Sonntag, 25. Oktober 2015

Presseclub - So. 25.10.15 - Comeback der Großmacht - wie viel geht noch ohne Putin?

Thema: Presseclub


Comeback der Großmacht
- wie viel geht noch ohne Putin?"

Presseclub - So. 25.10.15, 12.00 - 13.00 Uhr
Seit drei Wochen lässt Präsident Wladimir Putin das russische Militär Luftangriffe in Syrien fliegen. Sie sollen gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gerichtet sein, so der Kreml. Damit möchte Moskau den syrischen Machthaber Baschar al Assad unterstützen. Assad traf den russischen Präsidenten am Dienstagabend überraschend in Moskau.

Zu Gast:
  • Boris Reitschuster, freier Journalist
  • Alison Smale, Chefkorrespondentin "New York Times"
  • Dmitri Tultschinski, freier Journalist
  • Andreas Zumach, freier Journalist

  • Auch die Amerikaner führen Krieg in Syrien, gegen den IS. Eine Lösung für das Land mit Assad an der Spitze lehnten sie jedoch bislang ab. In Wien rangen am Freitag die Außenminister der USA, der Türkei und Saudi-Arabiens um Lösungen für den Konflikt - auch Russland saß mit am Tisch.

    Klar ist, je länger der Krieg dauert desto mehr Menschen werden das Land verlassen, auch Richtung Europa, Richtung Deutschland. Ist der Syrien-Krieg zum Stellvertreter-Krieg geworden? Was sind die Gründe für Putins Eingreifen? Wie muss der Westen auf die neue russische Außenpolitik reagieren? Und kann es in Syrien und bei der Flüchtlingskatastrophe eine Lösung ohne Russland geben?

    Kommentare

    Hanna Weidenstock, 24.10.2015, 15:42 Uhr:
    Wie muss der Westen auf die neue russische Außenpolitik reagieren? Was soll man den Russen vorwerfen? Dass sie genauso menschenverachtende Interessenpolitik betreiben wie "der Westen". Was sollen Staaten, die tausende Menschen per Drohnen ermorden lassen bzw. dies dulden bzw. logistisch unterstützen einen anderen Staat vorwerfen? Man könnte hunderttausend afganische Zivilisten fragen - wenn sie noch leben w?rden! Als Strafe für politisches Desinteresse werden Mio. westeuropäische Steuerzahler & Arbeitnehmer & Rentner ihren Lebensstandard senken müssen.

    Walter Gabler, 24.10.2015, 17:59 Uhr:
    Putin macht genau das Richtige,er läßt sich nicht von den USA drangsalieren und zum Befehlsempfänger degradieren wie es Mamma Merkel aus dem Wendehälsischen seit Jahren vorexerziert. Bin ich froh/erleichtert das es den einen Putin gibt und das Russland Atomwaffen besitzt. Ansonsten wäre schon die Hölle los und zwar hier in Deutschland. Amerika macht die angeblich Verbündeten zu Opfer in Spe. Überall baut es seine Schutzschirme gegen Bomben/Raketen aus Russland aus. Amerikanische Atomwaffen sind in grossen Teilen v D stationiert. Ohne Putin geht nichts. Gäbe es nicht die USA die Welt wäre um einiges Friedfertieger. Merkel glaubt sie verkaufe Waffen,jaa aber die Töten doch nicht..oder? keine Ahnung.blub

