Samstag, 31. Oktober 2015

Mehr Verpackungsabfall in Deutschland - Müllberg wächst

Thema: Verpackungsmüll

Müllberg wächst in Deutschland
Mehr Verpackungsabfall

Berlin. In Deutschland sind erneut mehr Verpackungen im Müll gelandet. Jeder Einwohner warf rechnerisch knapp 215 Kilogramm davon weg, wie das Umweltministerium nach jüngsten Daten für 2013 auf eine Grünen-Anfrage antwortete. Das waren pro Kopf sechs Kilo mehr als im Jahr zuvor und 25 Kilo mehr als zehn Jahre zuvor. Insgesamt kamen 2015 rund 17,1 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle zusammen, vor allem Papier und Karton, Kunststoffe und Glas. Auch je Einwohner hat Deutschland weiter das höchste Verpackungsaufkommen in der EU. Die Vorsitzende des Bundestags-Umweltausschusses, Höhn (Grüne), forderte, unnütze Verpackungen müssten vermieden werden, bevor sie zu Müll werden.
Quelle: Westfalenpost 17.10.2015


» der Kommentar des Blogschreibers «
... und wieder soll die Schuld auf den Verbraucher abgeschoben werden, denn der produziert doch den Müll!
Ist das wirklich so? Ist der Verbraucher auch hier wieder der Verursacher?

Wie sagte die ehemals mächtigste Frau der Welt, als sie noch nicht die Interessen der US- sondern die der deutschen Wirtschaft vertrat, so mantrahaft?
"Wir brauchen Wachstum, Wachstum, Wachstum."
Ich kann mich nicht erinnern, dass sie die Verpackungsindustrie von ihrem geforderten Wachstumswahn ausgenommen hat.

Jetzt das Mehr der Müllerzeugung auf z.B. Becher für "Kaffee to go" zurück zu führen, wie in manchen Nachrichtensendungen geschehen, ist einfach lächerlich.
Allerdings könnte die Steigerung des Müllbergs der Wachstumsrate der Verpackungsindustrie entsprechen und auf die doppelt und dreifach verpackten Waren des gesamten Angebots, besonders bei Geschechenkartikel und der hochpreisigen "Beauty Industry" zurück zu führen sein.
In einer Zeit, in der die Verpackung wie ein "Luxus-Altar" gestaltet ist und mehr Aufmerksamkeit erregt als der oft mickerige Inhalt, ist es nicht verwunderlich, dass der Müllberg ungeahnte Ausmaße annimmt.
Vielleicht sollten die Regierungsdarsteller erst einmal die tatsächlich Verantwortlichen ausmachen bevor schon wieder darüber nachgedacht wird, wie man dem normalen Bürger noch mehr Geld aus der Tasche ziehen kann.
Diejenigen, die sich die wirklichen "Luxus-Altäre" leisten können, trifft man eh nicht - man will sie gar nicht treffen.
So gesehen hat die Vorsitzende des Bundestags-Umweltausschusses, Höhn (Grüne), schon Recht, unnütze Verpackungen müssten vermieden werden, bevor sie zu Müll werden. Aber es wird so kommen, wie es immer kommt: Die Reichen und Mächtigen bekommen weiterhin ihre Geschenke in Luxusverpackungen und der "kleine Mann" wird nach Dosenpfand für Einweg-verpackungen auch noch Abgaben auf Pappbecher, Pappteller und Plastikgeschirr zahlen, wenn niemand was dagegen unternimmt.

Beispiele für "Altäre" findet man hier Luxusverpackungen

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