Mittwoch, 25. April 2018

Anne Will - 22.04.2018 - Skandal um Echo-Verleihung, Attacke auf Kippa-Träger - verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?


Sendung am 22. April 2018 | 21:45 Uhr
Skandal um Echo-Verleihung, Attacke auf Kippa-Träger
verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Fotos: Screenshots
    die Gäste im Studio

  • Katja Kipping (Die Linke)
    Parteivorsitzende
  • Ulf Poschardt
    "Welt"-Chefredakteur
  • Volker Kauder (CDU)
    Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
  • Shimon Stein
    Ehemaliger israelischer Botschafter in Deutschland
  • Ahmad Mansour
    Psychologe und Autor

In Berlin werden zwei junge Männer auf offener Straße attackiert, weil sie eine Kippa tragen. Die Rapper Farid Bang und Kollegah werden trotz Antisemitismus-Vorwürfen mit dem Musikpreis ECHO prämiert. Ist Judenfeindlichkeit in Deutschland alltäglich geworden? Wie tief verwurzelt ist Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft und verschärft sich dieses Problem durch Zuwanderung? Wie müssen Politik und Gesellschaft darauf reagieren?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)

Pressestimmen

EpochTimes.de
Islam-Experte beklagt:
„In Integrationskursen wird über Mülltrennung geredet“

Erst der "Echo-Skandal" dann die Attacke eines Arabers auf einen Israeli - nun wird bei Anne Will die Frage diskutiert, ob Deutschland den Kampf gegen den Antisemitismus verliere? Fünf Gäste meldeten sich zu Wort.
Focus.onlime
Kipping nimmt Gesetzes-Vorschlag zu wörtlich –
Kauder macht sie mit Satz mundtot

Bei „Anne Will“ ging es um Antisemitismus in Deutschland. Zwar waren sich alle Gäste darüber einig, dass Antisemitismus bekämpft werden muss. Über das „Wie“ gab es allerdings Streit zwischen Unionsfraktionschef Volker Kauder und Linken-Chefin Katja Kipping.
Welt.de
Islam-Experte Mansour rechnet mit deutscher Integrationspolitik ab
Anne Will diskutiert, ob Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus zu verlieren droht. Ahmad Mansour stellt klare Forderungen an die Moscheen und die Muslime hierzulande. An der aktuellen Politik lässt er kein gutes Haar.
Kommentare

Peter Fischer schrieb am 20. 04. 2018 um 19.20 Uhr:    - - - ZENSUR - - -
„Zwei Aspekte des Themas werden von den "Qualitätsjournalisten" der Will Redaktion wieder einmal komplett ausgeklammert.
Erstens:
Wer waren denn die Täter? Waren das wirklich Deutsche im Sinne des Wortes oder waren das Immigranten, Flüchtlinge oder Jene, die neuerdings auch "Umsiedlungsflüchtlinge" genannt werden? Es ist einfach nicht mehr nachvollziehbar, wenn von der Politik massenweise Straftäter hier eingeschleust werden und anschließend Deutschlands Bürger für deren verübte Straftaten verantwortlich gemacht werden!
Zweitens:
Es muss auch hier in Deutschland erlaubt sein, Israel zu kritisieren. Zu kritisieren für völkerrechtswidrige Angriffe auf Syrien und zu kritisieren für völkerrechtswidrigen Landraub. Aber auch hierbei hält sich die Politik vornehm zurück und liefert noch Waffen an Israel.
Nein, mit Antisemitismus hat das gar nichts zu tun, sondern mit gesundem Rechtsempfinden. Und genau dieses gesunde Rechtsempfinden vermisse ich in der Politik und den Medien immer mehr!“

Peter Fischer schrieb am 21. 04. 2018 um 10.59 Uhr    - - - ZENSUR - - -
„Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen dem hier von der Redaktion angeprangerten angeblichen Antisemitismus und dem von der Regierung und den Medien gewünschten und stets offen zur Schau gestellten Antirussismus?“
Daran kann man eindeutig ersehen, dass die Aufforderung der Will Redaktion zur Diskussion reine Makulatur ist. An einer wirklichen Diskussion ist man gar nicht interessiert!

