Hallo liebe Leser,
eine schwangere Patientin wird von einem Besucher willkürlich niedergestochen. Ein sechsjähriges Mädchen kommt auf unnatürliche Weise einfach so um. Tatverdächtig? Ihr Vater. So fängt unser Jahr 2019 an.
364 ermordete Frauen waren es im letzten Jahr. Das heißt im
Schnitt eine Frau pro Tag. Eine erschreckend hohe Statistik und doch
hören wir nie etwas davon. Wie kann es sein, dass solche grausamen Taten
scheinbar tagtäglich passieren und nie groß ans Licht geführt werden?
Dieser Ist-Zustand ist unerträglich. Wie viele Frauen müssen
noch sterben, bevor ernsthaft etwas unternommen wird? Dagegen müssen wir
handeln und zwar jetzt!
Darum fordere ich von der Bundesjustizministerin Dr. Barley:
Bitte setzen Sie sich schnellstmöglich für einen umfassenden Schutz
gefährdeter Frauen ein, für eine rigide Gesetzgebung die spezifisch den
Frauenmord (Femizide) ahndet, sowie für eine länderübergreifende
Erfassung, Auswertung und Publikation solcher Daten.
Bereits zehn Tötungsdelikte (Stand 17.01.2019) waren es allein
schon im neuen Jahr. Frauen leben in Deutschland allein aufgrund Ihres
Geschlechts nicht sicher. Die öffentliche Debatte über Femizide hat
bereits in vielen Ländern, u. a. in Mexiko und Nicaragua zu
Strafrechtsreformen auf nationaler Ebene geführt.
Nur nicht in Deutschland.
Bitte helfen Sie mir mit Ihrer Stimme das zu ändern und gegen das fast tagtägliche Töten von Frauen vorzugehen?
Wir müssen uns endlich dafür einsetzen, diese oftmals selbstverständliche Gewalt gegen Frauen zu beenden!
Vielen Dank,
Prof. Dr. Kristina Wolff
Man muss auch Ross und Reiter der Tätergruppe benennen, welche überproportional Gewalt gegen Frauen ausübt. Das hat nichts mit rechter Hetze zu tun, sondern ist wichtig für die Aufklärung und Vorbeugung.
AntwortenLöschen