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Freitag, 11. November 2016

„TK: Stoppt Superkeime!“

Hallo liebe Leser, haben Sie diese Petition auf Change.org schon entdeckt?

@DieTechniker: Stoppt Superkeime, bereinigt Eure Lieferketten! #AMR

Ben
Hallo! Mein Name ist Ben und ich bin Arzt.
Täglich arbeite ich mit Antibiotika um Menschen zu heilen. Aber die Wirkung von Antibiotika nimmt stetig ab, während Resistenzen zunehmen. Jährlich sterben schon heute zwischen 15.000 und 40.000 Menschen allein in Deutschland, weil die Bakterien Antibiotika-resistent sind. In meiner jungen Karriere als Arzt habe ich leider schon mehrere schlimme Fälle von solchen Resistenzen gesehen.
Das Anzahl Menschen, die an Antibiotika-resistenten Infektionen erkranken, nimmt Jahr für Jahr zu. Experten sagen voraus, dass im Jahr 2050 10 Millionen Menschen weltweit an unbehandelbaren Infektionen sterben werden. Als eine der größten Bedrohungen der Menschheit in diesem Jahrhundert hat das Thema Antibiotikaresistenz (AMR) es auf die Agenda nationaler und internationaler Spitzengremien in Politik und Wirtschaft wie etwa das G7 Treffen geschafft.
Ich will mit Eurer Hilfe eine der Ursachen bekämpfen: 
Resistenzen entstehen nicht nur durch übermäßigen Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung und im Gesundheitsbereich, sondern auch schon bei ihrer Produktion. Eine aktuelle Untersuchung von Changing Markets zeigt, dass viele Firmen in Indien und China, die Antibiotika herstellen, die Umwelt so stark mit ihrem verseuchten Abwasser und Abfall verschmutzen, dass dort Resistenzen entstehen. Die resistenten Superkeime reisen ganz einfach um die ganze Welt. Die Pharmafirmen sollten zu unserer Gesundheit beitragen und nicht eine Ursache für das Problem sein – und daran auch noch viel Geld verdienen!
Die gute Nachricht ist: diese letzte Ursache für Antibiotikaresistenz ist komplett unnötig und kann am leichtesten beseitigt werden: indem die Hersteller boykottiert werden. Durch den Einkauf von Antibiotika von verschmutzenden Herstellern tragen Krankenkassen wie die TK zur Antibiotikaresistenz-Krise bei. Deswegen müssen wir die TK und andere Krankenkassen dazu bringen, nicht mehr von diesen Firmen zu kaufen. Einkäufer von Medikamenten müssen garantieren, dass ihre Lieferkette sauber ist.
Lasst uns zusammen die TK - die größte Krankenkasse Deutschlands - auffordern, solche „schmutzigen“ Medikamente nicht mehr zu kaufen oder keine Verträge mit diesen Herstellern mehr abzuschließen. Das sendet eine klare Botschaft an die ganze Industrie: die verschmutzenden Verfahren werden nicht länger toleriert.
Auch in den USA (https://www.change.org/p/cvs-health-tell-cvs-stop-superbug-pollution) und Großbritannien (https://www.change.org/p/national-health-service-tell-the-nhs-to-stop-buying-antibiotics-from-polluting-drug-manufacturers) kämpfen Mitstreiter mit Petitionen gegen diesen Missstand. Sie richten sich dort auch an Gesundheitsorganisationen, die im großen Ausmaß Antibiotika von verschmutzenden Herstellern einkaufen. Wir sind Teil einer internationalen Bewegung von engagierten Menschen, die den Kampf gegen die Superkeime antreten wollen.
Vielen Dank für deine Unterstützung!
Mit besten Grüßen,
Ben
Mehr Informationen
Ein aktueller Bericht „Superbugs in der Lieferkette: Wie die Umweltverschmutzung durch Antibiotika-Fabriken in Indien und China die weltweite Zunahme von Arzneimittelresistenz-Infektionen fördert“ (http://hej-support.org/amr/neue-untersuchungen-entdecken-toedliche-arzneimittel-resistente-bakterien-in-gewaessern-in-der-naehe-von-antibiotika-fabriken-in-indien/von) Changing Markets zeigt die ungeheuerliche Verbindung von Pharmaunternehmen, die durch die Herstellung von Antibiotika wiederum Antibiotikaresistenzen verursachen, mit deutschen Unternehmen und Krankenkassen. Changing Markets (www.changingmarkets.org) unterstützt diese Petition. Mehr Informationen in den Medien:
Tagesschau.de, Gefährliche Erreger im Abwasser, http://www.tagesschau.de/ausland/indien-pharma-keime-101.html 

Samstag, 19. März 2016

Werden Sie Atomsteuer-Eintreiber/in! + Erfolg gegen Antibiotika im Stall + Wir verhageln Aigners TTIP-Show

Freitag, 18.03.2016
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Werden Sie Atomsteuer-Eintreiber/in!
Keine Steuerbefreiung für AKW!
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,
auch Atomkraftwerke müssen für ihren Brennstoff Steuern zahlen – die sogenannte Brennelementesteuer. CDU und CSU aber wollen diese Steuer Ende 2016 abschaffen. Damit würden sie den AKW-Betreibern mehr als fünf Milliarden Euro schenken.
Machen Sie jetzt mit und unterzeichnen Sie unseren Appell an die Bundesregierung:
 Jetzt mitmachen


Worum genau geht es?
Video BE-SteuerUm eine Verlängerung der Brennelementesteuer zu erreichen, haben wir gemeinsam mit der Organisation .ausgestrahlt eine Unterschriftenaktion gestartet. Worum es genau geht, erfahren Sie in unserem kurzen Erklärvideo.
Jetzt Video ansehen




Sie haben schon unterschrieben?
Helfen Sie mit, die Atom-Steuer einzutreiben!
Aktionspaket zum SteuereintreibenSie haben schon unterschrieben und möchten weiter gegen das Milliardengeschenk für Atomkonzerne aktiv werden?
Dann werden Sie Atomsteuer-EintreiberIn: Hängen Sie bei sich im Ort Plakate auf, sammeln Sie Unterschriften oder verteilen Sie Infos! In unserem Aktionspaket finden Sie das passende Material. Neben Unterschriftenlisten und Postern enthält es Infoblätter im Visitenkartenformat, die man zum Beispiel an die Scheiben parkender Autos stecken kann. Wenn Sie mit einem Stapel davon über einen großen Parkplatz oder an einer zugeparkten Straße entlanggehen, können Sie in kurzer Zeit viele Menschen informieren.
Pakete bestellen

Erfolg gegen Antibiotika im Stall
Erfolg gegen Antibiotika im StallLetzte Woche hat das Europäische Parlament über die neue Tierarzneimittelverordnung abgestimmt. Der Beschluss enthält wichtige Verbesserungen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf der EU-Kommission.
So stimmten die Abgeordneten für ein Verbot von Reserveantibiotika in Tierarzneimitteln und stärkten die Rolle von vorbeugenden Maßnahmen. Die Menge der in der Tierhaltung eingesetzten Antibiotika wird europaweit genau erfasst. Landwirtschaftliche Betriebe, die Tiere häufiger als der Durchschnitt mit Antibiotika behandeln, werden gezwungen, den Einsatz zu reduzieren.
Mit der Abstimmung im Parlament beenden wir unsere Online-Aktion "Stoppt die Keime aus dem Stall". Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen, die zusammen über 182.000 E-Mails an ihre Abgeordneten geschickt haben! Gemeinsam ist es uns gelungen, das Thema aus dem Hinterzimmer zu holen, viele Schritte in die falsche Richtung zu verhindern und einige Fortschritte durchzusetzen. Das ist ein wichtiger Erfolg. Doch auf dem Weg zum Ausstieg aus der industriellen Tierhaltung sind noch viele Schritte zu gehen. Wir bleiben dran und werden uns mit Ihrer Unterstützung auch weiterhin mit aller Kraft für einen Rückbau der Tierfabriken einsetzen!
Wir verhageln Aigners TTIP-Show
Bild: Michaela Handrek-Rehle / Campact
Wenn für die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) alles nach Plan verlaufen wäre, hätte der gestrige Donnerstag endlich einmal ein guter Tag für TTIP werden können. Aigner hatte zu einer "Informationsveranstaltung" über das geplante Handelsabkommen mit den USA geladen. Doch von neutraler Information und offener Diskussion keine Spur – auf's Podium wurden ausnahmslos BerfürworterInnen von TTIP geladen, um die vermeintlichen Vorteile des Abkommens anzupreisen.
Die geplante Werbe-Show für TTIP haben wir Frau Aigner jedoch kräftig verhagelt, denn gemeinsam mit rund 450 BürgerInnen protestierten wir draußen vor dem Veranstaltungsgelände lauthals gegen das Abkommen. Mit dabei: Ein acht Meter großes trojanisches Pferd als Symbol für die trojanischen Abkommen TTIP und CETA.
Mit Aktionen wie dieser zeigen wir den Mächtigen: Wo immer ihr für TTIP werbt, sind wir schon da, um dagegen zu halten. Wir werden nicht lockerlassen, bis TTIP und sein Schwesterabkommen CETA verhindert sind!
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Harald Nestler
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