heiko schrieb am 22.04.2018 17:51 Uhr:
Anne will keine ehrliche Debatte sonst würden nicht viele Beitrage wie meiner, einfach nicht veröffentlicht ?Wer den kausalen Zusammenhang zwischen Judenhass der Palästinenser,Araber und der Politik Israels Besetzung, Vertreibung, nterdrückung, Kriege, Landraub, Siedlungspolitik, Rassismus) nicht versteht will auch keine ehrliche Diskussion und versteht die Ursachen, insbesondere bei den Muslimen nicht? Das kann man nicht leugnen? Ich kann die Wut jedenfalls verstehen auch wenn ich die Handlung des syrischen Flüchtlings (Palästinenser) natürlich missbillige! Auch Araber sind Semiten! Nicht jede Israelkritik ist Antisemitisch!! Der Israeli mit der Kippa war ein arabischer Israeli und kein Jude! Es gibt auch Juden die Rassisten und Muslimhasser sind. Hetze gegen Flüchtlinge und Muslime lasst Ihr komischer weise durch? Von Meinungsfreiheit haltet Ihr wohl nicht viel? Unbequeme Meinungen werden einfach unterdrückt! Ich hoffe das wird nicht der Sinn Eurer Sendung? So kann es keine ehrliche Aufarbeitung geben! Ich glaube das ist auch nicht gewollt?

Fritz Bauer schrieb am 23.04.2018 18:56 Uhr:   - - - ZENSUR - - -
Antisemiten sind die, die ständig gegen Juden hetzen. Wie nennt man eigentlich die, die ständig gegen Ossis hetzen? Antiossisten? Sie genießen in diesem Blog Artenschutz. Deshalb glaube ich auch, dass bei meinem Beitrag die Zensur wieder zuschlägt. Allerdings sollte man schon überlegen, ob obiger Beitrag nicht dem entgegensteht, wofür gerade die Medien einen Beitrag leisten sollen: für ein EINHEITLICHES Deutschland, 28 Jahre nach der Einheit. Solche Beiträge spalten. Auch ein zaghaftes "Bitte beim Thema bleiben" hilft da nicht. Warum lässt sich diese Protagonistin immer an den Sachsen aus, auch Thüringen ist dran mit einem linken Ministerpräsidenten und Höcke von der AfD, der allerdings Gymnasiallehrer in Hessen war. Aber nie MV, wo Im Osten Mecklenburgs und in Vorpommern wohl die dichteste Kameradschaftsszene in Deutschland existiert. In der Deutschen Stimme, dem Publikationsorgan der NPD, erläuterte der Neonazi Enrico Hamisch die Strategie der extremen Rechten in Vorpommern: „National befreite Zonen [..] und Gebiete müssen daher in ihrer bereits bestehenden Infrastruktur fortwährend ausgebaut, gestärkt und gefestigt werden“

Martin Kühn schrieb am 23.04.2018 02:09 Uhr:
Die Ausbeute diese Sendung war m.M.n. sehr enttäuschend. In der Tat hätte man einen Illan Pape oder einen anderen Historiker hinzuziehen können, der vielleicht in der Lage gewesen wäre auch die Ursachen besser aufzuzeigen. Das grosse Problem der Antisemitismusdebatte ist dass nach Ursachen nicht gefragt wird. In der Runde spielte der Palästina-Konflikt keine Rolle und unsere Politiker sind zu feige wichtige Fragen zu stellen und zu beantworten. Ursachen muss man bekämpfen. Für meine Begriffe heisst das, nicht nur einen Staat Israel zu unterstützen, sondern auch das gleiche Recht den Palästinensern zu gewähren. Aber für Letzteres traut sich niemand einzutreten. Ich bin überzeugt, Frieden würde das Verhätnis zwischen Juden und Arabern entgiften. Wer dagegen nichts tut ist verantwortlich für Übergriffe auf Juden und jüdische Institutionen.
Es wurde u.a. von den Aufgaben der Lehrer und der Schule gesprochen. Lehrern fehle es an Unterstützung. Ein ganz schöner Schmarren! Soll man also Lehrern verordnen wie sie den Nah-Ostkonflikt interpretieren sollen. Wie sie sich zur Gründung Israels und der Vertreibung von einem Grossteil der palästinensischen Bevölkerung und der Zerstörung ihrer Dörfer und Kultur zu äussern haben. Wie sie Besatzung und israelische Siedlungspolitik erklären sollen. Wie sie über die 11 Jahre dauernde Blockade Gazas mit seinen fast zwei Millionen Menschen informieren sollen. Wie sollen sie dann auf Fragen reagieren? Nein, Frieden schaffen wäre die beste Lösung.

Gerd Krause schrieb am 23.04.2018 11:59 Uhr: Die Diskussion brachte nichts. Es wurde Wesentliches ignoriert. Zu Zeiten von Rabin und Arafat war man viel weiter im Friedensprozess und es gab weniger Antisemitismus. Rabin wollte Frieden mit den Palästinensern, Netanjahu will Groß-Israel.
Springer-Chef Döpfner beklagt in der WELT, dass der Kampf gegen Antisemitismus nur auf dem Papier steht. Er schreibt aber auch - im Gegensatz zu seinem Journalisten Poschardt: "Die Regierung Israels mag man aus guten Gründen kritisieren, manche Manöver der israelischen Truppen mögen aus dem Ruder laufen, die Siedlungspolitik Israels mag man für ungeschickt und übergriffig halten, am Ende ist das Land tief im westlichen Wertekanon verwurzelt."
Dieses "mag " soll suggerieren:“Ist unwichtig“. Ist es aber nicht! Gehört Siedlungsbau auf besetztem Gebiet, also Annexion zu westlichen Werten? Ebenso tote Palästinenser und Syrer durch eine "aus dem Ruder laufende" Armee? Israel trägt selbst einen Teil der Schuld am Antisemitismus durch seine Politik und seine arrogante Ignoranz vieler UN-Resolutionen. Das sind Fakten, keine Verschwörungstheorien, liebe AW-Runde. Auch viele Juden sehen das so (letztes prominentes Beispiel Natalie Portman). Ich achte friedliche Juden wie andere friedliche Menschen. Sie sind keine Gefahr für meine Familie im Gegensatz zu Islamisten, die wiederum durch kriegerische Aktionen von NATO-Staaten gegen Assad Hilfe erhalten. Verkehrte Welt!

Klaus Winkler schrieb am 23.04.2018 12:32 Uhr:
Es ist klar, daß Israel durch die Verfolgung und Massenmord besonderen Schutz beanspruchen darf. Nicht so klar ist wer und warum andere Staaten mehr zurückstecken müssen als es ihnen im Umgang mit anderen Staaten zuzumuten wäre. Und weiter unklar ist wie lange dieser Sonderstatus Israel noch zugestanden werden soll.
Daneben spielen aber vermutlich politsch-geostrategische Absichten eine große Rolle hinter denen die USA stehen und deren verlängerter Arm Israel immer wieder ist.

Robert Kroiß schrieb am 24.04.2018 15:05 Uhr:
Wer sich ständig so ereifert, für etwas und rigoros gegen die Anti...x...muse zu argumentieren, sollte sich einfach mal selbst hinterfragen, wie es mit seinem/ihrem eigenem Anti...x...mus steht?! Anti-Russismus ist demselben Rassismus geschuldet wie der Antisemitismus. Nur hat man sich dann eben ein anders Volk und dessen Führung ausgesucht, welches man als „minderwertiger, schuldig“ betrachtet. Diese scheinheilige Verlogenheit, dass man gegen falsche Feindbilder (in diesem Falle die Juden) und damit verbundenen Verschwörungstheorien unbedingt vorgehen muss, konterkarieren genau dieselben Eiferer, wenn sie „den Russen“ und deren Führung mit ihren eigenen, unbewiesenen Verschwörungstheorien etwas unterstellen und diese zu Tätern machen. Wer sich auf die Seite Israels und seiner Kriegstreibenden Führung stellt und deren menschen- und völkerrechtswidriges Verhalten als - wie von Israel und seiner Führung deklarierten - „Notwehr“ toleriert und dafür vollstes Verständnis zeigt, kann dann doch Syrien und Russland nicht die, von deren Führungen ebenfalls deklarierte Notwehr verweigern. Opfer sind allerdings in all diesen Fällen immer die Menschen, die unter den Erklärungen und Handlungen der jeweils Herrschenden leiden, egal welcher Nationalität und Herkunft. Auf der Strecke bleibt dabei immer und in allen Fällen das Völker- und Menschenrecht! Der Verstoß gegen das Recht, welches man sich selbst gegeben und als solches erkannt und befolgt wissen will.


1 Kommentar :

  1. Eine echte Diskussion ist nicht erwünscht, wie einige Beiträge bestätigen. Die Rolle des Staates Israel ist tabu. Es anzusprechen, macht einen schon als Antisemiten verdächtig. Dabei liefert gerade Israels Politik, von den USA gedeckt, Antisemiten immer neue Argumente und Begründungen für ihr schändliches Treiben. Auch im Blog werden Beiträge, die dies thematisieren, abgeblockt. Weniger schönes Wortspiel!
    Stattdessen werden fleißig Nebelkerzen geworfen. Kritik an der DDR wird besonders gern genommen. So konnte man auf Seite 88 von Dietmar52 zwei lange Pamphlete über die geringe Sensibilität in der DDR zum Holocaust lesen. Er vergaß dabei allerdings, dass die Kommunisten die ersten Verfolgten 1933 waren, noch vor den Juden. Beim Ermächtigungsgesetz im März33 waren deren Reichstagsabgeordnete schon inhaftiert. Die Zentrumspartei, Vorgänger der CDU stimmte damals dafür. Auch sollte man mal die Biografien von EX-BP Lübke, -Kanzler Kiesinger, - MP Filbinger, Adenauers grauer Eminenz Globke usw. mit den DDR-Politikern vergleichen. Bei allem Negativen, was über die DDR gesagt werden kann, ist gerade im 3.Reich klar gewesen, wer auf welcher Seite stand.
    Ein besonders hirnrissiges und echt peinliches Beispiel für Hetze lieferte der Scharfmacher Westcoast, der Dauerbeschäftigter im AW-Blog ist. Er „entlarvte“ vor einigen Monaten einen strammen und einflussreichen Nazi in der DDR-Regierung, den Ex-Kulturminister Hans Bentzien. Bentzien war 1927 geboren, beim Untergang des 3.Reiches 18 und frisches NSDAP-Mitglied. In der Bedeutung sicher mit Hans Globke, dem Mitverfasser und Kommentator der Nürnberger Rassegesetze zu vergleichen (Ironie aus). Na, jedenfalls hießen beide Hans. Auch Adenauer gestand ein: "Man schüttet kein schmutziges Wasser weg, solange man kein sauberes hat."

    6 Millionen Juden wurden von den Nazis umgebracht. Aber auch 27 Millionen hauptsächlich Russen in der ehemaligen Sowjetunion starben im 2.Weltkrieg. Sollte man das nicht auch immer im Hinterkopf haben, wenn man gegen Russland Sanktionen verhängt, Diplomaten abzieht und andere Demütigungen sich einfallen lässt. Meist liegen als Begründung dafür noch nicht mal Beweise, sondern nur Vermutungen vor. Für Außenminister Maas war der Holocaust mit 6 Millionen jüdischen Opfern entscheidend für sein Politikverständnis. Was ist mit den anderen 27 Millionen Toten auf russischer Seite?
    „Putinversteher“ ist ein Schimpfwort geworden. Verstehen, sich in den Anderen hineinversetzen, mit ihm reden – Fehlanzeige.
    W.Meyer

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