der Computer der bessere Mensch?


Sendung am 30. Oktober 2016 | 21:45 Uhr
Schöne neue Arbeitswelt - Ist der Computer der bessere Mensch?
Die Gäste im Studio

© Will Media Fotograf: Borrs/Yunck
  • Manfred Spitzer Psychiater und Leiter der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm
  • Leni Breymaier (SPD) Landesvorsitzende in Baden-Württemberg und ver.di-Landeschefin in Baden-Württemberg
  • Sascha Lobo Blogger und Buchautor
  • Christian Lindner (FDP) Bundesvorsitzender, ehemaliger Internet-Unternehmer
  • Bernhard Rohleder Hauptgeschäftsführer Bitkom e.V.

Selbstfahrende LKW, Pflegeroboter, vollautomatisierte Supermarktkassen – mehr als fünf Millionen Jobs könnten in den Industrieländern Schätzungen zufolge allein bis 2020 durch die Digitalisierung der Wirtschaft wegfallen. Wer muss wirklich um seinen Arbeitsplatz fürchten? Sollte der Staat die durch Digitalisierung entstehenden Gewinne umverteilen? Und ist künstliche Intelligenz Fluch oder Segen für die Menschheit? Darüber diskutiert Anne Will mit ihren Gästen im Rahmen der ARD-Themenwoche „Zukunft der Arbeit“.

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)


Kommentare aus dem Blog

Maverick
Warum scheint es so schwer zu sein Prof. Spitzer zu verstehen....Leider hat er recht. Wir können die jungen Menschen auch noch später an die Medien lassen. Wer den Faust interpretieren kann und Mathe versteht hat auch mit dem System von 0 und 1 keine Schwierigkeiten.

    Leonhardt
    Wer den Faust interpretieren kann, der weiß auch mit folgenden Worten umzugehen : "Die Geister, die ich rief, werd´ ich nun nicht mehr los!". Wenn die Eltern das für ihre Kinder schon nicht dosieren können, dann muss in den Schulen das Fach "Medienpädagogik" zum Einsatz kommen. Für Eltern UND Kinder . Ansonsten daddeln sich die nachfolgenden Generationen in die digitale Psychose. Ein Eldorado für Suchttherapeuten und Psychologen.

Strandläufer
Herr Spitzer hat recht,mit dem ,was er sagt. Der Mensch ist ein Wesen aus der Natur ,das am :Lebendigen lernt ,-die Phantasie wird nur entwickelt,wenn der Mensch diese auch entfalten kann und nicht vor einen toten Bildschirm gesetzt wird .
Wer hat denn den Computer erst erschaffen ?War das der Computer selbst oder der Mensch .Und nun soll der Mensch sich selbst seinem Werk unterordnen und es vergöttern,-wie das goldene Kalb.
Im Denkprozess des Menschen fließen unzählige Dinge mit hinein ,-wie Gefühle ,Vorstellungen und all solche Dinge .Ein Computer dagegen ist ein totes Ding und ich glaube dazu soll auch der Mensch gemacht werden ,damit er nur noch funktioniert.Das zeigt sich an den Diskussionsteilnehmern ,-Herrn Spitzer ausgenommen,-die anscheinend selbst schon jede Art von Empathie und Mitmenschlichkeit verloren haben.

    Irmgard Schw
    Sie sprechen mir aus dem Herzen. An Herrn Spitzers Stelle wäre ich aufgestanden und hätte mich von dieser unfairen, einseitigen Sendung verabschiedet. Keiner einschliesslich der Moderatorin wollte ihn verstehen. Ich bin eine Großmutter und sehe für meine Enkel keine gute Zukunft.

