Mittwoch, 12. Dezember 2018

Anne Will - 09.12.2018 - CDU mit neuer Chefin – reicht das für einen Neustart?


Sendung am 09. Dezember 2018 | 21:45 Uhr
CDU mit neuer Chefin – reicht das für einen Neustart?

Fotos: Screenshots
    die Gäste im Studio

  • Christiane Hoffmann
    Hauptstadtstudio "Der Spiegel"
  • Martin Schulz
    2017 Kanzlerkandidat der SPD
  • Annegret Kramp-Karrenbauer
    Parteivorsitzende der CDU
  • Wolfgang Kubicki (FDP
    Vize-Präsident des Deutschen Bundestages
  • Gabor Steingart
    2018 - 2017 Herausgeber Handelsblatt

Nach 18 Jahren geht die Ära Merkel in der CDU zu Ende. Mit Annegret Kramp-Karrenbauer steht weiterhin eine Frau an der Spitze der Partei. Damit endet nach acht Regionalkonferenzen und einem emotionalen Parteitag ein historischer Prozess der KandidatInnen-Suche für dieses Amt. Wofür steht die neue Parteivorsitzende? Wieviel Neuanfang steckt in Kramp-Karrenbauer? Schafft sie es, die ganze Partei hinter sich zu bringen? Und wie stark wird sich Kramp-Karrenbauer mit ihrem Kurs von Angela Merkel abgrenzen?

Link zur Sendungsseite: (hier)
Link zum Anne-Will-Blog: (hier)

Pressestimmen

Welt.de
Das Märchen vom erfolgreichen Saarland
Von Daniel Eckert, Olaf Gersemann, Tobias Kaiser
Annegret Kramp-Karrenbauer kennt das Regieren: Von August 2011 bis Februar 2018 war AKK Ministerpräsidentin des Saarlands, davor hatte sie schon ihrem Vorgänger und CDU-Parteifreund Peter Müller elf Jahre lang in drei verschiedenen Ministerämtern gedient. Und diese lange Zeit will sie sich nicht madig machen lassen, auf Kritik reagiert sie offensiv.
Lesen Sie weiter bei Welt.de

Web.de
Anne Will
"Kramp-Karrenbauer platzt der Kragen"
Neuanfang mit Kramp-Karrenbauer? "Anne Will" wollte mit ihren Gästen eigentlich über einen möglichen Aufbruch der CDU sprechen. Am Ende landeten sie beim Werben für Schwangerschaftsabbrüche und dem Strukturwandel des Saarlandes. Und lernten trotzdem etwas über die neue CDU-Vorsitzende.

Münchner Merkur
ARD-TALK
„Despektierlich“: Kramp-Karrenbauer bei Anne Will in Rage - Schulz verlässt überraschend Sendung
Die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer war am Sonntag bei Anne Will zu Gast. Neben dem Parteitag in Hamburg war auch AKK‘s mögliche Kanzlerschaft ein Thema. Doch auch andere Themen sorgten für Aufsehen.

Spiegel Online
Kramp-Karrenbauer bei Anne Will
Die Neue zerlegt die alten Herren
"CDU mit neuer Chefin - reicht das für einen Neustart?" Praktisch, wenn in der Sendung gleich die neue Chefin Kramp-Karrenbauer da ist. Und nach dem üblichen Anfangsgeplänkel ging es hart zur Sache.

Zunächst musste geplänkelt werden. Martin Schulz, der bei der SPD trotz hundertprozentiger Zustimmung in der Partei nicht für einen Neustart reichte, wünscht "Frau Kramp-Karrenbauer", dass sie "diese", also seine "Erfahrung nicht machen muss". Mit Leuten, die an Stühlen sägen.

Kommentare

Seite 112
Seitz Brigitta schrieb am 10.12.2018 14:33 Uhr:
Wenn immer noch viele Frauen der Frauenwelt in den Rücken fallen , dann wäre manches vieles leichter. Nur die Frauen klagen um Anerkennung die wenig Selbstbewusstsein an den Tag bringen. Frauen sollen die Zeit der Gleichberechtigung für sich nützen. Sie dürfen nicht den Fehler machen und weiterhin erst erfragen was sie tun dürfen. Die Männer machen was sie wollen, auch wenn sie Kinder gezeugt haben. Jede Frau hätte in unserer Zeit die Pflicht ihren Kindern bei der Erziehung beizubringen was Gleichberechtigung für Mann und Frau bedeutet. Solange man noch nach der Tradition Blau und Rosa lebt, solange wird die Frau anders behandelt. Auf die Würde des Menschen laut Grundgesetz hat auch der Frauenkörper Anspruch.

    Eva S: schrieb am 10.12.2018um 22:48 Uhr: - - - ZENSIERT - - -
    "Auf die Würde des Menschen laut Grundgesetz hat auch der Frauenkörper Anspruch." Ja werte Brigitta Seitz, zumindest noch eine zeitlang. Geht es mit der Umstrukturierung Deutschlands so weiter, so wird Frau Merkel ein Land an ihre/n Nachfolger/in übergeben, was man sich heute nur in Alpträumen vorstellen kann und was einmal Deutschland war. Die Grünen wirds freuen, Ob allerdings für die Grüninnen eine Ausnahme bei der Frauenbehandlung gemacht wird, wage ich zu bezweifeln. Fragen sie einmal Grundschullehrer mit Migrationsschülern in seiner Klasse, was die von zu Hause für Vorstellungen bezüglich Frauen mitbringen, besonders wenn es sich um "Ungläubige" handelt.

Erwin schrieb am 09.12.2018 22:38 Uhr:
Als ich das geseiere über Europa hörte musste ich abschalten. Die wissen gar nicht, welches Europa ein Großteil der Europäer überhaupt möchte, jedenfalls keines der Eliten ala Macron oder Schulz. Wie man gerade in Frankreich sehen kann.

Hannelore Kiel schrieb am 09.12.2018 22:49 Uhr:
Neue Strategie der CDU: Eine die viel redet und nix sagt, der andere ohne Qualifikation, der den Zuhörer einschläfert. So wird das nix. Irgendwann ziehen sich die Bürger, besonders Diesel Fahrer, gelbe Westen an und dann rotieren die Schlafmützen in Berlin - was für eine Gurkentruppe - die Firma CDU wäre schon lange pleite.

Dr. Thomas Violka schrieb am 09.12.2018 23:03 Uhr:
Es ist unglaublich nervtötend diese sinnleeren Konfabulationen zu ertragen. Was ist so schwer daran in einem Satz eine klare Aussage oder Kommentar abzugeben. Fakt ist, dass die Wahlen in den ostdeutschen Bundesländern zu einem Desaster für die langjährig etablierten Parteien werden und die Entscheidung für die Personalie AKK keinen einzigen erzkonservativen Stumpfkopf aus der AfD zurückholt. Wochenlang kreisen die Parteien um Personalien - es ist zum ko.... Einfaches Beispiel ein VW Golf kostet mit ein bisschen Ausstattung 35t€ das sind für mich fast 70.000 DM sorry aber ich hätte früher keinen Golf für 70.000 DM gekauft. Ein qm Bauland im Umfeld von Ffm kostet 300-800 € also knapp bis 1500 DM. Die Mieten liegen zwischen 9-18€ - also bis knapp 35 DM- pro qm. Das Benzin / Diesel Problem 3DM-3,50 DM. Wie soll sich selbst eine gutverdienende Durchschnittsfamilie das leisten können. Warum diese DM Plakatierung ? - man fühlt es besser wenn selbst 5000 DM nicht mehr zum Leben reichen, geschweige den Altersarmut durch Kapitalaufbau möglich macht.

Unmöglich die Frau.. schrieb am 10.12.2018 04:18 Uhr:
Eigenlob stinkt bekanntlich. Junge Leute müssen massenhaft das Saarland verlassen um Arbeit zu finden. Darüber wird natürlich nicht geredet. Soviel zur "Leistung" von AKK im Saarland!!!

    S.W.Kraft schrieb am 10.12.2018 08:09 Uhr:
    Ja das bezeugt die Unfähigkeit solcher Politiker/innen, die mit Eigenlob auf Kosten der Bevölkerung nur ihre Kariere fortsetzen wollen.
    Aber nicht fähig sind, auf die Herausforderungen unserer Zeit Antworten zu geben und sich viel lieber mit Nebenschauplätzen beschäftigten.

B. Britz schrieb am 10.12.2018 03:51 Uhr:
Ich bin Saarländer, ich will mich von dieser Schreckschraube AKK nicht vereinnahmen lassen, der Journalist hat komplett recht.

    Anna Meier schrieb am 10.12.2018 07:38 Uhr:
    mitnichten - dieser Journalist ist ein Flegel ...

    Florian Müller schrieb am 10.12.2018 10:30 Uhr:
    Nein, der Mann hat Fakten gennant, die Sie, Anna Meyer, nicht verstehen. Sie werten nur ab und wollen über die emotionale Art dikreditieren.

Robert Kroiß schrieb am 10.12.2018 11:09 Uhr:
Es ist immer wieder faszinierend, wie die „Egos“ von Marionetten darüber streiten, wer an den Fäden der tatsächlichen Strippenzieher die vorgegebene Richtung besser einschlägt. Wer der bessere Prediger des Gottes Mammon sei. Und wie „männliche“ Marionetten immer wieder aufzeigen wollen, dass sie die „stärkeren Puppen“ seien und dabei in eine ganz billige und armselige Argumentation verfallen. Als ob es eine Rolle spielte, ob eine Marionette weiblich oder männlich „geschnitzt“ ist?! Die Fäden ziehen ganz andere!

Heinz schrieb am 10.12.2018 11:14 Uhr:
Frau Merkel hat alles richtig gemacht. Die CDU ist ein Scherbenhaufen und sie hat, geschickt, AKK zur CDU Vorsitzenden vorgeschlagen. Somit hat sie es geschafft, den Untergang von ihrer Person abzulenken. Clever!

Rüdiger schrieb am 11.12.2018 14:50 Uhr:
Vor Kohl, Schröder und Merkel war die Welt noch in Ordnung in Deutschland. Kohl hat die Rentenkasse geplündert für die Wiedervereinigung, Schöder hat Hartz IV und somit Armut per Gesetz verordnet und Merkel hat unser Land gespalten mit dem Flüchtlingsstrom.

    Rollo schrieb am 11.12.2018 16:54 Uhr:
    Deutschland ist ein reiches Land, schon vergessen? Überall steht säckeweise Geld herum, über das man ständig stolpert und fällt. Manchmal regnet es sogar Geld, die Leute sehen am Kopf verbeult und verschrammt aus. Dieser vermaledeite Reichtum in einem reichen Land ist nur noch lästig!


Dienstag, 11. Dezember 2018

Wo ist die Klimaerwärmung wenn es 1850 15°C waren, und 2016 14,8°C?

Thema: Klimawandel

Karsten Hilse AFD:
1850 hatten wir 15 Grad!, 2016 14,8 Grad - wo ist da der Klimawandel?


Kategorie Menschen & Blogs

Info Kanal
Am 09.12.2018 veröffentlicht

Kommentare

fred liebing
Super Rede, Danke AfD. Der Klimawandel ist so normal wie jeder Vulkanausbruch und jedes Erdbeben und wird von der AfD auch nicht geleugnet. Fakt ist,das der Mensch kaum einen Einfluss auf die KLIMAÄNDERUNG hat.
Umwelt und Naturschutz ,Tierschutz und auch Luftverschmutzung sind natürlich absolut wichtig für einen sauberen Planet.Keine Unmengen an Produktionsgüter von Lebensmitteln, Haushatschemie Konsumgüter usw herstellen, was NIEMALS gebraucht, verbraucht und nur Energie frisst ,herstellen.
DIE PÄDOPHILEN GRÜNEN BRAUCHT DABEI KEIN MENSCH.

Cat.u. Dani
ohh gut ausgeteilt. sehr sehr gut. Die Kritik ist mehr als überfällig. Vielen Dank für die klaren Worte.

Chaos Engine
Wissenschaft beruht auf Fakten... 😂😂 nicht auf Mehrheiten.... davon haben die Grüninnen nich nix gehört

Carmen Gollub
Danke Herr Hilse für die Kritik bzgl. der Anhörung im BT! Die Klimapolitik der Altparteien ist krimineller Tobak!

A Garland
Erinnern wir uns an das "Waldsterben" in den 80iger Jahren. Je deutlicher zu erkennen war, dass die Vorgänge in deutschen Wälder natürlicher Art waren, wurde um so übler gegen diejenigen gehetzt, die das "Waldsterben" als das entlarvten was es war, eine Lüge und ein Druckmittel um den Bürger zu erpressen, nach dem Motto: wenn IHR jetzt nicht zahlt, dann geht die Welt unter. Ein Schelm, der Gleiches bei der "Klimakatastrophe" erkennt.


Katrin Huß - Ehemalige MDR Moderatorin im Interview bei NuoViso

Thema: Fernsehen

Die traut sich was! - Katrin Huß im NuoViso Talk


NuoViso.TV
Am 25.11.2018 veröffentlicht

Seit 1992 in der Medienwelt zu Hause, gehörte sie zu den Publikumslieblingen im MDR-Fernsehen. An der Universität Leipzig studierte sie Journalistik und Sport. Mehr als zwanzig Jahre lang arbeitete sie bei Funk und Fernsehen, unter anderem für das Nachmittagsmagazin "Hier ab vier", später "MDR um 4". Sie interviewte rund 2000 Gäste aus allen Lebensbereichen, bereiste als Reporterin die Welt, berichtete über ihren ersten Marathon in New York, über ihre Besteigung des Kilimandscharo in Afrika und über ihr Himalaya-Abenteuer, den Weg zum Mount Everest in Nepal.

Katrin Huß bewegte tausende Menschen, als sie auf dem Höhepunkt ihrer Fernsehkarriere einfach ausstieg, denn Ehrlichkeit, Respekt und Wertschätzung fehlten ihr in der "Sende-Anstalt". Sie zog die Konsequenzen.

Im NuoViso Talk erzählt Katrin Huß Geschichten aus ihrem Leben und macht ihren Zuschauern Mut, sich in ihrem Leben mehr zuzutrauen.

Unter dem Titel "Die traut sich was! Geschichten aus dem Leben einer Fernsehjournalistin" veröffentlichte sie jüngst ihr erstes Buch: https://www.bod.de/buchshop/die-traut...

Kategorie Nachrichten & Politik

Kommentare

Oliver Janich
Bitte Frank, versuch Dir diese Moderatorin zu sichern! Sie könnte zum Beispiel spirituelle Themen machen, aber kritisch, weil sie ja selbst skeptisch ist.

Zeit_um_aufzuwachen
Interessant! Beim MDR wurden Mitarbeiter entlassen, weil sie bei der Stasi waren. Beim Merkel-Regime werden Stasi-Spitzel wie eine Frau Kahane auf höchste Posten gesetzt.

Robert Koch
Ich ziehe meinen Hut vor dieser Frau. Respekt!

Jamila Buhired
Super habe mich schon lange Zeit gewundert wo Sie geblieben ist.Alle Achtung für Ihren Mut diese Lügensender zu verlassen.

Klaus Lieberhund
von diesen Menschen gibt es leider zu wenig

Thomas Wiegandt
Ich wünsche Frau Huß alles erdenklich Gute für Ihren weiteren Weg. Ich ziehe meinen imaginären Hut vor soviel Zivilcourage. Respekt und beste Grüße

Wohnfühlwelt
Sie war die beste beim MDR, die Zuschauer wussten warum sie sie so mochten und sie die beliebteste Moderatorin dort war! Man kann das Volk (die Zuschauer) halt nicht täuschen und Menschlichkeit bzw. Sympathie und Authentizität setzen sich am Ende immer durch! Sie wusste schon warum sie die Notbremse gezogen hat, genau zu diesem Zeitpunkt und an dieser Stelle und wenn man sich den MDR bzw. das Nachmittagsprogramm als Zuschauer angesehen hat konnte man seine eigenen Schlüsse daraus ziehen und wusste um ihre Beweggründe zu gehen. Leider hat sich der Sender in den letzten Jahren selbst zerstört und heute kann man sich das nicht mehr anschauen! Deswegen war es absolut die richtige Entscheidung von Katrin Huß den Hut zu nehmen. Sonst hätte sie sich physisch und psychisch selbst zerstört also alles richtig gemacht und eine starke und mutige Frau!

Uli Flach
Ja Frau Huß, --die Partei , die Partei hat immer Recht . DDR in Reinformat.


Montag, 10. Dezember 2018

ORF 4 Denker - Oppositions Rund Funk in Österreich

Thema: Üsterreich

ZIB 2 am 28.11.2018 mit Kanzler Sebastian Kurz 🔥 #orf


ORF 4 Denker
Am 28.11.2018 veröffentlicht

#orf #övp
ZIB 2 am 28.11.2018 mit
Kanzler Sebastian Kurz in ZIB Studio
Neuregelung der Mindestsicherung beschlossen | 03:13 Min.
Kanzler Kurz zur neuen Mindestsicherung | 12:19 Min.
Hohe Erwartungen an Klimagipfel | 02:39 Min.
Meldungsblock | 01:50 Min.
Krebsbehandlung im EU-Vergleich | 03:21 Min.
Wetter | 00:35 Min.
Hund aus Kühlergrill gerettet | 00:30 Min.
Quelle: https://tvthek.orf.at
Hier viele Videos die mir schon gelöscht wurden:
https://www.bitchute.com/channel/mias...

Kategorie Nachrichten & Politik

Kommentare

J.Henry W. Rehor
Herr Bundeskanzler möchten Sie auch Deutschland regieren? Hiermit haben Sie meine Zustimmung respektiv meine Stimme. So klar, gerecht und logisch habe ich noch keinen Deutschen Politiker reden gehört. Bravo weiter so

Deutscher Bote
Gratulation zu diesem Bundeskanzler 👍🏻❤️🇩🇪❤️

rabensteinwerner
Vernünftig und anständig verglichen mit der “BRD“. Da kann man nur sagen - weg mit der ganzen Merkelbande! In Deutschland nur noch AfD..💙💙💙💙💙💙💙

Demo Leon
Also, hab fast alle Kommentare gelesen, und muss sagen keiner hat's verstanden um was da es geht, diese Politiker dienen einen System der niemals für Menschen was machen werden, aber sie entwickeln Wege um sie noch kleiner zu kriegen und ärmer und schlussendlich zu versklaven , diese ganzen Beschlüsse werden in Zukunft auf alle Bürger angewendet, oder was glaubt ihr ?,!, sie benutzten andere Menschen als Vorwand und das zu verändern was Sie vor haben, es ist alles nur Heuchelei, wenn man jemanden helfen möchte dann bei ihm zu Hause , und zum Schluss möchte ich gerne eine Umfrage starten, und zwar soll sich hier alle Verkäufer melden die wirklich 1600 Euro NETTO verdienen , ich bin sehr gespannt wie viele es sein werden.......


Eine Aufklärung könnte sehr schmerzhaft werden für unser Land

Thema: 9/11

WTC - 7 (ehm. N.I.S.T Mitarbeiter spricht Klartext)


FAKTEN NEWS
Am 29.06.2017 veröffentlicht

ehm. N.I.S.T Mitarbeiter spricht nach 15 jahren Klartext über WTC7 das dritte Gebäude das am 11. September eingestürzt ist obwohl es nicht von einem Flugzeug getroffen wurde fiel das Gebäude um ca 17:20 Uhr im freien Fall in sich zusammen. BBC berichtete davon allerdings 20 min zu früh ... Wie soll das gehn ? Erst kommt das Ereignis und dann der Bericht "" oder nicht ? und wenn das vertauscht wurde kann nur vorwissen bestehen .. im Endeffekt müssen wir alle dioch nur 1 und 1 zusammen zählen =)

Kategorie Wissenschaft & Technik

Sonntag, 9. Dezember 2018

Flugzeug mit Merkel Notlandung

Thema: Migrationspakt

Flugzeug mit Merkel Notlandung spricht von IS Terror


Asuna Lissie

Am 01.12.2018 veröffentlicht
Merkel Stromausfall in Regierungsmaschine Zufall? Totalausfall der Kommunikation. Aktuell und spannend, Hintergründe der Geostrategie in Europa, Definition Rechts Links vom VL u.v.m.

