Mittwoch, 25. März 2015

Krebsauslöser Roundup? - erstmals traut sich eine Studie das zu bestätigen

Thema: Gen-Technik
WHO-Studie bestätigt:
Roundup von Monsanto kann Krebs auslösen

"Schwerer Rückschlag für Monsanto: Ausgerechnet das bekannteste und profitabelste Produkt, das Pflanzengift Roundup, ist unter Krebsverdacht geraten. Eine WHO-Studie straft bisherige Studien Lügen und sieht die Möglichkeit eines Zusammenhangs von Roundup und Krebs. Bei Monsanto reagiert man ungewöhnlich nervös" schreibt Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Öfter schon haben Studien verschiedener Universitäten versucht die Gefährlichkeit des Unkrautvernichters Roundup zu belegen, aber umgehend kamen die Gegenattacken Monsantos.
Das wird diesmal wohl nicht so einfach sein. Die Studie stammt nämlich nicht von irgendwem, sondern von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und wurde auf der Website der International Agency for Research on Cancer, (IARC), gepostet, nachdem sie zuerst in der Fachzeitschrift Lancet Oncology veröffentlicht wurde. Die IARC ist eine in Lyon beheimatete Abteilung der WHO.

Untersucht wurden Personen in den USA, Kanada und Schweden seit 2001. Krankheitsfälle wurden vereinzelt im Zusammenhang mit Roundup festgestellt. Trotzdem reagiert Cheflobbyist Philip Miller panisch und kann sich “derart dramatischen” Abweichung von allen bisherigen “regulatorischen Schlussfolgerungen” nicht erklären.

Die Veröffentlichung kommt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, hat Monsanto doch schon damit begonnen in der Ukraine Anbauflächen aufzukaufen.

Dass Academi (bis 2009 Blackwater Worldwide, bis 2011 Xe Services LLC, seit 2014 Teil der Constellis Holdings), das größte US-amerikanische private Sicherheits- und Militärunternehmen zu einem großen Teil von Monsanto finanziert wird, vergrößert auch nicht gerade das Vertrauen zu dem Unternehmen. (Siehe hier, was Academi für ein Unternehmen ist). Ab und zu erfährt man, dass Academi nach vielen bekanntgewordenen Kriegsverbrechen in diversen Ländern, seit Mitte 2014 auch in der Ukraine ihr Unwesen treiben.

Mit der WHO hat Monsanto jedenfalls jetzt einen mächtigen Gegner, der es auch noch auf den Umsatzbringer Nr. 1, Roundup, abgesehen hat. Mit einigen Koffern voller Geld wird sich das Problem diesmal wohl nicht aus der Welt schaffen lassen, da wird es schon ganz anderer Lobby-Arbeit bedürfen.

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