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Monday, March 15, 2021

Presseclub - 14.03.2021 - Kampf um Anerkennung – Sprengstoff für unsere plurale Gesellschaft?

Presseclub - 14.03.2021 - Kampf um Anerkennung – Sprengstoff für unsere plurale Gesellschaft?
So. 14. März 2021, 12.03 - 13.00 Uhr

Kampf um Anerkennung –
Sprengstoff für unsere plurale Gesellschaft?


Moderation:
Volker Herres
ARD-Programmdirektor
Bilder: Screenshots

Mit der Frauenbewegung hat alles angefangen. Die Homosexuellen waren die nächsten, die Gleichberechtigung einforderten. Heute ist die gleichgeschlechtliche Ehe Alltag, keiner regt sich über einen schwulen Gesundheitsminister auf. Wichtige Etappensiege auf dem Weg in eine offene, vielfältige demokratische Gesellschaft. Jetzt stehen wir vor einer weiteren Herausforderung: Auch andere benachteiligte Gruppen fordern ihr Recht auf Anerkennung: die queere Community ebenso wie Menschen anderer Herkunft und Hautfarbe. Doch wie weit sollten diese berechtigten Forderungen gehen? Müssen wir unsere Sprache, Kunst und Literatur einer gründlichen Revision unterziehen, um sie von Rassismus und Postkolonialismus zu befreien? Ist das Gendersternchen Ausdruck überspannten Denkens oder ein Muss, weil Sprache Bewusstsein formt? Kann nur eine schwarze Deutsche Texte der schwarzen US-Lyrikerin Amanda Gorman übersetzen, die seit Bidens Amtsantritt berühmt geworden ist?

Wer bestimmt den Diskurs und wer hat die Deutungshoheit?

Die Auseinandersetzung um Identitätspolitik hat derart Fahrt aufgenommen, dass sie jetzt die SPD erschüttert hat. Auslöser: Ex-Bundestagspräsident Thierse hatte davor gewarnt, dass der erbitterte Streit über Rassismus, Postkolonialismus und Genderthemen die Gesellschaft zu spalten drohe. Die (berechtigten) Forderungen benachteiligter Minderheiten dürften nicht die Rechte der Mehrheitsgesellschaft aus dem Blick verlieren. Wenn diese per se als rassistisch und reaktionär beschimpft würde, sei das genauso inakzeptabel. Nicht nur Minderheiten hätten Rechte, sondern auch die Mehrheit. Hat Wolfgang Thierse Recht oder ist das die rückwärtsgewandte Haltung eines “alten, weißen Mannes”? Wer bestimmt den Diskurs und wer hat die Deutungshoheit? Die Befindlichkeiten der Opfer, die sich diskriminiert fühlen oder die Mehrheitsgesellschaft?

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1035 Kommentare und 477 Antworten, davon 167 zensiert
Es fehlen in der Reihe z.B. die Kommentare 971 bis 988

Die augesuchten Kommentare fassen die Sendung gut zusammen:

Kommentar 893:
Otto Krause schreibt am 14.03.2021, 13:27 Uhr :
Wo bleiben denn in solchen Runden die journalistischen Vertreter der Bürger, die hier permanent angegriffen und an den moralischen Pranger gestellt werden und en passant einem Herrn Amjahid Kontra geben ??
Kommentar 892:
Günter K. schreibt am 14.03.2021, 13:26 Uhr :
Ist eigentlich der WDR nur noch zur Meinungsbildung verpflichtet ???
Neutrale Information findet kaum mehr statt......leider
Kommentar 833:
Steffen Bartels schreibt am 14.03.2021, 13:11 Uhr :
Ich schmeiss mich weg - die Sendung "Kampf um Anerkennung-Sprengstoff für unsere plurale Gesellschaft?" Volker Herres hat mit seinem Schlusssatz: "Respekt... !" dem noch die Krone aufgesetzt!!! ;-DD
Kommentar 877:
B.Tester schreibt am 14.03.2021, 13:21 Uhr :
Zwischen Regierung und Volk entstand ein zerüttetetet Verhältnis. Es ist an der Zeit eine fristlosen Kündigung auszusprechen.
Kommentar: 870
Alice Assmann schreibt am 14.03.2021, 13:19 Uhr :
Ich bin entsetzt über die Darstellungen der geladenen Gäste. Wo leben die? Wer hat deren Studium bezahlt? Wir haben, hatten eine weltweit geachtete Kultur, Sprache. Die einstige Viel-, Kleinstaaterei haben wir überwunden. Ein Staat zeichnet sich durch gleiche Sprache, Kultur, Werte aus. Jetzt soll jede kleine Clique, Gruppe Sonderrechte, ... bekommen? Unerträglich. Wer wie ausländische Kulturen leben will, die dt Sprache ändern will, ja der soll wieder in sein Kulturland. Punkt.
Kommentar 1097:
Anne fred Dohmann schreibt am 14.03.2021, 14:59 Uhr :
Wer jetzt nichtkapiert das gegen den neuen Totalitarismus Widerstand geboten ist, hat nicht verstanden das Geschichte sich als Farce sehr wohl wiederholt. Diesmal auf der globalen Ebene. Demokratie ist Gleichheit aller Bürger. Transfrauen werden biologischen Frauen gleichgestellt sei es im Umkleideraum, im Spitalzimmer oder im Knast wo nicht nur die Insassinnen sondern auch die Wärterinnen den biologischen Unterschied zu spüren bekamen. In UK, in den USA und in Kanada geschehen. Die Intersektionalisten sind Ideologen mit denen die Gesellschaft zu Gunsten der profitablen Elite gespalten wird. Die Gruppe der muslimischen Übrigens stehen Einwanderer den Schwulenrechten so ablehnend gegenüber wie unsere Urgroßeltern.
Kommentar 1080:
Dirk schreibt am 14.03.2021, 14:55 Uhr :
Yasha Mounk sagte in d. ARD-Tagesthemen, „einer der Gründe für den 'Zerfall der Demokratie' u. den Aufstieg des 'Rechtspopulismus' sei, daß wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische u. monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln…“ Hier offenbarte Mounk, was immer noch als „Verschwörungstheorie" und Hirngespinst abgetan wird und was die AfD als einzige BT-Partei thematisiert u. kritisiert, weshalb sie in tatsachenverdrehender Weise angegriffen u. als „unwählbar“ dargestellt wird, weil nach den Worten des US-Militärgeostrategen Thomas P. M. Barnett „der ungehinderte Strom von Einwanderern“, der v.a. auf Europa abzielt, als Teil der Globalisierungsstrategie von keiner Regierung oder Institution verhindert werden dürfe. Was nun in Europa geschieht, ist eben nicht „normal" oder „etwas Natürliches“, es ist auch keine „Einwanderung, die es immer schon gab". Ethnokulturelle Homogenität ist eine natürliche und historische Grundlage!
Kommentar 1069:
Dirk schreibt am 14.03.2021, 14:51 Uhr :