Kategorie Menschen & Blogs

Lesen Sie dazu auch:
Wie gefährlich war die Situation im Kanzler-Jet?
Von Peter Haisenko

Der A 340-300 „Konrad Adenauer“ der Luftwaffe gehörte einst der Lufthansa und damals habe ich diese Maschine oftmals selbst als Kapitän geflogen. Ich kann mich an keine technische Störung bei diesem Flugzeug erinnern, die eine Verspätung oder gar den Ausfall eines Fluges verursacht hätte. Wie kommt es dazu, dass sich die Ausfälle der „Konrad Adenauer“ in der letzten Zeit häufen?
Hier weiterlesen AnderweltOnline


Kommentare

Harry Hirsch
Fluchtländer werden Menschen leer gemachen damit die Eliten ganz einfach an die Bodenschätze kommen. Dann ist ja auch keiner mehr da, der die Schätze bewacht.

Carl-Heinz Frohwein
Anscheinend ist die Erlösung von dieser Person kein leichtes Unterfangen.Auf der anderen Seite ,wer immer sie ersetzt ,wird diese unheilvolle Politik weiterführen müssen,denn unsere Politik wird woanders gemacht

Louis
Der Jungspund hat als einer von wenigen jungen Menschen verstanden, was hier passiert und wie es läuft. Klasse❣️ Es gibt doch noch junge Leute mit Verstand.

Angelika
Sie ist mit der Vollendung ihres Plans fast zu Ende und dann wird sie klamm heimlich verschwinden wollen. Ich hoffe, wir finden sie vorher. Was sie uns angetan hat ,nicht nur den Deutschen, sondern ganz Europa ,ist unglaublich bösartig.


Eugen Abler redet Klartext über Merkel beim CDU-Bundesparteitag

Thema: CDU-Bundesparteitag

CDU Bundesparteitag:
Eugen Abler redet Klartext über Merkel


Solist
Am 07.12.2018 veröffentlicht

Kategorie Menschen & Blogs

Die ARD missbraucht die Ukraine-Krise für Hetze gegen Putin.

Thema: Ukraine

Der nächste Krieg
Die ARD missbraucht die Ukraine-Krise für Hetze gegen Putin.
von Friedhelm Klinkhammer, Volker Bräutigam

Konfrontation zwischen der Ukraine und Russland in der Meerenge von Kertsch: Putschpräsident Poroschenko provoziert einen läppischen Zwischenfall nahe der neuen Krim-Brücke und nutzt ihn als Vorwand, um Kriegsrecht über die Ukraine zu verhängen. Tatsächlich will er die anstehenden Wahlen stornieren, denn er selbst ist dabei nur mehr Zählkandidat. Die ARD-aktuell-Redaktion unterschlägt jedoch erst einmal den Hintersinn der Aktion. Stattdessen dient sie sich westlichen Politikern als Tröte für russlandfeindliche Sprüche an und lässt sogar NATO-Stoltenberg stänkern — obwohl die Ukraine (noch) nicht NATO-Mitglied ist. Die AgitProp der Tagesschau verschleiert, wer das Chaos und Leid in der Ukraine angerichtet hat: Die USA-geführte „Westliche Wertegemeinschaft“ darf ihren Scheinheiligen-Schein wahren.

Verschleiern und Geschichte leugnen: Der Westen hat die Katastrophe mit Intrige, Geld und Gewalt herbeigeführt. USA und EU organisierten den Putsch auf dem Maidan und demonstrierten nachdrücklich ihre NATO-Machtansprüche. Angesichts dieses mit vielen Toten und Verletzten herbeigeführten Umsturzes votierte eine überwältigende Mehrheit der Krimbewohner für Trennung von der Ukraine und Aufnahme in die Russische Föderation. So geschehen; seither herrschen Krise und Kriegshetze.

ARD-aktuell hetzte mit. Die Berichterstattung über den Zwischenfall in der Kertsch-Straße, dem Nadelöhr zwischen Schwarzem Meer und Asowschem Meer, ist nur eines von vielen Beispielen. Es heißt zwar in den Programmrichtlinien für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk:
„In Berichten und in Beiträgen, in denen sowohl berichtet als auch gewertet wird, dürfen keine Tatbestände unterdrückt werden, die zur Urteilsbildung nötig sind“ (1).
und weiter, die Berichterstattung solle
„die internationale Verständigung fördern (und) für die Friedenssicherung eintreten“ (2),
doch das setzt Sachlichkeit, kritischen Journalismus und dessen Distanz zu jedweder Regierung voraus, insbesondere zur eigenen. Das aber ist nicht Sache der Qualitätsjournalisten in Dr. Gniffkes Tagesschau. Konformistisch reden sie Kanzlerin Merkel und Außenminister Maas nach dem Munde und kolorieren deren „Feindbild Russland“.

Dass Tagesschau-Redakteure ungern selbst über komplexe Zusammenhänge informieren, zeigt sich an ihrer häufigen Inanspruchnahme von „Experten“. Vorgeblich neutrale Fachleute entheben die Redaktion der Notwendigkeit, selbst Stellung zu beziehen und sich dabei zu exponieren. Mit der Auswahl des jeweiligen Experten lässt sich zudem ganz unauffällig die Tendenz einer Nachricht gestalten.

Besonders beliebt bei Dr. Gniffkes Qualitätsmannschaft sind daher die Vertreter der „Stiftung Wissenschaft und Politik“. Wer sie befragt, beweist Linientreue und kann nichts falsch machen: Es ist die „Denkfabrik” der Bundesregierung, finanziert vom Steuerzahler (3). „Stiftung“ klingt jedoch immer gut und außerdem neutral. Kanzlerin und Minister ziehen die Angestellten dieses Instituts ständig zu Rate.

Wie der Herr, so‘s Gescherr. Die ARD-aktuell-Redaktion wandte sich im hier betrachteten Fall an die Expertin Dr. Sabine Fischer. Die kam zwar gleich zu Beginn zu der Erkenntnis:
„Ich sehe auf russischer Seite im Moment eigentlich kaum ein Interesse an einer militärischen Eskalation. Russland hat sich im Grunde genommen seit einem halben Jahr sehr stark zurückgezogen“ (4).
Aber trotz dieser objektiv stimmigen Ansicht gaben die Gniffke-Krieger nicht klein bei. Sie fragten und schwadronierten so lange herum, bis das Feindbild wieder gerade hing und sich „neue Sanktionen gegen Russland“ fordern ließen.

In den Folgetagen war der Journaille keine Übertreibung zu blöde, um damit Kriegsangst in der deutschen Öffentlichkeit zu schüren. Sogar den bei seinen Landsleuten höchst unbeliebten Poroschenko führten sie als Zeugen an:

„Ukrainischer Präsident Poroschenko warnt vor Krieg“ (5).

Verbales Abrüsten: Fehlanzeige. Objektive Darstellung des Zwischenfalls, seiner Entstehung, seines historischen Kontextes und der dafür Verantwortlichen: Fehlanzeige. Inhaltlich überzeugende Analyse: Fehlanzeige.

Die Qualitätsjournalisten hielten es nicht einmal für nötig, die Stimmung im ukrainischen Parlament einzufangen, dessen Mitglieder dem Kurs Poroschenkos nicht folgen wollten, jedenfalls nicht in vollem Umfang.

„Poroschenko hat das Kriegsrecht erklärt, als ob er einen Wagen mit Roshen-Süßigkeiten (Anmerkung: Produkte von Poroschenkos Schokoladenfabrik „Рошен“) verkaufen würde. Das was Poroschenko vorgeschlagen hat, hat keinen militärischen Sinn, es beraubt die Ukrainer aller Verfassungsrechte“ (6),

betonte der eher zum rechten Spektrum zählende Abgeordnete Ljaschko. Nach dem Inkrafttreten des Kriegsrechts verlören die Bürger ihr Recht auf Privatsphäre, Redefreiheit, Medienfreiheit, Versammlungsfreiheit, Bildung, Arbeit und vor allem ihr Wahlrecht.

Was interessierte das Gniffkes Qualitätsjournaille? Sie meldete es erst und nur am Rande, als es mit Rücksicht auf die kritische Gegenöffentlichkeit nicht mehr vermeidbar war. Kriegsrecht beseitigt die bürgerlichen Freiheitsrechte?

Dass 80 Prozent der Ukrainer dank intensiver Zuwendung und Einflussnahme der Westlichen Wertegemeinschaft (WWG) eh schon unter der Armutsgrenze dahinvegetieren: pillepalle. Gerade wurden diesen Ärmsten auch noch Gaspreiserhöhungen von 20 Prozent zugemutet (7, 8). Dieser Tage meldete RT deutsch: „Ganze Städte erfrieren“ (9).

Nichts von all dem in der Tagesschau.

Gniffkes journalistische Vorkämpfer für Menschenrechte und Demokratie nutzen ausschließlich das Material der transatlantisch genormten westlichen Nachrichtenagenturen und das Gewäsch der dito genormten und hochbezahlten ARD-Korrespondenten. Das tatsächliche Elend in der Ukraine hat niemanden zu interessieren. Dass die Ukrainer mittlerweile bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 176 Euro angelangt sind (10), darf niemand wissen.

Der deutsche Konsumbürger soll keinesfalls auf den Gedanken kommen, dass die Ukraine den USA und der EU geopfert wurde, Ergebnis einer Aggression mit ausschließlich geostrategischen und ausbeuterischen Zielen. Die WWG schert sich einen Dreck um Freiheit und humanitäre Anliegen.
Propaganda muss, wenn sie denn wirken soll, ihre Lüge in möglichst primitiver Form und in ständiger Wiederholung vorbringen, wie schon Joseph Goebbels wusste. ARD-aktuell folgt seiner Methode konsequent. Der idiotische Pleonasmus „völkerrechtswidrige Annexion der Krim“ gehört zum Stammvokabular der Redaktion in deren Informationskrieg gegen Russland.

In der 20-Uhr-Tagesschau am 26. November kam das Wort „Annexion“ gleich zwölfmal vor, und drei weitere Male wurde indirekt darauf angespielt. Und, auf dass es auch der letzte Depp begreife, hieß es mal hübsch „illegale Annexion“ oder eben „völkerrechtswidrige Annexion“. Gekrönt mit dem überflüssigen Hinweis, selbst die Vereinten Nationen hätten sie nicht anerkannt.

Als ob die stets politisch motivierten Resolutionen der UN-Vollversammlung trotz ihrer Unverbindlichkeit gleichzusetzen wären mit einem völkerrechtlich gültigen Gerichtsurteil. Aus wohlerwogenen Gründen wird der Internationale Gerichtshof in Den Haag nicht befasst. Völkerrechtler vertreten und begründen längst die Auffassung, die Aufnahme der Krim in die Russische Föderation sei durchaus keine „Annexion“ gewesen.

Den mit Atlantikbrücken-Mitgliedern bis an die Senderspitze besetzten WDR kümmert es nicht. Sein hochbezahlter Lohnschreiber Stefan Stuchlik durfte den Zwischenfall von Kertsch in den Tagesthemen kommentieren und zur Verkündung seines Verständnisses von Wahrheit nutzen:

„Wir wissen, wer schuld ist. Nicht am gestrigen Vorfall, sondern an der Gesamtsituation. Russland hat völkerrechtswidrig die Krim besetzt, beherrscht den Eingang zum Asowschen Meer und kann der Ukraine die Zufahrt zu wichtigen Häfen sperren ... Russland hat, bitte alle mal hinsehen, aus Unrecht Fakten gemacht“ (11).

Das ist das Niveau bornierter Schwätzer, die bis heute alle gegenläufigen Argumente und die alles auslösende Vorgeschichte leugnen. Stuchlik & Co. ignorieren einfach Entstehung und Verursacher des Konflikts.

Als ob es nie jenen berüchtigten Telefongesprächs-Mitschnitt gegeben hätte, in dem die US-Sonderbeauftragte für eurasische Angelegenheiten, „Fuck the EU”-Victoria Nuland, sich unzweideutig über Rolle und Absichten der USA in der Ukraine äußert. Sogar auf einer Pressekonferenz in Washington hatte sie den Judaslohn beziffert, den Washington für die Erniedrigung der Ukrainer zahlte: 5 Milliarden US-Dollar (12, 13).

Dass die jüngsten Vorfälle in der Straße von Kertsch Resultat und damit Teil der vom Westen hervorgerufenen Entwicklung in der Ukraine sind, ließ die ARD-aktuell-Redaktion im Dunkeln. Wochenlang hatten Tagesschau und Tagesthemen überhaupt nichts über die Ukraine gemeldet, unter grober Verletzung ihrer Pflicht,
„einen umfassenden Überblick über das internationale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen”
zu geben (14).

Dass bewaffnete ukrainische Schiffe Russland schon seit dem Frühjahr provozierten, wurde einfach verschwiegen. In Kurzfassung: Im März kaperte die ukrainische Küstenwache ein russisches Fischerboot im Asowschen Meer, 15 Seemeilen vor der ukrainischen Küste. Ein Rechtsbruch, denn laut einem 2004 besiegelten Abkommen zwischen Moskau und Kiew dürfen sich Handels- und Kriegsschiffe beider Seiten außerhalb der jeweiligen Zwölf-Meilen-Zonen frei bewegen. Moskau sprach von einem „Akt offener Piraterie”, protestierte gegen die Beschlagnahme des Kutters und die Inhaftierung seiner Mannschaft. Erfolglos bis heute.

Die ARD-aktuell unterließ es auch, die Hintergründe der jüngsten ukrainischen Provokation knapp zu beschreiben: Das Asowsche Meer ist ein zur Ukraine und zu Russland gehörendes Binnenmeer, kein internationales Gewässer. In seiner Zufahrt, der Straße von Kertsch, finden schon immer geregelte Kontrollen statt, vormals russische und ukrainische, jetzt nur noch russische, seit die Krim zur Russischen Föderation gehört.

Ist die Krim russisch, dann ist auch die Straße von Kertsch russisch. Wenn drei ukrainische bewaffnete Küstenschiffe dort einlaufen, sich der Anmeldung und Kontrolle entziehen und Blockademanöver fahren, ist eine russische Reaktion unausbleiblich. Als die erfolgte, die drei Schiffe aufgebracht und die Mannschaften gefangen genommen wurden, schäumte es aus allen Rohren der Tagesschau; diesmal waren‘s ja Ukrainer, nicht Russen, die da festgesetzt worden waren.

Solche Doppelstandards sind Kennzeichen der Propaganda. Was kümmert‘s die Tagesschau? Sie blieb auf „Berliner“ Linie. Und die dort ansässige Bundesregierung übersah, absichtlich oder nicht, dass der jüngste Zwischenfall sich vor der Straße von Kertsch zugetragen hat, nicht im Asowschen Meer (15). Maas stützte sich zudem wie üblich auf ein Votum der „Stiftung Wissenschaft und Politik” wie dieses: Poroschenko habe nicht genug für die militärische Aufrüstung der Ukraine getan.

„Noch gravierender ist, dass die ukrainische Führung seit Jahren weitgehend ignoriert hat, dass die Ukraine im Asowschen Meer einer wachsenden Gefahr durch Russland ausgesetzt ist und sich nicht um den Ausbau ihrer Flottenkapazitäten gekümmert hat“ (16).

Unverhohlene deutsche Kriegstreiberei und Aufrüstungsgier. Poroschenko sah sich regelrecht aufgefordert, Russland zu provozieren. Sowohl für Hilfsgelder und Milliardenkredite aus dem Westen als auch im Interesse seines Machterhalts spielte er einmal mehr den Schmutzfinger, diesmal in der Meerenge bei Kertsch (17, 18).

Politik ist, sich mit Realitäten zu arrangieren, wenn sie sich aktuell als unabänderlich erweisen. Die Krim gehört heute – und auch historisch – zu Russland. Die meisten ihrer Bewohner betrachten sich zudem als Russen. Wann endlich verhält sich der Westen rational und gemäß den Gegebenheiten? Akzeptieren muss er sie nicht, aber als Faktum hinnehmen sollte er sie.

Realitäten leugnen und eine Provokation der nächsten folgen zu lassen, demonstrativ Kriegsschiffe zu entsenden, Unmengen Waffen in die Ukraine zu pumpen (19), tausende US- und GB-„Militärberater“ zu schicken und ein korruptes und verhasstes Regime mit Milliarden Dollar und Euro an der Macht zu halten: Das ist nicht Politik, sondern aggressive, ruinöse, unsägliche Dummheit. Sie nützt nur dem militärisch-industriellen Komplex und gereicht den betroffenen Völkern zu unermesslichem Leid. Das zu ignorieren und zu verschweigen, statt es kritisch aufzuzeigen, ist nicht Qualitätsjournalismus, sondern schändliches Versagen.

Weder die ARD-aktuell-Redaktion noch andere Qualitätsjournalisten im hiesigen Meinungsmonopol konnten oder wollten die sonstigen provokanten Vorgänge melden, die den russischen Brückenbau über die Meerenge von Kertsch beschleunigten: Hatte die Ukraine nicht die Gasversorgung der Krim gekappt? Hatten ihre „Aktivisten” nicht die Stromleitungen zur Krim gesprengt? Hatten die Machthaber in Kiew die Halbinsel nicht ebenso wie den Donbass blockieren lassen und ihr sogar die Wasserversorgung abgestellt?

Es scheint nun allerdings so, als habe das korrupte Oligarchen-System mit seinen neonazistischen Milizen, seiner irrationalen Unterwerfung unter US-Vorgaben und mit seiner Unfähigkeit zu rationaler Politik das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Kriegsrechtsnummer war wohl doch der Tropfen zuviel. Merkel und anderen vormaligen Scharfmachern in der EU scheint die Lust auf weitere Sanktionen gegen Russland vergangen zu sein, obwohl diese zunächst mit großem Geschrei gefordert worden waren.

Gniffkes Qualitätsjournalisten erwähnen das vorsichtige Einlenken allerdings nicht. Sie liefern nur Merkel-Devotionalien, wie üblich: Friedensengel Änschii auf Rettungsmission (20).

Kein erklärendes Wort darüber, dass und warum die Kanzlerin die Unterstützung einiger europäischer Gefolgsleute verloren hat. Die Sanktionierung Russlands nützt der US-Wirtschaft, der westeuropäischen schadet sie. Ansonsten bleibt sie wirkungslos und belebt sogar die russische Eigenständigkeit. Mehrere EU-Staaten pflegen inzwischen wieder engere Beziehungen zu Russland. Nach Zypern, Bulgarien, Griechenland und Ungarn nun auch Österreich und Italien.

Europas politische Linke, auch die deutsche, befürwortet seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit Russland. Jetzt gesellen sich „Rechtspopulisten” und rechtsnationale Kräfte hinzu: FPÖ, Lega Italia, Front National, Ungarns Fidesz, die Schwedendemokraten, die Dansk Folkeparti, die niederländische Partij voor de Vrijheid. Linke und Rechte wollen Frieden und Zusammenarbeit mit Russland (21).

Und die alten deutschen „Volksparteien” in der vermeintlichen politischen Mitte? Die fallen mittendurch. Die Wahlen in jüngster Zeit zeigen es. Gniffkes Albtraum: Die Garanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Unterstützer des korporierten Qualitätsjournalismus und seiner Sinekuren schwächeln. Allesamt haben sie sich ihren Niedergang selbst zuzuschreiben.

