Montag, 30. Juli 2018

Presseclub - 29.07.2018 - Ein Rückzug wühlt Deutschland auf: Die Causa Özil wird zur Rassismus-Debatte

So. 29. Juli 2018, 12.03 - 13.00 Uhr

Ein Rückzug wühlt Deutschland auf:
Die Causa Özil wird zur Rassismus-Debatte


Bild: Screenshot

Moderation
Volker Herres
Fernsehdirektor

Es ist schwer, im Fall des zurückgetretenen deutschen Nationalspielers mit türkischen Wurzeln, Mesut Özil, eine Formulierung zu finden, auf die sich alle einigen können. Vielleicht jene: Er hat eine Debatte ausgelöst, die ein Schlaglicht wirft auf den Stand der Integration in Deutschland.

Özils Vorwurf: In den Augen Einiger sei man als Bürger mit Migrationshintergrund nur dann Deutscher, wenn man erfolgreich ist. Anderenfalls werde man als Ausländer gesehen. Im Netz wurde aus der Causa Özil unter dem Hashtag #Metwo eine Rassismus-Debatte. Tausende Deutsche mit Migrationshintergrund berichten in den Sozialen Medien von alltäglichen Diskriminierungen und solidarisieren sich so mit dem Fußballer.

Aber wo liegt die Grenze zwischen berechtigter Kritik und Fremdenfeindlichkeit? Viele sind empört über Özils Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan mitten in dessen Wahlkampf. Bedeutet deutsch sein nicht auch, sich zu bestimmten Werten zu bekennen? 69 Prozent der Deutschen finden laut ARD-DeutschlandTrend, dass für Integration alle verantwortlich sind: Politik, Zuwanderer und Einheimische. Eine gemeinsame Lösung muss also her – nur wie?

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Kommentare

Dirk
Auch Özil ist kein Deutscher, sondern Türke mit deutscher Staatsangehörigkeit! Aber welchem Staat gehört eigentlich jemand an, d. Erdogan als seinen Präsidenten bezeichnet? Auch „unsere“ Nationalmannschaft repräsentiert immer weniger unser eigentliches Volk, sondern soll auch mittels „bei uns“ aufgewachsener (eingebürgerter) Ausländer „moderne“ Multi-Kulti-Gesellschaften repräsentieren. Özils Verhalten steht stellvertretend f. d. meisten Türken u. andere nicht zu Europa gehörende, v.a. islamische „schutzbedürftige“ Völker, die zur Umsetzung des Kalergi-Plans u. der neuen Weltordnung nach Deutschland, ganz Europa usw. gebracht werden! „Unsere“ Nationalmannschaft ist doch kaum mehr„deutsch“, wenn Türken, Afrikaner usw. darin mitkicken dürfen, nur weil sie wg. ihres Geburtsortes o.ä. eine deutsche Staatsangehörigkeit haben! Aussage unserer Beschwichtigungskanzlerin von 2001: „…aber wir müssen akzeptieren, dass die Zahl der Straftaten bei jugendlichen Migranten besonders hoch ist…“

Winni Markstein
Die Rettung soll von einem „Einwanderungs-Gesetz“ kommen , dass dann in den Aufbruchstaaten verbreitet und die Auswanderungswünsche realistisch beeinflussen soll . Die Anwerber verlieren ihre Job`s , die Menschenhändler und Schlepper geben ihre Kähne und die Seenotretter Organisatoren ihre Kreuzer an die Leasinggesellschaften zurück und melden ihre Besatzungen „arbeitssuchend “ !! Ähnliches passiert auf Seiten der Betreuungsorganisationen und setzt einen Rattenschwanz von arbeitssuchenden frei . Soweit die Theorie ! Schaffen wir das ?

Gisela Becker
Der Deutsche Journalismus wirkt mit seiner Positionierung gegen die Deutsche Mehrheitsgesellschaft mittlerweile wie ein abstrakter Spaltkeil. Wer nur noch Links kann, der weiß irgendwann nicht mehr wo die Mitte ist und glaubt fälschlicher Weise man wäre es selber.

Robert
Özil hat nichts dazugelernt. Er sagte, er würde das mit dem Foto immer wieder tun. Er hat offensichtlich immer noch nicht begriffen, worum es dabei ebenso geht, nämlich auch um Respekt für Millionen von Fußballfans und das Einstehen für Freiheit und Demokratie. Wer sich dafür entscheidet in der deutschen National-Mannschaft zu spielen und eben nicht für das Land seiner Vorfahren, der muss sich auch entsprechend verhalten. Und das kann nur bedeuten: Kein Foto mit Erdogan. Und wenn doch, dann eben nicht mehr auflaufen für Deutschland-so wie Özil.

