Montag, 21. November 2016

change.oirg - Gute Schülerin soll abgeschoben werden?



Hallo liebe Leser,

schon morgen, am Dienstag, 22.11., entscheidet die Härtefallkommission Berlin darüber, ob der Härtefallantrag für Hava angenommen wird. Wird er angenommen, entscheidet der Berliner Senat über den Aufenthalt von Hava. Wir wollen der Härtefallkommission natürlich zeigen, wie viele Unterstützer*innen wir haben und wir wollen natürlich, dass es noch mehr werden!
Wir freuen uns über jede Unterschrift und jeden Kommentar, die wir den Entscheider*innen morgen vorlegen können.

Vielen Dank von Hava und mir! Viele Grüße, Khaled.



Unsere Freundin Hava soll bleiben! #fürHava

khaled davrisch
Deutschland

Hava, ihre vier Geschwister und ihre Eltern lebten seit Ende 2014 in Berlin. Trotz ihrer schulischen Laufbahn und der beruflichen Perspektiven von Hava und ihren Geschwistern wurden Havas Vater und ihre vier Geschwister abgeschoben. Die 16-jährige Hava war zum Zeitpunkt der unangekündigten Abschiebung nicht anwesend. Plötzlich und brutal wurde ihre Familie aus dem gewohnten Umfeld herausgerissen. Nur die Mutter konnte vorerst aufgrund einer akuten notwendigen Operation nicht abgeschoben werden. Doch die Trennung der Mutter von den noch sehr jungen Kindern war für die Familie nicht tragbar und der Mutter blieb nichts Anderes übrig, als ihrem Mann und den jüngeren Kindern in den Kosovo nach zu reisen. Hava jedoch will, selbst wenn das bedeutet, dass sie ihre Familie nur selten sehen können wird, in Deutschland bleiben.

Wir wollen erreichen, dass unsere Freundin hier bleiben, ihre schulische Bildung weiter bestreiten kann und ihr Leben frei gestalten darf! Jetzt zeichnen!

Schon am Dienstag, den 22.11.2016, entscheidet die Härtefallkommission des Landes Berlin über den Härtefallantrag, den wir für Hava gestellt haben. Wenn zwei Drittel der Kommission dem Antrag stattgeben, wird der Härtefall an den Berliner Senat übergeben. Das ist unser nächstes Ziel! Daher bitten wir Euch um breite Unterstützung!

Für Hava gibt es keine schulische, geschweige denn eine berufliche Perspektive im Kosovo. In Berlin hat sie sich bereits jetzt selbständig eine Perspektive auf verschiedenen Ebenen aufgebaut.

Wir bitten daher die Härtefallkommission, dem Antrag stattzugeben und Hava zu unterstützen.

Innensenator Henkel oder seinen Nachfolger fordern wir auf, ein dauerhaftes Bleiberecht für Hava zu erteilen, damit wir weiter mit ihr zusammenleben, wachsen, arbeiten, spielen und feiern können.

Daher bitten wir Euch und Sie, sich für ein Bleiberecht für Hava einzusetzen!



Wer ist Hava? Wir alle haben sie als eine Tausendsassarin kennengelernt:

Sie ist nicht nur gut hinsichtlich ihrer schulischen Leistungen, sondern auch zivilgesellschaftlich und künstlerisch in vielfältiger Hinsicht außerordentlich aktiv. In Berlin hat sie sich selbständig und mit Leidenschaft Perspektiven auf unterschiedlichen Ebenen aufgebaut.

Dafür besucht sie gerade das Oberstufenzentrum für Bautechnik, die Martin Wagner Schule, um hier ihren MSA Abschluss zu machen. Sie ist sehr zielstrebig und strebt eine Zukunft als Bauzeichnerin an, um sich ihren Traum zu erfüllen. Viele Stellungnahmen von Lehrkräften bestätigen ihren Ehrgeiz und ihren Einsatz.

Sie hat sich an zahlreichen schulischen Aktivitäten beteiligt und diverse Urkunden und Auszeichnungen erhalten. So spielte sie im Jugendprojekt „Alice im Wunderland“ von Gangway e.V. mit, das beim Jugendforum denk!mal vorgestellt und bei dem sie persönlich vom Präsidenten des Abgeordnetenhauses ausgezeichnet wurde. Alle anderen Mitspielerinnen des Projekts wurden inzwischen abgeschoben.

Mit besonderer Hingabe engagiert sie sich beim Jugendtheaterbüro Berlin. Seit Mai 2015, nur ein knappes halbes Jahr nach ihrer Ankunft in Deutschland, ist sie Teil der kollektiven künstlerischen Arbeit im Theater. Hier wirkt sie als Schauspielerin in ihrer zweiten Produktion „Was glaubst Du, Aisha?“ mit. Das Stück hatte vor etwa 300 Schüler*innen im Rahmen des Festiwalla Premiere und wird nun in der Spielzeit 2016/17 im Theater X in Moabit gezeigt. Im Stück und im Ensemble übernimmt Hava eine tragende Rolle. Ihr Monolog erhält regelmäßig Szenenapplaus.

Aber damit nicht genug – Hava ist auch im Mädchenladen von Outreach aktiv und unterstützt mit ihren Kenntnissen neuankommende Mädchen in ihrem Alltag. Darüber hinaus engagiert sie sich bei der selbstorganisierten Gruppe von jungen Geflüchteten Jugendliche ohne Grenzen in Berlin.

Sie ist aktive Fußballerin im Moabiter FSV, wo sie regelmäßig am Training der B-Juniorinnen teilnimmt und sich zusätzlich für eine Ausbildung zum Junior-Coach angemeldet hat.

Zu guter Letzt hat Hava bei der Initiative HUCKEPACK, einem Projekt des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V. eingeschrieben, eine Patenschaft. Das Engagement dieser noch jungen Frau ist wirklich überwältigend und verdient die größte Hochachtung - sie ist vollkommen selbstständig, nutzt jede Chance, um sich weiterzubilden und ist für ihr Alter überdurchschnittlich engagiert.

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Wer sind wir? Die Familie hat aufgrund dieses vielseitigen Engagements einen großen Unterstützer*innenkreis.

Wir Kampagnenunterstützer*innen sind Mitarbeiter*innen der Organisationen, in denen sich Hava engagiert. Wir sehen in unserer Arbeit, welche enorme Entwicklung Hava macht, mit welcher Willenskraft sie ihren Weg beschreitet und wie gut sie sich bildet. Sie ist eine Bereicherung für unsere künstlerische und politische Arbeit und ein wichtiger Bestandteil unserer Community! Die Vorstellung, dass sie aus ihrem sozialen Gefüge herausgerissen wird, in dem sie sich so gut entwickelt, schmerzt uns sehr und wir wollen und werden dies nicht hinnehmen!

Unter Würdigung aller Gesichtspunkte und dem hohen Leistungspotenzial von Hava würde es eine besondere Härte darstellen, wenn Hava gezwungen wäre, in den Kosovo zurückkehren zu müssen. Sie stellt für die Gesellschaft hier eine außerordentliche Bereicherung dar.

Wir, das sind:

Khaled Davrisch, JugendtheaterBüro Berlin, Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge und Migranten BBZ , Jugendliche ohne Grenzen , Gangway e.V., das Kollegium der Ernst-Schering-Oberschule und der Ernst Reuter Schule, OSZ Martin Wagner Schule, Moabiter FSV, ReachOut e.V. und viele andere mehr.

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