Quellen:
(1) „Grundsätze für die Zusammenarbeit im ARD-Gemeinschaftsprogramm 'Erstes Deutsches Fernsehen'„ (Richtlinien gemäß § 11 Rundfunkstaatsvertrag) https://www.ard.de/download/1899726/Grundsaetze_fuer_die_Zusammenarbeit_im_ARD_Gemeinschaftsprogramm_.pdf
(2) NDR Staatsvertrag, § 7, https://www.ndr.de/der_ndr/unternehmen/staatsvertrag100.pdf
(3) https://de.wikipedia.org/wiki/Stiftung_Wissenschaft_und_Politik
(4) https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-476179.html
(5) https://www.tagesschau.de/100sekunden/index.html
(6) http://www.russland.news/ljaschko-kritisierte-die-einfuehrung-des-kriegsrechts/
(7) https://ru.tsn.ua/groshi/v-ukraine-bez-otopleniya-merznet-bolshe-desyatka-gorodov-1249740.html
(8) https://www.russland.capital/der-gaspreis-in-der-ukraine-wird-noch-zweimal-erhoeht
(9) https://deutsch.rt.com/international/79843-bankrott-entkommen-ganze-staedte-erfrieren/
(10) https://www.laenderdaten.info/durchschnittseinkommen.php
(11) https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-476177.html
(12) http://www.informationclearinghouse.info/article37599.htm
(13) https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/5-milliarden-dollar-fuer-den-staatsstreich
(14) NDR Staatsvertrag, § 5, Programmauftrag, Abs. 1. https://www.ndr.de/der_ndr/unternehmen/staatsvertrag100.pdf
(15) https://www.youtube.com/watch?v=mY_Yx2tMNu8
(16) https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/asowsches-meer-neues-eskalationspotenzial-zwischen-russland-und-der-ukraine/
(17) http://thesaker.is/ukrainian-crews-were-given-the-order-to-try-to-covertly-cross-the-kerch-stait/
(18) http://thesaker.is/uber-loser-poroshenko-goes-full-saakashvili/
(19) https://www.tagesspiegel.de/politik/militaerische-unterstuetzung-usa-liefern-der-ukraine-raketen/21232334.html
(20) https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-477305.html
(21) https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/veraenderte-politische-lage-das-problem-mit-neuen-sanktionen-gegen-russland-6884625.

Anmerkung der Autoren:
Unsere Beiträge stehen zur freien Verfügung. Wir schreiben nicht für Honorar, sondern gegen die „mediale Massenverblödung“ (in memoriam Peter Scholl-Latour). Die Texte werden auf der Seite https://publikumskonferenz.de/blog dokumentiert.


Friedhelm Klinkhammer Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest angestellt beim NDR. Er war Gesamtpersonalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeitnehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und -Verwaltungsrat.


Volker  Bräutigam Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tageszeitungen in Süddeutschland und landete 1975 für zehn Jahre in der Tagesschau-Redaktion in Hamburg. Nach elf weiteren Jahren als Personalrat und Kulturredakteur im NDR übernahm er 1996 einen Lehrauftrag an der Fu Jen Catholic University in Taipeh und danach einen Forschungsauftrag des Wissenschaftsrates der Regierung von Taiwan. Seine Rente verzehrt er jetzt aber im Umland von Lübeck.


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Samstag, 8. Dezember 2018

WeMove EU - Jetzt stoppen wir Glyphosat!


Nächste Woche entscheidet das EU-Parlament über das Ende von Glyphosat! Einige Abgeordnete, gerade von der CDU, wollen das Gesetz zugunsten der Konzerne abschwächen. Wir wollen giftfreie Landwirtschaft und gesunde Nahrung!
Liebe  Leserinnen, liebe Leser,
Nächste Woche stimmt das EU-Parlament über ein Gesetz ab, das das Ende des Unkrautvernichters Glyphosat bedeuten kann. Das Gesetz würde geheime Studien der Pestizidhersteller endlich öffentlich machen. [1]
In unserem Kampf der vergangenen Jahren gegen Glyphosat haben wissenschaftliche Studien eine entscheidende Rolle gespielt. Die Hersteller behaupteten, ihre Studien würden beweisen, dass Glyphosat ungefährlich sei - das war nicht überprüfbar, die Studien blieben geheim. Mit geheimen Studien wurde Glyphosat für fünf weitere Jahre zugelassen. [2]
Der Umweltausschuss hat letzte Woche dafür gestimmt, die Geheimhaltung aufzuheben. Die Abstimmung wurde knapp gewonnen. Die Pestizid-Hersteller versuchten bis zuletzt, die Abgeordneten zu beeinflussen. Sie wollen Studien auch in Zukunft kontrollieren - und sie immer erst dann veröffentlichen, wenn die Bewertung eines giftigen Stoffs abgeschlossen ist! Jetzt ist das Parlament dran, die Geheimhaltung zu lüften.
Dies ist unsere letzte Chance, unsere lange Kampagne gegen Glyphosat glücklich enden zu lassen. Letzte Woche haben wir als WeMove-Bürgerbewegung die EU-Parlamentarier/innen mit massenhaft verschickten E-Mails geflutet: Wir wollen Transparenz und keine Gifte! Etliche Abgeordnete haben sich gemeldet und wir konnten nachvollziehen, dass sich unser Einsatz gelohnt hat. Für die Parlamentsabstimmung wollen wir den Abgeordneten klar machen, dass die Europawahlen vor der Tür stehen - und wir Wählerinnen und Wähler gesundes Essen wollen und keine Geheimhaltung für große Konzerne.
Unterschreiben Sie jetzt für Transparenz!
Die vorgeschlagene Transparenz ist das Gegenteil von dem, was sich die Agrar- und Lebensmittelindustrie wünscht. Wird das Gesetz verabschiedet, dann haben wir endlich etwas gegen Monsanto - jetzt Bayer - in der Hand. Wir haben dann eine echte Chance, Glyphosat und andere gefährliche Chemikalien zu verhindern.
Das ist ein großer Erfolg unserer Europäischen Bürgerinitiative (EBI) zum Verbot von Glyphosat, an der unsere Bewegung im vergangenen Jahr unermüdlich gearbeitet hat. Dort lautete eine unserer Forderungen, "sicherzustellen, dass die wissenschaftliche Bewertung von Pestiziden für die EU-Zulassung nur auf veröffentlichten Studien basiert ...". [3]
Unser gemeinsamer Protest hat die EU beeindruckt. Sie will nun zeigen, dass sie unseren Forderungen nach Transparenz und Lebensmittelsicherheit gerecht wird. Die Kommission hat eine Überarbeitung des Allgemeinen Lebensmittelrechts vorgeschlagen, wofür nun auch die Abgeordneten stimmen müssen. [4] Einige Abgeordnete sind jedoch stark von der Industrie beeinflusst. Gerade ihnen müssen wir klar machen, dass wir der Abstimmung aufmerksam folgen werden. Und wir werden an der Wahlurne zeigen, wer gegen die Interessen von uns Bürger/innen und für die Konzerne gestimmt hat.
Unterschreiben Sie für sicheres Essen!
Vor mehr als zwei Jahren starteten wir eine EU-weite Kampagne, um Glyphosat zu bekämpfen. Seitdem haben wir Debatten in vielen Ländern Europas ausgelöst und erste Einschränkungen von Glyphosat erreicht. [5] Das neue Gesetz würde es uns erlauben, giftige Chemikalien in unserer Nahrung effektiver zu bekämpfen.
Danke, dass Sie unseren Kampf begleiten,
Jörg Rohwedder (Lübeck)
Virginia López Calvo (Madrid)
Mika Leandro (Bordeaux)
für das gesamte WeMove.EU-Team

PS: Die nächste Glyphosat-Entscheidung steht vor der Tür. Wenn wir es jetzt schaffen, bei den Transparenzregeln zu gewinnen, muss die EU die Sicherheitstudien von Bayer (früher Monsanto) über Glyphosat veröffentlichen, wenn nächstes Jahr wieder ein Zulassungsantrag vorliegt. Nur wenn wir die Studien haben, können wir sie von unabhängigen Wissenschaftler/innen auswerten lassen. Um Glyphosat endlich zu stoppen, müssen wir uns die Studien anschauen können, die die Industrie geheimhalten will. Unterschreiben Sie, damit Ihre Abgeordneten Ihre Meinung hören.
Referenzen:
[1] http://ec.europa.eu/citizens-initiative/public/initiatives/successful/details/follow-up/2017/000002/en?lg=en
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=CONSIL:ST_8518_2018_INIT&from=EN
[2] http://ec.europa.eu/citizens-initiative/public/documents/3496/DS_Annex.pdf
https://www.euractiv.com/section/agriculture-food/news/civil-society-questions-europes-perfect-pesticide-authorisation-system/
[3] http://ec.europa.eu/citizens-initiative/public/initiatives/successful/details/2017/000002
[4] https://www.euractiv.com/section/agriculture-food/news/new-food-transparency-rules-risk-falling-victim-to-eu-institution-spat/
[5] http://www.europarl.europa.eu/news/en/press-room/20171020IPR86572/meps-demand-glyphosate-phase-out-with-full-ban-by-end-2022
https://www.dw.com/en/germany-sets-new-restrictions-on-glyphosate/a-46172338 https://phys.org/news/2018-09-czech-republic-restrict-glyphosate-weedkiller.html
WeMove.EU ist eine Bürgerbewegung, die sich für ein besseres Europa einsetzt; für eine Europäische Union, die sich sozialer Gerechtigkeit verpflichtet fühlt; die für ökologische Nachhaltigkeit und bürgernahe Demokratie steht. Wir sind Menschen unterschiedlicher Lebensläufe, Kulturen und Religionen, die Europa ihr Zuhause nennen – egal, ob wir in Europa geboren wurden oder anderswo. Wenn Sie sich aus unserem Verteiler austragen möchten, klicken Sie bitte hier.
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campact - Glyphosat-Duell





Der Pestizid-Plan
Jetzt passiert endlich was! Mit großen Schritten will Umweltministerin Schulze aus dem Ackergift Glyphosat aussteigen. Doch Agrarministerin Klöckner blockiert den Plan. Wir müssen sie jetzt zum Einlenken bewegen, denn schon am 16. Dezember steht die Neuzulassung vieler Glyphosat-Pestizide an. Unterzeichnen Sie unseren Appell an Frau Klöckner.

