Freitag, 20. November 2015

Hat Monsanto bei der Erstzulassung von Glyphosat betrogen? ++ EU-Behörde ignoriert Hinweise auf krebserregende Wirkung ++ Wir haben es satt!


Donnerstag, 19.11.2015
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Hat Monsanto bei der Erstzulassung von Glyphosat betrogen?
Monsanto-Studien zur Glyphosatzulassung gefälscht?
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,
offenbar werden Bevölkerung und Behörden von Monsanto seit Jahrzehnten hinters Licht geführt: Wie kürzlich bekannt wurde, soll der Agrarmulti seit 40 Jahren um die krebserzeugende Wirkung seines Bestsellers Roundup und dessen Wirkstoff Glyphosat gewusst haben. Diese und weitere Anschuldigungen erhebt eine Studie amerikanischer Wissenschaftler. Sie werteten darin bisher unter Verschluss gehaltene Daten von Monsanto aus den 1970er und 80er Jahren aus.
Aus der Veröffentlichung geht hervor, dass Monsanto seine eigenen Studien zu Glyphosat verfälscht hat. Laut den Autoren hat der Konzern gezielt signifikante Hinweise auf Tumore vertuscht. Wenn das stimmt, dann hat Glyphosat seine Erstzulassung auf der Basis von verfälschten Studien erhalten. Die Autoren der Studie werfen Monsanto deshalb Betrug vor.
Wir fordern, dass dieser Sachverhalt umfassend geklärt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Glyphosat darf keine weitere Zulassung in der EU erhalten und muss sofort vom Markt genommen werden!
EU-Behörde ignoriert Hinweise auf krebserregende Wirkung von Glyphosat
Pestizid-Einsatz
Am Donnerstag veröffentlichte die europäische Lebensmittelbehörde EFSA ihre lange erwartete Stellungnahme zum Totalherbizid Glyphosat. Das Ergebnis ist skandalös: Die EFSA weigert sich weiterhin, die "wahrscheinlich krebserzeugende Wirkung beim Menschen" anzuerkennen.
Die Behörde will den Grenzwert für die maximale tägliche Aufnahmedosis sogar noch um 66 Prozent erhöhen! Diese Einschätzung ist absolut unverantwortlich, denn sie stützt sich auf eine Risikobewertung des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung, dem schwerwiegende Fehler bei der Auswertung von Studien nachgewiesen wurden.
Nach dem Abschluss der Bewertung durch BfR und EFSA liegt die Entscheidung über die Wiederzulassung nun in den Händen der Politik. Wir werden weiterhin alles daransetzen, um eine erneute Zulassung des gefährlichen Ackergifts zu verhindern!
Wir haben es satt: Auf die Straße für eine Agrarwende!
Wir haben es satt! Demonstration in Berlin
Ob es um gefährliche Pestizide wie Glyphosat geht oder um die unwürdigen Zustände in der Massentierhaltung: Wir haben es satt! Das Modell der industriellen Landwirtschaft hat abgewirtschaftet – es ist höchste Zeit für eine Agrarwende!
Agrar- und Ernährungspolitik müssen sich an den Interessen von Menschen, Tieren und Umwelt orientieren, nicht an den Profitinteressen der Konzerne. Wir wollen ökologisch hochwertige und gesunde Lebensmittel von Bauernhöfen mit fairen Preisen und Marktbedingungen weltweit!
Für diese Ziele gehen wir am 16. Januar 2016 in Berlin gemeinsam mit zehntausenden Bürgerinnen und Bürgern, Bäuerinnen und Bauern, ImkerInnen und GärtnerInnen, Tier- und UmweltschützerInnen auf die Straße. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon jetzt vor.
Ihre Spende hilft, die Agrarwende Wirklichkeit werden zu lassen!
Mit unseren Infokampagnen, Online-Aktionen und der Großdemonstrationemo in Berlin machen wir Druck für die Agrarwende. Das können wir nur dank der regelmäßigen Unterstützung durch unsere Fördermitglieder. Hier können Sie schnell und unkompliziert spenden oder Fördermitglied des Umweltinstitut München e.V. werden. Jedes neue Fördermitglied erhält eine attraktive Prämie aus unserem Programm.
Wenn Sie bis 31. Dezember Fördermitglied werden, können Sie zusätzlich eine Woche Urlaub auf dem Bio-Bauernhof gewinnen!
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 Mit herzlichen Grüßen, Ihr
Unterschrift Harald Nestler
Harald Nestler
Vorstand
Termine
Vortragsreihe: "Konzerne auf Kaperfahrt"Unter dem Motto "Konzerne auf Kaperfahrt" informiert unser Referent Karl Bär über Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA. Die nächste Veranstaltung findet am kommenden Dienstag in Nordschwaben auf Einladung eines lokalen Bündnisses gegen Gentechnik statt.

Dienstag, 24. November, ab 19:30 Uhr im Gasthaus zur Wallfahrt in Wemding,
Landkreis Donau-Ries

Öffentlicher Erörterungstermin zum AKW-Neubau in Bohunice, Slowakei
Im Verlauf des grenzüberschreitenden Verfahrens zur Umweltverträglichkeitsprüfung der Errichtung eines neuen Atomkraftwerks in Bohunice (Slowakische Republik) findet in München eine öffentliche Erörterung statt. Die Teilnahme ist für betroffene BürgerInnen aus Bayern/Deutschland möglich.
Mittwoch, 25. November, 11:00 Uhr (Einlass ab 10:45 Uhr)
Carl-Orff-Saal im Gasteig, Rosenheimer Str. 5, 81667 München

Fracking und seine Gefahren
Im Rahmen der "Ringvorlesung Umwelt" informiert unsere Referentin Franziska Buch über diese neue Methode der Öl- und Gasgewinnung und ihre Risiken. Wie Fracking auf das Klima, unsere Umwelt und die menschliche Gesundheit wirkt, ist ebenso Teil des Vortrags mit anschließender Diskussion wie der aktuelle Stand der Gesetzgebung in Deutschland und Europa.
Mittwoch, 25. November, 19:30 Uhr
Hauptgebäude der TU München, Arcisstr. 21, HS 2750

Podiumsdiskussion "Mordshunger" Bei den 8. Münchner Hochschultagen geht es dieses Jahr um das Thema "Klimagerechtigkeit". Besonders einladen wollen wir Sie zu einer Veranstaltung am Montag, den 30.11.: Nach einem kleinen Empfang stellt der luxemburgische Diplomat Jean Feyder sein Buch "Mordshunger" vor. Es geht darin darum, wie die reichen Länder vom Hunger in der Welt profitieren. Anschließend diskutiert Herr Feyder seine Thesen mit einem Vertreter des Bundsministeriums für Entwicklungszusammenarbeit und des Umweltinstitut München.

Montag, 30. November, Buchvorstellung ab 20:00 Uhr, Podiumsdiskussion ab 20:30 Uhr,
Ludwig-Maximilians-Universität München, Geschwister-Scholl-Platz 1
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