Freitag, 1. April 2016

Dem "Protz vom Bosporus" gefällt deutsche Satire nicht

Thema: Diktator vom Bosporus

Trotz 1. April eine ganz reale Geschichte

Türkei bestellt deutschen Botschafter wegen TV-Satire ein

Die Türkei hat den deutschen Botschafter einbestellt, weil eine deutsche TV-Satire offenbar das Missfallen von Präsident Erdogan erregt hat. Auch EU-Diplomaten haben den Zorn Erdogans auf sich gezogen, weil sie bei den Prozessen gegen kritische Journalisten anwesend waren.

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten



Botschafter einbestellt
Erdogan beschwert sich über deutsche Satire

Die türkische Regierung hat "Spiegel Online" zufolge den deutschen Botschafter Martin Erdmann wegen eines Satire-Beitrags des NDR einbestellt. Demnach habe sich der Diplomat bereits vergangenen Dienstag im Außenministerium in Ankara wegen eines Liedes über Präsident Erdogan rechtfertigen müssen.

Bei der Unterredung ging es dem Bericht zufolge um eine knapp zweiminütige Satire aus der Sendung "extra 3" vom 17. März mit dem Titel "Erdowi, Erdowo, Erdogan". In der an diesem Abend in der ARD ausgestrahlten Sendung, die sonst regelmäßig im NDR-Fernsehen läuft, hieß es unter anderem: "Er lebt auf großem Fuß, der Protz vom Bosporus". Dazu werden Bilder von Erdogans neuem Palast gezeigt, der wegen seiner Größe und Kosten umstritten ist.

Song: Erdowie, Erdowo, Erdogan | extra 3 | NDR

Drastische Maßnahmen gegen kritische Medien

Auch wurden die jüngsten Angriffe auf die Pressefreiheit in der Türkei in dem Beitrag thematisiert. So hieß es zu Bildern von der Abführung eines Journalisten und der Erstürmung einer Redaktion: "Ein Journalist, der irgendwas verfasst, was Erdogan nicht passt, ist morgen schon im Knast."

Kritiker im In- und Ausland werfen Erdogan und der Regierung in Ankara vor, mit immer drastischeren Mitteln gegen kritische Journalisten und Medien vorzugehen. Auch die EU beklagt einen zunehmenden Druck auf die Medien in dem Beitrittsbewerberland. Die Regierung weist die Vorwürfe zurück.

Wegen "Präsidentenbeleidigung" vor Gericht

Zudem brachte Erdogan zuletzt neben Journalisten und Bloggern auch vermehrt einfache Bürger, darunter auch Jugendliche, wegen "Präsidentenbeleidigung" vor Gericht.

Am Wochenende hatte Erdogan Diplomaten scharf kritisiert, weil sie einen Prozess gegen zwei prominente Journalisten besucht haben. Das entspreche nicht dem diplomatischen Protokoll, sagte Erdogan bei einem Treffen von Geschäftsleuten in Istanbul. Das Verfahren gegen die beiden Journalisten wegen Spionage hat im Ausland für viel Aufmerksamkeit und Kritik gesorgt.

Quelle: t-online.de

Kommentare

mwelsbett
da europas flüchtlingsstrategie auf solch despoten aufgebaut ist kann ich nur sagen:zukunft, mir graut vor dir.

xyz1231
Hat es eigentlich noch keiner gemerkt, wie uns der Despot Erdogan vorführen will: im Austausch für die Rücknahme einer handvoll syrischer Flüchtlinge, lässt sich der Schlaumeier mit 6 Mrd. € fürstlich bezahlen und will auf diese Weise auch noch das türkische Problem mit den Kurden loswerden. Nachdem die Visafreiheit durchgesetzt ist, werden Millionen in der Türkei unerwünschter Kurden ins vermeintlich sichere Europa flüchten, und hier bei uns ihren Krieg weiterführen. Das Erdogan auch noch seine Regimegegener auf elegante Art und Weise nach Europa entsorgt, ist eine willkommene Nebenwirkung.

Quadrocker
Mich würde mal interessieren, welche Zugeständnisse die EU, Erdogan gemacht hat, damit die Türkei die Flüchtlinge zunächst einmal aufnimmt. Bitte nicht das, was ich befürchte. Das osmanische Reich gehört nicht zu Europa und es darf niemals dazu gehören.

trojaner313
Ist doch alles offengelegt: VisafreiheitVisa=Lösung des Kurdenproblems; EU Verhandlungen= Anerkennenung des Despoten Erdogan;Milliardenzahlungen=zur Verfestigung der Macht ineinem Präsendialsystem. Eins muss man Herrn Erdogan lassen, ganz schön clever, wie er unsere Politiker ausbootet, Er bekommt alles was er will, braucht dafür nichts zu tun, das haben ja Balkanstaaten schon für Ihn gemacht und bekommt noch richtig Viel Geld dafür und hat Ruhe in seinem Land, denn der Konflikt zwischen Türken und Kurden wird dann in Westeuropa ausgetragen( s.Aschaffenburg).

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