Ein Mensch
Klar kann man die Meinung von Herrn Spitzer nachvollziehen und er hat sogar zu einem großen Teil m. E. Recht. Die Zeiten haben sich aber gewaltig verändert! Wenn Deutschland nicht langsam den versprochenen Bildungsschirm (seit 15 Jahren redete die Politik darüber) aufspannt, ist dieses Land rettungslos abgehängt, da sind die Inder schon auf dem Mond und Frau Wanka diskutiert süffisant irgendwo auf einer Medienplattform! Auf der bpb- Site steht: “Das deutsche Bildungssystem grafisch darzustellen ist gar nicht so einfach, zumal es ein deutsches Bildungssystem genau genommen gar nicht gibt. Denn für die Bildungspolitik sind in Deutschland in erster Linie die Bundesländer zuständig. Sie haben die sogenannte Kulturhoheit, so dass die Landesregierungen weitgehend selbstständig entscheiden können, wie sie ihre Bildungssysteme ausgestalten.“ Wir brauch nicht zig Bildungssysteme, sondern ein Bildungssystem auf höchsten internationalen Niveau! Was da an finanziellen Mitteln frei wird, sofort zweckgebunden in der IT- Ausstattung einsetzen. Ein Lehrplan für ganz Deutschland, aber auf Grundlage der „Wissensbank 2016“ und den Anforderungen der Zeit! Wir hatten einmal ein Bildungssystem, wo man sagen kann: Ja, das ist ein Bildungssystem! Die Finnen haben es von uns übernommen und sind die ewigen PISA- Sieger!

Pressestimmen

FAZ.de:
TV-Kritik „Anne Will“
Wird die Würde des Menschen maschinenlesbar?
Die ARD startet mit Tatort und Anne Will die Themenwoche „Zukunft der Arbeit“. Die Talkshow startet rasant - und wird durch einen Ulmer Psychiater schnell fast zum Entgleisen gebracht.

focus.de:
"Sie haben keine Ahnung!"
Anne Will kann Krawall-Psychiater kaum bändigen
Wie wird die Arbeitswelt der Zukunft aussehen? Auf jeden Fall anders. Im ARD-Sonntagstalk geht der Psychiater Manfred Spitzer aggressiv auf die Befürworter des Digitalen los. Das endet in Krawall.

t-online.de:
TV-Kritik zu "Anne Will"
"Mitten in der zweiten industriellen Revolution"

Mit dem "Tatort: Echolot" hat die ARD die Themenwoche "Zukunft der Arbeit" eröffnet. Den Schwung wollte Anne Will für ihren Talk mitnehmen und mit den Gästen über die "schöne neue Arbeitswelt" diskutieren. Das taten die mit viel Gekreisch.

Das Thema

Eine hippe Start-up-Klitsche, etwas Virtuell-Slang und eine durchgeknallte Computersoftware: Rosig war das Bild nicht, das der Tatort von der digitalen Arbeitswelt zeichnete. Zum Glück alles nur Fiktion. Hoffentlich. Dabei war es gut, dass Will sich keiner thematischen Anleihen an den überzeichneten Film bediente, sondern ihre Sendung in der Themenwoche realistisch anging. Sie fragte nach der "schönen neuen Arbeitswelt".

"Wir sind mitten in einer zweiten industriellen Revolution", umschrieb es Lindner. Die Zahlen sind nüchterner. 500.000 Jobs könnten laut Weltwirtschaftsforum in den nächsten Jahren durch Automatisierung und Digitalisierung, in der Sendung liebevoll "Roboter" genannt, wegfallen. Da war sich auch Breymaier sicher: "Massenweise Arbeitsplätze" seien gefährdet, so die SPD-Frau.

Die Fronten

Es entstünden nicht so viele Jobs in neuen Bereichen, wie in alten verloren gingen. Klar, dass der IT-Fachmann Rohleder das anders sieht. Die Unternehmen wollten den Menschen das Leben einfacher machen, Kundennutzen stiften. Damit natürlich auch Geld verdienen. Eine "Win-win-Situation".

Auch Lindner betonte die Chance, die Roboter brächten. In Bereichen etwa, in denen es für Menschen zu anstrengend werde zu arbeiten. Zudem könnten sie die Probleme des Fachkräftemangels lösen. Das böte auch die Chance, andere Arbeitsbereiche für den Menschen zu entwickeln. Wenn man "immer nur Risiken" sehe, gingen Chancen verloren.

Lobo verteidigte die digitale Entwicklung gegen Spitzer. Der meinte, Kinder und Jugendliche profitierten nicht von digitalen Medien, Störungen in Motorik und Sprache seien die Folge der Nutzung von Smartphones und Co. Wenn man den eigenen Kindern Arbeitslosigkeit garantieren wolle, halte man sie von digitalen Medien fern, so Lobo. Allerdings sehe er die Gefahr, dass hochbezahlte Jobs in den Bereichen weniger würden, in denen viel Wissen "in die Roboter fließe". Arbeiten im Umfeld würden schlechter bezahlt, weil sie geringerer Qualifikation bedürften.

Kern der Diskussion

Erster Themenkomplex: die "zivilisatorischen Chancen" einer sich verändernden Arbeitswelt, von Lindner mit kühlem Charme, von Rohleder als Wills Sidekick, wenn es um ein Lob auf die Technik ging, vorgetragen. Lobo hob den mahnenden Finger mit Ironie.

Zweiter Themenkomplex: das soziale Gewissen, das Breymaier verkörperte. Sie sprach von digitaler Rendite und der Notwendigkeit, dass vor allem die profitieren müssten, auf deren Rücken der Umbruch im Arbeitsmarkt von statten gehen werde.

Das dritte Schlachtfeld machte Spitzer auf. Kinder und Jugendliche müssten vor der digitalen Entwicklung geschützt, dürften erst mit 15, 16 Jahren herangeführt werden. "Kinder sind keine Computer", betonte er: "Menschen machen keinen Download." Man brauche Wissen, um Informationen zu verarbeiten. Das erlerne man nicht digital. Wie man dann auf die digitale Revolution vorbereiten könne, fragte Rohleder. Die Diskussion wurde hitziger.

Aufreger des Abends

In der Tat musste man Sorgen haben, Spitzer kippe jeden Moment aus dem Sessel. Nicht nur wegen seines schrägen Sitzes. Eher wegen seines gewiss hohen Blutdrucks. Will musste gar einmal fragen: "Herr Spitzer, können sie mich hören?" - so hatte der Mann sich in Rage geredet. Aggressiv ging er die anderen an.

Will konnte da nur mit einem langgezogenen "Okay" antworten, Lindner schüttelte mitleidig den Kopf. In der Tat kam keine vernünftige Diskussion in Gang. Vor allem Lindner, Lobo und Spitzer, die gemeinsam links auf dem Podium saßen, warfen sich gegenseitig Fehlverhalten an den Kopf: falsche Studien, nicht ausreden lassen, "Sie haben keine Ahnung".

Das Tohuwabohu führte gar zu Momenten des Fremdschämens: zum Beispiel als Lobo giftete, Spitzer wolle nur Angst machen, um seine Bücher zu verkaufen, oder sich der Psychologe über Lobos rote Irokesenfrisur lustig machte.

Dabei waren die Diskutanten oft gar nicht weit auseinander, trennende Ansichten hätten schonend diskutiert werden können. Statt des gegenseitigen Vorwurfs der Schwarz-Weiß-Malerei hätten so die Zuschauer etwas mitnehmen können. Denn Spitzers durchaus einleuchtenden Ansätze widersprachen gar nicht den von Lindner und Co. propagierten Chancen.

Was schade war

Will hätte nur etwas Dampf aus dem Kessel nehmen müssen. Aber nicht nur Spitzers Einwurf "falsch" zu den Aussagen der anderen wiederholte sich zu oft. Auch die Positionen der Gäste wurden kaum weiterentwickelt. Stattdessen wurde gegen Ende über das moralische Dilemma eines automatischen Fahrzeugs diskutiert, das entscheiden müsse, wen es im Notfall totfahren würde - irgendwie unpassend.

Immerhin konnte SPD-Frau Breymaier am Ende noch einwerfen, dass das Thema Arbeit neu diskutiert werden müsse und man jetzt noch die Chance dazu habe.
Quelle: t-online.de