Sonntag, 24. April 2016

Presseclub 24.04.2016 - Die Angst vor dem Islam - Panikmache oder berechtigte Sorgen?

Thema: Islam


Die Angst vor dem Islam
Panikmache oder berechtigte Sorgen?

Presseclub - So. 24.04.16, 12.03 - 13.00 Uhr
Für den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff war die Sache klar: Der Islam gehört zu Deutschland. Millionen Muslime leben friedlich in unserem Land und bereichern Kultur und Gesellschaft. Ganz im Gegenteil, behauptet die AfD. Der „politische Islam“ sei eine Bedrohung für unsere Freiheit, Rechtsordnung und Demokratie.

Kommende Woche will die AfD ihr erstes Grundsatzprogramm verabschieden und sich einem strikten Anti-Islam-Kurs verschreiben. Sie fordert ein Verbot von Minaretten, Muezzin-Rufen und der Vollverschleierung von Frauen.

Bei vielen ihrer Anhänger kommt das gut an. Die Sorge vor dem Islam ist in Deutschland verbreitet – auch bei Bürgern, die nicht AfD wählen würden. Sie fragen sich, ob die kulturelle Integration der vielen muslimischen Flüchtlinge in unsere Gesellschaft gelingen kann. Und sie haben Angst vor radikalen Islamisten. Die Anschläge in Paris und Brüssel, die Übergriffe der Silvesternacht von Köln oder muslimisch geprägte Problem-Stadtteile im Ruhrgebiet haben das Misstrauen verstärkt.

Die großen Parteien in Deutschland, Verbände und Gewerkschaften werfen der AfD pure Stimmungsmache vor.

Man dürfe wegen einzelner Problem-Gruppen keine Religion verteufeln. Die AfD sei „eine Schande für Deutschland“, sagt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Gleichzeitig fürchten viele Politiker, die AfD könne nach den erfolgreichen Landtagswahlen mit ihren radikalen Positionen 2017 den Bundestag erobern. Dann hätte auch Deutschland eine populistische rechte Partei im Parlament – so wie der Front National in Frankreich oder die PiS-Partei in Polen.

Wie berechtigt ist die Angst vor dem Islam? Wie gefährlich ist der Anti-Islam-Kurs der AfD? Und was muss passieren, damit die Integration der muslimischen Flüchtlinge gelingen kann?


Fotos: Screenshots
Zu Gast:

  • Malexander Marinos,
    "Westdeutsche Allgemeine Zeitung"

  • Christoph Schwennicke,
    Chefredakteur, "Cicero"

  • Aktham Suliman,
    Publizist und freier Journalist

  • Christiane Hoffmann,
    Stellvertretende Leiterin des Berliner Hauptstadtbüros von "Der Spiegel"



  • Kommentare

    timmy, 24.04.2016, 10:31 Uhr:
    Man stelle sich einmal vor, das zig Millionen Christen nach Iran oder Saudi Arabien kämen, um Asyl zu bitten, Sie den Anspruch der politschen Teilhabe als Christen und Atheisten stellen und aktiv einfordern, Wohnungen und Arbeit zu bekommen ? Was würden die Wahabiten und Schiiten wohl machen ? Was mich neben den interkulturellen und unvereinbaren Gegensätzen zum Islam aber vor allem aber stört ist, das man sich in keinster Weise und im gleichem Maße, wie man sich um Millionen muslimische Flüchtlinge kümmert, sich um die Millionen Hungerlöhner, diejenigen die man zur Tafel und Suppenküche und in Altersarmut treibt den Obdachlosen nicht kümmert ?

    Dagmar Häuser, 24.04.2016, 10:30 Uhr:
    Was macht Menschen zu Terroristen? Ausgrenzung, schlechte Bildung, keine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben - warum sind dann sämtliche Hartz4-Empfänger noch keine Terroristen? Die Politik ändert nichts an deren Situation. Es müssten mindestens 3,6 Mio neue Stellen geschaffen werden, die auch anständig entlohnt werden. Es müssen mehr Steuern eingenommen werden, damit mehr investiert werden kann. Die Reichen investieren ja nicht, die bringen nur den Aktienmarkt ins schwanken.

    Wolfgang, 24.04.2016, 11:29 Uhr:
    In sehr vielen der über 50 islamischen Länder gibt es keine Religionsfreiheit. Die "Kairoer Erklärung der Menschrechte im Islam" kennt auch keine Religionsfreiheit. In einigen islamischen Ländern steht auf Konvertierung zu einer anderen Religion sogar die Todesstrafe. Aber in Deutschland fordern die Moslems die Religionsfreiheit. Hier werden Forderungen nach Gutdünken gefordert.

    Rita Hoffmann, 24.04.2016, 11:25 Uhr:
    Ich bin der Meinung, dass man dem Islam und dessen Interessensvertretungen einfach zuviel Aufmerksamkeit schenkt. Keine andere Religion hat so ein einnehmendes Wesen und wird so aufdringlich kommuniziert und gelebt, wie der Islam. Die Moscheen spriessen wie Pilze aus dem Boden und nun soll auch noch der Muezzin-Ruf "Allah Akbahr"von den Minaretten erschallen, in öffentl. Einrichtungen diskutiert man, ob man in den Kantinen noch Schweinefleisch serviert, muslimische Lehrerinnen wollen Kopftücher tragen, an den Unis werden Imane ausgebildet, um nur einige Auswüchse des Islams zu nennen. Einerseits bestehen wir auf Integration und andererseits sollen wir alles tolerieren, was die Islamverbände fordern. Ich finde, das geht alles zu weit. Es wird Zeit, die rote Karte zu zeigen. Wir leben in einem christlichen Land und das ist gut so. Ich lebe in einer Stadt im Ruhrgebiet in der mir inzwischen jede 3. Frau mit einem Kopftuch begenet. Ich fühle mich unwohl und vom Islam überrollt. Wir kön ...

    Ralf Schrader, 24.04.2016, 11:23 Uhr: Vor dem Islam und dem Terror habe ich genau so viel Angst, wie vor Akne und Fusspilz. Die einzig reale, täglich währende Gefahr für mich besteht im untergehenden Kapitalismus, in seiner extremsten Form, den US- amerikanischen Hegemonismus. Ohne den wüsste ich wahrscheinlich gar nicht, dass es den Islam gibt und islamistischen Terror gäbe es nicht.
    Jürgen Szepanski, 24.04.2016, 11:23 Uhr: Die muslimischen Migranten stammen aus Gesellschaften, die ein echtes Problem mit Frauen, Juden, Schwulen und Demokratie haben. Die Bundesregierung belegt das auffällige Beibehalten dieser unsäglichen Einstellungen in ihren eigenen Studien. Ich bin in den achtziger Jahren sozialisiert worden: Damals haben wir wegen der letzten Auswüchse des Patriarchats in den Familien gestritten (Stichwort „schlagende Väter“). Die Gleichberechtigung der Frau kam flächendeckend in Gang. Auch Homosexualität zeigte sich endlich in nennenswertem Maße in der Öffentlichkeit. Die Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen war ein großes Thema, besonders des Antisemitismus. – Und all das holen wir nun wieder in auffälliger Konzentration ins Land und laufen Gefahr, dass es sich in Ghettos kultiviert? - Wie irre ist eine Parteienkaste, die das anrichtet und sich als menschlich brüstet?´

    Viktor H., 24.04.2016, 10:58 Uhr:
    Ob die Angst berechtigt ist, ist für mich keine Frage, sondern eine Tatsache! Wer Augen hat, der sehe - wer Ohren hat, der höre! Da hilft auch kein Darumherumreden!!! Deutschland wird jeden Tag islamischer! Alle kennen die Wahrheit, aber keiner traut sich sie auszusprechen! Es ist wie in der früheren DDR, nein eigentlich viel, viel schlimmer!

    Thora Chrest, 24.04.2016, 10:20 Uhr:
    Den gesamt Islam gibt es gar nicht, drum gehört der Islam auch nicht zu Deutschland, Muslime schon. Moscheen und Imame werden von Saudi-Arabien und der Türkei hier gebaut und bezahlt. Ditib untersteht dem Amt für religiöse Angelegenheiten in Ankara und untersteht der dortigen Regierung Erdogan und der will keinen Dialog mit anderen Religionen außerhalb des Islams. Linkspopulistische Politiker erwecken immer den Eindruck vom friedlichen Islam. Der Islam ist keine Religion, sondern eine Ideologie zur Eroberung der Weltherrschaft und Unterdrückung aller Andersgläubiger. Wer an einem friedlichen Islam glaubt ist naiv und blauäugig.

    Dr. Rudolf Krause, 24.04.2016, 12:31 Uhr:
    Die Angriffskriege der USA und anderer Nato-Staaten werden von Völkerrechtlern als "Staatsterrorismus" bezeichnet. Die Todesopfer dieser christlichen Staaten sind zahlreicher, als die von Muslimen begangenen vorsätzlichen Tötungen. Auch vieles im Neuen Testament ist grundgesetzwidrig, siehe Römerbrief Kapitel 1 zweite Hälfte zur Homosexualität. Also Vorsicht mit Schuldzuweisungen an andere.
    Dr. Rudolf Krause

    margit schmidt, 24.04.2016, 12:42 Uhr:
    Ich bin entsetzt.Die Journalistin vom Spiegel lebt aber in Deutschland? Möge sie ihre Weisheiten in Saudi-Arabien von sich geben. Mit Kopftuch oder Burka. Eine Schande für den deutschen Journalismus.

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