Hallo liebe Leserinnen, liebe Leser,
Schulze gegen Klöckner – dieses Duell kann den Glyphosat-Ausstieg entscheiden. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat einen Plan vorgelegt, mit dem sie den Einsatz des Ackergifts Glyphosat stark einschränken will.[1] Doch der braucht die Zustimmung von Agrarministerin Julia Klöckner (CDU). Eigentlich Formsache, denn der Glyphosat-Ausstieg steht im Koalitionsvertrag.[2] Klöckner reagiert aber abwehrend auf Schulzes Vorstoß – und lässt durchblicken, dass sie möglichst wenig Regeln für die Chemieindustrie will.[3]
Dabei wird die Zeit knapp: Schon am 16. Dezember müssen viele glyphosathaltige Pestizide neu zugelassen werden. Wir brauchen dringend Gesetze, die den Einsatz von Glyphosat einschränken, bevor im Frühjahr wieder überall gespritzt wird und Menschen und Artenvielfalt Schaden nehmen.
Julia Klöckner stellt sich selbst als naturverbunden dar. Gerne zeigt sie sich auf Pressefotos zwischen Weinreben auf dem rheinland-pfälzischen Weingut ihrer Familie. Das sind hübsche Bilder einer natürlich wirkenden Landwirtschaft. Dieses Image ist wichtig für Klöckners Karriere – und genau da können wir sie packen! Dafür brauchen wir einen starken Appell mit über 150.000 Unterschriften. Gelingt das, starten wir einen Test und prüfen Weine aus Klöckners Heimat Rheinland-Pfalz auf Glyphosat-Rückstände. Beides zusammen kann sie zum Einlenken bringen. Geben Sie uns dazu Ihre Unterschrift!
Christian Schmidt hat uns alles versaut! Nach jahrelangem Kampf gegen Glyphosat standen wir 2017 kurz vor dem Ziel. Über eine Million Menschen hatten eine entsprechende Europäische Bürgerinitiative unterstützt. In vielen Ländern setzten sich Kritiker/innen durch. Das Aus war zum Greifen nah – bis der damalige CSU-Agrarminister Schmidt im Alleingang auf EU-Ebene für die Verlängerung stimmte. Damit ist der Wirkstoff bis 2022 in der EU zugelassen. Bis dahin ist es sehr schwer, den Einsatz des Pflanzengifts in Deutschland komplett zu verbieten.
In dieser miesen Lage versucht Umweltministerin Schulze jetzt zu retten, was noch zu retten ist. Sie hat einen Plan vorgelegt, mit dem Deutschland Schritt für Schritt aus der Glyphosatnutzung aussteigt.[1] Dieser beinhaltet unter anderem:
  • Glyphosat-Verbot in Naturschutzgebieten
  • Kein Einsatz in Privatgärten und Parks
  • Sicherheitsabstand von 20 Metern zu Gewässern
  • Zehn Prozent der Ackerflächen müssen pestizidfreie Lebensräume sein
  • Kein Einsatz von Glyphosat nach 2023
Dieser Plan geht weit über das hinaus, was Agrarministerin Klöckner im April präsentiert hatte. Ihr Vorschlag zur Glyphosat-Reduzierung sah nicht mal einen Ausstiegstermin vor.[4] Auf den Vorstoß von Schulze reagierte Klöckner verschnupft, zu den Details sagte sie nichts. Dafür betonte sie, dass die Zuständigkeiten ja klar seien.[3] Heißt also: Für Glyphosat ist das Agrarministerium verantwortlich – die Umweltministerin soll sich raushalten. Doch der Plan von Schulze ist der einzige Weg weg vom Glyphosat. Klöckner muss jetzt endlich über ihren Schatten springen und sich dem Plan anschließen.
Tests haben bewiesen: Egal ob Eiscreme, Bier oder Müsli – Glyphosat steckt in etlichen Lebensmitteln.[5,6,7] Jetzt wollen wir uns Wein näher angucken. Und zwar den aus Klöckners Heimat. Stellt sich heraus, dass Glyphosat-Rückstände auch im von ihr so geschätzten rheinland-pfälzischen Wein sind, ist sie in Erklärungsnot. Und ihr wird hoffentlich klar: Wir müssen das Pflanzengift endlich loswerden. Damit von dieser Untersuchung Notiz genommen wird, wollen wir, dass sich über 150.000 Menschen dahinter stellen. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell!
Herzliche Grüße
Matthias Flieder, Campaigner
PS: In einer Umfrage vom Februar 2018 haben 87 Prozent der Befragten gesagt, sie würden sich einen Glyphosat-Ausstieg innerhalb der nächsten drei Jahre wünschen.[8] Der Plan von Ministerin Schulze ist der aktuell beste Weg dorthin. Unterzeichnen Sie jetzt!
[1] „Schulze legt Plan für Glyphosat-Ausstieg vor”, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, 6. November 2018
[2] „Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD”, 12. März 2018
[3] „BMEL führt weiter Gespräche mit BMU zu Glyphosatminderung”, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 6. November 2018
[4] „Ministerin Klöckner kündigt strengere Glyphosat-Vorschriften an”, Spiegel Online, 17. April 2018
[5] „Glyphosat in Speiseeis gefunden”, FAZ.net, 10. Oktober 2017
[6] „Fast alle alkoholfreien Biere enthalten Glyphosat”, Tagesspiegel.de, 23. Mai 2018
[7] „Glyphosat: Pflanzengift im Essen nachgewiesen”, NDR.de, 20. August 2018
[8] „Emnid-Umfrage zum Komplettausstieg aus Glyphosat”, BUND, Februar 2018
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War die Krim-Krise von Poroschenko bewusst geplant?


Thema: Ukraine

Wenn man die Umstände näher betrachtet, scheint das der Fall zu sein

Wenn man seine Informationen nicht nur von deutschen Hofberichterstattern und der Natopresse bezieht, schaut es ganz danach aus.

In der Ukraine finden im März 2019 Wahlen statt. Wie beliebt Poroschenko bei seinem Volk ist, sieht man daran, dass er in Umfragen unter 10 Prozent Zustimmung erhält. Grund dafür düfte seine Verfolgung des Michail Saskaschwili sein und natürlich das Drumherum um Mr. Incognito Petro Ukraine und seinen 500.000$ teuren Malediven-Urlaub.

♦ Ein Präsident, der kein Problem damit hat, mit dem Spruch "Slawa Ukraini!" rechtsradikale Wähler hinter sich zu scharen.

♦ Ein Präsident, der mit einer Mail sein Geld ins Ausland verschob, während sein Volk für ihn starb.

Als im August 2014 eine der blutigsten Schlachten des Ukraine-Konflikts tobte. Während hunderte Soldaten in einem Hinterhalt prorussischer Separatisten starben, kümmerte sich Präsident Petro Poroschenko um sein eigenes Vermögen. Link zum Focus-Artikel
Selbst die ehemalige "Gasprinzessin" Julia Timoschenko liegt in Umfragen weit vor ihm.

Auch Putin sieht die Aktion im Schwarzen Meer als eine von Poroschenko geplante Provokation um mit der Ausrufung des Kriegsrechts die Wahl, die für ihn zu einer Katastrophe werden könnte, zu verhindern. Dass er jetzt sogar noch die Reservisten einberufen hat, lässt das Vertrauen in den ukrainischen Präsidenten weiter sinken.
Trotzdem wird er unverständlicherweise von der EU und den USA gestützt.

Und wie verhält sich die "Westliche Wertegemeinschaft"?

Anstatt die Krim-Konflikte zu deeskalieren wird weitergehetzt gegen Russland. Beim G20 Treffen wurde gerademal am Rande darüber gesprochen, ansonsten wurde, wie mittlerweile üblich, Russland als "das Böse", das an Allem schuld ist, dargestellt.
Trump hat sein, erst kürzlich geplante Treffen mit Putin, abgesagt.

Die USA werden wohl wieder mit Sanktionen gegen Russland drohen und ihr bei Fuß gehender, europäischer Dackel, die "Europäische Wertegemeinschaft" wird dazu "Männchen machen", in vorderster Reihe das Duo Merkel / Macron.

Wofür die Europäische Union, bei ihrer andauernden Hetze gegen Russland, den Friedensnobelpreis bekommen hat, bleibt wohl das gleiche Geheimnis des Nobelpreiskommitees, wie beim "Drohnen-Killer-Präsidenten" Obama, der, wie kein Präsident vor ihm, gleichzeitig in sieben Ländern Krieg führte.

Wollen wir in so einer Zukunft leben?
In einer verlogenen "Westlichen Hetzgemeinschaft" mit Ambitionen zur Weltherrschaft - mit Friedensnobelpreisträgern die gleichzeitig überall auf der Welt gefährlich rumstänkern, um sich die Rohstoffe anderer Länder mit falschen Beschuldigungen, Krieg und Korruption unter den Nagel zu reißen?
Wem sowas Spass macht, von mir aus! - mir nicht!

Ukraine - Der verschwiegene Krieg

Der verschwiegene Krieg

Die Wahrheit über die Ukraine wird systematisch totgeschwiegen.

Die Straßen sind heute leer, die Mahnwachen sind — bis auf ganz wenige Ausnahmen — Vergangenheit. Der Krieg und das Chaos in dem Land sind es allerdings nicht. Im Gegenteil: Für die Menschen im Osten der Ukraine ist der Krieg bittere Gegenwart bis zum heutigen Tag — und vermutlich auch morgen und übermorgen und nächste Woche.

Und die Menschen sind — wie in allen Kriegen — die eigentlichen Opfer. Am schlimmsten betroffen — wie in allen Kriegen — Alte, Kranke und Kinder. Nach fünf Jahren Krieg, Zerstörung, Hunger und — jetzt wieder aktuell — Kälte in den Kriegsgebieten ist die Hoffnung auf Frieden und ein „normales“ Leben bei Vielen dort nahezu verschwunden. Das sind zumindest die Eindrücke, die verschiedene Mitglieder von Hilfsorganisationen von ihren Besuchen vor Ort mit nach Deutschland bringen.