Hans Schneider
Was wäre eigentlich gewesen, wenn Özil und Gündogan nein zu einem Foto mit Erdogan gesagt hätten? Hätte der sie dann für Gülenanhänger gehalten und einsperren lassen? Man weiss ja wirklich nicht, wie freiwillig das ganze war.

H. Czekanowski
Der mediale Özil-Hype ist typisch für eine besorgniserregende Entwicklung im Journalismus. Weg vom faktengestützten Informations- Journalismus; hin zum aufsehenerregenden Spektakel-Journalismus. Das Streben nach möglichst hohen Einschaltquoten, Internet-Klicks und/oder Auflage-Steigerungen bestimmen die Themen. - Zwei deutsche Nationalspieler mit türkischem Herkunftshintergrund haben sich in einem Anfall unfassbarer Naivität zusammen mit dem Präsidenten der Türkei, Erdogan, ablichten lassen, als dieser sich im Wahlkampf befand. - Dümmer geht’s nimmer! - Das hindert die Medienwelt aber nicht, daraus ein Ereignis von höchster Wichtigkeit zu machen und damit die teilweise unterirdische Diskussion in den Internet-Foren erst richtig anzufachen. Nachdem die Diskussion erfreulicherweise deutlich abgeebt ist, musste “der Presseclub” das Ganze heute unbedingt wieder aufnehmen, um seinen Beitrag zum Erhalt eines medial verwertbaren Themas zu leisten. - Bravo!

N. Klein
Ist man ein Rassist, wenn man Leute wie den Leibwächter von O.B.L. hier nicht haben will? Apropos, ich verstehe nicht, warum die USA keinen Auslieferungsantrag gestellt haben. Der könnte sicherlich einiges zu 9/11 sagen. Aber anscheinend will man die Version gar nicht erfahren.

    HaJo Richter
    Da macht sich unser Rechtsstaat wirklich lächerlich und unglaubwürdig. Allein für das World Trade Center sollte er wenigstens wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und mindestens wegen Beihilfe am zweitausendsiebenhundertfachen Mordes angeklagt sein.

Wolfgang M
Auch in diesem Presseclub wurde das Wort "Asyltourismus" verurteilt. Das Wort beschreibt das Vorgehen aber sehr gut. Da fliehen Menschen - aus welchem Grund auch immer - nach Europa und kommen in der Regel in Griechenland, Italien oder Spanien an. Dann beginnen sie, in Europa umherzureisen, um sich das Land auszusuchen, in dem sie am meisten finanziell unterstützt werden. Dieses Umherreisen in Europa, nachdem man sich in Sicherheit befindet, ist mit Asyltourismus bestens beschrieben. Das muss auch unterbunden werden. Zwischen Deutschland und Frankreich gibt es diesbezüglich jetzt einen Vertrag.

sebastian
Nach der Grenzöffnung 2015 durch Merkel, ergriff Erdogan die Gelegenheit seine Flüchtlingslager zu leeren. Sämtliche Ausreisewilligen wurden an die türkische Küste gebracht um von dort von Schleusern auf die grichischen Inseln geschippert und von dort aus nach Deutschland gebracht zu werden. Erst die Zusage einer Zahlung von sechs Milliarden Euro erwirkte einen teilweisen Stopp dieser Machenschaften. Das Verhältnis Deutschland-Türkei ist seitdem "etwas" gestört und auch darum hat das Erdogan-Özil Foto so eine Brisanz.

L. Lemke
Wir haben ja keine Nationalelf mehr, sondern nur noch "die Mannschaft", man will hier demonstrieren, dass Nationales passe ist. Was aber, wenn die Migranten sich mit einer Nation identifizieren möchten, stolz auf etwas sein wollen. Man fand es ja auch toll, wenn die Isländer stolz und hingebungsvoll ihre Hymne sangen und bis zum letzten Mann kämpften, das gibt es halt nicht in einer Mannschaft von Millionären, die sich woanders zugehörig fühlen und dazuhin in einer Mannschaft spielen, die mit Nationalem ein Problem hat. Auch Journalisten nehmen Partei, ob sie wollen oder nicht und fühlen sich irgendwo richtig zugehörig, aber das alles darf in Deutschland nicht sein und wenn ein Özil den Antinationalisten in den Rücken fällt und sich mit einem Nationalisten erster Güte ablichten lässt zur Wahlkampfwerbung, dann ist das natürlich ein Schlag ins Gesicht aller Antinationalisten und Globalisten. So ist es halt in Multikultiland.

Sandra Schubert
Ich frage mich wirklich ob wir in einer Demokratie leben. Alle eminent wichtigen Entscheidungen werden spontan ohne Wahlmöglichkeit getroffen. Entweder durch trickreiche Koalitionen, Meinungsmache von Verbänden und Presse. Ich werde einfach ausgegrenzt im "eigenen Land".


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