Freitag, 25. Mai 2018

Stellungnahme von Julia Skripal

Thema: Europa

Causa Skripal: Stellungnahme von Julia S. wirft zahlreiche Frage nach Authentizität auf

Am 23. Mai hat sich Julia Skripal erstmals in einem Video-Statement an die Öffentlichkeit gewandt. Analysten haben nun eruiert, dass der von ihr vorgetragene Text nicht von einem russischen Muttersprachler stammen kann. Das ist nicht die einzige offene Frage.

Die russische Botschaft in London hat die britische Regierung aufgefordert, ihr endlich direkten Zugang zu Julia Skripal nach deren Entlassung aus dem Krankenhaus zu ermöglichen.

Details aus dem ersten öffentlichen Video-Statement von Julia hätten Argwohn dahingehend gestärkt, dass sie gegen ihren Willen festgehalten und zu entsprechenden Erklärungen gezwungen werden könnte.
Wir sind froh, Julia Skripal lebendig und in recht guter Verfassung gesehen zu haben. Das gezeigte Video verstärkt jedoch nur unsere Besorgnis hinsichtlich der Bedingungen, unter denen sie festgehalten wird", äußert die Botschaft der Russischen Föderation in einer Erklärung.

Glad to have seen Yulia Skripal alive and well. But the video shown only strengthens our concerns that she could be held against her own will and speaking under pressure.
https://t.co/YWt7Co2vjSpic.twitter.com/qv2GLcro4O

— Russian Embassy, UK (@RussianEmbassy) 23. Mai 2018
"Übersetzung aus englischsprachigem Original"
Weiter führt die russische Botschaft aus:
Es ist ziemlich offensichtlich, dass Julia einen zuvor geschriebenen Text abgelesen hat. Mehr noch: Nach einer Reihe von Sätzen zu urteilen handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Das Original wurde von einem englischen Muttersprachler verfasst. Die handschriftlichen Briefe von Julia auf Russisch und Englisch bestätigen diesen Eindruck.
Die russische Botschaft ist unterdessen nicht allein mit ihrem Verdacht, dass Julia Skripal ihre Aussagen unter Zwang getätigt haben könnte. So schreibt der Sicherheitsanalyst, ehemalige Scotland-Yard-Ermittler und Anti-Terrorexperte Charles Shoebridge auf Twitter:
Die Aussage von Julia #Skripal kann durchaus echt sein. Aber wenn solche ähnlichen, einstudierten Worte von einem britischen Staatsbürger in 'Schutzhaft' von #Russland gesagt worden wären, würden US-Regierung & Medien sehr schnell behaupten, diese seien unter Zwang getätigt worden...

The statement of Yulia #Skripal may be entirely genuine. But if such similarly rehearsed words had been said in a similar way by a UK citizen in the ‘protective custody’ of #Russia, US UK govts & media would very quickly claim they’d been said under duresspic.twitter.com/ekmCNwbCMn

— Charles Shoebridge (@ShoebridgeC) 23. Mai 2018
Twitter-Nutzer: "Attraktiver als vor dem Unfall"
Zudem macht Shoebridge darauf aufmerksam, dass eine zuvor auf den Aufnahmen zu sehende großflächige Narbe am Hals von Julia Skripal in aktuellen Aufnahmen von Reuters wegretuschiert wurde.

Mehrere Twitter-Nutzer zeigen sich zudem darüber erstaunt, dass Julia Skripal auf den Fotos nach dem angeblichen Nervengift-Angriff "attraktiver aussieht" als auf Aufnahmen vor dem Salisbury-Vorfall.
I have a serious question to my female followers: Both pictures are said to be Yulia #Skripal.

Is there anything that explains why I am asking this Question? You know, I am a man and might be unaware of some styling and make up secrets. pic.twitter.com/q4mcEGzPf6

— Marcel Sardo (@marcelsardo) 23. Mai 2018
Andere Beobachter verwiesen auf die offensichtliche Diskrepanz zwischen den Behauptungen des Vereinigten Königreichs, Russland habe versucht, die Skripals zu ermorden, und Julias im Video geäußerten Wunsch, nach Russland zurückzukehren.
So Yulia Skripal wants to return to Russia, she does not sound like she is scared to return to the country that supposedly tried to kill her.

— Dave Farrar #UTA (@broncoskolar) 23. Mai 2018


Yulia Skripal said she wants to go home to Russia, now that she has fully recovered from the deadliest nerve agent known to man.
Theresa May insisted the Russian state tried to assassinate her & Sergei.

Something doesn’t add up! pic.twitter.com/MjkW4cifU7
— ГЯЏԐ LДЪФЦЯ©️ (@tedtully) 23. Mai 2018

Mein Leben hat sich auf den Kopf gestellt und ich versuche jetzt, mit den unglaublichen Veränderungen in meinem Leben - sowohl den körperlichen als auch den emotionalen - klarzukommen. Ich versuche, im Hier und Jetzt zu leben, und möchte meinen Vater bis zu seiner vollständigen Genesung unterstützen. Auf lange Sicht hoffe ich, dass ich in mein Land zurückkehren kann", so Julia Skripal in dem von Reuters veröffentlichtem Video.
Julia Skripal spricht zu Reuters auf einem unbekannten Grundstück in London, 23. Mai 2018


RT Deutsch
Am 24.05.2018 veröffentlicht
Julia Skripal, Tochter des ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal, meldete sich erstmals nach dem mutmaßlichen Giftanschlag in Salisbury zu Wort. In der Videobotschaft erzählt sie, wie sie mit den unglaublichen Veränderungen, die ihr Leben auf den Kopf gestellt haben, zurechtkommt. Zudem bittet sie darum, ihre Privatsphäre und die ihres Vaters zu respektieren.

Kategorie Nachrichten & Politik
Lizenz Standard-YouTube-Lizenz

Kommentare

Marcus F.
So so, sie möchte nach Russland zurück. Dass Land das offensichtlich für den Anschlag verantwortlich ist. Es bestätigt die GB Verlogenheit.

maddin zockt
tja, der anschlag (reusper)..sie muss wohl erst runter von der insel england um frei sagen zu können das es die briten waren ?...oder greift vorher MKultra bei ihr ?...^^

Hans Termin
Meint sie mit "mein Land" Russland? Wenn sie das so meint, dann würde das ja die ganze Theorie und Verdächtigungen der westlichen Politik, Medien und Machenschaften zum Skripal-Fall auf den Kopf stellen.

ergomiro
Interessant ist das völlige Fehlen von Beschuldigungen in ihrer Erklärung. Sicher hätten die britischen Vertreter es gern gesehen, wenn Sie der britischen Lüge gefolgt wäre. Auf sie und ihren Vater wurde ein Mordanschlag verübt, doch sie will zurück ins Land der angeblichen Täter, ... hochinteressant und selbsterklärend.

Jack Glk
Ich dachte man hat keine Chance nach der Vergiftung. Alles sehr suspekt

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Der Kommentar erscheint erst nach Freigabe