Mittwoch, 1. August 2018

Trump jederzeit zu Treffen mit iranischer Führung ohne Vorbedingungen bereit

Thema: US-Präsident

Trump zu Treffen mit iranischer Führung bereit

Eine Woche nach seinen Drohungen an die Adresse Teherans äussert sich der US-Präsident gesprächsbereit.

US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Worten dazu bereit, sich «jederzeit» und «ohne Vorbedingungen» mit dem iranischen Staatschef Hassan Ruhani zu treffen. «Ich würde mich mit Iran treffen, wenn sie ein Treffen wollen», sagte er am Montag in Washington.

Eine Woche zuvor hatte der US-Präsident noch heftige Drohungen an die Adresse Teherans gerichtet. Trump fügte während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem italienischen Regierungschef Giuseppe Conte hinzu, er wisse jedoch nicht, ob die iranische Führung zu einem Treffen derzeit bereit sei.

Reihe von Forderungen

US-Aussenminister Mike Pompeo nannte nach Trumps Auftritt dennoch eine Reihe von Forderungen, die die iranische Seite erfüllen müsse, damit Trump zu einem Treffen bereit sei. Die Regierung in Teheran müsse sich dazu bekennen, «fundamentale» Änderungen daran vorzunehmen, wie sie ihr eigenes Volk behandele, und ihr «bösartiges» Verhalten im Nahen Osten einstellen.

Ausserdem müsse sie zustimmen, ein Abkommen abschliessen zu wollen, das die Entwicklung von Atomwaffen «tatsächlich» verhindere, sagte Pompeo dem Sender CNBC. Dann sei Trump bereit, Gespräche mit ihnen zu führen.

«Mutter aller Schlachten»

Erst vor einer Woche hatte Trump den iranischen Präsidenten gewarnt, «niemals wieder die USA» zu bedrohen, sonst werde dies härteste Konsequenzen zur Folge haben. Seine Drohung über den Kurzbotschaftendienst Twitter setzte der US-Präsident komplett in Grossbuchstaben, um ihr besonderen Nachdruck zu verleihen. Zuvor hatte Ruhani den USA mit der «Mutter aller Schlachten» gedroht.

Trump war im Mai trotz weltweiter Kritik aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgetreten, das Teheran daran hindern soll, die Fähigkeiten zur Herstellung von Atomwaffen zu erlangen. Der US-Präsident verhängte zugleich neue Finanz- und Handelssanktionen, die auch europäische Firmen zu treffen drohen. (scl/sda)

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

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