Montag, 6. August 2018

Presseclub - 5.8.2018 - Debattenkultur im Zeitalter der kollektiven Erregung: Lasst uns trefflich streiten

So. 5. August 2018, 12.03 - 13.00 Uhr

Debattenkultur im Zeitalter der kollektiven Erregung:
Lasst uns trefflich streiten


Bild: Screenshot

Moderation
Volker Herres
ARD Programmdirektor

Vom Hashtag zum Aufschrei dauert es oft nur noch wenige Stunden. Die Themen aus dem Netz finden in rasender Geschwindigkeit den Weg in den öffentlichen Diskurs, werden von Medien, Politikern und Aktivisten publikumswirksam besprochen. Unionsstreit, ertrinkende Flüchtlinge im Mittelmeer und Alltagsrassismus, Hashtags beherrschten seit geraumer Zeit die Debattenthemen, von #Aufschrei bis #Metwo.

Doch die Hashtags sind keine neutralen Überschriften, sie liefern immer gleich eine Haltung mit. Entsprechend geht es in diesen Debatten nicht um Kompromissfindung, sondern um wechselseitige Diffamierung. Argumente der Gegenseite werden nicht gehört, sie werden abgetan als rassistisch, menschenverachtend, links- oder rechtsradikal. Es sind Scheindiskussionen ohne Erkenntnisgewinn dafür voller Empörung.

Müssen wir uns daran gewöhnen? Und war das immer schon so oder haben wir verlernt, uns trefflich zu streiten?

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Kommentare

Klaus Winkler
In den zahlreichen Talksendungen wird keine Debattenkultur geboten sondern betreutes Denken. Dafür sorgen die Talkmaster und die einseitig eingeladenen Gäste. Wird mal ein Alibikandidat von rechts eingeladen wird er gemobbt bzw. versucht ihn lächerlich zu machen. Die einzige Debattenkultur die stattfindet findet in den zugeordneten Foren statt, da hier inzwischen dankenswerter Weise auch Nichtmainstreammeinungen zugelassen werden. Interessant hier immer wieder wie Dünkel und Argumentation aufeinander treffen. Es ist aber ein Offenbarungseid wenn nur in einigen Foren die Breite der Meinungen aufeinander treffen kann und ansonsten eine einseitige Presse in Wahrheit eine heimatfeindliche internationale Wanderarbeiterpolitik der Konzerne unterstützt.

H. Wieprecht
Das man Nachrichten, die über die sozialen Netzwerke verbreitet werden, nicht eins zu eins glauben kann ist ja wohl klar. Das aber ausgerechnet, die „normalen“ Medien, die in meinen Augen in letzter Zeit sehr an Glaubwürdigkeit verloren haben über dieses Thema diskutieren finde ich schon dreist. Stellvertretend will ich mal die Zeitung mit den vier großen Buchstaben nennen, die gerade mit Überschriften die Wahrheit verdreht. Aber, man meint eben auch bei den ÖR man hätte die Hoheit über die absolute Wahrheit, wobei man nicht einmal mehr die Hälfte dessen, was da verbreitet wird mehr glauben kann.

Werner Sodan
Was bleibt denn von Demokratie und Debattenkultur noch übrig, wenn der Staat uns Bürger seit 12 Merkeljahren in seiner EU-verfassungswidrigen AGENDA 2010 sogar zu Arbeiten für´s Existenzminimum zwingen und da rein sanktionieren kann, die unserer eigenen Überzeugung und Meinung völlig widersprechen, z.B. in puncto Schutz von Umwelt, Natur, Erdressourcen, Gesundheit und Klima ? Um erst mal die Grundlage für echte Demokratie und ehrliche Debattenkultur zu schaffen, muß hierzu das Bedingungslose Grundeinkommen eingeführt werden, damit der Staat nicht mehr länger Bürgerwillen und -meinung brechen, sanktionieren und manipulieren kann.

Dagmar Grohe
Konzerne und deren Geldmacht-Konzentrationen schaden nicht nur uns allen mit ihrem uns allen auferlegten umwelt-, erdressourcen-, gesundheits-, natur- und klima-schädigenden Wachstumsdruck, sondern schaden auch der Demokratie und Debattenkultur. Um die Geldmacht der Konzerne über Wirtschaft, Gesellschaft, Medien, Politik und über uns Bürger zu brechen, muß das Bedingungslose Grundeinkommen eingeführt werden, so wie das längst auch all die Nachwuchspolitiker aller Parteien wie Diana Kinnert von der Jungen Union erkannt haben, aber leider immer noch von den ewig Gestrigen aus dem vorigen Despoten-Jahrhundert wie Merkel, Steinmeier & Co. gedisst und blockiert werden.

Maria
Von Debattenkultur kann dann keine Rede sein, wenn zu einer Debatte nur solche Leute eingeladen werden, die der Meinung des Einladers sind. Die Debatte beschränkt sich dann darauf, über Andersdenkende herzuziehen, und zwar nicht mit Argumenten sondern pauschal und die eigenen Geldgeber zu loben.Da dies leider sehr häufig passiert und den Regierenden genehm ist, ändert sich an den Problemen (z.B. Flucht, Krieg u. Terror, Pflege, Diesel, Bildung..)wenig, d.h. sie werden nur vor sich hergeschoben und vergrößert.Dazu überlässt man gern US-Denkfabriken, was man zu denken hat s. Afgh. Syr. Ukr...

Andreas J.
Das ist ja genau das Problem: es wird nicht "debatiert" auch wenn gewisse Leutchens das so nennen wollen? Es wird einfach hirnrissiger Stuss kolportiert und man wird als semi-normal denkender damit konfrontiert. Wie wollen unsere Besserwisser denn bitteschön "kriminelle Ausländer" abschieben, wenn kein anderer Staat sie aufnimmt? Welchen Zweck würde es erfüllen "kriminelle" eingebürgerte staatenlos zu machen? Als welche zauberhafte Art und Weise sollen auf einmal alle Grenzen geschlossen werden? Dazu wird obendrauf noch übelster Müll in jegliches Forum geschmiert? Und zwar dergestalt das man ernsthaft an der Zurechnugsfähigkeit des Autors zweifelt.
Felsenbaum
zu Andreas J. 11:01 Uhr Die Grenzen könnten auf gleiche "zauberhafte Art" geschlossen werden wie zum G 20 in Hamburg : "Demnach stellte die Bundespolizei in den vier Wochen vom 12. Juni bis zum 10. Juli insgesamt 6.125 Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht, 4.546 unerlaubte Einreisen und 812 Drogendelikte fest. Außerdem konnten die Beamten im diesem Zeitraum 782 Haftbefehle vollstreckt." Berlin Journal 4.August 2017 "Vorteile von Grenzkontrollen sollten geheim bleiben" -------- Ansonsten möchte ich Ihnen durchaus beipflichten : Es gibt tatsächlich Autoren die "übelsten Müll" ins Forum schmieren.....
Tanis
Während sich eine Frau Sander um die Wortwahl im philosophischen Sinne sorgt beschäftigt mich meine zukünftige Altersarmut trotz Berufslebens, während der volkswirtschaftliche Gewinn den ich erwirtschafte in der Euro-Rettung und im Weltsozialamt verschwindet. Allein die ersten 3 Anrufer von heute haben keinen blassen Schimmer davon, was einen Großteil der Gesellschaft heute bedrückt!

Ewald F.
Der Herr von der Zeit hat vollkommen recht. Der Trigger der Verschärfung der Debattenkultur war definitiv das Jahr 2015. Die Leute haben es leid, dass 1,5 Moi. Flüchtlinge in Deutschland leben, für die es bis heute noch kein nachvollziebares Konzept gilt, wie es weitergehen soll. Integration/Arbeitsmarkt sind bisher reine Rohrkrepieren. Und wenn die Dame von der TAZ meint, dass dieses Thema alle Anderen überlagert, es besteht durchaus ein Zusammenhang zwischen geringer Rente fehlenden Wohnraum und steigende Mieten. Die Emotionen würden sich legen, wenn es für die Bevölkerung eine nachvollziebare, verbindliche Vorgehensweise in der Flüchtlingskrise geben würde.

Katharina
Die Grenze des Sagbaren, wer setzt sie fest? Die Presse, indem sie bestimmte Wörter mit Acht und Bann belegt? Man bekämpft verbissen den Gebrauch "falscher Wörter", weil man bestimmte Aspekte der Realität nicht hochkommen lassen will. Denn was bedeutet der Begriff Framing, den die Journalistin der Süddeutschen fallen ließ? Zitat: "Einige Aspekte einer wahrgenommenen Realität auszuwählen, und sie in einem Text so hervorzuheben, dass eine bestimmte ...moralische Bewertung ...gefördert wird." (Robert Entman) Dies ist aber nicht Aufgabe der Presse, die berichten soll, was ist. Im Übrigen sollte man sich lieber der Lösung von Problemen auf der Sachebene widmen, als sich penibel um das "richtige" Wort zu streiten.

Peter Stribl
"…sie liefern immer gleich eine Haltung mit." – Von wem das der linke Pöbel und das rechte Pack wohl abgekupfert hat? Die Medien sind nun mal unter Berücksichtigung des "Wem kommts zugute?" zu betrachten. Raus kommt dabei der vorauseilende Gehorsam gegenüber Soros, Blankfein, Buffett & Co. Die Ö/R, von Gesetzes wegen zu unvoreingenommener und umfassender Berichterstattung verpflichtet, beugen sich – willig! – dem Quotendruck. Vor Jahren bereits hat Rauten-Mutti das Schlagwort von der "Bildungsrepublik" machtvoll rausposaunt. Den nachfolgenden weiteren Niedergang der Schulen hat kein Organ nachhaltig in den Brennpunkt gerückt. Beklagt wird aktuell das Manko an Sozialwohnungen. Weshalb Länder Wohnungen an Konzerne verschleudern – keine Recherche der MSM. Fazit: Medien sind Spiegelbild der Auffassung, daß jeder kriegt, was er verdient. Stand sinngemäß auch über einem KZ-Eingang. Auch noch Vertrauen einzufordern, gleicht der Taktik der Schlange Kaa aus dem Dschungelbuch.

Klaus Winkler
Die Debattenkultur in den öffentlichen Medien besteht darin den grünen Mainstream mit Personen zu führen die nur Nuancen weit auseinander sind. Dies wird wie in der Arena mit großem Tam Tam aufgeführt. Tatsächliche Alternativmeinungen werden tabuisiert und als moralisch schlecht diffamiert. Das heißt der Presse sind ihre Wolkenkuckucksheimer wichtiger als das was sie an verheerenden Folgen bewirken können.

André schreibt
Es verwundert schon das allen Politikern die Humanitäre Situation überall auf der Welt etwas angeht,die humanitäre Situation innerhalb Deutschlands auf dem Wohnungsmarkt,bei Hartz4-Empfängern und bei unseren wachsenden Zahl von Obdachlosen sind diese "Gutmenschen" sehr still,weil ihre Politik diese Schicksale in das Verderben führte.Es sind nicht immer nur die eigenen Fehler manchmal sind es Gesetze die Menschen einfach in die Katastrophe führen.Aber dazu hört man allenthalben nur D geht es gut und wer etwas anderes sagt der LÜGT.Vielleicht sollten gerade unsere Journalisten mal den Elfenbeinturm verlassen und sich richtig mit ihren Vorgesetzten anlegen aber dazu fehlt der Mut wenn man eine Familie oder auch Schulden hat.Leben will man ja schließlich auch, verständlich dann darf man aber nicht immer auf die schwachen draufhauen.Bei Flüchtlingen darf man es nicht bei Hartz4 oder bei Leiharbeitern darf man schon oder warum kommt kein #aufschrei für diese Personen??

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