Das Aktionsbündnis Zukunft Donbass e.V. engagiert sich in der Luganskaja Narodnaja Respublika (LNR), der russischen Bezeichnung der Volksrepublik Lugansk. Die Friedensbrücke Kriegsopferhilfe e.V. ist vorwiegend in der Volksrepublik Donezk oder auch Donezkaja Narodnaja Respublika, DNR, aktiv und betreut zusätzlich einige Projekte in der LNR.

Im Gespräch beschreiben Aktivisten dieser Organisationen ihre Eindrücke aus dem Donbass. Es sind subjektive Eindrücke der Realität des Krieges, der für die meisten Mainstream-Medien heute kein Thema ist. Zunächst Iwana Steinigk, Mitglied des Vorstands des Vereins Aktionsbündnis Zukunft Donbass e.V..

Andrea Drescher: Wie siehst Du die Lage in der LNR?

Iwana Steinigk: In meinen Augen ist sie seit 2014 nahezu unverändert schlecht, da sich letztlich nichts bewegt. Die Menschen sind kriegsmüde, der ständige Schusswechsel macht sie mürbe. Die Wahlen, die von vielen nicht offiziell anerkannt werden, haben den Menschen etwas Auftrieb gegeben.

Trotz der negativen Stimmungsmache im Vorfeld konnte man seinem politischen Willen Ausdruck geben. Man hat jetzt legitimierte Verantwortliche, die mit Kiew über die Umsetzung des Minsker Abkommens oder mit Russland über bessere Handelsbeziehungen sprechen können.

Die sozio-ökonomische Lage belastet die Menschen sehr. Das Mindestgehalt beträgt 3.600 Rubel im Monat. Das sind etwa 50 Euro. Die Renten liegen in vergleichbarer Höhe. Ein Arzt im Krankenhaus verdient 8 bis 10.000 Rubel, Bürokräfte vielleicht 5.000.

Und das Preisniveau liegt nur wenig unter dem Russischen: 15 bis 20 Rubel für ein Kilo Brot, 50 Rubel für einen Liter Milch, Zucker kostet 40 Rubel für ein Kilo. Fleisch ist ein Luxusgut — ab 300 Rubel aufwärts pro Kilo. 45 Rubel für Sprit — wenn dieser überhaupt verfügbar ist. Miete, Wasser und sonstige kommunale Kosten sind ja auch zu begleichen. Und dabei geht es den Menschen in den Städten noch vergleichsweise gut.

Lugansk liegt nach Westen 76 km, nach Nordosten 12 km von der Demarkationslinie entfernt. Je näher man der Frontlinie kommt, desto schwieriger ist das Über-Leben. Die von uns betreuten Krankenhäuser sind stärker betroffen.

Wie schaut es denn da aus?

Pervomaisk ist nur fünf Kilometer weit weg — und damit noch Kampfgebiet. Man hört es ständig, besonders die Dörfer in der Umgebung werden beschossen. Früher war es ein großes Kreiskrankenhaus mit einer Kapazität von bis zu 20.000 Patienten. Nach starkem Beschuss konnten nur Teile wieder aufgebaut werden, sodass heute rund 3.000 Menschen betreut werden können. Das Krankenhaus in Stachanov ist weniger stark betroffen — es liegt weiter vom Kampfgebiet weg.

Dafür kommen dort mehr Menschen hin, weil sich viele ins Hinterland zurückgezogen haben. Mein Eindruck ist, dass die Lage nicht ganz so bedrohlich ist wie in der DNR, trotzdem ist es enorm zermürbend, nicht zu wissen, warum und wann die Schusswechsel intensiver werden. Meine Analyse der OSZE-Berichte über die Initiatoren der Schießereien zeigt mir, dass es meistens die Kiewer Seite ist, die aktiv wird, nur selten die Volksmiliz. Das kann man anhand der durch die OSZE dokumentierten Himmelsrichtungen ganz gut nachvollziehen.

Man hört ja, dass die Russen im Donbass sehr aktiv sind — gibt es russische Unterstützung für die Menschen?

Von Anfang an gab es die humanitären Transporte aus der russischen Föderation. 60, 70 LKWs mit Lebensmitteln, medizinischem Material, Grundnahrungsmitteln für die Ärmsten. Die fuhren häufig — auch zu den verschiedenen privaten Hilfsorganisationen wie unserer.

Ob sie heute noch so regelmäßig fahren, kann ich nicht sagen. Der letzte Transport kam im Oktober in Lugansk an. Ich habe auch gehört, dass die Unterstützung stärker auf die politische Ebene verlagert wird. Also Haushaltsunterstützung statt Warenlieferungen, um die Wirtschaft zu fördern, den Wiederaufbau zu finanzieren, die Infrastruktur zu sanieren.

Welche Art von Hilfe leistet Ihr als Organisation?

Wir haben uns entschieden, Krankenhäuser durch Materialspenden zu unterstützen. Das sind Institutionen, die jeder irgendwann braucht. Ob krank oder verletzt durch Unfall oder Krieg: Kliniken sind für die Menschen — besonders im Kriegsgebiet — unverzichtbar. Gleichzeitig besteht ein enorm hoher Bedarf an Verbrauchsmaterialien, Medikamenten, OP-Bestecken.

Natürlich werden auch große Geräte wie MRTs oder Betten dringend benötigt. 2018 konnten wir sechsmal einen LKW mit medizinischen Hilfsgütern beladen und nach Lugansk schicken.

Wir sammeln die Spenden in Deutschland, unsere Standorte sind Thüringen und Sachsen. Wir schreiben Ärzte und Kliniken an, rufen über Facebook und Betterplace.org zur Unterstützung auf, lagern zwischen und organisieren die Tour. Sobald das Geld für den Transport beisammen ist — pro Fahrt benötigen wir 3.000 Euro — geht es los.

Vor Ort arbeiten wir über unseren akkreditierten Partner „Bumerang der Güte“ mit den Behörden vor Ort zusammen, sodass sichergestellt ist, dass die Spenden dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Wir wollen ja keine Begehrlichkeiten wecken, sondern helfen. Darum hängen wir unsere Transporte selbst auch nicht an die große Glocke.

Gibt es bei den Transporten Probleme?

Eigentlich nichts Gravierendes, da wir ja mit einer akkreditierten Organisation zusammenarbeiten. Natürlich klappt in einem Krisengebiet nicht immer alles so reibungslos, wie wir es gerne hätten.

Manchmal gibt es einfach keinen Sprit, sodass die Hilfsgüter nicht gleich an die Krankenhäuser ausgeliefert werden können. Auch hatten wir schon mal Schwierigkeiten, den Spediteur in Weißrussland zu bezahlen. Und: man darf nie das Zielgebiet des LKWs auf die Überweisung schreiben, immer nur die Rechnungsnummer.

Die deutschen Behörden waren anfangs gar nicht so begeistert von unserer Arbeit, aber da wir bewusst unpolitisch auftreten, hat sich das inzwischen entspannt. Uns geht es ja um die Menschen.

Wann war der letzte Transport?

Der war jetzt gerade: am 18. November. Wir konnten einen Zahnarzt-Behandlungsstuhl, zwei OP-Tische, zwei Sterilisatoren für OP-Bestecke, eine medizinische Badewanne und Krankenhausbetten aufladen. Darüber hinaus haben wir rund 200 Weihnachtspäckchen für Waisenkinder mitgenommen. Und natürlich sehr viel Verbrauchsmaterial, das wir unter anderem von zwei Thüringer Ärzten bekommen haben, die in Holland arbeiten.

Aufgrund der dort herrschenden, sehr strikten Hygienevorschriften dürfen angebrochene Packungen nur sehr begrenzt verwendet werden. Aus einer Großpackung Windeln bleiben leicht mal 30 übrig, auch ungeöffnete Kanülen müssen entsorgt werden, wenn die Umverpackung geöffnet ist. Die beiden sammeln das alles bei sich in der Klinik und bringen es zu ihren Eltern nach Thüringen, von wo wir es abholen und verschicken.

Habt ihr für 2019 bereits Pläne?

Auf jeden Fall! Uns wurden zwei Kleinbusse für Behinderten-Transporte sowie 17 Tonnen Kindernahrung gespendet. Diese Überführungen müssen jetzt finanziert werden. Wir wollen auch wieder möglichst alle zwei Monate einen Transport machen. Ich möchte auch wieder hinfahren und plane, die Kleinbusse zu begleiten.

Warum tust du das?

Wenn ich vor Ort bin, kann ich dokumentierten, was los ist. Jetzt im Winter ist die Situation besonders hart, gerade in den zerstörten Dörfern entlang der Frontlinie. Ich spreche mit den Ärzten und dem Personal. Überzeuge mich, dass alles funktioniert und schaue, wo die Sachen landen.

Das Material — also Bilder und Videos, die ich dabei produziere — möchte ich zusammen mit Bildmaterial russischer Kriegsberichterstatter 2019 für eine kleine Wander-Ausstellung verwenden.

Es wird viel zu viel geschwiegen. Man muss das Leid sichtbar machen.

Dazu gehört auch Öffentlichkeitsarbeit, und die ist umso glaubwürdiger, wenn ich authentisch von dort berichte. Nur so gewinnen wir weitere Unterstützer.

Welche Form der Unterstützung benötigt ihr?

Natürlich Geld — die LKWs müssen ja bezahlt werden. Und Menschen, die uns helfen, die organisatorischen Aufgaben zu bewältigen. Dazu gehören das Anschreiben und die Kontaktpflege mit Ärzten und Kliniken, die Organisation der Medizingüter an unsere Sammelstellen, das Verteilen von Flyern, Geld sammeln. Es gibt immer sehr viel zu tun, und wir freuen uns über jeden, der mitmachen mag.

Mehr dazu unter www.zukunftdonbass.org

Auch Liane Kilinc, Vorstandsvorsitzende des Vereins Friedensbücke Kriegsopferhilfe e.V., beschreibt die Lage vor Ort aus eigenen Erfahrungen.

Andrea Drescher: Auch an Dich als erstes die Frage: Wie siehst Du die Lage in der DNR?

Liane Kilinc: In Donezk ist die Lage sehr angespannt. Besonders seit der Ermordung von Alexander Sachartschenko herrscht viel Unruhe. Die politische Entwicklung ist für mich undurchschaubar.

Im Vorfeld gab es den Ausschluss von Kandidaten und Parteien, zum Beispiel der KP. Ich kann nicht sagen, was sich entwickeln wird. Dazu kommt der ständige Beschuss, viele Dörfer an der Frontlinie kommen nie zur Ruhe. Minsk 2 wird komplett ignoriert.

Die Lage der Menschen hat sich in meinen Augen verschlechtert. Wobei man differenzieren muss; in der Stadt leben die Menschen besser als in den Dörfern. Mitten in Donezk ist eigentlich nichts vom Krieg zu spüren, aber sobald man den städtischen Raum verlässt, kann es heftig werden.

Nehmen wir das Beispiel Heizung: In den Städten kein Problem. Auf den Dörfern jedoch gibt es verschiedene Kategorien: Vorne an der Frontlinie erhalten die Menschen Kohle kostenlos; ist man von der Front entfernt, muss man zahlen.

Für Rentner oder Alleinerziehende ist das natürlich ein großes Problem. Auch beim Wiederaufbau gibt es Kategorien: In der Nähe der Front Gebäude wieder aufzubauen, erscheint sinnlos. Aber manchmal wäre es eine Kleinigkeit, ein Dach zu reparieren, um das Gebäude vor Wasser zu schützen. Das passiert jedoch nicht, wenn das Haus, eine Schule oder eine Kita der falschen Kategorie zugeordnet ist. Auch in der medizinischen Versorgung gibt es erstaunliche Unterschiede.

In vielen Dörfern fehlt es an einfachsten Dingen. Alles, was von der Stadt entfernt und nahe der Frontlinie ist, ist ein Alptraum, was die Versorgungslage angeht. In Dörfern, in denen früher 1.000 und mehr Menschen gewohnt haben, sind noch 300 Alte und Kranke beziehungsweise Frauen und Kinder getöteter oder gefallener Väter übriggeblieben.

Von 250 Häusern sind gerade 40 halbwegs bewohnbar. In manchen Gegenden ist sauberes Trinkwasser purer Luxus. Es gibt keine Grundnahrungsmittel, ohne die Selbstversorgung aus den Gärten und die verschiedenen Hilfsorganisationen würden die Menschen dort schlichtweg verrecken.

Woher hast Du diese Informationen?

Ich war vom 22. Oktober bis zum 2. November 2018 selbst vor Ort, seit 2015 sind wir das zweimal im Jahr. Das sind meine eigenen konkreten Erfahrungen. Die Dörfer an der Frontlinie sind kaum zugänglich, weitestgehend von der Versorgung abgeschnitten und liegen unter Dauerbeschuss. Kein tolles Gefühl.

Ich habe dieses Jahr wieder erleben müssen, was das heißt. Wir waren beim Verteilen der Hilfsgüter bis auf 500 Meter dran. Da ist Hilfe nur mit Schutzweste möglich.

Warum setzt Du Dich dem aus?

Das hat mehrere Gründe. Zum einen möchte ich unsere Projekte, die schon seit Jahren laufen, selbst kontrollieren. Ich will wissen, was wirklich benötigt wird, was in der letzten Zeit passiert ist und wo man am besten helfen kann. Wir sind als Hilfsorganisation in der DNR anerkannt und dürfen vor Ort tätig sein, arbeiten mit den Behörden, Ministerien und Volontären vor Ort zusammen und die Treffen, Absprachen und die Kontaktpflege sind da sehr wichtig.

Ein persönliches Bedürfnis ist es mir aber auch, den Menschen zu zeigen, dass wir sie nicht vergessen. Ich möchte sie diese Solidarität spüren lassen. Ich weiß, wie wichtig das für die Menschen ist. Die Hilfe, die wir leisten können, ist ja nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber die Menschen geben uns immer zu spüren, wie wertvoll dieser Tropfen für sie ist. Sie sind unendlich dankbar dafür.

Welche Art von Hilfe leistet Ihr denn?

Das ist ein breites Spektrum: Von der Notversorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Heizmaterial über Hilfe zur Selbsthilfe und Unterstützung für den Wiederaufbau bis hin zur Förderung von Kultur und Sport bei Kindern und Jugendlichen. Wir helfen auch insbesondere jenen, die aus den oben genannten Kategorien herausfallen.

Wir sanieren leicht beschädigte Dächer — auch auf die Gefahr hin, dass es wieder zu Zerstörungen kommen kann. Wir finanzieren dort die Kohle, wo man es sich nicht leisten kann. Das Autismus-Zentrum, das wir unterstützen, hatte nicht mal genügend Geld, die Wasseranschlüsse im Bad zu finanzieren.

Insgesamt haben wir 2018 sicher wieder mindestens 80 verschiedene Projekte durchgeführt. Das Größte dabei war die Evakuierung aus Frontgebieten von insgesamt fast 600 Kindern mit Begleitpersonen aus den Bunkern und Kellern in Friedens-Pioniercamps nach Russland, Rostov am Don, Krasnodar und Taganrog. Ein paar Wochen „bunkerfrei“ – das heißt einige Wochen Erholung vom Krieg. Eine gewisse Zeit einfach angstfrei leben zu können. Vor Ort traf ich viele dieser Kinder, unter Tränen. Mit selbstgebastelten Geschenken drückten sie erneut ihre Dankbarkeit für diese Zeit aus.

Unterstützt Russland denn nicht?

Auf dem Rückweg zur Grenze sind wir einem Transport mit 18 weißen LKWs begegnet. Aber die Menschen empfinden es anders. In meinen zahlreichen Gesprächen von Donezk bis zur Frontlinie habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Hilfe aus Russland deutlich weniger geworden ist.

Man fühlt sich allein gelassen, hat keine Hoffnung mehr, besonders auf eine politische Lösung. Das ist schon sehr schlimm für die Menschen — es ist für mich, wie für den Verein, aber auch Ansporn, weiterzumachen. Auch wenn es immer schwieriger wird.

Warum wird es schwieriger? Wo gibt es Probleme?

Es wird ja in Deutschland immer noch stark pro-ukrainisch Stimmung gemacht, Russland soll weiter und stärker sanktioniert, die Menschen im Donbass für ihren Wunsch nach Eigenständigkeit bestraft werden. Wir werden immer mal wieder angegriffen, es gibt Drohungen gegen unsere Aktionen von Anhängern der Kiewer Regierung. Daher ziehen sich manche verständlicherweise aus Angst zurück.

Wir mussten uns aufgrund des Regierungswechsels neu anerkennen lassen. Das hat aber sehr gut und schnell funktioniert. Jetzt dürfen wir uns aber nur noch in Begleitung in die Frontgebiete begeben, der Schutz ist zwingend vorgeschrieben. Das gibt uns mehr Sicherheit, wir sind aber weniger flexibel.

Als gemeinnütziger Verein in Deutschland und anerkannte Hilfsorganisation in Donezk werden wir zwar sehr streng kontrolliert, haben aber alle Prüfungen problemlos bewältigt — doch das können die Spender ja nicht so leicht unterscheiden. Der Krieg ist jetzt im fünften Jahr.

Nicht nur die Menschen im Donbass sind müde — auch die Spendenmüdigkeit ist erkennbar, nicht zuletzt weil der Krieg ja medial totgeschwiegen wird. Jedoch haben uns viele die Treue gehalten und unterstützen uns tatkräftig weiter.

Aber Ihr plant weiterzumachen?

Auf jeden Fall! Die Weihnachtsaktionen und ein weiterer Transport sind in Vorbereitung. Auch 2019 werden wir unsere Projekte weiter betreuen. Besonders werden wir die Hilfe zur Selbsthilfe weiter forcieren, auch weitere Hilfstransporte sind in Planung.

Im April nehmen wir an einer internationalen Konferenz in Donezk teil, wo man die Hilfe der verschiedenen Organisationen aus Deutschland, Russland, Frankreich, Italien und weiteren Ländern effektiver koordinieren will.

Dann gibt es, von uns organisiert, ein Chor-Event in Moskau, mit Chören aus Deutschland und Russland, Donezk und Gorlovka, das wir zusammen mit dem Veteranenverband Moskau veranstalten werden. Letztere kümmern sich um die Unterkunft und Verpflegung der Kinder in Moskau.

Braucht Ihr Unterstützung?

Auch hier: Auf jeden Fall. Hauptsächlich bitten wir um Spenden, da man viele Güter in Russland beziehungsweise im Donbass sehr viel günstiger kaufen kann und die Transportkosten von hier nach dort erheblich teurer sind, werden wir nur noch gezielt benötigte Sachgüter transportieren.
Auf der Homepage findet man eine Liste, wo wir für konkrete Aktionen sammeln.

Mehr dazu unter www.fbko.org

Schaut man nur auf die Situation in der Ostukraine, macht das alles nur wenig Hoffnung. Was jedoch viel Hoffnung macht, ist die Tatsache, dass es Menschen gibt, die sich für andere Menschen engagieren, sich solidarisieren und helfen.

Vielleicht mag der oder die ein oder andere Rubikon-Leser und -Leserin ja auch unterstützen. Dann werden es ein paar Tropfen mehr, mit denen geholfen wird!


Andrea Drescher Andrea Drescher, Jahrgang 1961, lebt seit Jahren in Oberösterreich. Sie ist Unternehmensberaterin, Informatikerin, Selbstversorgerin, Friedensaktivistin, Schreiberling und Übersetzerin für alternative Medienprojekte sowie seit ihrer Jugend überzeugte Antifaschistin. Zuletzt erschien von ihr „Wir sind Frieden“.

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Der Artikel ist erschienen bei Rubicon.News