    Sepp Klüger, 24.10.2015, 20:38 Uhr:
    Die Hetze gegen Putin sollte von allen auch von den Medien stark zurück gefahren werden.Sie ist unerträglich.Putin schuld an allem.Das sehe ich genau anders herum.Die Nato ist an allem schuld allen voran USA und Deutschland.Die tolle Mama Merkel müßte eigentlich künstliche Kniegelenke haben da sie vor jeden auf die Knie fällt.Da ist die Waffenlobby.Dann die ca.2?Millionen Flüchtlinge im Lande.Obamademut klar der Sieger.Die Krone hat sie sich mit Erdogan aufgesetzt.Die Königin der Wende.Da ist mir ein Mann wie Putin doch der glaubwürdigere Politiker in dieser UnterdrückerGemeinschaft.Ihr in der EU Regierenden,entschuldigt euch bei Putin gebt ihm die Stellung die ihm zusteht im Klub der Mächtigen Die Sanktionen waren für alle,außer den USA,ein Tritt in den eigenen Hintern.Putin wird so sehr gebraucht wie kein ander Politiker.Rückt ab v d USA und wendet euch Russland zu.USA ist weit weg.Russland gehört zu EU.Das Hemd sollte uns näher sein als die Hose. Aufwachen.

    Siegfried M., heute, 08:28 Uhr:
    @Pavel Deutscher, nirgends wird mehr zensiert als bei Anne Will und dem Pressclub.

    Kurt K., heute, 08:14 Uhr:
    @"wie viel geht noch ohne Putin?" Schon die Formulierung der Überschrift geht von einem bestimmten Russlandbild aus, wesentlich mitgeprägt von Interesssen der USA. Dazu ein Zitat von Lobbypedia: "Die Atlantik-Brücke ist ein logenähnlicher Interessenverband, dem führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien angehören, die über das gemeinsame Netzwerk gesellschaftspolitischen Einfluss nehmen und Kontakte pflegen" Eine erhebliche Anzahl von Journalisten sind laut inoffizieller Mitgliederliste dort aktiv, darunter 2 von 3 aus dem Team Presseclub. Beim ARD-Check zum Thema Glaubwürdigkeit gab es eine Frage allgemein nach gefärbter Darstellung aus der Sicht "transatlantischer Bündnispartner" mit Bezug auf Kriege. Bei hanns-joachim-friedrichs.de ist noch eine Podiumsdiskussion über einseitige Berichterstattung beim Ukraine-Konflikt verfügbar (Preisverleihung 2014). Man offensiv mit dem Thema Atlantikbrücke und Einfluss umgehen. Das darf dem Zuschauer nicht verschwiegen werden.

    Manfred Dunkel, heute, 09:10 Uhr:
    Wladimir Putin ist der einzige Politiker, der einen Plan hat. Er wird seinen Plan durchsetzen. Schaffung eines abgetrennten Kernsyrien unter Assad mit staatlichen Strukturen unter dem Schutz Russlands. Der Rest kann machen, was er will: Untergehen!

    Thomas Gaul, heute, 12:47 Uhr:
    Ich frage Ihre Runde, warum soll Syrien nicht auch mit Assad weiterregiert werden, zumindest die erste Zeit, bis Stabilität einkehrt. Syrien war bis 2011 ein ruhiges und ziemlich wohlhabendes Land, bis Oppositionskräfte nach allen Kräften unterstützt und ermutigt wurden. Desweiteren ist nicht Russland diejenige Partei die hier zündelt, leider hat hier schon die USA über ein halbes Jahrhundert versucht seine Interessen zu stärken, auch mit Gewalt-

    Siegfried E, heute, 12:55 Uhr:
    ach lieber Herr Reitschuster ich frage mich warum Sie ungehindert in ein Land ein und ausreisen können wenn es von einem Ihrer Meinung nach mörderischen Diktator beherrscht wird ? Gleichfalls frage ich mich wie das Ihre offensichtlich in Rußland vorhandene Verwandschaft übersteht, weiß man doch wie Diktatoren mit unliebsamen Menschen umgehen.Das Sie sich als unabhängigen Publizisten bezeichnen finde ich geradzu lachhaft, hört man doch aus Ihren Aussagen 100 Prozentige USA Propaganda heraus. Außerdem finde ich Ihren Diskussionsstil nicht nur aüßerst aggressiv sondern stellenweise auch ziemlich infantil.

