Montag, 1. Mai 2017

Presseclub 30.04.2017 - Senkrechtstarter oder Rechtsaußen – Wen wählt Frankreich?

So. 30.04.2017, 12.03 - 13.00 Uhr

Senkrechtstarter oder Rechtsaußen -
Wen wählt Frankreich?

Zu Gast:

  • Ulrich Wickert, Publizist
  • Michaela Wiegel, Politische Korrespondentin in Paris, Frankfurter Allgemeine Zeitung
  • Britta Sandberg, Leiterin des Auslandsressorts, Der Spiegel
  • Pascal Thibaut, Deutschland-Korrespondent, Radio France Internationale

  • Moderation:
    Sonia Seymour Mikich
    Bilder: Screenshots

    Bei der Stichwahl am 7. Mai treten Emmanuel Macron und Marine Le Pen gegeneinander an. Macron hat mit seiner Bewegung „En Marche!“ Unterstützer aus den unterschiedlichsten Schichten gewonnen. Marine Le Pen ist mit ihren Forderungen gegen Globalisierung und Sozialabbau erfolgreich. Für Frankreich ist es eine Schicksalswahl: Liberal und europafreundlich oder rechtskonservativ und ‚Frankreich zuerst‘.

    Mit Macron und Le Pen stehen erstmals zwei Kandidaten in der Stichwahl, die keiner der beiden großen Parteien angehören. Viele Franzosen sind enttäuscht von der bisherigen Politik sowohl der Republikaner als auch der Sozialisten. Die Gräben in Frankreich sind groß. Die Lösungen der beiden Kandidaten könnten gegensätzlicher nicht sein.

    Doch wer hat die größeren Chancen? Wie wird diese Wahl Frankreich verändern? Bleibt Frankreich ein verlässlicher Partner in Europa?


    Sendungshomepage
    Gästebuch
    Wiederholungstermine:
    tagesschau24:
    Sonntag, 30.04.2017, um 14:15 Uhr und
    Montag, 01.05.2017, um 00:35 Uhr.
    Im WDR Fernsehen:
    Montag, 01.05.2017, um 05:35 Uhr

    Kommentare

    Ulf Lindermann
    Hat ein Investmentbanker und Börsenspieler in Wirtschaft und Politik jemals der Allgemeinheit etwas positives gebracht?

    H. Wieprecht
    Man ist sich in der Runde einig Le Pan ist nicht wählbar, Macron wird jedoch kaum hinterfragt man stellt ihm mehr oder weniger einen Persilschein aus. Hauptsache es bleibt alles so wie es ist. Die vielen nicht eingehaltenen Wahlversprechen, sorgen dafür, dass extrem gewählt wird. Ein Politikwechsel muss her, weg von Lobbyismus hin zur Demokratie.

    j schmidt
    Kein Wort über den Islam in Frankreich,der mit ein Hauptgrund für Le Pen s Wahl ist Leute wie Wickert Prandl usw sind von Journalisten zu Selbstdarstellern mutiert, die überall Rechtsradikale vermuten Mit neutralem Journalismus hat dieser Sender, wie die anderen der GEZ schon lange nichts mehr am Hut

    Dipl.- Soz.Arb. Jörg-Michael Bornemann
    Die Journalisten sollten endlich aufhören, ihnen nicht genehme Politiker als Pupulisten zu bezeichnen. Es sollte vielmehr zur Kenntnis genommen werden, daß die Bürger ganz offensichtlich mit der Politik der etablierten Politiker nicht mehr einverstanden sind, weil diese in keiner Weise mehr die Interessen ihrer Mitbürger vertreten. Auf Dauer lassen sich die Bürger von keiner selbsternannten Elite an der Nase herumführen!

    Hans Zimmer
    GEZ-Pensionär Wickert: "Es ist ganz wichtig, die Gewerkschaften aus den Betrieben herauszukriegen!". In meinen Augen ist es ganz wichtig, die Pensionäre aus den Kosten herauszukriegen.

    Schulz
    Staatsruin durch LePen, sind die Franzosen nicht schon pleite, durch die bankenrettung?

    Albrecht von Büderich
    Marine Le Pen kämpft für ein anderes Europa. Sie und ihre Partei sehen ein Europa, das in der Souveränität aller europäischen Völker verankert sein muss, das Wohlstand und Frieden für sie alle verschafft. Die verlogene Sprache eines luxemburgischen Junckers, der nicht weiß, wofür Europa steht, zieht nicht mehr. Es ist eine böse Lüge eines Repräsentanten von Leuten, die ihre Felle davonschwimmen sehen, wenn er Marine Le Pen unterstellt, Europa zerstören zu wollen. Was Juncker fürchtet, ist Macht und Einfluss zu verlieren zusammen mit seinen Gönnern und christdemokratischen Pöstchen-Jägern.

    Bert aus Berlin
    Der Presseclub hat sich wieder eine lustige Runde geladen. Die ersten 10 Minuten verbringen die Journalisten damit, auf die Linke einzuprügeln, falls Macron nicht gewählt wird. Seit wann muss ein Linker einen Neoliberalen zur Wahl empfehlen? Was soll das? Ich verstehe, wenn es Kritik dafür gäbe, würde ein Linker zur Wahl von Le Pen aufrufen. Dies ist aber nicht der Fall. Auch wird die Linke als anti-europäisch bezeichnet. Dies ist nachweislich falsch. Die Wahrheit ist, dass eine einseitige EURO-Politik kritisiert wird. Und es wird eine soziale Säule für die EU-Politik gefordert. Das ist eine pro-europäische Haltung, die die aller anderen Parteien deutlich überbietet. Der Presseclub hat in letzter Zeit immer wieder mehr deutliche Einsprengsel von postfaktischen Inhalten. Damit sinkt er auf das Niveau einer Talk-"Show".

    Dirk
    Macron ist nicht „europafreundlich“, sondern als ehem. Investmentbanker u. Rothschild-Partner und TTiP-Befürworter ein Konzern- u. Bankenlobbyist, somit EU-freundlich und volksfeindlich, auch weil er die (weitere) Zuwanderung nichteuropäischer Völker unterstützt und somit das von hauptsächlich islamischen Einwanderern verursachte Kriminalitätsproblem nicht lösen, sondern nur mit mehr Polizei u. Sozialarbeitern verwalten will – wie „unsere“ Kanzlerin 2011 sagte: „…wir müssen akzeptieren, dass die Zahl der Straftaten bei jugendlichen Migranten besonders hoch ist…“ Le Pen hingegen will dies nicht „akzeptieren“, sondern ihr Volk vor muslimischer Einwanderung schützen, und ist somit europäerfreundlich, dadurch aber EU-feindlich! Die EU, die auch souveränen Staaten die Ansiedlung fremder, v.a. islamischer Völker aufzwingen will, hat mit ihrer diktatorisch anmutenden Forderung, sich zwischen ihr und Russland zu entscheiden, in der Ukraine bereits einen Bürgerkrieg mitausgelöst!

    Hans Zimmer
    Thibaut: "Die Wahlenthaltung kann im schlimmsten Fall für Le Pen sprechen!". Im schlimmsten Fall muss man GEZ für den Presseclub bezahlen.

    Emil Przl
    Für all die Euro- gegner und - zerstörer möchte ich mal entgegenhalten, wie denn das dann so kastrierte Europa aussehen soll. Sollen wieder Grenzen dicht gemacht werden, Zölle eingeführt und neue bzw. alte Währungen mit Wechselkursen entstehen? Die Arbeitnehmerfreizügigkeit abgeschafft, keine einheitlichen Sozialstandards mehr gelten? Wie soll sich jedes einzelne Land verteidigen? Wollen diese Leute allen Ernstes ein Europa ohne NATO und EU (EWG). Ich wünschte mir, dass mal ein entsprechendes Szenario erstellt und mal wochenlang über unsere Medien verbreitet wird, damit auch die letzte Krämerseele mitbekommt, was hier eigentlich auf dem Spiel steht. Wer die Vielstaaterei Europas wieder einführen möchte sollte sich auch vor Augen halten, dass Deutschland wieder der Größte und Gefährlichste Nachbar werden könnte. Und darüber freuen sich die Rüstungslobbyisten zuerst und danach die Banken.

    Kathrin
    @ "Emil Przl", heute, 11:39 Uhr: Bitte unterscheiden Sie zwischen Europa und EU !!! Ich kann mir kaum vorstellen, daß es jemanden gibt, der den Kontinenten Europa zerstören möchte. Allerdings gibt es sehr viele Menschen, die die EU ablehnen und dafür sind, daß diese wieder abgeschafft wird. Aber das ist Meinungsfreiheit und zu tolerieren, denn DAS macht eine Demokratie aus.


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