Gehört es zu „Minderheitenrechten“ oder passt es zu einer freiheitlichen-demokratischen Grundordnung, wenn wie am 9.11.2006 der Bundestag unter der ersten Merkel-GroKo beschloss, ab dem 1.1.2009 Muslimen auch hier „bei uns“ ihre üblichen Zwangheiraten und Vielehen zu erlauben, und zwar ohne eine erforderliche Einwilligung der (Frau(en)/Mädchen)? Die am 8.12.2008 unter dem Petitions-Aktenzeichen „Pet 1-16-06-211-046040“ eingereichte Gegenpetition wurde jedenfalls von allen maßgeblichen Politiker(inne)n völlig ignoriert!
Kommentar 1061:
Hans schreibt am 14.03.2021, 14:47 Uhr :
Frau Schneider bringt es auf den Punkt , nicht umsonst ist die Züricher Zeitung einer der besten und eine wichtige Informationsquelle für viele Deutsche . Ist die Bevölkerung überhaupt gefragt worden ob Sie diese unsinnige Debatte vor allem das Gendern auch will ? Herr Amajahid sagte in der Sendung , Integration ist Müll , auf die Frage eines Zuschauers wie er zur Homosexualität stehe , gab er keine Antwort , das lässt für die Zukunft nichts gutes ahnen . Ähnlich wird es dann bei Verachtung Andersgläubiger , Gleichstellung der Frau , Vielehe , Kinderehe , Scharia steht über dem Grundgesetz , ausehen . Wir leben noch in einer Demokratie und offener Gesellschaft und wollen die wegen der Migration die zum Teil unsere Lebesweise verachtet nicht aufgeben . Es wird Zeit das die von den Bürgern gewählten Politiker die Bürger aber nicht Minderheiten fragen wohin wir wollen .
Kommentar 865:
J. Kohlenberger schreibt am 14.03.2021, 13:17 Uhr :
Presseclub wie immer: Journalistische Selbstdarsteller & Innen, mit und ohne migrantischen Vordergrund, hetero und "nicht hetero" betonieren ihre Texte auf Überschriftenniveau- und glauben ordinäre Bürger mit tiefer Betroffenheit vertreten zu dürfen. Bsp.: "Was war die zweite Frage?“ "Hat jemand [aus der Runde] zugehört?“ "Hat jemand zugehört"- das war mit Abstand dass ehrlichste Statement seit Jahren im Presseclub.
Kommentar 862:
B.Tester schreibt am 14.03.2021, 13:17 Uhr :
So ganz nebenbei und völlig unter dem Radar von Corona hat man im Bundestag das BND-Gesetz vorige Woche eine Stunde beredet und mit Stimmenmehrheit der Regierungsparteien beschlossen. Das bedeutet fast Totalüberwachung von uns allen. und noch viel mehr. Kosten jedes Jahr weit über 1000 mal eine Million.
Kommentar 864:
Görgens schreibt am 14.03.2021, 13:17 Uhr :
Erstaunlich, was die Gäste uns so alles beibringen wollen...am Ende stehen Fragmentierung und Entsolidarisierung...das ist die Realität... alle hier vertretenen Journalisten betreiben Wahrnehmungsverweigerung und Wunschdenken..." Erbauliches Denken" nannte das Bernard Willms.
Kommentar 875:
Ellen schreibt am 14.03.2021, 13:20 Uhr :
Es ist unglaublich wie einseitig heute Talkrunden zusammengestellt werden. Man kann es langsam nicht mehr ertragen. Wenn man sich aufregen will muß man sich solche Diskussionen antun. Unsere Identität geht täglich mehr verloren, Deutschland ist darin Weltmeister. Genau diese Entwicklung bringt mit sich, dass sich viele Bürger nicht mehr äußern möchten da sie vor Repressalien Angst haben, somit wird die Spaltung der Gesellschaft immer größer. Dies sichert keinen Frieden sonden das Gegenteil. Bei dieser Runde hat man das Gefühl jeder Deutsche ist ein Rassist. Bei dieser Meinung was in dieser Talkrunde vorherrscht frage ich mich warum soviele Menschen nach Deutschland kommen und unser System gerne in Anspruch nehmen. Ich würde ein so furchtbares Land mit diesen unmenschlichen Bürgern und Bedingungen meiden. Hier muss ich auch in der Runde nachfragen warum sie in Deutschland leben.