    W. Jaschke, heute, 12:55 Uhr:
    Thema verfehlt? Unsere Journalisten arbeiten sich dort an Organisationen ab, die im Prinzip völlig irrelevant weil austauschbar sind. Es handelt sich dort um Leute mit Waffen, die jeden töten der sich ihnen nicht unterwirft. Ob sich diese Leute jetzt IS,Taliban, Salafisten, Hisbollah oder "Mickey Mouse Fan Club" nennen, ist in diesem Zusammenhang doch ziemlich bis ganz egal. Es ist natürlich einfacher sie sich als eine Gruppierung mit einem festen Namen vorzustellen mit der man auf irgendeine Art und Weise kommunizieren, oder die man bekämpfen kann; aber es hat mit der Wirklichkeit doch nichts zu tun? In Wirklichkeit sammeln sie sich irgendwann unter einem neuen Namen und das ganze geht wieder von vorne los. Die eigentliche Problem ist das Zusammentreffen urzeitlicher Gesellschaftsformen mit einer neuzeitlichen Waffentechnologie. In diesen Gesellschaftsformen nimmt sich der Stärkere alles was er will und jedes Recht; und der Schwächere hat nur dann eine Chance wenn er irgendwann s ...

    e.dreier, heute, 12:58 Uhr:
    Stimmt es das die einseitigen Sanktionen,besonderes befürwortet von Merkel allein der d. Wirtschaft, hier besonders Mittelständler und auch Kleinbetriebe,einen Schaden von 10-15 Milliarden € verursacht hat? Von wegen Scaden vom deutschen Volk abzuwenden.Sind das nur noch Peanuts im Politikersprech.Da wurden Nahrungsmittel unter die Erde gepflügt, weil der Absatz in Russland verboten wurde. Da hängen doch auch unglaublich viele AP ab,sieht man das in der Regierung nicht?

    H. Francke, heute, 13:00 Uhr:
    Aus den Ländern, in denen der Westen bzw. die USA "Ordnung" geschaffen haben (Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen, Ukraine, Syrien) fliehen die Menschen zu Millionen. Staatliche Strukturen sind zusammengebrochen (worden) und es herrschen Gewalt und Chaos. Kann Putin es in Syrien noch schlimmer machen? In der Diskussion hat mir die Information und das Ergebnis des einjährigen US-Bombardements in Syrien gefehlt, bevor Russland eingegriffen hat. Um der Sendung den seriösen Charakter zu erhalten sollte man überlegen, ob Typen wie Reitschuster unbedingt eingeladen werden müssen. Konstruktive Diskussionsbeiträge sind von dem Mann nicht zu erwarten.

    Helmut S., heute, 13:01 Uhr:
    Es ist eine Unverschämtheit von der ARD, einen Gast wie Reitschuster einzuladen. Wahrscheinlich hat er aber die ihm von der ARD zugedachte Funktion voll erfüllt. H. Reitschuster wird wahrscheinlich in Zukunft in vielen ARD-Talk-Shows zu sehen sein. Gute Beiträge von H. Zumach und dem russischen Kollegen!

    Walter Risan, heute, 13:02 Uhr:
    Wenn man den IS besiegen will, muß man nach Riad und Katar, denn dort sitzen die Designer, Master und Finanziers des IS. Dort wurde der Putsch gegen Assad geplant, initiiert und finanziert und als der misslang, der Bürgerkrieg in Syrien in die Wege geleitet, mit angeheuerten Berufsterroristen und alles unter der Schirmherrschaft der XXX . Alles nur weil Assad sich geweigert hatte, den Katarischern Teil des South Pars Gases in noch zu bauenden Pipelines durch Syrien transportieren zu lassen stattdessen eigene Pipelines aus den Iran Richtung Europa. Das Chaos in Syrien und der IS kommen den USA gelegen. Vor der Haustür Europas Schwelende Konflikte, die Europa spalten. Niemand hat bisher ernsthaft Interesse daran gezeigt, ihn zu lösen. Nun fährt Putin in die Parade und die USA sind selbstverständlich irritiert. Uns Europäer sollte das gelegen kommen. Ein Syrer sagte: der IS ist der neue Black Water.

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