Mittwoch, 24. Mai 2017

Montag abend: Explosion in Manchester - Tote und Verletzte

Thema: Bombenanschlag

Was wir über den Anschlag wissen –
und was nicht

von Mathias Lutz (Grafik) Der mutmassliche Täter war 22 Jahre alt und in Manchester geboren. Sein Motiv ist weiterhin unklar, die Polizei sucht nach möglichen Komplizen.

Satellitenbild: Google

Was wir wissen

Explosion in Manchester: Am Montagabend hat es gegen 22.30 Uhr Ortszeit (23.30 Uhr Schweizer Zeit) in der Manchester Arena eine Explosion gegeben. Im Innern ging kurz zuvor das Konzert der US-amerikanischen Popstars Ariana Grande (23) zu Ende. Der Knall der Explosion war noch einige Strassenblöcke weiter zu hören. Mindestens 22 Menschen und der Täter kamen dabei ums Leben, weitere 59 wurden verletzt. Die Polizei und Premierministerin May gehen von einem Terrorakt aus. Mehr dazu im Liveticker.

Der Täter: Am Abend haben britische Ermittler die Identität des mutmasslichen Selbstmordattentäters bestätigt. Es soll sich bei ihm um den 22-jährigen Salman A. handeln. Nach Angaben von mehreren britischen und amerikanischen Medien wurde er 1994 in Manchester geboren und wohnte rund 5 Kilometer von der Arena entfernt. Seine Eltern stammen aus Libyen. Die Polizei prüft nun, ob A. die Tat alleine geplant hat oder zu einem Netzwerk gehörte. Zuvor hatte der IS den Anschlag über soziale Medien für sich reklamiert. Ob das stimmt, ist bisher allerdings unklar.

Die Opfer: Der Polizei zufolge wurden bei der Explosion mindestens 22 Menschen und der Täter getötet, darunter waren Kinder und Jugendliche. Das bisher jüngste identifizierte Opfer ist ein achtjähriges Mädchen. Mindestens 59 Menschen wurden verletzt, viele davon lebensgefährlich. Die Menschen wurden in acht verschiedene Spitäler in Manchester gefahren. Unter den Verletzten waren 12 jünger als 16 Jahre.

Der Tathergang: Nach Angaben der Polizei von Manchester zündete der Täter eine «improvisierte Sprengvorrichtung» im Foyer der Manchester Arena. Das ausverkaufte Konzert von Ariana Grande endete kurz vor der Explosion und die Fans waren auf dem Weg nach draussen.

Der Ort des Anschlags: Die Manchester Arena fasst bis zu 21'000 Besucher und hat verschiedene Ausgänge. Der mutmassliche Selbstmordattentäter zündete die Bombe im Foyer bei jenem Ausgang, der direkt zur Victoria Station führt, dem zweiten Hauptbahnhof der Stadt, nach Manchester Picadilly.

Was wir nicht wissen

Mögliche Komplizen: Am Dienstagmittag nahm die Polizei im Süden Manchesters einen 23-Jährigen fest. Er wurde «im Zusammenhang mit dem Anschlag» festgenommen. Was genau er mit der Tat zu tun hatte, ist bisher aber nicht bekannt.

Der Hintergrund: Die Polizei geht nach eigenen Angaben von einem «terroristischen Vorfall» aus und untersucht, ob der Täter Teil eines Netzwerks war. Noch gibt es keine Hinweise auf Hintergründe und Motive. Es liegt auch kein Bekennerschreiben vor. In Grossbritannien gilt seit August 2014 die zweithöchste Terror-Warnstufe.

Mit freundlicher Genehmigung von 20min.ch

Kommentare

Peter Amrein
Anteilnahme
Der einzige Grund warum die Anteilnahme an diesem Ereignis nicht so gross ist, wie vor 2 Jahren in Paris ist der, dass viele Leute wissen was unsere "Supermächte" für Gräueltaten in den Ländern anrichten aus denen viele diese Attentäter stammen. es ist eine Schande für die ganze Welt das Amerika der einzige Grund dafür ist, dass es auf der Welt keinen Frieden gibt... denkt mal drüber nach.

anonym
Wieso werden die Sicherheitsmassnahmen nicht verstärkt? Ob jetzt vor dem Konzert, Fussballmatch, Freizeitpark? Kostet Zeit aber spart Leben! PS. Letztens war ich im Hotel und bemerkte, dass Hotels gar keine Sicherheitskontrollen haben. Man könnte alles mögliche mitnehmen. Klar ist es persönlich, immerhin aber ein öffentlicher Ort oder nicht? Schöne Obig

Romina
Die Wahrheit nichts als die Wahrheit
der terrorismus wurde ja importiert mit freiem eintritt nach europa. Merkel lässt grüssen. Alle fluchen über Trump, aber recht hat er mit, keine muslime mehr in die usa! Auch europa wird nicht darum herumkommen mit Einwanderungsstop von muslimen wenn sie den terrorismus besiegen wollen. Ansonsten wird es nie aufhören.

Juip
Man fast nicht verhindern, zu viele Möglichkeiten, Stadion, SBB Wagen, Postauto oder auf dem Schiff... oder Seilbahn oder weiss ich wo, das könnte zur Zeit niemand verhindern oder wir leben bald in einem totalen Überwachungsstaat und das kostet. Traurige Geschichte.

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen