Mittwoch, 18. Juli 2018

campact - Konzerne wollen unser Wasser





Konzerne wollen unser Wasser

Hallo liebe Leser,

es gibt schlechte Nachrichten. Die EU und Japan haben heute in Tokio das Handelsabkommen JEFTA unterzeichnet.[1] Das heißt: Konzerne können in Zukunft nach unserem Wasser greifen. Doch das EU-Parlament muss dem Abkommen noch zustimmen, bevor es in Kraft tritt. Und genau das ist unsere Chance, JEFTA noch zu verhindern.

Sie haben kürzlich unseren Appell gegen JEFTA unterzeichnet – gemeinsam mit 590.000 Mitstreiter/innen. So schnell ist noch nie ein Appell so groß geworden. Vielen Dank dafür! Hierdurch haben viele Medien das erste Mal über die Folgen von JEFTA für unser Trinkwasser berichtet.[2]
Nun bitten wir Sie herzlich: Bleiben wir gemeinsam dran! Wir haben in den nächsten Monaten viel vor, um die EU-Abgeordneten zu überzeugen, JEFTA abzulehnen und unser Wasser zu schützen. Wir schaffen das aber nur, wenn Sie uns dafür ab heute mit einem regelmäßigen Beitrag unterstützen. Schon mit 5 Euro monatlich bringen Sie Campact weit nach vorn.
Es ist passiert: Die EU und Japan haben JEFTA unterschrieben. Mit dem Handelsabkommen drohen Gentechnik und Hormonfleisch – alles völlig intransparent verhandelt. Und es bedroht unser Wasser: JEFTA betrachtet Wasser als Ware und bringt es auf den freien Markt. Selbst bei CETA, dem Abkommen mit Kanada, war Wasser explizit ausgenommen.[3] JEFTA macht den Weg frei für die Privatisierung durch Großkonzerne. Die Folge: schlechtere Qualität, viel höhere Preise.
Wir wollen, nein, wir müssen das verhindern. Und wir haben eine Chance: Im Dezember muss erst noch das EU-Parlament über JEFTA entscheiden.[4] Die EU-Parlamentarier/innen wissen: Im nächsten Jahr ist Europawahl. Medien und Millionen Wähler/innen schauen jetzt ganz genau hin. Gelingt es uns also, eine breite Protestbewegung gegen JEFTA zu starten, können wir den Ausverkauf des Wassers stoppen.
Jetzt müssen wir also nachlegen:
  • Auf der Straße: Vor möglichst vielen Büros der EU-Parlamentarier/innen wollen wir mit Campact-Unterstützer/innen auftauchen. Mit medienwirksamen Aktionen machen wir deutlich, dass wir unser Wasser geschützt sehen wollen. Und wir diskutieren mit den Abgeordneten über JEFTA.
  • Im Netz: Per Telefon, Facebook oder Twitter – immer wieder konfrontieren tausende Campact-Unterstützer/innen ihre/n Abgeordnete/n vor Ort mit den Folgen des Handelsabkommens für unser Trinkwasser.
  • Mit Fakten: JEFTA wurde lange geheim verhandelt, Details sind erst seit kurzem bekannt.[5] Wir wollen eine Studie in Auftrag geben. Darin untersuchen unabhängige Expert/innen, wie sich JEFTA auch jenseits der Wasserversorgung auf andere Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge auswirkt.
Sie sehen: Wir haben einiges vor. Doch ohne ausreichende finanzielle Mittel kommen wir nicht weit. Campact lebt von Unterstützer/innen, die uns mit einem regelmäßigen Betrag fördern. Nur durch sie können wir lange und hartnäckig an Themen dranbleiben. Wir bitten Sie daher heute herzlich: Fördern Sie Campact ab sofort mit einem regelmäßigen Betrag. Schon mit 5 Euro monatlich bringen Sie unseren Protest weit nach vorn.
Herzliche Grüße
Victoria Gulde, Campaignerin
PS: Wir wollen keine Abkommen wie TTIP oder CETA, die die Rechte der nationalen Parlamente untergraben. Keine Klauseln, die unserem Wasser, der Umwelt oder Arbeitnehmer/innen schaden. Wir brauchen fairen Handel mit hohen Standards. Darum darf JEFTA in seiner derzeitigen Form nicht in Kraft treten. Bitte machen Sie mit – fördern Sie Campact!
PPS: Wenn Sie uns Ihre Förderzusage bis zum 20. Juli geben, senden wir Ihnen als Dankeschön unsere bunten Campact-Aufkleber.
Falls Sie das bevorzugen, können Sie Ihre steuerlich abzugsfähige Förderung auch direkt auf unser Aktionskonto überweisen:
Campact e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE68 2512 0510 6980 0000 01
BIC BFSWDE33HAN
[1] „EU und Japan besiegeln ihr bislang größtes Handelsabkommen“, Spiegel Online, 17. Juli 2018
[2] „Wasser auf die Mühlen der Skeptiker“, Die Tageszeitung, 5. Juli 2018
[3] „Wasserversorgung unter Privatisierungsdruck?“, Deutschlandfunk, 9. Juli 2018
[4] „Hitzige Parlamentsdebatte über CETA und JEFTA“, Euractiv, 14. Juni 2018
[5] „Leaked trade papers expose EU failure to uphold transparency and environment standards“, Greenpeace, 23. Juli 2017
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