Dienstag, 7. Juli 2015

AVAAZ: Heute geht's weiter -- Solidarität mit Griechenland!

WOW! Die Griechen haben mit NEIN gestimmt und heute treffen sich Staatschefs und Finanzminister! Senden Sie Ihnen jetzt eine dringende Nachricht.


Liebe Freundinnen und Freunde in Europa,



Diese Woche könnte Griechenland gezwungen werden, erdrückende Sparmaßnahmen zu akzeptieren oder aus dem Euro auszutreten - mit chaotischen Folgen. Doch wir können uns jetzt für eine soziale Demokratie starkmachen und Merkel und andere Politiker von ihrem Sparkurs abbringen, damit sich Griechenlands Wirtschaft erholen kann. Der Kanzlerin ist die öffentliche Meinung wichtig. Fordern wir mit Stimmen aus ganz Europa, dass Menschen und nicht Banken an erster Stelle stehen, und verbreiten wir unseren Aufruf in der Presse. Machen Sie jetzt mit:


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diese Woche könnte Griechenland zu erdrückenden und erfolglosen Sparmaßnahmen gezwungen oder zum Austritt aus dem Euro gebracht werden. Europa würde so im Chaos versinken. Doch wenn wir uns Hand in Hand für eine soziale Demokratie starkmachen, könnten wir in dieser Krise gerade noch die Kurve kriegen!

Bei der ganzen Debatte dürfen wir zwei Fakten nicht aus den Augen verlieren:
1. haben die Kürzungen der öffentlichen Ausgaben in Griechenland die schwächsten Bevölkerungsgruppen am härtesten getroffen. Vier von zehn Kindern leben in Armut, die Säuglingssterblichkeit ist um 43% gestiegen und die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei fast 50%.

Und 2. war alles umsonst. Das Schuldenproblem ist nicht besser, sondern nur noch schlimmer geworden. Mehr von Merkels Sparpolitik wird also auch mehr Leid und mehr Schulden bedeuten. 

Dennoch wollen Merkel und die Kreditgeber diese unverantwortliche Sparpolitik fortführen. Das sei im Sinne der Öffentlichkeit, behaupten sie.
Diese Woche hat Premierminister Tsipras zu mutigen demokratischen Mitteln gegriffen und sein Land aufgefordert, „Nein“ zu sagen. 70 Prozent der griechischen Avaaz-Mitglieder sagen, sie werden das tun. Wenn wir ihnen zahlreich zur Seite stehen, können wir unseren Politikern zeigen, dass die Öffentlichkeit kein Leid mehr sehen will und stattdessen den Schuldenabbau fordert. Machen Sie jetzt mit — wenn wir genügend Stimmen erreichen, verbreitet Avaaz unseren Aufruf in der Presse.

https://secure.avaaz.org/de/stand_with_greece_loc_eu/?baLosfb&v=61570

Angela Merkel hört auf die Stimmen der Bevölkerung und ist in entscheidenden Momenten zu einem Kurswechsel bereit. Nach der Katastrophe von Fukushima und großen Protesten gegen Atomkraft in Deutschland beschloss sie damals, Deutschlands Atommeiler abzuschalten.

Und ja, politische Korruption, Misswirtschaft und unverantwortliche Kreditaufnahmen haben zum Kollaps der griechischen Wirtschaft beigetragen. Doch während 90% der Rettungsfonds in ausländische Banken geflossen sind, die Griechenland vor der Krise Geld geliehen hatten, haben die Griechen Sparmaßnahmen befolgt, privatisiert, dereguliert, Renten und Gehälter gekürzt und die Steuern erhöht. Doch wie von vielen vorhergesagt, wurde das Schuldenproblem dadurch nicht behoben. Es sind die Ärmsten, die leiden, denn reiche Griechen haben viele ihrer Gelder bereits abgezogen.

Diese bittere Pattsituation muss nicht zu einem Volksentscheid führen, der die Menschen vor eine schwere Wahl stellt. Viele Wirtschaftswissenschaftler und wichtige Entscheidungsträger sind sich einig: Eine Schuldenkonferenz zur Restrukturierung und Senkung der griechischen Schulden würde der Wirtschaft die nötige Atempause verschaffen, um sich zu erholen und die restlichen Schulden mit der Zeit abzubezahlen.

Diese Woche haben wir ein kleines Zeitfenster, um Merkel und anderen wichtigen Politikern zu zeigen, dass die Welt ein klares „Nein“ zu diesen gescheiterten Maßnahmen unterstützt. Machen Sie jetzt mit — geben wir den Anstoß für ausschlaggebende Veränderungen, damit Menschen und nicht Banken an erster Stelle stehen:

https://secure.avaaz.org/de/stand_with_greece_loc_eu/?baLosfb&v=61570

Eine Krise in eine Chance verwandeln — das kann eine Gemeinschaft mit unserer Kraft und Größe am besten. Die derzeitige Krise könnte zu einem historischen Desaster werden. Doch wenn genug von uns mitmachen, könnten wir Merkel von einem Kurswechsel überzeugen und zeigen, wie eine europäische soziale Demokratie in Aktion aussieht. Heute liegt es an allen von uns, ein humanes Wirtschaftssystem zu fordern, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Damit können wir jetzt in Griechenland anfangen.Voller Hoffnung,
Alice, Ricken, Spyro, Alex, Marigona, Mike und das ganze Avaaz-Team.

QUELLEN:

Top-Ökonomen fordern Ende des Spardiktats für Athen (Die Welt)
http://www.welt.de/wirtschaft/article142043554/Top-Oekonomen-fordern-Ende-des-Spardiktats-fuer-Athen...

Habermas: Warum Merkels Griechenland-Politik ein Fehler ist (Süddeutsche Zeitung)
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/europa-sand-im-getriebe-1.2532119

Als die Griechen den Deutschen halfen (Tagesspiegel)
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/als-die-griechen-den-deutschen-halfen/4625070.html

Folgen der Sparpolitik: Säuglingssterblichkeit in Griechenland steigt um 43 Prozent (Spiegel Online)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/studie-sparkurs-hat-verheerende-folgen-fuer-gesundheit-der...

Und auf Englisch:

Wirtschaftsplan der Kreditgeber für Griechenland ist zum Scheitern verurteilt (The Guardian)
http://www.theguardian.com/world/2015/jun/23/creditors-economic-plan-for-greece-is-illiterate-and-do

Europas "Kaiserin" schweigt (Politico)
http://www.politico.eu/article/grexit-greece-merkel-empress-stays-silent-germany-debt-default/

Kinderarmut nimmt seit 2008 in der Hälfte der Industrieländer zu (The Guardian)
http://www.theguardian.com/society/2014/oct/28/child-poverty-developed-world-unicef-report-global-recession



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