Mittwoch, 23. Dezember 2015

Wurde uns von unserer Regierung schon einmal die Wahrheit über die EU und den Euro gesagt?

Ich kann mich nicht erinnern.

Thema: Euro

woran ich mich aber erinnern kann, ist dies:
Die größten Lügen im Zusammenhang mit der EU und dem Euro

"Dieses Geld wird eine große Zukunft haben"
Deutschlands Ex-Kanzler Helmut Kohl (Januar 2001)

"Der Euro ist in gar keiner Weise ein unkalkulierbares Risiko"
Deutschlands Ex-Kanzler Helmut Kohl (Januar 1998)

"Muss Deutschland für die Schulden anderer Länder aufkommen? Ein ganz klares Nein"
Wahlplakat der CDU 1999

"Transferleistungen in der Eurozone sind so absurd wie eine Hungersnot in Bayern.
Jean-Claude Juncker 1998

"Die Lehman-Pleite ist kein europäisches Problem"
EZB-Rat Ewald Nowotny (September 2008)

"Die Spareinlagen sind sicher"
Bundeskanzlerin Angela Merkel (September 2008)

"Es ist insbesondere ein Verdienst von Helmut Kohl und Theo Waigel, dass der Euro als stabile und sichere Währung zu einem wichtigen Baustein des europäischen Hauses geworden ist."
CDU-Wahlprogramm 2009 (schon 2008 hatte die Krise begonnen!)

"Eine Haftung der Gemeinschaft oder einzelner Mitgliedstaaten für die Schulden anderer Mitgliedstaaten ist ausdrücklich ausgeschlossen. Für seine Schulden ist damit jeder Mitgliedstaat allein verantwortlich."
Theo Waigel

"Wenn ich Deutsche wäre, würde ich die Bundesbank und die DM auf alle Fälle behalten."
Margaret Thatcher

"Ich habe immer für die Abschaffung der D-Mark gekämpft. Sie ist das letzte Machtmittel der Deutschen."
Jacques Delors nach Unterzeichnung des Maastricht-Vertrages

"Italien ist kein Risikoland"
EZB-Chef Mario Draghi (Februar 2011)

"Die Vorstellung, dass wir in Europa ein Liquiditätsproblem haben, ist komplett falsch"
Ex-EZB-Chef Jean-Claude Trichet (August 2011)

"Deutschland kann sein Veto einlegen, wenn die Voraussetzungen für Hilfen nicht gegeben sind – und davon werde ich Gebrauch machen"
Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (März 2011)

"Spanien wird sein Defizit-Ziel von 4,4 Prozent erreichen"
Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy (Januar 2012)

"Ich bin fest davon überzeugt, dass Griechenland diese Hilfe nie wird in Anspruch nehmen müssen, weil das griechische Konsolidierungsprogramm in höchstem Maße glaubwürdig ist"
Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker (März 2010)

"Die Geldgeber bekommen jeden Cent zurück – und zwar mit hohen Zinsen"
Griechenlands Ex-Regierungschef Giorgios Papandreou (März 2011)

"Die Rettungsschirme laufen aus. Das haben wir klar vereinbart"
Deutschlands Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (Juli 2010)

"Wir gehen so damit um, dass wir jeden, der Zweifel am Sinn des Euro geäußert hat, in die nationalistische Ecke drängen."
Brüsseler WDR-Korrespondent Rolf Dieter Krause

"Menschen, auch Abgeordnete, hatten Angst, ihre Bedenken deutlich zu äußern. Kritische Haltung zum Euro, oft sogar schon Nachfragen, galten weiterhin als nationalistisch, chauvinistisch, dumpf, unmodern, uneuropäisch, antieuropäisch."
Gerald Hefner, Abgeordneter der Grünen in Bayern

"Für mich persönlich war die Niederlage im Konflikt um den Euro eine große und grundsätzliche Desillusionierung. Der Bürgerwille, selbst wenn er von den besten Köpfen fachlich abgesichert ist, hat im politischen System keine Bedeutung."
Dr. Alfred Mechtersheimer, Friedensforscher und Mitbegründer der Grünen

"Wer Verantwortung übernahm und heute noch dazu steht, als vor 20 Jahren die europäische politische und wirtschaftlich-monetäre Grundordnung umgepflügt wurde, der muss auch dafür verantwortlich gemacht werden, dass die Sache schiefgegangen ist. Ein Wegducken und zum Selbstschutz erfundene falsche Diagnosen und irrige Maßnahmen sind nicht entschuldbar und dürfen auch nicht toleriert werden."
Professor Wilhelm Nölling

"Warum eigentlich müssen Banken jetzt für Falschaussagen in ihren Prospekten haften und Politiker nicht?"
Professor Hans-Heinrich Rupp


Diese Aufzählung ist nur ein ganz kleiner Teil des tatsächlich Gesagtem und erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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