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Wednesday, August 12, 2015

NASA zahlt trotz Sanktionen Millionen an russische Raumfahrtbehörde

Thema: Bemannte Raumfahrt

RT-Deutsch
„Bemannte Raumfahrt derzeit nur mit russischer Technologie möglich“ –
NASA zahlt trotz Sanktionen Millionen an russische Raumfahrtbehörde

Unter Verweis auf die stark zusammengestrichenen Mittel, die eigene Anstrengungen im Zusammenhang mit der bemannten Raumfahrt vereiteln würden, kündigte die NASA eine „erzwungene“ Verlängerung ihres Kooperationsvertrages in Höhe von 490 Millionen US-Dollar mit ihrer russischen Partnereinrichtung Roskosmos an. Derweil hat NASA-Administrator Charles Bolden in einem Schreiben an den Kongress eingeräumt, dass die russische bemannte Raumfahrt derzeit die US-amerikanische abgehängt habe.

Foto-Quelle: Gemeinfrei
Die NASA will weitere 490 Millionen US-Dollar in die Sicherung von Plätzen im Sojus-Raumfahrzeug investieren, dem einzigen Transportmittel welches derzeit US-amerikanische Astronauten zur ISS transportieren kann. In einem Schreiben an den Kongress macht NASA-Administrator Charles Bolden die Abgeordneten dafür verantwortlich, dass den finanziellen Anliegen der Agentur zu Gunsten ihres kommerziellen „Crewprogramms“ nicht entsprochen wurde.

Dies habe dazu geführt, dass die NASA „gezwungen“ gewesen wäre, den bestehenden Vertrag mit der Weltraumagentur der Russischen Föderation (Roskosmos) als dem einzigen verbliebenen Anbieter nach der Beendigung des Space-Shuttle-Programms im Jahre 2011 zu verlängern, der Astronauten ins Weltall befördern würde.

Mehr lesen: Händeschütteln im Weltraum: Apollo-Sojus-Projekt jährt sich zum 40. Mal
Obwohl der Kongress seit fünf Jahren die jährliche Förderung stufenweise erhöht habe, sei entgegen der Planung das kommerzielle Crew-Programm nicht ausreichend gefördert worden, das Starts von bemannten Raumflügen auch von US-amerikanischem Boden aus ermöglicht hätte. Dies habe zur Folge, dass man weiterhin auf die russische Sojus-Kapsel angewiesen sei, um US-Mannschaften und internationale Partner zur ISS zu bringen.

Die ins Auge gefasste Vertragsverlängerung bis 2019 werde den US-amerikanischen Steuerzahler 490 Mio. US-Dollar kosten. Er umfasst garantierte Plätze im Sojus-Fahrzeug, umfassende Dienste vom Astronautentraining und Vorbereitungen von Starts, Landungen sowie die Bergung von Crewmitgliedern auf Raumstationen nach lang andauernden Missionen.

Während Bolden in seinem Schreiben zum Ausdruck brachte, dass die russische Raumtechnologie die US-amerikanische mittlerweile abgehängt habe, warnte er, das US-Raumprogramm könnte 2017 eine wichtige Deadline verpassen, wenn es darum gehe, US-Crews an Bord von immer noch im Bau befindlichen Boeing-und SpaceX-Systemen ins Weltall zu schicken. Mit diesen beiden Unternehmen hatte die NASA einen Vertrag über die Herstellung von Transportsystemen zu Raumstationen geschlossen und dabei Investitionen in Höhe von insgesamt 1,4 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt.

Um diese Vereinbarungen erfüllen zu können, müssten die Abgeordneten jedoch Präsident Obamas Haushaltsanfrage in Höhe von 1,24 Milliarden US-Dollar entsprechen, widrigenfalls würden Boeing und SpaceX wahrscheinlich bis Frühjahr oder Sommer 2016 alle Tätigkeiten hinsichtlich des Projekts einstellen.



Quelle: RT-Deutsch

Saturday, July 4, 2015

Programmbeschwerde gegen ARD: Grobe Verfälschung eines Zitates

Thema: Zitatverfälschung und Manipulation bei der ARD

RT-Deutsch
Programmbeschwerde gegen ARD:
Grobe Verfälschung eines Zitates des Tsipras Beraters Paraskevopoulos bei Günther Jauch

Foto: Screenshot
Die Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien hat Programmbeschwerde gegen die ARD wegen „grober Verfälschung“ der Aussagen des Tsipras Beraters Theodoros Paraskevopoulos in der Sendung „Günther Jauch“ eingereicht. Seine Aussage „Herr Stoiber, sie sollten hier mal in Deutschland eine Volksabstimmung über Rentenkürzungen durchführen“ wurde von der Social-Media Redaktion der ARD umgedeutet in: „Tsipras-Berater Theodoros Paraskevopoulos empfiehlt bei Günther Jauch: Auch Deutschland sollte über Rentenkürzungen nachdenken.“
RT dokumentiert die Programmbeschwerde im Wortlaut.


Norddeutscher Rundfunk
Herrn
Lutz Marmor
Rothenbaumchaussee 132

20149 Hamburg


Sehr geehrter Herr Marmor,

hiermit wird Beschwerde erhoben wegen der groben Verfälschung der wörtlichen Rede des griechischen Podiumsgastes in der Sendung „Günther Jauch“ vom 28.06.2015, Theodoros Paraskevopoulos, auf der Facebookseite Das Erste.

Theodoros Paraskevopoulos äußerte sich in der Sendung ab Minute 23:22 wie folgt:
    „Eine Volksabstimmung, Herr Stoiber, in Deutschland über die Sparpolitik der deutschen Regierung in Deutschland sollten Sie mal durchführen. Über die Rentenkürzungen hier, sollten sie mal durchführen, über die Lohnkürzungen hier!“
Die Social-Media Redaktion von Das Erste deutete auf der Facebookseite des Senders die wörtliche Rede des griechischen Podiumsgastes in verfälschender Weise wie folgt um:

„Tsipras-Berater Theodoros Paraskevopoulos empfiehlt bei „Günther Jauch“:
    „Auch Deutschland sollte über Rentenkürzungen nachdenken.“

Dieser reißerische und vor allem falsche Aufmacher gefiel 135 Usern, wurde bislang 22-mal geteilt und zog bis zum 29.06.2015 um die 160 [mittlerweile 190] entsprechend empörte Kommentare nach sich.

Es stellt sich die Frage, aus welchem Grund die Social-Media-Redaktion des Ersten Deutschen Fernsehens die bereits aufgeheizte Stimmung, welche wiederholt in dieser Talkreihe gegen Griechenland geschürt wurde, mit Hilfe dieser vorsätzlichen Manipulation zu verlängern suchte. Theodoros Paraskevopoulos hat diese Aussage definitiv nicht getätigt.

Ein Beitrag zur Völkerverständigung, zu deren Förderung öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten laut Rundfunkstaatsvertrag verpflichtet sind, kann sicherlich ausgeschlossen werden.

Wir bitten um zügige und gemäß journalistischen Standards transparent zu erfolgende Korrektur der entsprechenden Inhalte auf Ihrer Facebookseite.

Zum Zwecke der Transparenz werden wir diese Beschwerde sowie die Antwort der Programmverantwortlichen auf der Webseite des Vereins veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

i. A. Maren Müller


Mehr lesen: Programmbeschwerde gegen ARD wegen Nachrichtenunterdrückung über US-Gesetz, welches weitere Unterstützung des Asow-Bataillions verbietet

Das US-Repräsentantenhaus hatte am 11. Juni einem Änderungsantrag zugestimmt, welcher untersagt das ukrainische Asow-Bataillon weiterhin finanziell zu unterstützen und auszubilden. Das Bataillon wurde in diesem Zusammenhang von Kongressabgeordneten als „ekelhaft“ und „neonazistisch“ bezeichnet. Die im Kontext des aktuellen Ukraine-Konfliktes bedeutende Kehrtwende in der US-Politik wurde von den Öffentlich-Rechtlichen Medien in der Bundesrepublik verschwiegen. In Reaktion darauf wurde nun eine Programmbeschwerde gegen die ARD wegen „Nachrichtenunterdrückung“ eingereicht.

Wednesday, May 6, 2015

Einzigartiges Farbfilmmaterial zeigt ein apokalyptisches Berlin im Juli 1945

Thema: Berlin im Juli 1945

RT-Deutsch
Filmaufnahmen mit zum Teil bisher unveröffentlichtem Material, gedreht rund zwei Monate nach dem Fall Berlins, zeigen das ungeheure Ausmaß der Zerstörung in der deutschen Hauptstadt und die Versuche der Zivilbevölkerung zu einer gewissen Normalität zurückzufinden.

Sensationelles Filmmaterial! Berlin nach der Apokalypse in Farbe und HD from Konstantin von zur Mühlen on Vimeo.

Berlin war im Juli 1945 bereits in vier Besatzungszonen aufgeteilt und man sieht auf den Aufnahmen bereits errichtete Schilder und Hinweise in russischer Sprache im sowjetischen Sektor. Besonders eindrücklich sind die Aufnahmen der zentralen Plätze Berlins wie Alexanderplatz, Reichstag, Berliner Dom, Führerbunker und Potsdamer Platz.

Die zum Teil erstmals veröffentlichten Aufnahmen vermitteln ein geradezu apokalyptisches Gefühl, wenn man sieht wie die Bewohner Berlin durch völlig zerstörte Straßenzüge laufen, in denen kein Stein mehr auf dem anderen liegt.

Am Ende des Videos zeigen Luftaufnahmen das schiere Ausmaß der Zerstörung des einstigen Prachtboulevards Unter den Linden.

Das Video wurde von Konstantin von zur Mühlen, dem Gründer von Chronos Media veröffentlicht. Im Rahmen seines Medienprojektes hatte er Zugang zu über sieben Millionen Meter Filmaufnahmen der letzten 100 Jahre.

Danke Klaus für den Link

Friday, January 9, 2015

Millionen US-Dollar Schwarzgeld für die Ukraine

Thema: Ukraine
RTDeutsch
Lot-765: Der polnische Schwarzgeld-Linienflug der Millionen US-Dollar in die Ukraine brachte

Nach „Insiderinformationen“ der Rand Cooperation wurden mit der polnischen Fluglinie LOT Schwarzgeldbeträge in Millionenhöhe aus Europa in die Ukraine geschmuggelt. Unter den Empfängern sollen sich namhafte ukrainische Politiker befinden.

Foto: Ewa N /Flickr
Der US-Analyst und ehemaliger Mitarbeiter der US-amerikanischen Denkfabrik RAND Corporation, Jerry Collins, erklärte unter Verweis auf „Insiderinformationen“, dass zwischen dem 14. Oktober und dem 24. Dezember 2014 insgesamt 27 Millionen US-Dollar und drei Millionen Euro aus Warschau in die ukrainische Stadt Lwow (Lemberg) per Linienflug der Polnischen Airlines LOT-765 gebracht wurden. Das Bargeld soll in Form von 10-kg-Handgepäck- stücken (dies entspricht dem Gewicht von einer Million US-Dollar in 100-Dollar Scheinen) ins Land gekommen sein.

Den Zweck, den das Geld in der Ukraine erfüllen soll, ist nach Collins Angaben bisher nicht eindeutig zu klären. Er selbst entwickelt drei Hypothesen:

Als eher unwahrscheinlich erscheint dem US-Analysten die Möglichkeit, dass das Geld in Sozialprogramme der ukrainischen Regierung fließen sollte. Für durchaus realistischer sieht der Ex-Mitarbeiter der US-Denkfabrik die Wahrscheinlichkeit an, dass das Geld ohne Umwege direkt an Politiker in der Ukraine ging.

Collins Ansicht nach liegt die Vermutung nah, dass die hohen Bargeldsummen für den ukrainischen Premierminister Arsenij Jazenjuk bestimmt waren:
    “Bestimmte politische Gruppen in der Ukraine sind unzufrieden mit Präsident Poroschenko. Jazenjuk und Turtschinow sind in Opposition zu Poroschenkos Partei. Natürlich benötigen Jazenjuk und sein Team viel Geld, um neue Verbündete zu bestechen.”
Einen weiteren möglichen Verwendungszweck für das Schwarzgeld könnte die durch den Bürgermeister der Stadt Lwow, Andrej Sadowyj angeführte Partei „Selbsthilfe“ darstellen, die bei den jüngsten Parlamentswahlen unerwartet viele Wähler für sich gewinnen konnte. „Europäische Spitzenpolitiker sind bereit Sadowyjs Partei zu unterstützen und schicken deshalb Geld nach Lwow“, erklärt der US-Analyst.

Dass die sehr hohen Bargeldsummen aber auch für weitere Waffenkäufe für die im Osten des Landes stattfindende “Anti-Terror-Operation” gedacht sein könnten schließt Collins als Hypothese nicht aus.
Quelle: RTDeutsch

Saturday, January 3, 2015

Wo PEGIDA bereitwillig der „Lügenpresse“ Glauben schenkt

Thema: Pegida
RTDeutsch

Islambild – Wo PEGIDA bereitwillig der „Lügenpresse“ Glauben schenkt

Bei Demonstrationen der PEGIDA wird gerne fundamentale Kritik an den Manipulationsmechanismen der deutschen Leitmedien geübt und die zunehmende Skepsis gegenüber diesen Meinungsbildnern innerhalb der Bevölkerung weist darauf hin, dass Menschen diese zunehmend durchschauen. Allerdings glaubt man exakt diesen Medien immer noch bereitwillig, wenn es um deren Darstellung des Islam geht.

Quelle: Danyalov CC BY-SA 3.0
Die so genannte „Stille Zeit“ zwischen Weihnachten und dem Dreikönigsfest ist auch für die Medien nicht selten mit der „Saure-Gurken-Zeit“ im Sommer vergleichbar, wenn alle wichtigen Entscheidungsträger im Urlaub sind und man sich auf die Suche nach etwas Berichtenswertem begeben muss.

Der „Cicero“ hat sich in dieser Situation wohl gedacht, in Zeiten von PEGIDA wäre es doch nahe liegend, Klicks zu gerieren, indem man einfach ein bereits vor Wochen erstmals veröffentlichtes, vor Islamfeindlichkeit triefendes Pamphlet eines Frank A. Meyer umdatiert und dem geneigten Leser als Neuveröffentlichung vom 26.12. verkauft. Da die Schemata, die diesen Beiträgen zu Grunde liegen, ohnehin immer wieder die gleichen sind, würde es möglicherweise ja kaum einer merken.

Und man muss sich als Mainstreammedium wirklich langsam anstrengen, beim Stichwortgeben für Islamophobie noch aufzufallen. „Mekka Deutschland – Die stille Islamisierung“, „Islam als Integrationshindernis“, „Der Heilige Hass“, „Wie gefährlich ist der Islam?“, „Allahs blutiges Land“, „Zurück ins Mittelalter“ oder „Ghettos in Deutschland“, „Linke Lebenslügen im Umgang mit der Einwanderung“ sind keine Aufschriften von PEGIDA-Transparenten, sondern Titelschlagzeilen oder Überschriften von Leitartikeln der auflagenstärksten deutschen Massenmedien.

Es sind deutsche Qualitätsmedien die Furcht verbreiten
Nicht wenige unter jenen Medien, die heute von oben herab den deutschen Kleinbürger schelten, der bei PEGIDA-Demonstrationen mitmarschiert oder seine Sympathie dafür in sozialen Medien zum Ausdruck bringt, haben selbst zum Zweck der Auflagenmaximierung das Ressentiment angefacht.

Und diese Entwicklung vollzieht sich nicht erst seit wenigen Monaten: Bereits 2007 hatte eine Analyse der Themenstruktur von ARD und ZDF für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ergeben, dass der Islam dort hauptsächlich im Zusammenhang mit Gewalt- und Konfliktthemen vorkommt.

Im Zuge dieser Analyse wurden Thematisierungsanlässe des Islams in einschlägigen Magazinsendungen und Talkshows sowie Dokumentationen und Reportagen von ARD und ZDF im Zeitraum vom 1. Juli 2005 bis 31. Dezember 2006 untersucht. Es wurde erhoben, in welchem thematischen Zusammenhang der Islam in solchen Sendungen in Erscheinung trat. Dieses Verfahren war neutraler als die häufig verwendete Stereotypenanalyse, die sich nur auf vorurteilsbeladene Textbestandteile konzentriert.

Das Ergebnis war eindeutig: Insgesamt wurde der Islam in jener Zeit in 133 der oben genannten Sendungen und Einzelbeiträgen thematisiert. Im Ergebnis zeigte sich, dass 81% aller Thematisierungen bei ARD und ZDF negativ konnotierten Themen zugerechnet werden konnten; lediglich 19% repräsentierten ein neutrales oder positives Themenspektrum. 23% der Beiträge, in denen das Thema „Islam“ vordergründig eine Rolle spielte, befassten sich mit Terrorismus, 17% mit internationalen Konflikten, 16% mit Integrationsproblemen, 10% mit religiöser Intoleranz, 7% mit Fundamentalismus und so genannter „Islamisierung“, 4% mit den Themen Frauen/Unterdrückung/Emanzipation und 4% mit Menschenrechtsverletzungen und Demokratiedefiziten.

Eine aktuellere Analyse ist nicht bekannt, es ist allerdings davon auszugehen, dass sich seither allenfalls die Gewichte in einzelnen Bereichen verschoben haben.

Neutrale oder auch positive Themen, in denen nicht Gewalt und Gesellschaftskonflikte, sondern reguläre Gesellschaftsabläufe (Kategorie Alltag/Soziales 8%) bzw. Fragen der Kultur und der Religion (11%) im Vordergrund stehen, stellen weniger als ein Fünftel aller Thematisierungsanlässe dar. Am ehesten schafften diese es noch in Dokumentation und Reportagen.

In der Analyse der bpb heißt es dazu: „Diese Thematisierungsentscheidung durch die Redaktionen führt zum Aufbau und zur Verfestigung eines kulturalistischen Weltbildes. […] Diese Kulturalisierung politischer Themen und die Fokussierung auf Negativaspekte in der Berichterstattung über Muslime birgt ohne jeden Zweifel die Gefahr, eine sehr einseitige öffentliche Debatte und – in Analogie zur viel besprochenen ‚Politikverdrossenheit‘ – eine Art ‚Islamverdrossenheit‘ beim Publikum zu erzeugen.“

Das Gegenargument, dass die starke Negativthematisierung allein auf den Nachrichtenwert in Magazinsendungen oder politischen Analysen zurückzuführen ist, überzeugt dabei nicht, da die Situation in Kultursendungen oder Frauensendungen, wo ein solcher Sensationalisierungsdruck im öffentlich-rechtlichen Bereich nicht besteht, kaum anders ist.

Das Urteil der bpb-Analyse über die Form der Thematisierung des Islams in den öffentlich-rechtlichen Medien ist am Ende auch wenig schmeichelhaft:
    „In der Gesamtschau lässt sich sagen, dass sich die Darstellung des Islam in den Magazin- und Talksendungen sowie Dokumentationen und Reportagen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens zu über 80% an einem Bild orientiert, in dem diese Religion als Gefahr und Problem in Politik und Gesellschaft in Erscheinung tritt. Das Islambild dieser Formate bei ARD und ZDF ist ein zugespitztes Gewalt- und Konfliktbild, das den Eindruck vermittelt, dass der Islam weniger eine Religion als vielmehr eine politische Ideologie und einen gesellschaftlichen Wertekodex darstellt, die mit den Moralvorstellungen des Westens kollidieren. Antizyklisch berichten ARD und ZDF lediglich in einigen Auslandsmagazinen und in Dokumentationen und Reportagen.“
Statt einen neutralen Informationsansatz zu verfolgen, so heißt es weiter, sei die „sehr einseitige thematische Auswahl in den Magazin- und Talksendungen sowie Dokumentationen und Reportagen von ARD und ZDF dazu geeignet, eine in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung bereits vorhandene Vorurteilsbereitschaft gegenüber dem Islam und die demoskopisch messbare ‚Islamangst‘ in Deutschland weiter zu steigern“.

Dafür, dass im Rahmen von PEGIDA-Aufmärschen regelmäßig gegen die „Lügenpresse“ gewettert wird, scheint man dieser zumindest hinsichtlich ihres Islambildes nur allzu bereitwillig Glauben zu schenken.