Wednesday, December 13, 2017

Klare Absage von EU an Netanyahu wegen Jerusalem-Anerkennung

Thema: Nah-Ost

Jerusalem-Anerkennung:
EU erteilt Netanyahu eine klare Absage

Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu hat die EU-Staaten aufgefordert, dem US-Beispiel zu folgen und Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini hat Forderungen von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu nach Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels eine klare Absage erteilt. In Beirut protestierten zehntausende Libanesen und Hisbollah-Anhänger.

EU-Chefdiplomatin Mogherini sagte nach einem einem knapp zweistündigen Treffen der EU-Aussenminister mit Netanyahu in Brüssel, dass eine einseitige Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt für die EU nicht infrage komme.

Sie machte vielmehr deutlich, dass die einseitige Anerkennung Jerusalems durch die USA aus EU-Sicht eher eine Gefahr als eine Chance für den Frieden darstelle. Der Beginn neuer Friedensverhandlungen erscheine derzeit «in sehr weiter Ferne», sagte Mogherini weiter. Ihrer Einschätzung nach hätten die USA noch nicht einmal einen Rahmen und Horizont für ihren angekündigten Vorschlag für neue Friedensgespräche definiert. Ziel müsse eine Zwei-Staaten-Lösung sein, bei der Jerusalem Hauptstadt beider Seiten sein solle.

Netanyahu kritisiert EU-Staaten

Israels Ministerpräsident Netanyahu hatte die EU-Staaten zuvor aufgefordert, Jerusalem ebenfalls als Hauptstadt Israels anzuerkennen. «Grundlage für Frieden ist, die Realität anzuerkennen», sagte er. «Jerusalem ist die Hauptstadt Israels und niemand kann das verneinen.»

Mit Blick auf die EU-Forderungen nach einer Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit den Palästinensern verwies Netanyahu auf die US-Vorbereitungen für einen neuen Vorschlag. «Wir sollten uns anschauen, was präsentiert wird und ob wir das voranbringen können.»

Später sagte Netanyahu in einem auf Twitter veröffentlichten Video aus dem Flugzeug, er habe die EU-Aussenminister aufgefordert, «damit aufzuhören, die Palästinenser zu verhätscheln». Er glaube, «dass die Palästinenser zurück auf den Boden der Tatsachen geholt werden müssen». Dies sei die einzige Möglichkeit, Frieden zu erzielen.

Kritik an US-Entscheid

Seit der von US-Präsident Donald Trump getroffenen Entscheidung kam es im Westjordanland, in Ost-Jerusalem und im Gazastreifen zu teils heftigen Unruhen. Am Montag wurden im Gazastreifen mindestens drei Palästinenser verletzt. Auch im Westjordanland gab es Verletzte. Bis anhin wurden vier Palästinenser getötet.

Ebenfalls am Montag protestierten in der libanesischen Hauptstadt Beirut zehntausende Libanesen und Hisbollah-Anhänger. «Wir werden Jerusalem niemals aufgeben», sagte der Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah in einer Rede, die auf Grossleinwänden übertragen wurde. Im Libanon leben mehr als 400'000 palästinensische Flüchtlinge.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gab den USA eine Mitschuld an dem Gewaltausbruch. Die Amerikaner seien durch ihren Entscheid zu Komplizen bei diesem Blutvergiessen geworden, sagte er in Ankara. Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas begann am Montag mit einem Besuch in Ägypten eine Abstimmungsrunde mit mehreren arabischen Staaten. Abbas sollte in Kairo auch den Vorsitz der dort ansässigen Arabischen Liga treffen.

Nächste Einladung an Abbas

Netanyahu hatte sich nach Angaben aus EU-Kreisen mit Unterstützung des litauischen Aussenministers Linas Linkevi?ius quasi selbst zu dem EU-Aussenministertreffen eingeladen.

Der letzte israelischer Premierminister war vor 22 Jahren zu Gesprächen nach Brüssel gekommen. Auch aus Protest gegen die israelische Siedlungspolitik hatte die EU die Zusammenarbeit mit dem Land nicht ausgebaut.

Um das Treffen mit Netanyahu nicht wie eine einseitige Unterstützung für Israel aussehen zu lassen, hat Mogherini bereits angekündigt, zum nächsten EU-Aussenministertreffen Palästinenserpräsident Abbas einzuladen. (fur/sda)

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch