Dienstag, 7. Juni 2016

T-Online-Umfrage: Sollte Deutschland aus der EU austreten?

Thema: "Dexit"

EU-Skepsis in Europa
Jeder dritte Deutsche befürwortet den "Dexit"

Die Europäer sind erschreckend EU-kritisch - auch die Deutschen. Einer Umfrage zufolge würde jeder Dritte hierzulande einen Austritt aus der Europäischen Union befürworten.

Bei einer Volksabstimmung würden demnach nur 54 Prozent der Deutschen und 42 Prozent der Franzosen für einen Verbleib in der EU votieren, wie aus einer YouGov-Umfrage für die Verlagsgruppe "Handelsblatt" hervorgeht.

Die Briten entscheiden am 23. Juni bei einem mit Spannung erwarteten Referendum über den Austritt ihres Landes ("Brexit"). Nach Angaben der Meinungsforscher sind je 40 Prozent dafür beziehungsweise dagegen.

Von "Brexit" wird Kettenreaktion erwartet

Mehr als die Hälfte der in Deutschland, Dänemark, Schweden und Finnland befragten EU-Bürger plädieren laut YouGov dafür, dass die Briten in der Union bleiben. Von den Franzosen sind nur 42 Prozent dafür, während 32 Prozent einen Austritt Großbritanniens favorisieren würden.

Sollten die Briten für einen "Brexit" stimmen, halten es die meisten Befragten für wahrscheinlich, dass auch andere Länder ein ähnliches Referendum abhalten werden.

Griechenland als Profiteur

Auf die Frage, welches Land am stärksten von seiner EU-Mitgliedschaft profitiert, antworten die meisten Bürger aus Deutschland, Frankreich, Dänemark und Finnland eindeutig mit "Griechenland". Für die Briten hingegen ist Deutschland der größte Profiteur.

Anders sieht es aus, wenn man die Bürger fragt, welches Land die größten Nachteile wegen seiner EU-Mitgliedschaft hat. Hier nennen Briten, Deutsche, Franzosen, Finnen und Schweden jeweils ihre Heimat als größten Leidtragenden.

Flüchtlinge das große Reformthema

Den EU-weit größten Reformbedarf sehen alle Befragten bei den Themen Flüchtlinge und Sozialleistungen. Mit 62 Prozent der Nennungen steht Großbritannien hier an der Spitze. Es folgen Dänemark (56 Prozent), Schweden (54 Prozent), Deutschland (52 Prozent), Frankreich (43 Prozent), Finnland (42 Prozent) und Norwegen (37).

Generell sehen die Befragten arme Länder wie Griechenland und Rumänien sowie Großbetriebe und Wohlhabende eher als Gewinner der EU. In Deutschland nannten 56 Prozent der Befragten die Banken, gefolgt von Besitzern großer Betriebe (53 Prozent) sowie Politikern (38 Prozent). Schlecht kommen demnach Geringverdiener (37 Prozent), Landwirte (28 Prozent), Rentner (25 Prozent) sowie Kleinunternehmer (24 Prozent) weg.

Die Studie signalisiert auch eine gewisse Europa-Skepsis der Bürger. Viele Befragte bezeichneten die EU als "unwirtschaftlich", "arrogant" und "weit weg".

t-online Abstimmung zu "Dexit"


Quelle: t-online.de

» der Kommentar des Blogschreibers «

Von wegen: "Jeder Dritte..." - drei von vier Deutschen...
Die Zahlen der Abstimmung zeigen wieder einmal, wie die Sicht der Journalisten an der Realität vorbei geht. Üblicherweise verschwinden solche Umfragen nach kurzer Zeit stillschweigend, wenn sie nicht das erwartete Ergebnis bringen,


Kommentare aus dem T-Online-Forum

Bundesbürger59
Wer braucht eine EU? nur schwache Länder....der Euro hatte für uns nur Nachteile, EU Politiker kosten zusätzlich nur Geld, was da beschlossen wird ist lachhaft und es gibt kein gemeisames WIR....wäre dafür, dass wir rausgehen...für die normale Bevölkerung bringt die EU nichts.

CHRISTOPH1
Noch nie war er so wertlos - der Euro - für den Verbraucher. Wertlos an Zinsen, wertlos gefühlt in den Taschen des konsumfreudigen Deutschen bei maximal 70 Cent. Betrachtet man die Umfrage, so sind um die 70-75% der Deutschen für einen Dexit. Der Euro-Austritt ist also nicht nur Britischer Natur und Frankreich macht derzeit noch den unwissenden Bückling.

Weserweib Trude
Wessen Interessen vertreten Merkel und ihre Groko. Die Interessen des deutschen Volks nicht, wie diese Umfrage zeigt.

Boese01
Wir wollen eine Abstimmung! DEXIT jetzt!

Tabian
Gut dass sich niemand wirklich dafür interessiert, was "das Volk" möchte... egal ob Griechenland, Flüchtlingskrise, EU... konsequent ignoriert man die Meinung des Volkes, von dem man einst gewählt wurde... um dessen Interessen zu vertreten. Und dann ist man ganz überrascht darüber, dass das Volk sich nach anderen Alternativen umsieht.

Boese01
JA, es gibt Alternativen Frau Merkel, auch für Sie!



1 Kommentar :

  1. Versprochen wurde ein Europa der Völker, bekommen haben wir eine volksferne Diktatur der Wirtschafts- und Finanzlobbyisten. Die Folge: Immer mehr Menschen denken, dass die Politiker doch eh machen, was sie wollen und suchen, weil sie das satt haben, nach Alternativen - leider vor allem auch bei Populisten und Extremisten! Welch ein Wunder!!!

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